Nach anfänglichem Zögern hat nun die österreichische Bundesregierung entschieden, dass doch Staatsbürger aus Israel ausgeflogen werden solle. Das Bundesheer soll dazu mehrfach zwischen Tel Aviv und Zypern fliegen. Von dort aus geht es für die Betroffenen mit zivilen Maschinen weiter. Israel galt bis vor wenigen Tagen als beliebter Urlaubsort. Zwischen Wien und Tel Aviv gab es täglich zahlreiche Flüge, die von verschiedenen Carriern durchgeführt wurden. Aus Sicherheitsgründen wurden diese von allen Anbietern, ausgenommen El Al, eingestellt. Da sich derzeit viele Personen, die in Österreich wohnen, in Israel befinden, hat die Bundesregierung nun Rückholer-Flüge organisiert. Damit ist man wesentlich langsamer als beispielsweise Polen und Ungarn, die nicht so lange abgewartet haben. Noch am Montag hieß es aus dem österreichischen Außenministerium, dass ja die regulären Flugwege noch aktiv wären und daher sehe man – noch – keinen Grund für spezielle Rückholerflüge. Mittlerweile hat auch Ryanair die Wien-Tel Aviv-Flüge auf unbestimmte Zeit ausgesetzt, so dass sich die Möglichkeiten abermals dezimiert haben. „Das Angebot an Linienflügen aus Israel ist zuletzt gesunken. Das Außenministerium hat rasch reagiert und bietet, in enger Abstimmung mit dem Verteidigungsministerium, Evakuierungsflüge nach Zypern an. Österreicherinnen und Österreicher, die die Flüge nützen wollen, werden gebeten sich bei der Österreichischen Botschaft Tel Aviv zu registrieren. Rot-weiß-rote Krisenteams stehen als erste Anlaufstelle an den Flughäfen in Tel Aviv und Paphos bereit, um mit Rat und Tat zu unterstützen“, so Außenminister Schallenberg. Derzeit sind mehrere Evakuierungsflüge mit einer Hercules C-130 des Österreichischen Bundesheeres von Tel Aviv in Israel nach Paphos, Zypern, geplant, von wo