Stefan Steiner

Weitere Artikel aus der Rubrik

Stefan Steiner

Air France-KLM bricht Verhandlungen mit Air Europa ab

Die Konsolidierung des europäischen Flugmarktes steht weiterhin im Mittelpunkt strategischer Überlegungen großer Luftfahrtkonzerne. In diesem Kontext hat die Air France-KLM-Gruppe die Gespräche über den Erwerb einer Beteiligung an der spanischen Fluggesellschaft Air Europa eingestellt. Diese Entscheidung wurde von Benjamin Smith, dem Chef des französisch-niederländischen Luftfahrtkonzerns, im Rahmen der Präsentation der Halbjahresergebnisse am 31. Juli 2025 bekanntgegeben. Nach monatelangen Verhandlungen, die seit November 2024 andauerten, konnte keine Einigung mit der Eigentümerfamilie Hidalgo, der Gründerin und Inhaberin des spanischen Reisekonzerns Globalia, erzielt werden. Die Verhandlungen, die bereits der dritte Versuch von Air France-KLM waren, sich an Air Europa zu beteiligen, verdeutlichen die komplexen Hürden bei der Übernahme von Fluggesellschaften und eröffnen nun neue strategische Optionen für andere Mitbewerber wie Lufthansa und Turkish Airlines, die bereits ihre Fühler ausgestreckt haben. Ein dritter Versuch endet ohne Einigung Die Verhandlungen zwischen Air France-KLM und Globalia, dem Mutterkonzern von Air Europa, waren von Beginn an von einem Ungleichgewicht in den Bewertungen geprägt. Während die Familie Hidalgo eine 20-prozentige Beteiligung ursprünglich mit 240 Millionen Euro bewertete, was eine Gesamtbewertung von 1,2 Milliarden Euro für die Airline implizieren würde, wurde dieser Wert später auf eine 25-prozentige Beteiligung für denselben Betrag, also eine Gesamtbewertung von rund 960 Millionen Euro, angepaßt. Dagegen bot die Air France-KLM-Gruppe für einen 51-prozentigen Anteil an Air Europa, also für die Mehrheit der Anteile, lediglich 300 Millionen Euro, was die Airline mit nur rund 588 Millionen Euro bewertet hätte. Dieses erhebliche Auseinanderklaffen der Preisvorstellungen war, wie sich nun herausstellte, eine unüberwindbare Hürde, die zu dem

weiterlesen »

ADV kritisiert Bundeshaushalt 2026: Verpaßte Chance für deutsche Luftfahrtpolitik

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (ADV) hat sich kritisch zum Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2026 geäußert. Der Verband sieht in dem am 30. Juli 2025 vom Bundeskabinett verabschiedeten Entwurf eine verpaßte Gelegenheit, die Luftfahrtbranche in Deutschland strategisch neu aufzustellen. Nach Ansicht des ADV würden dringend benötigte Maßnahmen ausbleiben, stattdessen blieben fiskalische Belastungen bestehen und entlastende Schritte fielen weg. Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer der ADV, warnte davor, daß diese Politik die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Standorte schwäche. Er befürchtet, daß weitere Fluggesellschaften sich von deutschen Flughäfen zurückziehen und das Angebot an Flugzielen verringern könnten. Dies würde sich negativ auf Privat- und Geschäftsreisende sowie auf heimische Unternehmen auswirken. Insbesondere die fortbestehende Luftverkehrsteuer sei mit jährlich über 2 Milliarden Euro ein Anachronismus. Sie verteuere Flugreisen, schwäche die Anbindung der Regionen und verzerre den Wettbewerb zulasten deutscher Flughäfen. Ein weiterer Kritikpunkt ist die fehlende Finanzierung der Flugsicherung an kleineren Flughäfen. Diese Aufgabe wird von den Flughäfen selbst organisiert und ist gebührenfinanziert. Der Verband fordert eine staatliche Übernahme eines Sockelbetrages, um höhere Ticketpreise oder gar den Wegfall regionaler Verbindungen zu verhindern. Beisel betonte, daß gerade die Regionen dadurch Wirtschaftskraft und Anschluß an internationale Märkte verlieren würden. Der ADV entgegnet auch Berichten, die überhöhte Flughafenentgelte als Ursache für Standortnachteile nennen. Er stellt klar, daß die Flughafenentgelte in Deutschland im unteren europäischen Durchschnitt liegen und international wettbewerbsfähig seien. Ein Rechenbeispiel verdeutlicht, daß die staatlichen Steuern und Gebühren für einen Flug nach New York ab Deutschland mit 18.216 Euro erheblich höher seien als die 5.613 Euro ab einem europäischen Flughafen, während die

weiterlesen »

Ein historischer Brückenschlag: 70 Jahre Flugverbindung zwischen Wien und Warschau

Eine der ältesten und beständigsten Flugrouten Europas feiert ein bemerkenswertes Jubiläum: Die Fluggesellschaft LOT Polish Airlines und der Flughafen Wien würdigen die Wiederaufnahme des Linienbetriebs zwischen Warschau und Wien vor genau 70 Jahren. Am 29. Juli 1955 begann eine Partnerschaft, die sich über die Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil des europäischen Flugnetzes entwickelt hat. Doch die Wurzeln dieser Verbindung reichen noch weiter zurück, bis ins Jahr 1929, als das erste LOT-Flugzeug in der österreichischen Hauptstadt landete. Die Strecke zwischen den beiden mitteleuropäischen Metropolen ist nicht nur ein Symbol für Kontinuität, sondern auch ein Schauplatz technologischer Premieren gewesen, der das gegenseitige Vertrauen und die strategische Bedeutung dieser Route eindrucksvoll belegt. Ein Rückblick: Von den Anfängen bis zur heutigen Erfolgsgeschichte Die Geschichte der LOT Polish Airlines in Wien ist tief verwurzelt und eng mit der Entwicklung der Luftfahrt im 20. Jahrhundert verbunden. Bereits am 2. Jänner 1929 landete das erste Flugzeug der damals noch jungen Fluggesellschaft auf dem ehemaligen Flugfeld Aspern in Wien. Dieser Flug, der damals noch von Kattowitz aus startete, markierte den Beginn einer Präsenz in der Donaumetropole, die auch nach der Eröffnung des heutigen Flughafens Wien im Jahre 1954 fortgesetzt wurde. Der entscheidende Meilenstein, dessen 70. Jubiläum nun gefeiert wird, war die Wiederaufnahme des Linienbetriebs am 29. Juli 1955. Dieser Flugbetrieb, der Warschau und Wien seither ununterbrochen verbindet, entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer Schlüsselroute im Streckennetz beider Partner. Wie der Vorstand der Flughafen Wien AG, Julian Jäger, betont, war LOT Polish Airlines eine der ersten internationalen

weiterlesen »

Urlaubsguru-Umfrage: Deutsche bevorzugen neue Reiseziele und soziale Erlebnisse

Eine aktuelle Umfrage des Reiseportals Urlaubsguru offenbart eine klare Präferenz der Deutschen für das Entdecken neuer Reiseziele. Im Rahmen der Sommerkampagne „Urlaub ist mehr als nur Urlaub“ befragte das Portal das Reiseverhalten von 1.375 Personen über seinen Instagram-Kanal. Das Ergebnis zeigt, daß 79 Prozent der Befragten es vorziehen, einen neuen Ort zu erkunden, anstatt zu einem bereits bekannten „Wohlfühlort“ zurückzukehren. Dies deutet auf eine ausgeprägte Entdeckungslust und Neugier unter deutschen Urlaubern hin. Ein weiteres zentrales Ergebnis der Umfrage betrifft die soziale Komponente des Urlaubes. Eine deutliche Mehrheit von 82 Prozent der Befragten legt großen Wert darauf, ihre Urlaubszeit mit ihren „Lieblingsmenschen“ zu verbringen. Lediglich 18 Prozent priorisieren die Zeit für sich selbst. Dies unterstreicht die Bedeutung gemeinsamer Erlebnisse und die soziale Interaktion als wesentliches Element der Urlaubsgestaltung für die Mehrheit der Deutschen. Hinsichtlich der Nutzung digitaler Medien und sozialer Netzwerke während des Urlaubes zeigen sich die Meinungen geteilt. 42 Prozent der Befragten nutzen die freie Zeit für einen bewußten „Digital Detox“, also eine Reduzierung der Nutzung mobiler Geräte und sozialer Plattformen. Dem gegenüber stehen 58 Prozent, die im Urlaub aktiver sein wollen und sich als sogenannte „Teilzeit-Influencer“ in sozialen Netzwerken präsentieren. Dieser Trend spiegelt die zunehmende Bedeutung von Selbstdarstellung und dem Teilen von Reiseerlebnissen in sozialen Medien wider, auch wenn ein erheblicher Teil der Reisenden bewußt eine Auszeit von der digitalen Welt sucht. Die Online-Umfrage wurde am 15. Juli 2025 durchgeführt. Die Teilnehmer konnten bei jeder der drei Fragen jeweils nur eine Antwortmöglichkeit wählen. Die Ergebnisse zeichnen ein Bild von

weiterlesen »

Costa Kreuzfahrten kündigt neue Weltreise 2026 mit Fokus auf Asien, Ozeanien und Südamerika an

Costa Kreuzfahrten hat eine neue, 66tägige Weltreise für das Jahr 2026 angekündigt, die Reisende durch 15 Länder, 26 Destinationen und 14 Inseln in Asien, Ozeanien und Südamerika führt. Die Abfahrt der Kreuzfahrt ist für den 18. Oktober 2026 in Tokio geplant, die Ankunft erfolgt am 22. Dezember 2026 in Buenos Aires. Diese spezielle Route bietet eine intensive Erkundung des Fernen Ostens, der pazifischen Inselwelten und der südamerikanischen Küsten. Die Reise beginnt in den Metropolen des Fernen Ostens. Gäste haben die Möglichkeit, Tokio zu erkunden, die Reize von Taipeh von Keelung aus zu entdecken und die pulsierende Energie von Hongkong zu erleben. Weiter südlich erwarten die Reisenden Abenteuer auf den Philippinen mit ihrer unberührten Natur. Auf Bali können die Gäste dank einer Übernachtung die Spiritualität und die Strände der Insel voll auskosten. In Australien stehen Höhepunkte wie Sydney mit dem spektakulären Grand Pacific Drive und dem Taronga Zoo sowie authentische Tiererlebnisse in Brisbane und Cairns auf dem Programm, etwa auf der Hartley’s Crocodile Farm. Nach der Überquerung des Pazifiks folgen Stopps auf paradiesischen Inseln wie Nouméa, Lifou, Suva, Tonga, Rarotonga und Tahiti, die jeweils ein einzigartiges Natur- und Kulturerlebnis versprechen. Ein besonderes Highlight ist der Besuch der Pitcairninseln, die einen seltenen Einblick in eine der abgelegensten Gemeinschaften der Welt bieten. Den Abschluß der Reise bildet Südamerika mit den atemberaubenden Landschaften Patagoniens und Feuerlands. Von San Antonio (Chile) aus können Gäste Santiago erkunden. Weitere Stationen sind Valparaíso, Viña del Mar und Ushuaia, die südlichste Stadt der Erde, wo eine Übernachtung eine intensivere

weiterlesen »

Im Sog des Aufbruchs: Die Geschichte der Rheintalflug

Die europäische Regionalfliegerei der späten Neunzigerjahre war eine Zeit des Umbruchs und neuer Möglichkeiten, geprägt von der Liberalisierung des Luftverkehrs und dem Aufkommen spezialisierter Anbieter. In diesem Kontext entstand auch die österreichische Fluggesellschaft Rheintalflug. Mit einem klaren regionalen Fokus und dem Anspruch, die Bodenseeregion besser an wichtige Drehkreuze anzubinden, startete sie mit großen Ambitionen. Rheintalflug etablierte sich als wichtiger Akteur im Regionalverkehr, doch ihre Geschichte ist untrennbar mit der Gründung und dem Aufstieg einer anderen Airline, InterSky, verbunden. Der Werdegang von Rheintalflug ist ein faszinierendes Beispiel für die Dynamik im Luftfahrtgeschäft, in der aus einem Unternehmen ein neues, größeres entsteht. Diese Reportage beleuchtet die Firmengeschichte, die Besonderheiten und letztlich den Übergang der Rheintalflug in ein neues Kapitel der österreichischen Luftfahrt, wobei auch ein tragischer Flugunfall nicht unerwähnt bleiben darf, der die Geschichte der Airline prägte. Die Geburt einer regionalen Vision: Firmengeschichte und Hintergründe Die Rheintalflug wurde im Jahre 1973 von Rolf Seewald, einem erfahrenen Piloten und Unternehmer, zunächst als Lufttaxi-Unternehmen in Hohenems, Vorarlberg, gegründet. Anfänglich konzentrierte sich das Unternehmen auf Charterflüge und Geschäftsreiseverkehr mit kleinerem Fluggerät. Ab Mai 1984 bediente die Firma regelmäßig die Strecke Hohenems–Wien. Die ursprüngliche Idee war, einen Bedarf an flexiblen und schnellen Flugverbindungen für die prosperierende Wirtschaftsregion rund um den Bodensee zu decken. Schnell wurde der Wunsch deutlich, auch Linienflüge anzubieten. Der Heimatflughafen und das operative Zentrum der Rheintalflug für den Linienverkehr war der Flughafen Friedrichshafen in Deutschland, der strategisch günstig am Bodensee gelegen ist und als Tor zur Region dient. Dies war eine pragmatische Entscheidung,

weiterlesen »

Auslands-Karriere im Fokus: Deutsche Expats meistern finanzielle Herausforderungen

Immer mehr Deutsche entscheiden sich für den Schritt ins Ausland, um dort neue berufliche Chancen zu ergreifen, kulturelle Erfahrungen zu sammeln und sich persönlich weiterzuentwickeln. Das Leben in einem fremden Land verspricht zweifelsohne Abenteuer und Freiheiten. Doch neben all den spannenden Möglichkeiten birgt dieser Schritt auch eine Reihe von Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Finanzverwaltung. Die effiziente Steuerung der persönlichen Finanzen im Ausland kann komplex sein. Wise, ein führender Anbieter von Multi-Währungskonten, bietet hierzu wertvolle Ratschläge, um Expats und Auswanderern die finanzielle Anpassung zu erleichtern und Sparpotentiale aufzuzeigen. Lebenshaltungskosten im Zielland: Eine genaue Analyse ist unerläßlich Bevor die Reise ins Ausland angetreten wird, ist eine umfassende Recherche zu den Lebenshaltungskosten im Zielland von entscheidender Bedeutung. Diese umfaßt primär die Preise für Miete, Lebensmittel, Transport und Freizeitaktivitäten. Die Kostenstruktur kann sich von Land zu Land erheblich unterscheiden und auch innerhalb eines Landes stark variieren. So sind beispielsweise die Mieten in einigen Ländern wie der Türkei, Ägypten oder Griechenland vergleichsweise erschwinglich, während die Lebensmittelpreise dort wiederum sehr hoch sein können. Dies erfordert eine detaillierte Betrachtung und eine individuelle Budgetplanung, die über allgemeine Durchschnittswerte hinausgeht. Des Weiteren ist zu beachten, daß die Lebenshaltungskosten oft stark von der jeweiligen Region innerhalb eines Landes abhängen. Kleinere Städte oder ländliche Gebiete sind in der Regel deutlich preiswerter als Hauptstädte oder touristische Zentren. Ein klassisches Beispiel hierfür sind die Metropolen Westeuropas wie London, Paris oder Zürich, die zu den teuersten Städten weltweit zählen, während das Leben in kleineren Gemeinden desselben Landes deutlich günstiger sein kann. Um bei

weiterlesen »

Alltours und byebye starten Frühbuchungsphase für Sommer 2026

Die Reiseveranstalter Alltours und byebye haben die Buchungsphase für klassische und dynamische Pauschalreisen, Hotels und Flüge für den kommenden Sommer 2026 eröffnet. Kunden erhalten dadurch die Möglichkeit, ihre Urlaubsreisen frühzeitig zu planen und von Frühbucherrabatten zu profitieren. Diese Maßnahmen sollen Urlaubern Planungssicherheit und attraktive Konditionen für ihre nächste Reise sichern, wie der Veranstalter in einer Presseaussendung mitteilte. Zum Start der Buchungsphase sind bereits zahlreiche beliebte Urlaubsziele verfügbar. Dazu gehören Destinationen auf den Kanarischen Inseln sowie im gesamten Mittelmeerraum, wie die spanische Mittelmeerküste, Mallorca, Griechenland, Ägypten und die Türkei. Auch Fernreisen zu Zielen in Asien, der Karibik und dem Indischen Ozean sind buchbar. Für Reisende, die kürzere Anreisewege bevorzugen, stehen auch Ziele in Deutschland, Österreich, Polen und den Niederlanden zur Verfügung, die bequem mit dem Auto oder der Bahn erreicht werden können. Alle 32 Alltours-eigenen allsun Hotels auf Mallorca, den Kanaren und Kreta sowie in der Türkei sind ebenfalls bereits für den Sommer 2026 buchbar. Das verfügbare Programm soll täglich erweitert werden. Georg Welbers, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Alltours, betonte die hohe Flexibilität des Angebots: „Mit dem frühen Buchungsstart möchten wir unseren Kunden ein breites Angebot und maximale Flexibilität bieten – und das zu besonders attraktiven Frühbucherpreisen.“ Eine frühzeitige Buchung erhöhe die Chancen, den Wunschtermin, das bevorzugte Zielgebiet und das Lieblingshotel zu sichern und dank der Rabatte einen niedrigeren Preis zu erhalten. Zudem profitieren Kunden von einer größeren Auswahl an Flügen. Ein wesentliches Merkmal des Angebots ist der sogenannte Alltours Flextarif, der Urlaubern ohne finanzielles Risiko eine hohe Flexibilität ermöglichen

weiterlesen »

Die Rückkehr der Sterne: Schladming-Dachstein schafft „Sternenplätze“ gegen das Verschwinden des Nachthimmels

In einer Welt, in der ein klarer, dunkler Nachthimmel mit sichtbaren Sternen für viele Menschen zur Seltenheit geworden ist, setzt die steirische Tourismusregion Schladming-Dachstein ein innovatives Zeichen. Während eine internationale Studie eine jährliche Zunahme der Lichtverschmutzung in Europa um etwa sechs Prozent konstatiert, widmet sich der Naturpark Sölktäler diesem Phänomen mit besonderem Engagement. Sechs eigens eingerichtete „Sternenplätze“ sollen Besuchern und Einheimischen gleichermaßen die Möglichkeit bieten, in die faszinierende Welt des nächtlichen Firmaments einzutauchen. Dieses Projekt zielt darauf ab, ein einzigartiges Erlebnis zu schaffen, das die Attraktivität der Region steigert und das Bewußtsein für die Schönheit und Bedeutung eines ungestörten Nachthimmels schärft. Die zunehmende Helligkeit der Nacht: Eine globale Herausforderung Die Problematik der Lichtverschmutzung ist ein weltweit wachsendes Anliegen. Der natürliche, dunkle Nachthimmel, der einst überall selbstverständlich war, ist in vielen dicht besiedelten Gebieten, aber auch zunehmend in ländlichen Regionen, nicht mehr zu finden. Künstliche Lichtquellen von Städten, Straßenbeleuchtungen, Industrieanlagen und Werbeflächen strahlen unkontrolliert in den Himmel ab und überlagern das schwache Licht der Sterne. Dies führt dazu, daß immer weniger Himmelskörper mit bloßem Auge sichtbar sind. Internationale Studien untermauern diese Entwicklung mit beunruhigenden Zahlen. So nimmt die Lichtverschmutzung in Europa jährlich um etwa sechs Prozent zu. Dies bedeutet, daß der Sternenhimmel in immer größeren Gebieten an Leuchtkraft verliert und damit für die menschliche Wahrnehmung verschwindet. Die Folgen sind vielfältig und reichen von der Beeinträchtigung astronomischer Forschung bis hin zu subtilen, aber signifikanten Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden und die Kultur. Ein klarer Sternenhimmel ist seit jeher eine Quelle der Inspiration,

weiterlesen »

Verfassungsgericht entscheidet gegen ehemalige Alitalia-Mitarbeiter

Ehemalige Beschäftigte der insolventen italienischen Fluggesellschaft Alitalia haben vor dem italienischen Verfassungsgericht eine Niederlage erlitten. Die Richter wiesen eine von ihnen eingereichte Verfassungsbeschwerde als unzulässig zurück. Die Kläger hatten die Fortsetzung ihrer Beschäftigungsverhältnisse bei der staatlichen Nachfolgegesellschaft Ita Airways erhofft und sich dabei auf Regelungen zur Betriebsübernahme nach italienischem Recht berufen. Das Gericht stellte jedoch in seinem Urteil klar, daß Ita Airways eine rechtlich eigenständige Gesellschaft darstellt. Es bestehe keine direkte Verbindung zwischen der liquidierten Alitalia und der neuen Fluggesellschaft, die sich von einer herkömmlichen Unternehmensübernahme unterscheide. Die Richter betonten, daß das Liquidationsverfahren bei Alitalia primär auf die Rückzahlung von Schulden abzielte und nicht auf eine Reorganisation des Unternehmens. Dieser Umstand schließe eine automatische Übernahme der Belegschaft aus. Das Verfahren war vom Arbeitsgericht Rom angestoßen worden, nachdem mehrere ehemalige Alitalia-Mitarbeiter gegen Ita Airways geklagt hatten, um die Anerkennung ihrer Arbeitsverhältnisse bei der neuen Gesellschaft zu erwirken. Bereits vor dieser Gerichtsentscheidung hatte die EU-Kommission festgestellt, daß zwischen der insolventen Alitalia und Ita Airways keine wirtschaftliche Kontinuität bestehe. Diese Einschätzung der europäischen Behörde spielte eine maßgebliche Rolle in der Urteilsbegründung des Verfassungsgerichtes. Ita Airways wurde als Nachfolgerin der traditionsreichen italienischen Fluggesellschaft gegründet. Das Unternehmen befindet sich derzeit noch mehrheitlich im Besitz des italienischen Staates und operiert unter einer neuen Betriebslizenz. Die Lufthansa hat eine Minderheitsbeteiligung an Ita Airways erworben, mit der Option, diese sukzessive auf 100 Prozent auszubauen. Dieses Urteil festigt die rechtliche Eigenständigkeit von Ita Airways und trennt sie endgültig von den Verbindlichkeiten und Strukturen der ehemaligen Alitalia.

weiterlesen »