Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Lufthansa sichert trotz Pilotenstreiks mehr als die Hälfte des Flugprogramms

Die Lufthansa hat für den 12. und 13. März 2026 einen umfangreichen Sonderflugplan in Kraft gesetzt, um auf den ganztägigen Streikaufruf der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zu reagieren. Nach Konzernangaben können trotz des Arbeitskampfes über 50 Prozent des regulären Flugbetriebs aufrechterhalten werden. Besonders stabil zeigt sich das Angebot auf der Langstrecke, wo rund 60 Prozent der geplanten Verbindungen bedient werden. Um die Auswirkungen für die Passagiere zu minimieren, setzt die Fluggesellschaft auf den Einsatz von größerem Fluggerät sowie auf die Unterstützung durch Partnerairlines und andere Konzerntöchter wie Lufthansa City Airlines, die nicht vom Streik betroffen sind. Hintergrund des Arbeitskampfes sind festgefahrene Tarifverhandlungen, bei denen die Gewerkschaft deutliche Gehaltssteigerungen sowie Verbesserungen bei der Dienstplangestaltung fordert. Der Streik trifft die Hubs Frankfurt und München zu einer Zeit, in der das Passagieraufkommen aufgrund saisonaler Effekte bereits wieder ansteigt. Die Geschäftsführung betonte, dass zahlreiche Piloten auf freiwilliger Basis ihren Dienst antreten, was die Durchführung des Sonderflugplans erst ermöglicht. Eine Besonderheit stellt die Ausklammerung von Flügen in den Nahen Osten dar. Die Vereinigung Cockpit hat zugestimmt, Verbindungen in diese Region, wie etwa den Flug von Frankfurt nach Riad, aufgrund der geopolitischen Lage nicht zu bestreiken, um die Versorgungssicherheit und Mobilität in Krisengebieten nicht zu gefährden. Lufthansa Cargo zeigt sich von den Streikmaßnahmen weitgehend unbeeindruckt und plant, über 80 Prozent des Frachtflugprogramms zu absolvieren. Dies wird unter anderem durch den Einsatz von Maschinen erreicht, die von Crews außerhalb des Geltungsbereichs der aktuellen Tarifauseinandersetzung betrieben werden. Auch die Tochtergesellschaft Lufthansa CityLine, die am Donnerstag ebenfalls bestreikt wird,

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Flughafen Wien Gruppe: Internationales Wachstum stützt Konzernergebnis im Februar 2026

Die Flughafen Wien Gruppe blickt auf einen operativ erfolgreichen Februar 2026 zurück. Mit einem Zuwachs von 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat konnte die Gruppe, bestehend aus dem Heimatstandort Wien sowie den Beteiligungen in Malta und Kosice, insgesamt 2.644.359 Passagiere abfertigen. Während der Standort Wien ein moderates Wachstum verzeichnete, fungierten die ausländischen Standorte als dynamische Wachstumstreiber. Besonders hervorzuheben ist dabei die Entwicklung am Flughafen Kosice, der mit einem Passagierplus von über 37 Prozent ein außergewöhnliches Ergebnis erzielte. Auch der Malta Airport konnte mit einer zweistelligen Zuwachsrate signifikant zum Gesamtergebnis beitragen. Trotz der seit Ende Februar bestehenden Einschränkungen im Luftraum über dem Nahen Osten blieben die Auswirkungen auf die Verkehrsstatistik des Berichtsmonats marginal. Die kumulierten Zahlen für die ersten beiden Monate des Jahres bestätigen den positiven Trend mit einem konzernweiten Passagierplus von 5,4 Prozent. Neben dem Personenverkehr entwickelte sich auch das Frachtgeschäft stabil, wobei insbesondere in Wien ein deutliches Plus beim Cargo-Aufkommen registriert wurde. Stabilität am Standort Wien durch Transitverkehr Am Flughafen Wien-Schwechat wurden im Februar 1.933.586 Reisende gezählt, was einer Steigerung von 1,7 Prozent entspricht. Bei genauerer Betrachtung der Daten zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild der Passagierströme. Während die Zahl der Lokalpassagiere mit 1.568.911 Personen nahezu stagnierte (+0,1 Prozent) und das Transferaufkommen sogar leicht um 0,4 Prozent auf 324.872 Reisende zurückging, resultiert das Gesamtwachstum maßgeblich aus dem Bereich der Transitpassagiere. Dieser Effekt ist primär auf technische Zwischenlandungen zurückzuführen. So nutzt unter anderem Air India den Standort Wien verstärkt für Tankstopps auf ihren Langstreckenverbindungen. Da die Passagiere bei diesen Aufenthalten

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Life Flight Network modernisiert Rettungsflotte mit zwölf Pilatus PC-12 PRO

Der US-amerikanische Luftrettungsdienst Life Flight Network hat eine weitreichende Kooperation mit dem Schweizer Flugzeughersteller Pilatus Aircraft unterzeichnet. Die Vereinbarung umfasst die Festbestellung von zwölf Maschinen des Typs PC-12 PRO sowie zusätzliche Optionen zur künftigen Flottenausweitung über einen Zeitraum von zehn Jahren. Life Flight Network fungiert damit als Erstkunde für die medizinisch konfigurierte Variante dieses Modells in den Vereinigten Staaten. Die Auslieferung der neuen Turboprop-Maschinen soll im Jahr 2027 beginnen. Die Flugzeuge werden am Pilatus-Standort in Broomfield, Colorado, endgefertigt und speziell für den intensivmedizinischen Patiententransport ausgestattet, um die Versorgungskapazitäten im pazifischen Nordwesten, im Intermountain-Westen und auf Hawaii sicherzustellen. Die Entscheidung für den PC-12 PRO basiert auf der technologischen Weiterentwicklung der Plattform, die insbesondere im Bereich der Avionik neue Maßstäbe setzt. Das Flugzeug ist mit dem Garmin G3000 Prime System ausgerüstet, das die Arbeitsbelastung für Piloten reduziert und die Präzision bei Instrumentenanflügen erhöht. Ein wesentliches Sicherheitsmerkmal der neuen Flotte ist die Integration der „Safety Autoland“-Technologie. Dieses System ermöglicht im Notfall eine vollautomatische Landung auf dem nächstgelegenen geeigneten Flugplatz, falls der Pilot handlungsunfähig werden sollte. Für einen medizinischen Betreiber, der häufig unter schwierigen geografischen und meteorologischen Bedingungen operiert, stellt diese Funktion eine kritische Redundanz dar. Die operative Vielseitigkeit des einmotorigen Turboprops ist ein entscheidender Faktor für die Einsätze in abgelegenen Gebieten. Der PC-12 PRO zeichnet sich durch seine Kurzstart- und Landeeigenschaften (STOL) aus, die den Betrieb auf unbefestigten oder kurzen Pisten ermöglichen, die für herkömmliche Rettungsjets unerreichbar sind. Das Interieur der Medevac-Version wird in den USA gefertigt und bietet ausreichend Platz für modernste

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Betriebliche Entwicklung der Fraport-Gruppe: Stabilität in Frankfurt und dynamisches Wachstum an internationalen Standorten

Der Frankfurter Flughafen hat das Geschäftsjahr 2026 mit einer soliden, wenn auch von externen Faktoren gebremsten Performance im Februar fortgesetzt. Mit rund 3,9 Millionen Fluggästen blieb das Passagieraufkommen am größten deutschen Luftverkehrsdrehkreuz im Vergleich zum Vorjahresmonat weitgehend stabil. Während die Nachfrage nach Flugreisen grundsätzlich ungebrochen hoch war, verhinderten eine Serie von Arbeitskämpfen sowie schwierige Witterungsbedingungen ein deutlicheres Wachstum. Nach internen Berechnungen der Fraport AG führten Streikmaßnahmen verschiedener Berufsgruppen sowie winterliche Wetterlagen zu zahlreichen Flugstreichungen, von denen insgesamt etwa 70.000 Reisende unmittelbar betroffen waren. Trotz dieser Hemmnisse im Passagierverkehr konnte der Standort Frankfurt im Frachtgeschäft zulegen, was die Bedeutung des Flughafens als zentrale Logistikdrehscheibe in Europa unterstreicht. Ein konträres Bild zeigt sich beim Blick auf das internationale Portfolio des Konzerns: An den meisten ausländischen Beteiligungsflughäfen, insbesondere in Slowenien, Brasilien und Griechenland, wurden signifikante Zuwachsraten verzeichnet, die das Gesamtergebnis der Fraport-Gruppe stützten und zu einem konzernweiten Passagierplus von 3,1 Prozent führten. Logistik und Flugbewegungen am Standort Frankfurt Im Bereich des Güterumschlags verzeichnete Frankfurt im Februar 2026 eine positive Tendenz. Das gesamte Cargo-Aufkommen, das sich aus Luftfracht und Luftpost zusammensetzt, stieg im Vorjahresvergleich um 4,8 Prozent auf insgesamt 159.362 Tonnen. Diese Entwicklung spiegelt die Erholung globaler Lieferketten und die anhaltend hohe Nachfrage nach schnellen Transportwegen für hochwertige Industriegüter wider. Frankfurt profitiert hierbei von seiner hochmodernen Infrastruktur und der engen Verzahnung mit den internationalen Frachtnetzwerken der großen Linienfluggesellschaften. Interessanterweise korreliert das Frachtwachstum nicht mit einer Zunahme der Flugbewegungen. Im Gegenteil: Die Zahl der Starts und Landungen ging im Berichtsmonat um 2,9 Prozent auf 29.320

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Neuausrichtung der Gastronomie im neuen Terminal 1-Pier am Flughafen München

Der Flughafen München erweitert sein kulinarisches Angebot im neu gestalteten Terminal 1-Pier durch fünf spezialisierte Gastronomiebetriebe. Die operative Führung der neuen Einheiten übernimmt die Allresto Flughafen München Hotel und Gaststätten GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Flughafen München GmbH. Die Konzepte wurden entwickelt, um das Serviceprofil am bayerischen Luftfahrt-Drehkreuz zu schärfen und unterschiedliche Passagierbedürfnisse – vom schnellen Snack im öffentlichen Bereich bis hin zum gehobenen Service im Sicherheitsbereich – abzudecken. Im Fokus steht dabei die Verknüpfung lokaler Markenidentitäten mit internationalen Standards der Systemgastronomie. Zentraler Bestandteil des Portfolios ist die Präsenz der Münchner Traditionsmarke Käfer. In einem exklusiv gestalteten Restaurant mit rund 70 Sitzplätzen werden Klassiker wie Wiener Schnitzel und Beef Tatar angeboten, ergänzt durch eine offene Show-Küche. Als Erweiterung fungiert das Konzept „the ODEON by Käfer“, das mit 90 Plätzen urbane Barkultur und Feinkost-Elemente kombiniert. Ein architektonisches Merkmal dieses Bereichs ist ein großflächiger, gläserner Weinklimaschrank, der über 100 internationale Weinsorten präsentiert. Diese Ansiedlung unterstreicht die Strategie des Flughafens, namhafte lokale Unternehmen in die Infrastruktur einzubinden, um die regionale Identität des Standorts zu betonen. Ergänzt wird das Angebot durch die „Cucina Popolare“, ein italienisches Restaurantkonzept mit über 120 Sitzplätzen, das auf traditionelle Pizza- und Pastagerichte setzt. Für Reisende mit begrenztem Zeitbudget wurde das Multi-Brand-Konzept „Münchner Leibspeise“ implementiert. Hier werden an verschiedenen Food-Stationen bayerische Spezialitäten wie halbe Hendl neben internationalen Angeboten der Marke „Pommes Freunde“ sowie asiatischen Gerichten serviert. Digitale Self-Order-Terminals sollen hier die Abfertigungsgeschwindigkeit erhöhen. Im öffentlichen Bereich des Piers wird zudem ein dritter Standort der Kette „dean&david“ eröffnet, der auf Salate,

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Verdi-Tarifabschluss für City Airlines erwartet

Die strukturelle Umgestaltung des Lufthansa-Konzerns erreicht eine entscheidende Phase. Nach intensiven Verhandlungen steht die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi nach eigenen Angaben kurz vor einem Abschluss zur Ersttarifierung der neuen Tochtergesellschaft Lufthansa City Airlines. Das Vorhaben, die Drehkreuze Frankfurt und München mit einer kosteneffizienteren Struktur zu vernetzen, rückt damit in greifbare Nähe. Nachdem die Gespräche im Januar 2026 durch kurzfristige Angebotsrücknahmen seitens der Arbeitgeberseite ins Stocken geraten waren, deutet nun alles auf eine Einigung in der laufenden Woche hin. Dieser Abschluss ist von besonderer strategischer Bedeutung, da City Airlines langfristig die bisherige Tochtergesellschaft Cityline ersetzen soll. Für die etablierten Fachgewerkschaften Vereinigung Cockpit und Ufo stellt die Verhandlungsführung durch Verdi eine Zäsur dar, da sie traditionell die Interessen des fliegenden Personals im Konzern vertreten. Mit der neuen Tarifstruktur zielt die Lufthansa darauf ab, die Personalkosten im Zubringerverkehr durch eine engere Orientierung an internationalen Mindeststandards und Gehaltstabellen von Konzerntöchtern wie Discover Airlines zu optimieren. Die strategische Rolle der City Airlines im Konzerngefüge Lufthansa City Airlines wurde mit dem klaren Auftrag gegründet, die Wettbewerbsfähigkeit auf der Kurz- und Mittelstrecke zu sichern. Das bisherige Modell der Lufthansa Cityline, das über Jahrzehnte die Zubringerflüge für die großen Hubs leistete, gilt innerhalb des Konzernmanagements aufgrund gewachsener Tarifstrukturen als zu kostenintensiv. Der Plan sieht vor, Cityline sukzessive zu verkleinern und bis spätestens 2027 vollständig durch City Airlines abzulösen. Dieser Prozess findet vor dem Hintergrund eines harten Verdrängungswettbewerbs an den europäischen Drehkreuzen statt. Die Neuaufstellung erlaubt es dem Konzern, Arbeitsbedingungen und Gehaltsstrukturen von Grund auf neu zu definieren. Während Cityline an

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Digitale Reiseplanung und künstliche Intelligenz bestimmen deutsches Buchungsverhalten

Die Digitalisierung im Tourismussektor erreicht in Deutschland neue Höchststände. Laut einer aktuellen Untersuchung des Marktforschungsspezialisten UserTesting haben mittlerweile 70 Prozent der Urlauber ihre letzte Reise vollständig über digitale Kanäle recherchiert und gebucht. Online-Buchungsportale wie Booking.com oder Expedia fungieren dabei für 88 Prozent der Konsumenten als primäre Anlaufstelle. Im Gegensatz dazu verliert der persönliche Kontakt im Reisebüro massiv an Bedeutung: Nur noch etwa 11 Prozent der Reisenden nutzen klassische Beratungsgespräche für ihren Buchungsabschluss. Diese Entwicklung verdeutlicht den tiefgreifenden Strukturwandel innerhalb der Branche, bei dem die Nutzerführung auf Webseiten zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor wird. Ein wesentlicher Treiber dieser Veränderung ist der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI). Rund zwei Drittel der Befragten haben bei der Reisevorbereitung bereits auf KI-basierte Werkzeuge zurückgegriffen. Tools wie ChatGPT oder spezialisierte Plattformen wie Layla.ai werden primär in der Inspirationsphase sowie zur Erstellung von Reiserouten und Aktivitätenlisten genutzt. Trotz der hohen Experimentierfreudigkeit bleibt das Vertrauen in die KI bei verbindlichen Transaktionen jedoch begrenzt. Lediglich jeder fünfte Nutzer würde eine Flug- oder Hotelbuchung komplett einem KI-System anvertrauen. Der Großteil der Verbraucher sieht in der Technologie derzeit eher eine ergänzende Unterstützung als einen vollwertigen Ersatz für etablierte Buchungsprozesse. Trotz der Dominanz digitaler Plattformen bleibt der Buchungsvorgang für viele Verbraucher mit erheblichen Hürden verbunden. Über die Hälfte der Urlauber empfindet die Suche nach dem besten Preis als extrem zeitaufwendig. Als größte Frustfaktoren gelten eine mangelnde Preistransparenz sowie kurzfristige Änderungen der Verfügbarkeit während des laufenden Vorgangs. Fast die Hälfte der Befragten berichtet von plötzlichen Preissprüngen im Moment des Abschlusses. Diese Instabilitäten führen häufig zu Kaufabbrüchen.

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Croatia Airlines passt Flugplan für den Sommer 2026 an

Die nationale kroatische Fluggesellschaft Croatia Airlines hat umfangreiche Änderungen in ihrem Streckennetz ab dem Flughafen Split für die kommende Sommersaison angekündigt. Dabei stellt die Fluggesellschaft zwei saisonale Verbindungen dauerhaft ein: Die Routen von Split nach Bukarest und Amsterdam werden aus dem Flugplan gestrichen. Beide Verbindungen wurden im Jahr 2022 eingeführt, konnten sich jedoch offenbar nicht gegen den starken Wettbewerb oder die schwankende Nachfrage behaupten. Während die Airline nach Bukarest konkurrenzlos flog, sah sie sich auf der Strecke nach Amsterdam einem harten Preiskampf mit KLM, Transavia und EasyJet gegenüber. Branchenexperten werten diesen Schritt als Konsolidierung der operativen Mittel, um Kapazitäten für profitablere Strecken freizusetzen. Trotz der Streichungen verzeichnet Croatia Airlines ein deutliches Wachstum bei der verfügbaren Sitzplatzkapazität. Durch den verstärkten Einsatz der neuen Airbus A220-Flotte steigt das Angebot ab Split um sieben Prozent auf insgesamt über 746.000 Sitzplätze, obwohl die Anzahl der Flugbewegungen um etwa drei Prozent sinkt. Ein zentraler Bestandteil der neuen Strategie ist die Eröffnung einer saisonalen Route von Split nach Nantes in Frankreich, die ab dem 5. Mai zweimal wöchentlich bedient wird. Hier tritt Croatia Airlines in direkten Wettbewerb mit dem Low-Cost-Carrier Volotea. Zusätzlich wird die Flugperiode für Verbindungen nach Istanbul verlängert, während Frequenzen nach Wien und Berlin aufgrund von Flottenumstellungen teilweise deutlich reduziert werden. Unternehmensübergreifend plant der kroatische Flagcarrier für den Sommer 2026 ein Rekordangebot von insgesamt 2,39 Millionen Sitzplätzen, was einer Steigerung von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Wachstum wird primär durch die Basis in Zagreb getrieben, von wo aus zusätzliche Frequenzen und längere

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IATA-Jahresbericht 2025 belegt Anstieg der Opferzahlen in der zivilen Luftfahrt

Der internationale Luftfahrtverband IATA hat seine Sicherheitsbilanz für das Jahr 2025 vorgelegt und verzeichnet trotz einer insgesamt sinkenden Unfallrate einen deutlichen Anstieg der Todesopfer. Im vergangenen Jahr verloren weltweit 394 Menschen bei Flugunfällen ihr Leben, was eine signifikante Steigerung gegenüber den 244 Opfern des Vorjahres darstellt. Insgesamt registrierte der Verband bei 38,7 Millionen durchgeführten Flügen 51 Unfälle, von denen acht tödlich endeten. Trotz der höheren Opferzahl verbesserte sich die statistische Unfallrate geringfügig von 1,42 auf 1,32 Unfälle pro eine Million Flüge, was auf das gestiegene Gesamtverkehrsaufkommen zurückzuführen ist. Die Analyse der Unfallursachen zeigt eine Häufung bei technischen Zwischenfällen während der Start- und Landephasen sowie bei der Bodenabwicklung. Besonders oft wurden sogenannte Heckaufsetzer, Probleme mit dem Fahrwerk sowie das Überschießen der Landebahn registriert. Ebenso spielten Kollisionen und Beschädigungen auf dem Rollfeld eine wesentliche Rolle im Unfallgeschehen. Ein positiver Aspekt des Berichts ist das vollständige Ausbleiben von Unfällen durch Kontrollverlust im Flug. Diese Kategorie galt in der Vergangenheit als eine der gefährlichsten Ursachen für Totalverluste, wurde jedoch im Jahr 2025 kein einziges Mal dokumentiert. Branchenexperten führen die gestiegenen Opferzahlen unter anderem auf Unfälle mit größeren Passagiermaschinen in Regionen mit weniger entwickelter Infrastruktur zurück. Während die Sicherheitsstandards in Europa und Nordamerika weiterhin auf einem historisch hohen Niveau verbleiben, zeigen sich in Teilen Afrikas und Südostasiens weiterhin Herausforderungen bei der Überwachung des Flugbetriebs. Die IATA betont in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit der IOSA-Zertifizierung (IATA Operational Safety Audit), da Fluggesellschaften, die dieses Audit erfolgreich durchlaufen, statistisch gesehen eine deutlich niedrigere Unfallrate aufweisen als nicht zertifizierte

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Logistische Herausforderungen bei Rückholaktionen und Flugstreichungen im Nahen Osten

Die Verschärfung der Sicherheitslage im Nahen Osten führt zu massiven Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr und erfordert großangelegte Evakuierungsmaßnahmen. Das Auswärtige Amt hat in Kooperation mit internationalen Partnern zusätzliche Ausreiserouten für deutsche Staatsbürger etabliert. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein organisierter Bustransfer von Tel Aviv nach Scharm el-Scheich in Ägypten, von wo aus die Weiterreise per Linienflug erfolgt. Parallel dazu berichten Behörden von einer erfolgreichen Ausreise einer vierstelligen Anzahl deutscher Staatsangehöriger aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie ersten Rückführungen aus Katar. In der Krisenvorsorgeliste „Elefand“ sind derzeit noch über 27.000 Personen registriert, wobei das Außenministerium Rückkehrer zur Aktualisierung ihrer Daten aufruft. Große Reisekonzerne wie TUI haben die Rückführung ihrer Kunden weitgehend abgeschlossen. Durch den Einsatz von Vollcharter-Maschinen, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft Emirates, konnten Passagiere der Kreuzfahrtschiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ aus Abu Dhabi und Doha ausgeflogen werden. TUI stellte dabei freie Kapazitäten auch anderen Veranstaltern und Regierungen zur Verfügung. In den vergangenen Tagen landeten zudem mehrere Sonderflüge in Frankfurt und Hannover, die rund 550 Pauschalreisende aus den Emiraten und von den Malediven zurück nach Deutschland brachten. Aufgrund der unvorhersehbaren Lageentwicklung sagte die Reederei TUI Cruises zudem die für Ende März geplante Transkontinental-Reise nach Kapstadt vollständig ab. Im zivilen Luftverkehr bleibt die Situation durch weiträumige Flugstreichungen angespannt. Die Lufthansa Group hat die Aussetzung ihrer Verbindungen nach Dubai, Abu Dhabi und Dammam bis zum 15. März 2026 verlängert. Die Route nach Tel Aviv wird voraussichtlich bis zum 2. April nicht bedient, während Flüge nach Teheran sogar bis

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