Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Barig kritisiert Bundesregierung wegen Beibehaltung der Luftverkehrssteuer

Der internationale Airline-Verband Board of Airline Representatives in Germany (Barig) hat mit Unverständnis auf den Kabinettsbeschluß zum Bundeshaushalt 2026 reagiert. Entgegen der im Koalitionsvertrag der regierenden Parteien vereinbarten Absenkung der Luftverkehrssteuer soll diese nun doch nicht gesenkt werden. Barig-Vorsitzender Michael Hoppe bezeichnete die Entscheidung als „nicht nachvollziehbar und schädlich für die deutsche Wirtschaft“, da sie die Luftfahrtbranche im internationalen Wettbewerb einseitig belaste. Hoppe bemängelte, daß der Luftverkehr in Deutschland im europäischen Vergleich viel zu teuer sei, wozu die Luftverkehrssteuer und andere überhöhte Standortkosten maßgeblich beitrügen. Die Folgen seien bereits deutlich spürbar: Das deutsche Verkehrsaufkommen liege weiterhin unter dem Niveau von 2019, während es in den meisten anderen europäischen Ländern boome. Dies führe dazu, daß die internationale Anbindung Deutschlands weiter unter Druck gerate. Die hohen Standortkosten in Deutschland haben auch Auswirkungen auf die Luftfracht. Mit jedem reduzierten Passagierflug leiden die Frachtkapazitäten, und der Warenaustausch wird erschwert. Unternehmen sehen sich gezwungen, ihren Warenverkehr über ausländische Flughäfen umzuleiten und die Güter aufwendig per Lastwagen nach Deutschland zu transportieren. Die Absenkung der Luftverkehrssteuer wird von der Branche als wesentlicher Schritt zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Förderung des Wirtschaftsstandortes Deutschland angesehen. Das Bundesfinanzministerium hatte seinen Haushaltsentwurf 2026 als einen „Meilenstein für mehr Wachstum“ bezeichnet. Barig hält jedoch die Beibehaltung der Luftverkehrssteuer für einen Widerspruch zu diesem Ziel. Hoppe forderte die Politik auf, die wirtschaftlichen Zusammenhänge stärker zu berücksichtigen und Anreize für Wachstum zu schaffen. Er kündigte an, sich weiterhin mit Nachdruck für eine Korrektur dieser Entscheidung einzusetzen, um Unternehmen, Arbeitnehmer und die Mobilität in

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IATA-Daten: Weltweite Passagiernachfrage wächst langsamer

Die International Air Transport Association (IATA) hat die Zahlen zur weltweiten Passagiernachfrage für Juni 2025 veröffentlicht. Demnach stieg die Gesamtnachfrage, gemessen in Passagierkilometern (RPK), um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Wachstum fiel jedoch langsamer aus als in den Vormonaten. Die Gesamtkapazität der Airlines wuchs um 3,4 Prozent, was dazu führte, daß die weltweite Auslastung der Flugzeuge auf 84,5 Prozent sank, ein Rückgang von 0,6 Prozentpunkten gegenüber Juni 2024. Willie Walsh, der Generaldirektor der IATA, führte die verlangsamte Nachfrage auf die Auswirkungen militärischer Konflikte im Nahen Osten zurück. Die Region verzeichnete im Juni einen Rückgang der Nachfrage von 0,2 Prozent, wobei der internationale Verkehr um 0,4 Prozent abnahm. Besonders betroffen waren die Flugrouten in Richtung Nordamerika und Europa. Im Gegensatz dazu zeigte sich in anderen Regionen eine robustere Nachfrage. So verzeichnete der asiatisch-pazifische Raum einen Nachfrageanstieg von 5,0 Prozent, während Lateinamerika mit 7,9 Prozent das stärkste Wachstum verzeichnete. Bei der Betrachtung der einzelnen Märkte zeigte sich ein gemischtes Bild. Im internationalen Flugverkehr stieg die Nachfrage um 3,2 Prozent, doch auch hier sank die Auslastung in allen Regionen, da das Kapazitätswachstum stärker war. Im Inlandsverkehr gab es einen Nachfragezuwachs von 1,6 Prozent. Besonders starkes Wachstum verzeichnete der Inlandsmarkt in Brasilien mit 14,7 Prozent, während der US-Inlandsmarkt nach vier Monaten erstmals wieder ein leichtes Wachstum von 0,1 Prozent aufwies. Der Rückgang der Auslastung in Afrika von 0,6 Prozentpunkten auf 74,6 Prozent könnte, so die IATA, auf einen verschärften Wettbewerb durch europäische und nahöstliche Fluggesellschaften zurückzuführen sein. Trotz der verlangsamten Wachstumsdynamik und

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Auf Kollegen im Urlaub gewartet: KM Malta Airlines in der Kritik nach Pilotenvorfall

Ein Vorfall an Bord eines Fluges der KM Malta Airlines von Rom nach Malta im späten April hat eine interne Untersuchung ausgelöst und die Diskussion über die Verhaltensrichtlinien der Fluggesellschaft neu entfacht. Ein Flug, der vom Flughafen Fiumicino nach Malta zurückkehren sollte, wurde um fast eine Stunde verspätet, um einem Piloten, der sich mit seiner Familie im Urlaub befand, die pünktliche Anreise zum Flughafen zu ermöglichen. Der Vorfall, der sich am Morgen der Beerdigung von Papst Franziskus ereignete, hat zu disziplinarischen Maßnahmen gegen die beteiligten Piloten geführt und wirft ein Schlaglicht auf die Balance zwischen den Interessen der Mitarbeiter, den Richtlinien des Unternehmens und der Einhaltung des Flugplans. Ein ungewöhnlicher Vorfall: Der verspätete Start in Rom Die Geschehnisse ereigneten sich Ende April, am Tag der Beerdigung von Papst Franziskus im Vatikan. Ein Flug der KM Malta Airlines sollte nach der Beförderung von Regierungsvertretern, darunter der Präsident und der Premierminister Maltas, von Rom nach Malta zurückkehren. Der planmäßige Abflug war für 9.50 Uhr Ortszeit angesetzt. Doch kurz vor dem geplanten Start wurde der kommandierende Pilot des Fluges von einem anderen Piloten, George Frank Mizzi, kontaktiert. Mizzi, der früher der Chef der Pilotenvereinigung war, befand sich zu diesem Zeitpunkt mit seiner Familie im Urlaub in Rom. Er bat den Piloten, den Abflug zu verzögern, um ihm und seiner Familie Zeit zu geben, den Flughafen zu erreichen. Die Bitte wurde erfüllt. Infolgedessen hob der Flug erst um 10.36 Uhr ab, 46 Minuten hinter dem Zeitplan, und landete schließlich 45 Minuten verspätet in Malta.

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Hotel Stefanie in Wien ernennt Wolfgang Gumhalter zum neuen Küchenchef

Das traditionsreiche Hotel Stefanie, Wiens ältester Hotelbetrieb, hat Wolfgang Gumhalter zum neuen Küchenchef seines gleichnamigen Restaurants ernannt. Gumhalter, der seit 2010 für die Schick Hotels Gruppe tätig ist, übernimmt die Leitung eines 18-köpfigen Teams. Er soll das kulinarische Angebot des im Jahre 1600 gegründeten Hauses in die Zukunft führen. Sein langjähriger Wegbegleiter Dennis Nikolic wird ihm als Souschef zur Seite stehen. Peter Buocz, der General Manager des Hotels, zeigte sich stolz über die Ernennung. Er lobte Gumhalters Qualitätsanspruch und betonte, daß die Beförderung langjähriger Mitarbeiter ein wichtiger Teil der Unternehmensphilosophie sei. Das neue Führungsteam unter Gumhalter und Nikolic solle die kulinarische Tradition des Hauses mit innovativen Akzenten verbinden und interne Prozesse optimieren. Gumhalter selbst äußerte seine Vorfreude, das Restaurant mit einer Mischung aus authentischer Wiener Küche und frischer Inspiration zu leiten und die Wiener zu Stammgästen zu machen. Das Restaurant „Stefanie“ ist bekannt für seine klassische Wiener Küche, die Gumhalter nun zeitgemäß neu interpretiert. Ein Beispiel dafür ist der sogenannte „Altwiener Schmankerlreise“, ein Sieben-Gänge-Menü, das die Geschichte Wiens auf kulinarische Weise erzählt. Gumhalter möchte dabei auch auf moderne Ernährungsgewohnheiten und Unverträglichkeiten eingehen, etwa durch vegetarische Varianten der Gerichte. Das Restaurant bietet neben à la carte-Gerichten auch einen Sonntagsbrunch und ein Mittagsbuffet an. Gumhalter begann seine Laufbahn in der Schick Hotels Gruppe als Jungkoch im Schwesterhotel Erzherzog Rainer und wechselte 2010 ins Hotel Stefanie, wo er in verschiedenen Positionen tätig war, zuletzt als Souschef. Sein Souschef Dennis Nikolic ist seit 2017 im Hotel und arbeitete bereits seit mehreren Jahren eng mit

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Brussels Airlines meldet Verluste im ersten Halbjahr 2025

Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines hat das erste Halbjahr 2025 mit einem operativen Verlust abgeschlossen. Das bereinigte EBIT lag bei minus 46 Millionen Euro, was einem leichten Anstieg von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Unternehmen, das in den ersten sechs Monaten 4,2 Millionen Passagiere beförderte, führt das negative Ergebnis vor allem auf externe Einflüsse zurück. Laut Nina Öwerdieck, Finanzvorstand von Brussels Airlines, seien insbesondere die landesweiten Demonstrationen in Belgien für eine geschätzte finanzielle Belastung von rund 12 Millionen Euro verantwortlich. Hinzu kamen eine Neubewertung von Vermögenswerten, unerwartete Wartungskosten und Störungen im Langstreckenbetrieb. Im Gegensatz dazu entwickelte sich das europäische Streckennetz positiv und spiegelte eine starke Nachfrage wider. Die Fluggesellschaft bleibt dennoch zuversichtlich, am Jahresende ein positives Gesamtergebnis zu erzielen. Für die reiseintensive Sommersaison hat Brussels Airlines ihre Flotte auf 50 Flugzeuge aufgestockt, darunter zusätzliche Maschinen der Typen Airbus A320 und Airbus A330. Zudem werden vier Airbus A220 über den Wetlease-Partner Air Baltic eingesetzt. Um den Betrieb zu sichern, wurden seit Januar 2025 mehr als 300 neue Mitarbeiter eingestellt, darunter Piloten, Kabinenpersonal und Bodenkräfte. Erstmals setzte die Airline auch speziell geschulte Sommerstudenten als Kabinenpersonal ein. Am Flughafen Brüssel wurde die Kapazität der Gepäckabgabe verdoppelt, um die Abläufe zu beschleunigen. Brussels Airlines sieht sich angesichts der Herausforderungen bestärkt, eine widerstandsfähigere Kostenstruktur aufzubauen. Dazu gehören eine bewußte Ressourcenallokation, Kostendisziplin und die Optimierung des Streckennetzes. Die Fluggesellschaft plant, die starke Nachfrage im Sommer zu nutzen, um die Verluste aus der ersten Jahreshälfte auszugleichen und das dritte profitable Jahresergebnis in Folge zu erreichen.

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Lufthansa beruft Francesco Sciortino zum neuen Hub Manager in Frankfurt

Die Fluggesellschaft Lufthansa hat eine Neubesetzung in der Führungsebene bekanntgegeben. Zum 1. September 2025 wird Francesco Sciortino als neues Vorstandsmitglied die Verantwortung als Hub Manager für den Standort Frankfurt übernehmen. Gleichzeitig wird er die Position des Accountable Manager der Lufthansa Airline antreten. Sciortino kommt von Austrian Airlines, wo er zuletzt als Vorstandsmitglied und Chief Operating Officer (COO) tätig war. Vor seiner Tätigkeit bei Austrian Airlines hatte Sciortino bereits leitende Positionen inne, unter anderem als Geschäftsführer und Accountable Manager bei den Fluggesellschaften Germanwings und SunExpress. Er verfügt zudem über langjährige Erfahrung als Pilot und ist derzeit Kapitän auf Airbus A330/340 Flugzeugen bei Lufthansa. Der bisherige Interims-Hub-Manager für Frankfurt, Klaus Froese, wechselt planmäßig als Kapitän in die Boeing 747-Flotte von Lufthansa. Auch in München gibt es eine Veränderung in der Führung. Heiko Reitz, ebenfalls Mitglied des Vorstands der Lufthansa Airlines, wird ab dem 1. September 2025 als Hub Manager für den Standort München verantwortlich sein. Der bisherige Hub Manager und CEO, Jens Ritter, wird sich fortan vollständig auf seine Aufgaben als Chief Executive Officer konzentrieren und die konsequente Umsetzung des Turnaround-Programms der Fluggesellschaft vorantreiben. Die Neubesetzungen folgen auf die strategische Entscheidung der Lufthansa Airlines Anfang 2025, dedizierte Hub Manager einzusetzen, um die operativen Prozesse zwischen den Lufthansa-Teams und ihren Partnern an den Drehkreuzen Frankfurt und München zu verbessern. Seitdem habe sich die Betriebsstabilität, die Pünktlichkeit sowie die Kundenzufriedenheit deutlich verbessert. Die Entscheidung, separate Hub Manager zu berufen, ist ein klares Signal für die Bedeutung der beiden zentralen Standorte im Streckennetz der Lufthansa.

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Österreichisches Bundesheer entwickelt eigene Satelliten

Das österreichische Bundesheer entwickelt erstmals eigene Satelliten, um seine sicherheitspolitische Unabhängigkeit zu stärken und die Abhängigkeit von anderen Staaten zu reduzieren. Als Teil dieser neuen Weltraumstrategie sind unter der Leitung von Brigadier Friedrich Teichmann zwei Forschungsprojekte angelaufen, die darauf abzielen, eigene Satelliten für Kommunikation, Navigation und Satellitenbilder zu entwickeln. Die Projekte mit den Bezeichnungen LEO2VLEO und BEACONSAT umfassen den Bau von insgesamt fünf Satelliten und sollen Österreich als aktiven Gestalter im Orbit positionieren. Das Projekt LEO2VLEO ist eine Kooperation mit den Niederlanden und sieht den Bau von vier Satelliten vor. Davon sind drei für den operativen Einsatz bestimmt und sollen zwischen dem Low Earth Orbit und dem Very Low Earth Orbit fliegen. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro, von denen Österreich sechs Millionen trägt. Diese Satelliten sollen ab Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 gestartet werden und deutlich schärfere Bilder liefern als herkömmliche Satelliten. Dies ermöglicht eine präzisere Lageerfassung und ist für militärische Einsätze von großer Bedeutung. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte, der sicherheitspolitische Wandel, insbesondere durch den Krieg in der Ukraine, habe gezeigt, wie wichtig Satelliten für militärische Einsätze seien. Ein weiteres, rein österreichisches Projekt ist BEACONSAT, das das Bundesheer in Zusammenarbeit mit zivilen Unternehmen umsetzt. Hierbei soll ein besonders kompakter Satellit gebaut werden, der für die Navigation über Satellitensignale zuständig ist. Die geringe Baugröße macht diesen Satelliten sicherer und schwerer angreifbar. Die Kosten für dieses Projekt liegen bei unter einer Million Euro und der Start ist ebenfalls für Ende 2026 vorgesehen. Die Betriebsdauer der Systeme

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Eurowings erzielt stabile Performance in der ersten Jahreshälfte 2025

Die Fluggesellschaft Eurowings hat die erste Hälfte des Jahres 2025 mit einer starken operativen Leistung und hoher Kundenzufriedenheit abgeschlossen. Von den insgesamt 77.000 durchgeführten Flügen erreichten rund 80 Prozent ihr Ziel pünktlich. Die Zuverlässigkeit der Flüge lag bei 99 Prozent, was in der Branche als sehr hohes Niveau gilt. Die Kundenzufriedenheit, gemessen am Net Promoter Score (NPS), erreichte einen Wert von 47, was die positive Wahrnehmung der Fluggesellschaft durch ihre Passagiere bestätigt. Insgesamt entschieden sich in den ersten sechs Monaten mehr als 10 Millionen Passagiere für Eurowings, Deutschlands größten Ferienflieger. Jens Bischof, CEO von Eurowings, betonte, daß die Airline auf die starke Nachfrage nach touristischen Reisen mit einer deutlichen Ausweitung ihres Programms reagiert habe. Eurowings flog dabei rund 150 Ziele in ganz Europa an. Laut Bischof spiegelt die gute Performance den klaren Fokus auf Qualität, Zuverlässigkeit und Kundenorientierung wider. Diese Ergebnisse seien das Resultat einer starken Mannschaftsleistung und des erfolgreichen Ausbaus von Eurowings zur „Value Airline für Europa“. Diese Strategie wurde auch von der Luftfahrt-Rating-Agentur Skytrax anerkannt, die Eurowings zur „Besten Low-Cost Airline Europas 2025“ kürte. Trotz der stabilen operativen Leistung und der gestiegenen Passagierzahlen weist das Point-to-Point-Geschäftsfeld des Lufthansa Konzerns, zu dem Eurowings und die Beteiligung an SunExpress gehören, zum Stichtag 30. Juni 2025 ein operatives Ergebnis (Adjusted Ebit) von minus 137 Millionen Euro auf. Dieser Verlust ist nach Unternehmensangaben insbesondere auf die weiter steigenden Steuern und Gebühren am Luftverkehrsstandort Deutschland zurückzuführen. Die Zahl der Beschäftigten bei Eurowings stieg auf knapp 5.500. Eurowings positioniert sich als „Value-Airline“ und hebt

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Swiss verzeichnet Ergebnisrückgang trotz betrieblicher Fortschritte

Swiss International Air Lines (Swiss) hat das erste Halbjahr 2025 mit einem operativen Ergebnis von 195,1 Millionen Schweizer Franken abgeschlossen, was einem Rückgang von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Obwohl die operativen Erträge mit 2,69 Milliarden Schweizer Franken stabil blieben, wurde die Profitabilität der Fluggesellschaft durch ein herausforderndes Marktumfeld, steigende Kosten und strukturelle Kapazitätsengpässe beeinträchtigt. Trotz des Ergebnisrückgangs konnte Swiss ihre operationelle Performance verbessern und das Kundenerlebnis systematisch weiterentwickeln. Dennis Weber, Finanzchef von Swiss, führte den Rückgang auf die aktuellen geo- und handelspolitischen Spannungen sowie auf steigende Kosten für Personal und Gebühren zurück. Zudem hätten die anhaltenden Engpässe bei Flugzeugen, Triebwerken und Piloten die Profitabilität spürbar beeinträchtigt. Positiv hob er die Entwicklung der Treibstoffpreise hervor. Im ersten Halbjahr starteten 72,4 Prozent aller Flüge pünktlich, was einer Steigerung von 3,9 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch die Flugplanstabilität konnte mit 97,6 Prozent auf einem hohen Niveau gehalten werden. Im reiseintensiveren zweiten Quartal, von April bis Juni 2025, setzte sich der Ergebniseinbruch fort. Das operative Ergebnis lag bei 191,7 Millionen Schweizer Franken, ein Rückgang von rund 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die operativen Erträge sanken leicht auf 1,47 Milliarden Schweizer Franken. Dennoch konnte Swiss im ersten Halbjahr 2025 ein leichtes Passagierwachstum von 0,1 Prozent auf rund 8,5 Millionen beförderte Gäste verzeichnen. Die Zahl der Flüge stieg um 1,8 Prozent auf über 70.000. Swiss reagiert auf die schwierigen Rahmenbedingungen mit einem umfassenden Maßnahmenpaket. So wurde unter anderem eine Vereinbarung mit dem Sozialpartner Aeropers geschlossen, um die Verfügbarkeit des Cockpit-Personals zu verbessern. Zudem

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Air France-KLM bricht Verhandlungen mit Air Europa ab

Die Konsolidierung des europäischen Flugmarktes steht weiterhin im Mittelpunkt strategischer Überlegungen großer Luftfahrtkonzerne. In diesem Kontext hat die Air France-KLM-Gruppe die Gespräche über den Erwerb einer Beteiligung an der spanischen Fluggesellschaft Air Europa eingestellt. Diese Entscheidung wurde von Benjamin Smith, dem Chef des französisch-niederländischen Luftfahrtkonzerns, im Rahmen der Präsentation der Halbjahresergebnisse am 31. Juli 2025 bekanntgegeben. Nach monatelangen Verhandlungen, die seit November 2024 andauerten, konnte keine Einigung mit der Eigentümerfamilie Hidalgo, der Gründerin und Inhaberin des spanischen Reisekonzerns Globalia, erzielt werden. Die Verhandlungen, die bereits der dritte Versuch von Air France-KLM waren, sich an Air Europa zu beteiligen, verdeutlichen die komplexen Hürden bei der Übernahme von Fluggesellschaften und eröffnen nun neue strategische Optionen für andere Mitbewerber wie Lufthansa und Turkish Airlines, die bereits ihre Fühler ausgestreckt haben. Ein dritter Versuch endet ohne Einigung Die Verhandlungen zwischen Air France-KLM und Globalia, dem Mutterkonzern von Air Europa, waren von Beginn an von einem Ungleichgewicht in den Bewertungen geprägt. Während die Familie Hidalgo eine 20-prozentige Beteiligung ursprünglich mit 240 Millionen Euro bewertete, was eine Gesamtbewertung von 1,2 Milliarden Euro für die Airline implizieren würde, wurde dieser Wert später auf eine 25-prozentige Beteiligung für denselben Betrag, also eine Gesamtbewertung von rund 960 Millionen Euro, angepaßt. Dagegen bot die Air France-KLM-Gruppe für einen 51-prozentigen Anteil an Air Europa, also für die Mehrheit der Anteile, lediglich 300 Millionen Euro, was die Airline mit nur rund 588 Millionen Euro bewertet hätte. Dieses erhebliche Auseinanderklaffen der Preisvorstellungen war, wie sich nun herausstellte, eine unüberwindbare Hürde, die zu dem

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