Bees Airlines fordert Motor Sich heraus: Boeing 737 vs. Antonow An-24

Antonov An-24 (Foto: Jan Gruber).
Antonov An-24 (Foto: Jan Gruber).

Bees Airlines fordert Motor Sich heraus: Boeing 737 vs. Antonow An-24

Antonov An-24 (Foto: Jan Gruber).
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Innerhalb der Ukraine bahnt sich ein ungewöhnlicher Konkurrenzkampf auf der Strecke Kiew (Schuljany)-Odessa an, denn die Billigfluggesellschaft Bees Airlines will dem Oldtimer-Operator Motor Sich Airlines Paroli bieten.

Die beiden Player treten mit äußerst unterschiedlichem Fluggerät an, denn Platzhirsch Motor Sich fliegt im Regelfall mit dem in die Jahre gekommenen Muster Antonow An-24. Der Herausforderer setzt auf Boeing 737-800. Indirekt stehen beide Anbieter mit weiteren Airlines wie Windrose und SkyUp im Wettbewerb, jedoch steuern diese den abgelegenen Borispil-Airport an.

Motor Sich Airlines will die Strecke Kiew (Schuljany)-Odessa nicht kampflos übergeben, reduziert aber bereits vor dem Markteintritt von Bees Airlines die Frequenzen. Der Antonow-Operator teilte mit, dass man an Werktagen nur noch den einfachen Tagesrand von Odessa nach Kiew anbieten wird. Bis inklusive 23. September 2021 bot man den doppelten Tagesrand an. Über Motor Sich Airlines und das Muster Antonow An-24 veröffentlichte Aviation Direct vor einigen Wochen ein ausführliches Portrait.

Inlandsflüge nur Mittel zum Zweck

Boeing 737-800 (Foto: Jan Gruber).

Bees Airlines will die Domestic-Strecke am 14. Oktober 2021 aufnehmen und vorerst an den Verkehrstagen Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonntag fliegen. Ganz zufällig ist das nicht, denn man kündigt ab Odessa die Aufnahme mehrerer neuer Stecken an: Prag (ab 21. Oktober 2021), Ganja (ab 1. November 2021) und Tiflis (ab 21. Oktober 2021). Die Eriwan-Route wird fortgeführt. In der ukrainischen Stadt am Schwarzen Meer errichtet man keine Basis, sondern fliegt die Maschinen des Typs Boeing 737-800 von Kiew-Schuljany aus ein. Auf diesen “Überstellern” befördert man auch Passagiere und macht so ganz nebenbei dem Mitbewerber Motor Sich Airlines Konkurrenz. Preislich schenken sich die beiden Anbieter übrigens nur wenig.

Somit ist vorprogrammiert, dass sich der Flughafen Kiew-Schuljany auch über die Kapazität des Inlandsterminals (D) Gedanken machen muss. Dieses ist äußerst klein dimensioniert und in erster Linie für die Abfertigung von Antonow An-24 ausgelegt. Bereits jetzt wird es sehr eng, wenn Motor Sich Airlines die drei Domestic-Ziele nahezu gleichzeitig abfertigt. Die Auslastung der fast 50-Sitzer ist in der Regel hoch. Kommt noch eine ausgebuchte Boeing 737-800 dazu, dann wird es richtig eng. Das gilt übrigens auch für die Ankunft, denn im Domestic-Terminal hat man nur ein sehr kleines Gepäckband und der Raum ist nicht gerade groß.

Ab Kiew-Schuljany will Bees Airlines übrigens weitere Ziele aufnehmen. Dabei handelt es sich um Antalya und Sharjah. Man hatte kurzzeitig auch Helsinki und Smarkand im Verkauf, jedoch werden diese mangels Nachfrage nicht aufgenommen. Vor einigen Wochen stellte Aviation Direct die erst heuer gestartete Bees Airlines in einem Test-Portrait vor.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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