Militär

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KC-390 Millennium: Embraer forciert den Vorstoß in den US-amerikanischen Tanker-Markt

Brasilianischer Hersteller plant US-Montagelinie, um am wettbewerbsintensiven „Next Generation Air Refueling System“ (NGAS)-Programm der USAF teilzunehmen und nationale Beschaffungsrichtlinien zu erfüllen. Das Mehrzweckflugzeug sieht sich dabei einer breiten Konkurrenz gegenüber. Der brasilianische Luftfahrtkonzern Embraer unternimmt einen strategischen Vorstoß, um sich einen Anteil am zukünftigen Tankflugzeuggeschäft der us-amerikanischen Luftstreitkräfte (USAF) zu sichern. Das Unternehmen bereitet die Etablierung einer Montagelinie für sein militärisches Transport– und Tankflugzeug KC-390 Millennium auf us-amerikanischem Boden vor. Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf die Anforderungen des „Next Generation Air Refueling System“ (NGAS)-Programms der USAF, das eine neue Generation überlebensfähiger Tankflugzeuge für die 2030er Jahre sucht. Die lokale Produktion soll die Einhaltung des „Buy American Act“ gewährleisten, der die inländische Beschaffung durch die us-amerikanische Regierung vorschreibt. Embraer beabsichtigt, bis zum 24. Oktober formell auf die jüngste Informationsanfrage (RFI) der USAF für das NGAS–Programm zu reagieren. Dies unterstreicht das Engagement des drittgrößten Flugzeugherstellers der Welt, sich im hart umkämpften us-amerikanischen Verteidigungsmarkt gegen etablierte inländische und internationale Konkurrenten durchzusetzen. Strategische Neuausrichtung für den US-Markt Die KC-390 wird derzeit in Embraers Industrieanlage in Gavião Peixoto, Brasilien, endmontiert. Obwohl das Flugzeug bereits zu einem erheblichen Teil auf us-amerikanischer Technologie basiert – darunter die Triebwerke des Typs IAE V2500-E5 und Komponenten von Unternehmen wie Collins Aerospace, L3Harris, Raytheon und BAE Systems, die über die Hälfte des verbauten Materials stellen – ist eine US-Montagelinie für die Erfüllung der Beschaffungsvorschriften unerlässlich. Frederico Lemos, Chief Commercial Officer für Defense & Security bei Embraer, bekräftigte die hundertprozentige Absicht des Unternehmens, in den US-Markt zu investieren, und

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Bundeswehr übt am Flughafen Münster/Osnabrück den Verteidigungsfall

Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) wird zum Schauplatz einer militärischen Verteidigungsübung der Luftwaffe. Unter dem Namen «Richthofen Shield 2025» trainiert die Bundeswehr vom 8. bis zum 10. Oktober Abläufe, die für den Verteidigungsfall vorgesehen sind. Die Übung unterstreicht die Rolle des zivilen Flughafens als kritische Infrastruktur, die im Ernstfall zur Unterstützung der Luftwaffe und der NATO benötigt wird. Die Wahl des FMO für eine solche Übung reflektiert seine strategische Bedeutung für die militärische Logistik und Einsatzfähigkeit in Deutschland. Zivile Flughäfen werden als kritische Infrastrukturen betrachtet, die im Falle einer nationalen Verteidigungslage oder zur Unterstützung von NATO-Operationen reibungslos funktionieren müssen. Die Luftwaffe trainiert mit «Richthofen Shield» das Zusammenspiel mit den zivilen Betreibern und die Nutzung des Flughafens unter Stressbedingungen. Obwohl der Name auf das Taktische Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ hinweist, das in Wittmund stationiert ist und dessen Eurofighter im Juli 2025 nach umfangreichen Baumaßnahmen zurückkehren, dient die Übung am FMO primär der Überprüfung der Einsatzbereitschaft in einem zivilen Umfeld. Trotz der militärischen Aktivitäten stellt der Flughafen Münster/Osnabrück klar, dass der reguläre Flugbetrieb durch die dreitägige Verteidigungsübung nicht beeinträchtigt wird. Die Kooperation zwischen Bundeswehr und ziviler Luftfahrt ist ein zentraler Aspekt solcher Manöver, um die Interoperabilität und die Sicherheitsvorkehrungen für den Ernstfall zu optimieren. Solche Übungen gewinnen vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage an Bedeutung, da die NATO insgesamt ihre Fähigkeit zur kollektiven Verteidigung des europäischen Luftraums intensiviert, wie beispielsweise bei der großangelegten NATO-Übung «Ramstein Flag 2025» im Frühjahr. Die Durchführung von «Richthofen Shield 2025» am FMO ist ein sichtbares Zeichen für die

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Bayern forciert Drohnenabwehr: Geplante Gesetzesnovelle nach Vorfällen am Flughafen München

Die bayerische Staatsregierung plant eine umfassende Erweiterung des Polizeiaufgabengesetzes (PAG), um der Landespolizei künftig erweiterte Kompetenzen bei der Drohnenabwehr einzuräumen. Diese Initiative ist eine direkte Reaktion auf die jüngsten Drohnensichtungen am Münchner Flughafen, die Ende September 2025 den Flugbetrieb massiv beeinträchtigten. Die Vorfälle führten zur Streichung zahlreicher Flüge, wobei mehrere Tausend Passagiere am Flughafen strandeten und teilweise über Nacht in den Terminals ausharren mussten. Auch über einer nahegelegenen Bundeswehr-Einrichtung wurde ein unbefugtes Flugobjekt gesichtet, was die Brisanz der Lage weiter unterstrich. Das zentrale Ziel der geplanten Gesetzesänderung ist es, der Polizei das sofortige Aufspüren und Abschießen von Drohnen bei akuter Gefahr zu ermöglichen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits Ende September unmissverständlich gefordert: „Es braucht Fangdrohnen und Jagddrohnen… im Zweifelsfall auch abschießen zu können.“ Bisher stellt der Abschuss von Drohnen für die Polizei eine rechtliche und technische Herausforderung dar. Die Zuständigkeit für die Drohnenabwehr liegt in Deutschland primär bei den Ländern und der Bundespolizei, doch fehlt es oft an den notwendigen rechtlichen Grundlagen und der modernen Technik. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte an, die rechtlichen Möglichkeiten der Polizei signifikant zu erweitern. Die Drohnensichtungen in München stehen im Kontext einer europaweiten Häufung von Vorfällen im Bereich kritischer Infrastruktur. Nach Angaben der Bundespolizei waren am Münchner Flughafen bis zu 32 Flüge betroffen, die Flugsicherung musste die Start- und Landebahnen sperren. Die Ermittlungsbehörden leiteten ein Verfahren gegen Unbekannt ein, da der oder die Verursacher trotz intensiver Fahndung zunächst nicht identifiziert werden konnten. Unklar blieb auch, ob es sich um eine oder mehrere

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Schweden kauft Embraer C-390 Millennium und tritt europäischer Kooperation bei

Schweden hat offiziell vier militärische Transportflugzeuge des Typs C-390 Millennium beim brasilianischen Hersteller Embraer bestellt. Der Vertrag, dessen Unterzeichnung am 6. Oktober 2025 auf der Luftwaffenbasis Uppsala stattfand, umfasst zudem sieben Kaufoptionen für weitere Maschinen. Die Beschaffung ist Teil einer erweiterten trilateralen Partnerschaft mit den Niederlanden und Österreich, die eine engere Zusammenarbeit bei der Ausbildung, Wartung und Interoperabilität der neuen Transportflotte in Europa vorsieht. Die Entscheidung, die C-390 zu erwerben, war bereits im November 2024 angekündigt worden und markiert einen wesentlichen Schritt in der Modernisierung der schwedischen Luftwaffe. Das Land ersetzt damit seine in die Jahre gekommene Flotte von sechs Lockheed Martin C-130H Hercules-Transportern, von denen einige über 50 Jahre alt sind. Die C-390 Millennium bietet im Vergleich zu den Vorgängermodellen eine höhere Nutzlast von bis zu 26 Tonnen, eine schnellere Reisegeschwindigkeit von 470 Knoten und eine größere Reichweite. Diese Fähigkeiten erlauben es, ein breiteres Spektrum an Missionen durchzuführen, darunter Truppen- und Frachttransport, Luftbetankung (in der KC-390-Version), medizinische Evakuierung sowie Such- und Rettungseinsätze, auch von unbefestigten Pisten aus. Durch den Beitritt zur Kooperation mit den Niederlanden und Österreich profitiert Schweden von einem gemeinsamen europäischen Ansatz bei der Beschaffung. Die Niederlande fungieren dabei als federführender Partner. Bereits 2024 hatten die Niederlande fünf und Österreich vier C-390 bestellt, womit die Gesamtzahl der fest bestellten Maschinen in dieser Partnerschaft nun dreizehn beträgt. Weitere europäische Betreiber des Embraer-Transporters sind bereits Portugal (seit 2023), Ungarn (seit 2024) und Tschechien. Auf der Unterzeichnungszeremonie betonte der schwedische Verteidigungsminister, Pål Jonson, die Bedeutung der neuen Plattform für die

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Die wachsende Bedrohung aus der Luft: Europas Flughäfen fordern staatliche Drohnenabwehr

Die jüngsten und sich häufenden Zwischenfälle mit unbemannten Fluggeräten, sogenannten Drohnen, in der Nähe europäischer Flughäfen haben die Debatte um die Sicherheit des zivilen Luftverkehrs neu entfacht. Speziell der Vorfall am Flughafen München, bei dem der Flugbetrieb aufgrund mehrerer Drohnensichtungen zeitweise eingestellt werden musste und Tausende Passagiere betroffen waren, dient als ein dringender sicherheitspolitischer Alarmruf. Der Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) sieht in der zunehmenden Zahl von Störungen eine reale und wachsende Bedrohung und fordert den Staat eindringlich auf, die Verantwortung für die Drohnendetektion und -abwehr zu übernehmen und diese zentral zu finanzieren und zu koordinieren. Die Zwischenfälle in München, aber auch an anderen europäischen Drehkreuzen wie Kopenhagen und Oslo, zeigen auf, dass die bisherigen Maßnahmen und Zuständigkeiten nicht ausreichen, um die kritische Infrastruktur effektiv zu schützen. Bis Ende August 2025 wurden allein an deutschen Flughäfen 144 Drohnenstörungen registriert – eine Tendenz, die laut ADV stark steigend ist. Eskalation der Bedrohungslage: Zunehmende Vorfälle und weitreichende Folgen Die Vorkommnisse mit illegalen Drohnen in sensiblen Lufträumen haben in jüngster Zeit stark zugenommen und reichen von versehentlichen Verletzungen der Flugverbotszonen durch Freizeitpiloten bis hin zu mutmaßlich gezielten Störaktionen oder gar Ausspähversuchen über militärischen und kritischen zivilen Anlagen. Berichte aus dem ersten Quartal 2025 zeigen auf, dass in einigen deutschen Bundesländern, wie Schleswig-Holstein oder Brandenburg, eine Verdreifachung der Drohnensichtungen über militärischen Anlagen im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen war. Dies nährt die Sorge vor einer hybriden Bedrohungslage. Im Kontext von Flughäfen stellen Drohnen ein direktes Sicherheitsrisiko dar. Ein Zusammenstoß mit einem Passagierflugzeug, insbesondere während

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Milliardenschwerer Auftrag sichert Eurofighter-Produktion: Deutschland bestellt 20 Kampfjets der Tranche 5

Der deutsche Bundestag steht vor der Freigabe einer milliardenschweren Investition in die Luftwaffe und das europäische Eurofighter-Programm. Demnach soll der Haushaltsausschuss in Kürze die Beschaffung von 20 zusätzlichen Eurofighter-Kampfjets der neuesten Ausführung, bekannt als Tranche 5, autorisieren. Die Gesamtkosten für die Flugzeuge und 52 Triebwerke belaufen sich laut einer Beschlussvorlage auf 3,75 Milliarden Euro. Die Auslieferung der Kampfflugzeuge an die Bundeswehr ist für den Zeitraum von 2031 bis 2034 vorgesehen. Obwohl der Hersteller Airbus auf eine größere Bestellung gehofft hatte, liefert der Auftrag über 20 Maschinen dem multinationalen Konsortium eine dringend benötigte Planungssicherheit, um die Produktionslinien bis zur möglichen Einführung des Nachfolgesystems, des Future Combat Air System (FCAS), im Jahr 2040 aufrechtzuerhalten. Der Beschluss ist das teuerste Einzelvorhaben in der aktuellen Sitzung des Haushaltsausschusses und unterstreicht die militärische Notwendigkeit, die Kampffähigkeit der deutschen Luftwaffe zu modernisieren und langfristig zu sichern. Die Tranche 5: Eine Brücke in die Zukunft der Luftverteidigung Die Eurofighter-Bestellung ist ein direktes Resultat der Überlegungen der Bundesregierung zur Modernisierung der Streitkräfte und zur Schließung von Fähigkeitslücken. Die neuen Flugzeuge der Tranche 5 werden die deutsche Eurofighter-Flotte, die aktuell über 138 Jets verfügt, auf einem technologisch aktuellen Stand halten. Die Jets der Tranche 5 sind als eine Brückenlösung zwischen der aktuellen Generation von Kampfflugzeugen und dem in Entwicklung befindlichen deutsch-französisch-spanischen FCAS konzipiert. Die Entwicklung von FCAS steht derzeit vor Herausforderungen, was die Notwendigkeit unterstreicht, die vorhandenen Fähigkeiten des Eurofighters maximal auszubauen. Ablösung der ersten Generation Zuletzt hatte Deutschland vor fünf Jahren, im Jahr 2020, 38 Eurofighter der Tranche

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Litauen verlängert Luftraumsperre an Grenze zu Belarus wegen Drohnengefahr

Die baltische NATO– und EU-Nation Litauen hält einen Teil ihres Luftraums entlang der Ostgrenze zum eng mit Russland verbündeten Belarus weiterhin gesperrt. Die ursprünglich bis Oktober befristete Anordnung wurde nun bis zum 1. Dezember verlängert, wie die litauische Armee über die Nachrichtenagentur BNS mitteilte. Die Maßnahme war im August angesichts der angespannten Sicherheitslage und der Risiken durch mögliche Luftraumverletzungen mit Drohnen eingeführt worden, insbesondere im Vorfeld des russisch-belarussischen Militärmanövers „Sapad“ (Westen). Die Verteidigungsministerin, Dovilè Sakalienè, begründete die Verlängerung mit der Notwendigkeit, neu beschlossene Gesetzesänderungen zur Drohnenabwehr vollständig umzusetzen. Diese Änderungen, die das litauische Parlament in der Vorwoche verabschiedet hatte, erlauben es der Armee, unbemannte Flugobjekte schneller und einfacher zu neutralisieren, notfalls auch durch Abschuss. Nach den Worten der Ministerin müssen noch „bestimmte Verfahren und Algorithmen festgelegt und das System so vorbereitet werden, dass es in der Praxis funktionieren“ kann. Bis diese technischen und operativen Anpassungen abgeschlossen sind, bleibe die Sperrung des Luftraums bestehen. Die erhöhte Vorsicht Litauens ist eine direkte Reaktion auf wiederholte Grenzverletzungen. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind mehrfach Drohnen in den litauischen Luftraum eingedrungen. Medienberichten zufolge waren darunter im Juli auch zwei sogenannte Gerbera-Drohnen russischer Bauart, von denen eine mit Sprengstoff beladen war und auf litauischem Territorium abstürzte. Solche Vorfälle stellten nicht nur eine Bedrohung für die nationale Sicherheit Litauens, sondern auch für die zivile Luftfahrt dar. Die etwa 679 Kilometer lange Grenze zu Belarus ist zugleich Teil der EU-Außengrenze, was die regionale und bündnispolitische Dimension des Sicherheitsproblems unterstreicht.

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Tierwohl und Dienstpflicht: Die Rolle der Tiere im Österreichischen Bundesheere

Anlässlich des weltweiten Gedenktages für den Tierschutz am 4. Oktober 2025 rückt das Österreichische Bundesheer die besondere Rolle seiner vierbeinigen und geflügelten Mitarbeiter in den Fokus. Die Streitkräfte des Alpenlandes tragen eine umfassende Verantwortung für einen Bestand von derzeit 218 Thieren in ganz Österreich. Diese umfängliche Betreuung erstreckt sich von der artgerechten Haltung über eine sorgfältige Ausbildung und fachgerechte Pflege bis hin zur Gewährleistung vielfältiger Einsatzmöglichkeiten. Diese tierischen Kräfte sind nicht nur traditionsbewahrend, sondern in vielen sicherheitsrelevanten Gebieten und in schwer zugänglichem Gelände unverzichtbar für die Truppe. Die Gewährleistung einer erstklassigen veterinärmedizinischen Betreuung ist, wie die verantwortliche Ministerin betonte, oberste Priorität. Die Tierhaltung des Bundesheeres stellt somit eine komplex organisierte und historisch gewachsene Verpflichtung dar, die über den rein militärischen Auftrag hinausgeht. Diensthunde: Unverzichtbare Spezialisten der Sicherheit Die größte Tiergruppe innerhalb des Bundesheeres bilden mit 156 Exemplaren die Militärhunde. Für deren Zucht, Ausbildung und Weiterbildung ist das Militärhundezentrum in Kaisersteinbruch zuständig. Die Tiere, unter denen sich auch Rassen wie Deutsche und Belgische Schäferhunde finden, sind auf 14 Dienststellen in ganz Österreich verteilt im Einsatz. Ihre Hauptaufgaben sind von entscheidender Bedeutung für die operative Sicherheit: Sie sichern Gebäude und Anlagen und werden in der Personensuche und Rettung eingesetzt. Eine zentrale Rolle nehmen die Hunde als Spürhunde ein. Sie sind speziell darauf abgerichtet, Drogen und Sprengstoffe aufzuspüren, und leisten diese wichtige Arbeit sowohl im Inland als auch bei Einsätzen im Auslande. Der Einsatz von Spürhunden gilt auch im Zeitalter hochentwickelter Technologie als unübertroffen effektiv und zuverlässig, insbesondere bei komplexen Suchvorgängen. Die erfolgreiche

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Thailändische Luftwaffe bestellt Airbus A330 MRTT+

Die Königlich Thailändische Luftwaffe (RTAF) hat bei Airbus Defence and Space einen Airbus A330 Multi Role Tanker Transport Plus (MRTT+) bestellt. Bei dem Flugzeug handelt es sich um eine Weiterentwicklung des bewährten Luftbetankungs- und Transportflugzeugs auf Basis der A330neo. Die Maschine soll über zwei Betankungssysteme verfügen, sowohl über das Sonde-Trichter-System (hose-and-drogue) als auch über einen starren Ausleger (boom). Die Auslieferung an den Kunden ist für das Jahr 2029 geplant. Das Flugzeug wird im Jahr 2026 im A330 MRTT-Zentrum in Getafe, Spanien, für den militärischen Einsatz umgebaut. Neben seinen Kernfunktionen wird das Flugzeug mit einem Medical Evacuation-Kit für Sanitätseinsätze ausgestattet sein und eine VVIP-Kabinenkonfiguration für den Transport hoher Persönlichkeiten erhalten. Laut Jean-Brice Dumont, dem Leiter von Air Power bei Airbus Defence and Space, unterstreiche die Wahl Thailands das Vertrauen in die Plattform und deren Weiterentwicklung. Die A330 MRTT-Plattform hat sich bereits bei neun Kunden weltweit bewährt und über 340.000 Flugstunden gesammelt. Die strategische Ergänzung der Flotte zielt darauf ab, die nationale Verteidigung Thailands zu stärken und die Reaktionsfähigkeit bei Krisen zu verbessern. Die fortgeschrittenen Fähigkeiten des A330 MRTT+ sollen zur Sicherung der Souveränität, zur Unterstützung bei humanitärer Hilfe und Katastrophenhilfe (HADR) sowie bei Sanitätsevakuierungsmissionen beitragen. Das auf der A330-800 basierende Modell nutzt Innovationen wie Rolls-Royce Trent 7000-Triebwerke und optimierte Aerodynamik, was die Betriebseffizienz steigert. Die maximale Startmasse wurde auf 242 Tonnen erhöht, was die Reichweite und die Treibstoffkapazität verbessert. Airbus wird parallel zur Auslieferung des Flugzeugs die Zusammenarbeit mit Thai Aviation Industries (TAI) ausbauen. Die Unternehmen unterzeichneten ein erweitertes Memorandum of

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Aus für Aushängeschild der Schweizer Luftwaffe

Die Patrouille Suisse, das Jet-Kunstflugteam der Schweizer Luftwaffe, wird im Jahre 2027 aufgelöst. Grund dafür ist die vom Parlament beschlossene Ausmusterung der Kampfflugzeuge des Typs F-5 „Tiger“, mit denen die Staffel seit 1995 fliegt. Die Einstellung des Betriebs dieser Flugzeuge erfolgt aus finanziellen Gründen. Die Entscheidung hat in der Schweiz eine breite Diskussion ausgelöst, da die Patrouille Suisse seit über sechzig Jahren als ein Symbol der Schweizer Armee und der technischen Präzision des Landes gilt. Anstelle der Patrouille Suisse soll zukünftig das PC-7 Team als Aushängeschild der Schweizer Militärluftfahrt auftreten. Dieses Team, das bereits seit 1989 besteht, nutzt Pilatus PC-7 Turboprop-Flugzeuge. Diese Propellermaschinen sind im Betrieb deutlich kostengünstiger als die Jets der Patrouille Suisse. Zwar hat das PC-7 Team international Anerkennung gefunden, jedoch genießt es in der Öffentlichkeit nicht dasselbe Ansehen wie die Patrouille Suisse mit ihren Überschalljets. Die Piloten beider Teams sind aktive Militärpiloten und fliegen neben den Vorführungen auch ihre regulären Einsätze. Militärische Stellen haben die Bedeutung der Patrouille Suisse als kulturelles und symbolisches Element anerkannt, betonen aber, daß die Aufrechterhaltung einer Kunstflugstaffel wichtig sei. Sie heben hervor, daß die Fokussierung auf die neue Generation der Kampfflugzeuge, namentlich der F-35, die die F-5 ersetzen, die vorrangige Aufgabe sei. Die F-5-Flotte, die bis 2027 schrittweise stillgelegt wird, dient derweil noch als Trainingsflugzeug und entlastet die F/A-18-Hornets. Fans der Patrouille Suisse haben noch rund zwei Jahre die Möglichkeit, die letzten Vorführungen des Teams zu sehen. Der Flugplan für das Jahr 2026 wird voraussichtlich im Frühjahr veröffentlicht. Unterdessen ist das PC-7

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