Jan Gruber

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Jan Gruber

Easyjet: Kaufmännischer Leiter wechselt zu Wizz Air

Der bisherige kaufmännische Leiter der Billigfluggesellschaft Easyjet, Robert Carey, wird zum Mittbewerber Wizz Air wechseln. Seinen neuen Job wird der Manager im Juni 2021 antreten. Er ist direkt Konzernchef József Váradi unterstellt. Bei Easyjet hat bereits Sophie Dekkers die kaufmännische Leitung übernommen. Sie ist seit 2007 für den britischen Billigflieger tätig. Ihre bisherige Position übernimmt Easyjet-Europe-Geschäftsführer Thomas Haagensen, der auch als Group Marketing Director fungiert.

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TAP verscheuert Langstreckenflüge für 75 Euro

Die portugiesische Fluggesellschaft TAP versucht derzeit offensichtlich krampfhaft an Geld zu kommen. Derzeit bietet man Flüge in die Vereinigten Staaten von Amerika und nach Brasilien ab 75 Euro (oneway) an. Der Carrier verdient an diesen Langstreckentarifen rein gar nichts, jedoch dürfte es eher darum gehen möglichst viel Geld einzusammeln. Die Finanzlage des Unternehmens gilt als stark angespannt und die Regierung deutete an, dass gar die Liquidation eine Option ist. Ohne Staatshilfe wird TAP wohl schwer überleben. Die Gewerkschaften stemmen sich gegen den Sanierungsplan, der als Bedingung für die Ausbezahlung der staatlichen Beihilfe im Raum steht. Mitbewerber Ryanair kündigte bereits eine Klage an.

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Gol setzt Boeing 737 Max wieder kommerziell ein

Die brasilianische Fluggesellschaft Gol setzt als weltweit erster Carrier das Muster Boeing 737 Max wieder kommerziell ein. Erst Ende November 2020 hatte die lokale Luftfahrtbehörde das Flugverbot aufgehoben. Vorerst soll die Max allerdings nur im Inland fliegen. Jene sieben Exemplare, die Gol bereits in der Flotte hat, sollen schrittweise bis Jahresende reaktiviert werden. Für die Wiederinbetriebnahme habe man mit den rund 140 Piloten ein spezielles Training in den Vereinigten Staaten absolviert, so der Carrier in einer Medienaussendung. Gol erwartet die Auslieferung von 95 weiteren Boeing 737 Max. Der erste kommerzielle Flug nach über 20 Monaten Zwangs-Grounding wurde am Mittwoch auf der Strecke Sao Paulo-Porto Alegre durchgeführt. Für Europa veröffentlichte die EASA bereits eine Lufttüchtigkeitsanweisung, so dass mit einer Wiederzulassung im Jänner 2021 zu rechnen ist. Die FAA gab bereits grünes Licht. Abwartend verhält sich die Zivilluftfahrtbehörde von China, die die Ermittlungsergebnisse der beiden fatalen Abstürze abwarten will.

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Michael Knitter verlässt Eurowings

Eurowings-Geschäftsführer Michael Knitter wird mit Ende März 2021 das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Auf ihn folgt der momentane Austrian-Airlines-COO Jens Ritter. Per 1. April 2021 wird der zuletzt genannte Manager in die Geschäftsleitung des Lufthansa-Billigfliegers einziehen. Der Carrier wird künftig von Jens Bischof (CEO), Frank Bauer (CFO) und Jens Ritter (COO) geleitet. „Wir sind Michael Knitter zu großem Dank verpflichtet“, sagte Christina Foerster, Vorsitzende des Eurowings Aufsichtsrats. „Seit mehr als fünf Jahren steht Michael Knitter bei Eurowings für fliegerische Exzellenz, Kontinuität und Beständigkeit in Zeiten großer Veränderung.“ Knitter hat die Flugbetriebs-Organisation in den vergangenen Jahren so aufgestellt, dass Eurowings inzwischen regelmäßig zu den pünktlichsten Airlines Europas zählt.

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Austrian Airlines baut den Vorstand um

Austrian Airlines baut mit Jahreswechsel das Führungsteam auf. Der momentane Chief Commercial Officer und Finanzchef, Andreas Otto, wird die Lufthansa Group verlassen und sich einer neuen Herausforderung stellen. Die Finanzagenden werden künftig von Alexis von Hoensbroech selbst wahrgenommen. Neuer CCO wird der derzeitige Swiss-Manager Michael Trestl. Chief Operating Officer wird Germanwings-Geschäftsführer Francesco Sciortino. Jens Ritter wechselt in die Geschäftsleitung von Eurowings und wird dort die Funktion dies COO übernehmen. Der Manager ist erst seit Anfang 2020 im Vorstand der Austrian Airlines. „Ich bedauere sehr, dass wir mit Andreas Otto einen erfahrenen Branchenkenner sowie eine geschätzte Führungspersönlichkeit verlieren, die den Lufthansa Konzern über viele Jahre maßgeblich mitgestaltet hat. Ich danke Andreas Otto für sein langjähriges und erfolgreiches Wirken und wünsche ihm für seine Zukunft alles Gute“, so Aufsichtsratsvorsitzende Christina Foerster. Jens Ritter verlässt Austrian Airlines mit Ende März 2021. Er war rund fünf Jahre lang für Austrian Airlines im Management tätig und wurde Anfang 2020 in den Vorstand berufen. Ritter wird bei Eurowings die Funktion des Chief Operating Officers übernehmen. Sein Nachfolger bei der AUA ist Francesco Sciortino, der am 1. April 2021 in das Leitungsgremium einziehen wird. Derzeit ist er Geschäftsführer und Accountable Manager bei Germanwings. Der Eurowings-Wetlease-Carrier wird abgewickelt. „Ich danke Jens Ritter für fünf Jahre bei Austrian Airlines, in denen er der österreichischen Airline durch seinen unermüdlichen Einsatz sowie hohen Qualitätsanspruch auf jeden Fall seinen Stempel aufgedrückt hat. Ich wünsche ihm für seine neue Herausforderung bei Eurowings viel Erfolg“, sagt Christina Foerster, Aufsichtsratsvorsitzende von Austrian Airlines. „Ich freue

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209 Mitarbeiter wollen Air India kaufen

Nachdem sich der beabsichtigte Verkauf von Air India seit Jahren kompliziert gestaltet, wollen nun 209 Mitarbeiter das Zepter selbst in die Hand genommen und bieten gemeinsam mit einem nicht näher genannten Fonds für die Übernahme des anschlagenen Carriers. Laut Informationen der Nachrichtenagentur IANS soll Vetriebsdirektor Meenakshi Mallik die Interessenten anführen. Aus einem internen Rundschreiben geht hervor, dass sich die 209 Angestellten mit jeweils rund 1.119 Euro beteiligen werden, falls das Angebot Erfolg haben sollte. Die restlichen Finanzmittel sollen von dem nicht näher genannten Fonds aufgebracht werden. „Finanziell weiß ich, dass wir nicht die notwendigen Voraussetzungen haben, um allein an diesem Ausschreibungsverfahren teilzunehmen. Wir haben dementsprechend nach einem Private-Equity-Fonds gesucht und versucht, die Unterstützung zu sichern, der mit uns in das Unternehmen investiert und den Nutzen teilt“, so Mallik in einem Statement. Hat man Erfolg sollen die Beteiligungsverhältnisse wie folgt sein: 51 Prozent Mitarbeiter und 49 Prozent der Fonds.

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Swiss-Chef Klühr rechnet mit steigenden Ticketpreisen

Während Ryanair-Konzernchef Michael O’Leary erst vor wenigen Tagen wieder öffentlich betonte, dass er mit sinkenden Ticketpreisen und dadurch steigender Nachfrage rechnet, sieht man bei der Lufthansa-Tochter Swiss die Lage komplett anders. Man geht in der Schweiz von steigenden Flugscheinpreisen in der Economy-Class aus. Dies würde auch damit zusammenhängen, dass die Nachfrage seitens Geschäftsreisender, die gelegentlich auch Business- und First-Class fliegen und damit für rund 40 Prozent der Einnahmen sorgen, stark eingebrochen ist. Man vermutet bei Swiss, dass auch nach der Corona-Pandemie viele Termine telefonisch oder über Videokonferenzen erledigt werden und somit die Nachfrage seitens der Geschäftsreisendend dauerhaft geringer sein wird. Swiss-Chef Thomas Klühr erklärte gegenüber dem Schweizerischen Rundfunk, dass seiner Meinung nach die Premium-Economy künftig eine wichtige Rolle spielen wird. Diese wäre für Geschäftsreisende, die ein bisschen mehr haben wollen, aber beispielsweise aufgrund von Vorgaben keine Business-Class buchen dürfen relevant. Auch will man jene Privatkunden ansprechen, denen Business oder gar First zu teuer ist, jedoch die Differenz zwischen Eco und Premium-Economy akzeptieren. Da das Kontingent zu Lasten der günstigsten Beförderungsklasse geht, vermutet Swiss-Chef Klühr, dass die Preise in der Economy steigen werden. Er relativiert jedoch, dass es langfristig teurer wird, allerdings noch nicht im kommenden Jahr. Das würde mit dem harten Wettbewerb, der beim Wiederanziehen der Nachfrage bevorsteht, zusammenhängen. Ein weiterer Aspekt, den der scheidende Swiss-Generaldirektor für die steigende Preistendenz anführt sind zusätzlich Abgaben, beispielsweise die Kohlenstoffdioxid-Steuer in der Schweiz.

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Schauinsland Reisen bei Sundair ausgestiegen

Der deutsche Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen ist bei der Ferienfluggesellschaft Sundair, an der man bislang 49 Prozent gehalten hat, ausgestiegen. Man will jedoch weiterhin mit dem Carrier, der sich derzeit in einem Schutzschirmverfahren befindet, kooperieren. Gegenüber Touristik Aktuell erklärte der Tour Operator, dass man auch weiterhin den Vertrieb für die touristischen Strecken von Sundair übernehmen wird und auch der größte Charterkunde bleiben wird. Man habe die Anteile übertragen, um ein „möglichst effizientes Schutzschirmverfahren“ ermöglichen zu können.

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Salzburg: Wizz Air verschiebt St.-Petersburg-Flüge erneut

Wenig überraschend verschiebt die Billigfluggesellschaft Wizz Air die Aufnahme sämtlicher Flüge von/nach St. Petersburg. Betroffen sind auch die Flüge ab Salzburg und Bratislava. Diese hätten ab Mitte Dezember 2020 bedient werden sollen. Auch die Aufnahme von Kiew-Schuljany wurde wieder verschoben. Neuer Termin für die Reaktivierung bzw. Neuaufnahmen diverser Routen von/nach St. Petersburg ist nun Feber 2021. Ob dieser Zeitpunkt haltbar ist oder neuerlich nach hinten verschoben werden muss, hängt primär vom weiteren Fortgang der Corona-Pandemie ab. Russland startete vor wenigen Tagen mit Massenimpfungen. Zum Einsatz kommt das im Westen umstrittene „Sputnik V“. Die Flüge ab Salzburg in die Hauptstadt der Ukraine sind ebenfalls verschoben worden und zwar auf den 16. Jänner 2021. Eine weitere Verzögerung gibt es bei Wizz Air in Italien. Am 17. Dezember 2020 hätte in Bari eine neue Basis eröffnet werden sollen. Diese wird nun erst mit Beginn der Sommerflugplanperiode 2021 in Betrieb genommen. Die ungarische Billigfluggesellschaft beabsichtigt die Stationierung eines Mittelstreckenjets des Typs Airbus A321.

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Norwegian flüchtet unter Gläubigerschutz

Die finanziell angeschlagene Billigfluggesellschaft Norwegian flüchtete sowohl in Irland als auch in Norwegen unter Gläubigerschutz. Am Dienstag genehmigte ein Gericht in Oslo den Antrag des Unternehmens. Norwegen folgte damit der Entscheidung irischer Richter, die am Montag grünes Licht für das Verfahren gaben. Aufgrund der Tatsache, dass Norwegen nicht der Europäischen Union angehört werden die EU-Aktivitäten von Irland aus gesteuert. Auch verfügt der Konzern dort über eigene Zertifikate. Mit dem Gläubigerschutz will sich das Management insbesondere mehr Zeit verschaffen, denn man ist sehr hoch verschuldet und erhält seitens der norwegischen Regierung keine weitere finanzielle Unterstützung. „Ein zusätzlicher Umstrukturierungsprozess nach norwegischem Recht wird allen Parteien zugutekommen und die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Ergebnisses erhöhen“, so Norwegian-Chef Jacob Schram in einer Aussendung. Der Manager betont, dass die beiden Verfahren keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb haben sollen. Im nächsten Schritt werden die Aktionäre am 17. Dezember 2020 darum gebeten neuerlich Schulden des Carriers in Eigenkapital umzuwandeln und bei der Suche nach frischem Geld mitzuwirken. Norwegian steht derzeit mit rund 6,3 Milliarden Euro in der Kreide. Momentan sind nur noch sechs Flugzeuge im Einsatz, die innerhalb Norwegens unterwegs sind. Ein Teil des Sanierungsplans, den das Management umsetzen will, ist dass künftig nur noch dann Leasingraten bezahlt werden, wenn die Flugzeuge tatsächlich fliegen. Dieses Abrechnungsmodell nennt man auch „Power by the hour“. Ob die Eigentümer der Maschinen tatsächlich zustimmen werden, ist noch offen.

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