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Ruhezelle im Terminal: Stuttgart führt Schlafkabinen ein

Der Flughafen Stuttgart hat sein Serviceangebot für Reisende erweitert und im Terminal 1 vier sogenannte Napcabs-Schlafkabinen in Betrieb genommen. Die kleinen, abschliessbaren Ruhezonen sind für Passagiere gedacht, die längere Wartezeiten überbrücken müssen oder eine Übernachtungsmöglichkeit direkt am Flughafen suchen. Mit diesem Angebot folgt der Stuttgarter Airport dem Trend an grösseren deutschen Luftverkehrsknotenpunkten wie Frankfurt, München und Berlin. Die Kabinen sind rund um die Uhr verfügbar und bieten auf einer Fläche von circa vier Quadratmetern zweckmässigen Komfort. Zur Ausstattung gehört ein Bett, ein kleiner Tisch sowie eine Touchscreen-Steuerung, mit der sich Beleuchtung, Weckzeit und Unterhaltungsmedien regulieren lassen. Damit wird Reisenden ein privater Rückzugsort abseits des Trubels im Terminal geschaffen, was besonders bei langen Umsteigezeiten oder Flugverspätungen einen Mehrwert darstellt. Die Buchung der Schlafkabinen erfolgt in der Regel online über den Anbieter. Die Preisgestaltung ist gestaffelt: Tagsüber, zwischen 6 Uhr und 22 Uhr, kostet die Nutzung 17 Euro pro Stunde. Für die Nachtstunden, von 22 Uhr bis 6 Uhr, reduziert sich der Stundensatz auf 12 Euro. Allerdings wird eine Mindestbuchungsdauer und ein Mindestbuchungsbetrag fällig, der tagsüber in der Regel zwei Stunden (34 Euro) und nachts drei Stunden (34 Euro) beträgt. An Sonntagen und Feiertagen gilt in Stuttgart und Berlin ein erhöhter Mindestbetrag von 44 Euro. Die Bezahlung ist meist per Kreditkarte oder Online-Zahlungsdienstleistern möglich. An den anderen grossen deutschen Flughäfen, die ebenfalls auf das Konzept der Schlafkabinen setzen, sind ähnliche Preise und Nutzungsbedingungen etabliert.

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Pegasus Airlines nimmt Direktflug nach Diyarbakir ab Köln/Bonn auf

Die türkische Fluggesellschaft Pegasus Airlines erweitert ihr Angebot ab dem Köln Bonn Airport und startet ab dem 31. Oktober eine neue Direktverbindung in die südosttürkische Stadt Diyarbakir. Die Verbindung wird einmal wöchentlich, jeweils freitags, mit einem Airbus A320 bedient. Der Hinflug ist für 20:10 Uhr angesetzt, der Rückflug erfolgt samstags. Die Flugzeit beträgt rund vier Stunden. Mit der neuen Destination bietet Pegasus Airlines nun insgesamt das zehnte Flugziel in der Türkei ab Köln/Bonn an. Flughafenchef Thilo Schmid begrüsst die Aufnahme der neuen Destination, die das Streckennetz um einen kulturell und historisch interessanten Ort ergänze. Die Flugverbindung richte sich sowohl an Feriengäste als auch an Reisende, die Familie und Freunde besuchen möchten. Pegasus Airlines, eine der führenden Billigfluggesellschaften der Türkei, die über ihren Hauptknotenpunkt Istanbul-Sabiha Gökçen operiert und ein weitreichendes internationales Netz anbietet, festigt damit ihre Position am Standort Köln/Bonn. Die Stadt Diyarbakir, gelegen am Tigris, ist eine der historisch bedeutendsten und ältesten Städte der Türkei und gilt als inoffizielles Zentrum der türkischen Kurden. Besondere Bekanntheit erlangte die Stadt durch ihre imposante, rund fünf Kilometer lange Stadtmauer aus schwarzem Basalt, die zu den grössten und besterhaltenen antiken Befestigungsanlagen der Welt zählt. Die Stadtmauern von Diyarbakir wurden im Jahr 2015 zusammen mit den Hevsel-Gärten in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Die historische Altstadt, bekannt als Suriçi, beherbergt zahlreiche Sehenswürdigkeiten, darunter die Ulu Camii (Grosse Moschee), die zu den ältesten Moscheen Anatoliens zählt. Kulturell bietet Diyarbakir die Möglichkeit, die kurdische Küche und lokale Traditionen, wie die Dengbej-Tradition der mündlichen Volksliteratur, kennenzulernen. Die neue

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Austrian Airlines präsentiert Business Class Amenity Kits in Kooperation mit MAK und Wiener Werkstätte

Austrian Airlines (AUA) führt ab Oktober 2025 auf ihren Langstreckenflügen neue Amenity Kits in der Business Class ein. Die Gestaltung der Kulturbeutel erfolgte in Kooperation mit dem Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien und ist inspiriert von Textildesigns der renommierten Wiener Werkstätte. Die neuen Kits sind der Auftakt einer längerfristigen Partnerschaft zwischen der österreichischen Nationalairline und dem bedeutenden Museum. Das MAK stellte für die Entwürfe Muster aus seinem Archiv der 1903 gegründeten Wiener Werkstätte zur Verfügung, dessen Schaffen für die konsequente ästhetische Durchdringung aller Lebensbereiche steht. Ausgewählt wurden Designs von drei prägenden Persönlichkeiten der Wiener Moderne: Koloman Moser (Mitbegründer der Wiener Werkstätte und Universalkünstler), Dagobert Peche (Meister der Kontraste und Formen) und Mathilde Flögl (vielfältige Entwerferin, die den Look der Werkstätte prägte). Das Design Team der AUA entwickelte aus den Vorlagen des MAK insgesamt sechs Ausführungen der Amenity Kits, wobei jeder Entwurf in zwei unterschiedlichen Farbvarianten erscheint. Dies ermöglicht es den Fluggästen, auf Hin- und Rückflug jeweils ein Design desselben Künstlers in anderer Farbgebung zu erhalten. Der Inhalt der Amenity Kits ist auf die Bedürfnisse der Langstreckenreisenden zugeschnitten und umfasst eine Schlafmaske, Socken, Ohrstöpsel, eine Zahnbürste sowie Zahnpasta-Tabletten. Zusätzliche Quellen deuten darauf hin, dass die Business Class Kits der AUA generell auch eine hochwertige Gesichtscreme und einen Lippenbalsam enthalten. Eine Banderole liefert den Fluggästen Hintergrundinformationen über das MAK und den jeweiligen Künstler. Die neuen Kits für die Business Class stellen lediglich den Beginn der Zusammenarbeit dar: In den kommenden Monaten ist geplant, auch die Amenity Kits für die Premium

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ICAO hält an Altersgrenze 65 für Piloten fest – Pilotengewerkschaft begrüßt Entscheidung

Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) hat auf ihrer 42. Versammlung in Montreal den Vorstoß des Airline-Dachverbandes IATA zur Anhebung der Altersgrenze für Verkehrspiloten abgelehnt. Damit bleibt die maximale Grenze für Piloten in Mehrpersonen-Cockpits im internationalen kommerziellen Luftverkehr unverändert bei 65 Jahren. Die Vereinigung Cockpit (VC), die deutsche Pilotengewerkschaft, begrüßte die Entscheidung, da sie in der Beibehaltung der Regelung einen wichtigen Schutz der Flugsicherheit sieht. Die IATA hatte argumentiert, die Anhebung auf 67 Jahre sei ein vertretbarer Schritt zur Abmilderung des weltweiten Pilotenmangels und forderte dabei die Beibehaltung einer Sicherheitsbestimmung: Im Cockpit müsse stets mindestens ein Pilot unter 65 Jahren sein. Die ICAO-Mitgliedsstaaten folgten diesem Vorschlag jedoch nicht. Aus Sicht der Vereinigung Cockpit und anderer internationaler Berufsverbände, wie der US-amerikanischen ALPA (Air Line Pilots Association), fehle eine ausreichende wissenschaftliche Grundlage für eine solche Anhebung. Die VC betonte, die Altersgrenze sei international anerkannt und orientiere sich an fundierten Sicherheitsstandards. Experten der Pilotengewerkschaft verweisen auf medizinische Erkenntnisse, wonach mit höherem Alter gesundheitliche Risiken, insbesondere für kardiovaskuläre Ereignisse und eine abnehmende kognitive Leistungsfähigkeit, messbar zunehmen. Bereits nach geltenden ICAO-Regeln unterliegen Piloten ab 60 Jahren strengeren medizinischen Auflagen. Die VC sieht die Gefahr, dass eine Anhebung der Altersgrenze ohne wissenschaftliche Daten ein unnötiges Risiko für die Flugsicherheit darstellen würde. Zudem hatte bereits der Europäische Gerichtshof (EuGH) in der Vergangenheit die Altersgrenze von 65 Jahren als verhältnismäßig bestätigt. Die VC kritisierte ferner die Vorstellung der IATA, der Pilotenmangel könne durch die Verlängerung der Lebensarbeitszeit behoben werden. Stattdessen seien Investitionen in Ausbildung und die Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen für

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Emirates baut Ausbildungskapazitäten aus und wirbt in Wien um Personal

Die Fluggesellschaft Emirates hat ihr Engagement in der Mitarbeiterausbildung durch die Eröffnung des neuen Crew Training Center in Dubai deutlich verstärkt. Die Investition in das moderne Zentrum geht einher mit einer globalen Rekrutierungsoffensive, in deren Rahmen die Airline im Oktober zwei gesonderte Veranstaltungen zur Personalgewinnung in Wien abhält. Das in Dubai neu eingeweihte, rund 6.000 Quadratmeter große Emirates Crew Training Center markiert einen Ausbau der Infrastruktur für die Pilotenausbildung. Durch diese Erweiterung erhöht sich die jährliche Trainingskapazität für Piloten um 54 Prozent auf insgesamt 130.000 Stunden. Das Zentrum, das eine Investitionssumme von 135 Millionen US-Dollar (etwa 500 Millionen AED) erforderte, verfügt über modernste Simulator-Technologie. Aktuell sind dort Airbus A350-Simulatoren in Betrieb; weitere Geräte, etwa für die zukünftige Boeing 777X-Flotte, sollen in den kommenden Jahren folgen. Zusätzlich zur Pilotenausbildung betreibt Emirates in Dubai auch weitere, auf Kabinenpersonal zugeschnittene Einrichtungen wie die „Crew Zone“, die sich auf Wellness, kosmetische Beratung und soziale Aktivitäten der Flugbegleiter konzentriert. Parallel zum Ausbau der Trainingskapazitäten führt die Fluggesellschaft eine weltweite Personalsuche durch. Allein in Wien sind im Oktober zwei Veranstaltungen geplant: Am 8. Oktober 2025 findet der Open Day für die Cabin Crew im Hotel Mercure Wien Westbahnhof statt. Interessenten können sich vor Ort über die Karrieremöglichkeiten informieren und direkt mit dem Recruitment-Team sprechen. Die Airline bietet potenziellen Mitarbeitern ein attraktives Gesamtpaket, das unter anderem ein steuerfreies Gehalt sowie Unterkünfte in Dubai umfasst. Die weltweite Recruiting-Initiative der Emirates Group zielt darauf ab, in diesem Geschäftsjahr über 17.000 neue Mitarbeiter in unterschiedlichen Funktionen einzustellen. Zum Ende des

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Airbus industrialisiert Fertigung mit privatem 5G-Netzwerk in Hamburg

Der Flugzeughersteller Airbus hat in Zusammenarbeit mit Ericsson ein privates 5G-Netzwerk am Produktionsstandort Hamburg in Betrieb genommen. Dieser Schritt stellt den ersten deutschen Meilenstein einer globalen Digitalisierungspartnerschaft dar, die auf eine tiefgreifende Modernisierung der Fertigungsanlagen abzielt. Ziel ist die Forcierung der Fertigungsautomatisierung, der Rückverfolgbarkeit von Teilen und der betrieblichen Effizienz unter Einhaltung strenger Sicherheitsstandards. Die in Hamburg implementierte Lösung basiert auf Ericsson Private 5G und dient als technologische Grundlage für die Industrie 4.0-Strategie von Airbus. Experten betonen die hohe Zuverlässigkeit, Sicherheit und Leistung dieser Konnektivität. Ein wesentlicher Vorteil ist die Infrastruktur-Automatisierung, welche eine beschleunigte und sichere Skalierung der Konnektivität über verschiedene Standorte hinweg ermöglichte. Die modulare Architektur und die API-gesteuerten Schnittstellen erleichtern zudem die Integration in bestehende IT-Systeme von Airbus. Die 5G-Standalone-Technologie (SA) ist darauf ausgelegt, das volle Potenzial von Industrie 4.0 zu erschließen, indem sie Anwendungen wie kollaborative Robotik, Echtzeit-Qualitätskontrolle und IoT-Integration unterstützt. Das Werk in Hamburg fungiert dabei als Vorbild für eine weltweite Ausrollung der Technologie. Derzeit läuft die Installation des privaten 5G-Netzwerks am Standort Toulouse in Frankreich, die bis zum Jahr 2026 abgeschlossen werden soll. Die strategische Roadmap von Airbus sieht die schrittweise Ausweitung auf alle industriellen Schlüsselstandorte vor, darunter weitere Werke in Spanien und Großbritannien sowie internationale Fertigungsstätten in den USA und Kanada. Laut Airbus soll das Ziel sein, sämtliche industrielle Netzwerke auf 5G umzustellen, um eine durchgängig hochzuverlässige Konnektivität vom Arbeitsplatz bis in die Flugzeugkabine zu garantieren. Durch diese hochleistungsfähige Vernetzung werden bei Airbus neue Anwendungsfälle beschleunigt. Dazu gehören etwa 3D-Simulationen, der Einsatz von Augmented

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Mediterrane und ferne Ziele: Reisetrends der Schweizer für die Herbstferien

Die Schweizer Bevölkerung zieht es in den Herbstferien 2025 mehrheitlich in warme, südliche Regionen. Basierend auf aktuellen Suchanfragen des Online-Reiseportals Skyscanner dominieren Spanien, Italien und die Türkei die Rangliste der beliebtesten Länder. Gleichzeitig zeigt sich ein ungebrochenes Interesse an Fernreisen: Thailand und Japan sichern sich ebenfalls Plätze in den Top-10 der Reisedestinationen. Diese Präferenz für klassische Nah- und ambitionierte Fernziele spiegelt den allgemeinen Trend wider, dass Schweizer trotz Preissteigerungen weiterhin hohe Priorität auf individuelle und abwechslungsreiche Ferienerlebnisse legen. Bei den Städtezielen liegt die thailändische Metropole Bangkok an der Spitze der Suchanfragen, gefolgt von Istanbul und Barcelona. Auch Palma de Mallorca, Lissabon und Madrid sind unter den gefragtesten urbanen Destinationen. Während europäische Pauschalreise-Klassiker wie die Südtürkei oder die griechischen Inseln traditionell stark nachgefragt sind, deutet die hohe Platzierung von Thailand darauf hin, dass die Destination zunehmend als Ganzjahresziel betrachtet wird. Japan, das sich ebenfalls unter den Favoriten befindet, profitiert zusätzlich von einem günstigen Wechselkurs. Für preisbewusste Reisende listet Skyscanner weiterhin günstige Flugoptionen auf. So sind Berlin im Durchschnitt für 140 Franken, Barcelona für 158 Franken und Istanbul für 184 Franken erhältlich. Einzelne Schnäppchenflüge sind noch deutlich tiefer angesetzt, etwa nach London ab 50 Franken ab Genf oder Berlin ab 53 Franken ab Zürich. Der beliebteste Tag für die Flugsuche war der 25. August, was auf eine frühe Planungsbereitschaft hindeutet. Die Hauptreisezeit für die Schweizer Herbstferien, für die die Daten ausgewertet wurden, wird voraussichtlich um den 21. Oktober liegen. Der untersuchte Reisezeitraum erstreckte sich vom 27. September bis zum 19. Oktober.

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Linate-Slots: Aeroitalia fordert Neuverteilung der früheren Alitalia-Kapazitäten

Die italienische Regionalfluggesellschaft Aeroitalia plant einen juristischen Vorstoß, um Zugang zu begehrten Start- und Landerechten (Slots) am Mailänder Stadtflughafen Linate zu erhalten. Das Unternehmen, das künftig unter der Marke Air Italy auftreten will, hat angekündigt, Beschwerde bei der italienischen Wettbewerbsbehörde sowie bei der EU-Kommission einzuleichen. Kern des Streits ist die automatische Übernahme der früheren Alitalia-Slots durch die Nachfolgegesellschaft ITA Airways. Aeroitalia-Chef Gaetano Intrieri argumentiert, dass ITA Airways, da es stets seine rechtliche und wirtschaftliche Diskontinuität zu Alitalia betone, keinen Anspruch auf die sofortige Übertragung der Slots habe. Nach seiner Auffassung hätten die Zeitnischen an den Slot-Koordinator Assoclearance zurückfallen und im Zuge einer wettbewerbsorientierten Verteilung neu zugeteilt werden müssen. Intrieri äußerte gegenüber der Zeitung la Repubblica, es sei sein Recht und seine Pflicht, die Interessen seines Unternehmens in dieser Angelegenheit zu verteidigen. Der Vorstoß von Aeroitalia ist ein weiterer Höhepunkt in einem andauernden Rechtsstreit zwischen den beiden italienischen Fluggesellschaften. Bereits in der Vergangenheit gab es Auseinandersetzungen, unter anderem über die Markenrechte und Domains von Alitalia. Die Slot-Problematik gewinnt zusätzliche Brisanz im Kontext der geplanten Übernahme von ITA Airways durch die Lufthansa-Gruppe. Auch hier hatte die EU-Kommission im Vorfeld bereits die Abgabe von Slots an rivalisierende Fluggesellschaften an den Flughäfen Rom und Mailand gefordert, um den Wettbewerb zu sichern. Der Ausgang der nun angestrengten Beschwerden von Aeroitalia ist jedoch noch offen.

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Boeings Langstreckenjet 777X droht weitere Verzögerung bis 2027

Der US-Flugzeugbauer Boeing sieht sich offenbar mit einer weiteren signifikanten Verzögerung seines Langstreckenflugzeugs 777X konfrontiert. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg, die sich auf informierte Kreise beruft, ist eine Indienststellung der Maschinen nun frühestens 2027 zu erwarten, anstatt wie zuletzt anvisiert im kommenden Jahr. Dies wäre ein erneuter schwerer Rückschlag für den Konzern, dessen Zeitplan für die 777X bereits um mehrere Jahre hinter dem ursprünglichen Ziel von 2020 liegt. Die anhaltenden Probleme, die zuletzt von Boeing-Chef Kelly Ortberg als „Berg an Arbeit“ bei der Zertifizierung beschrieben wurden, könnten für den Flugzeugbauer eine finanzielle Belastung in Milliardenhöhe nach sich ziehen. Analysten beziffern die erwarteten Zusatzkosten und Abschreibungen auf Kundenzahlungen bei einer solchen Verzögerung auf voraussichtlich 2,5 bis 4 Milliarden US-Dollar. Boeing selbst hat sich zu den genauen finanziellen Auswirkungen bislang nicht offiziell geäußert. Es wird jedoch erwartet, dass der Konzern bei der Vorlage seiner Quartalsergebnisse am 29. Oktober Stellung nehmen wird. Führungskräfte des Unternehmens sollen in den vergangenen Wochen bereits Treffen mit wichtigen Investoren abgehalten haben, um eine Strategie zur Schadensbegrenzung zu besprechen. Demnach soll die finanzielle Last über das gesamte Jet-Programm verteilt werden. Die designierte Erstbetreiberin des Passagier-Langstreckenflugzeugs, die Deutsche Lufthansa, plant bereits mit der erneuten Verschiebung und hat die 777-9 bis 2027 aus ihren Flugplänen genommen. Auch der Großkunde Emirates rechnet laut Insidern damit, dass die Maschinen möglicherweise nicht vor 2027 in Dienst gestellt werden können, wobei einige Quellen sogar Verzögerungen bis 2028 nicht ausschließen. Die 777X, die auch in einer Frachtversion 777-8 F bestellt wurde, ist für Boeing ein

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Litauen verlängert Luftraumsperre an Grenze zu Belarus wegen Drohnengefahr

Die baltische NATO– und EU-Nation Litauen hält einen Teil ihres Luftraums entlang der Ostgrenze zum eng mit Russland verbündeten Belarus weiterhin gesperrt. Die ursprünglich bis Oktober befristete Anordnung wurde nun bis zum 1. Dezember verlängert, wie die litauische Armee über die Nachrichtenagentur BNS mitteilte. Die Maßnahme war im August angesichts der angespannten Sicherheitslage und der Risiken durch mögliche Luftraumverletzungen mit Drohnen eingeführt worden, insbesondere im Vorfeld des russisch-belarussischen Militärmanövers „Sapad“ (Westen). Die Verteidigungsministerin, Dovilè Sakalienè, begründete die Verlängerung mit der Notwendigkeit, neu beschlossene Gesetzesänderungen zur Drohnenabwehr vollständig umzusetzen. Diese Änderungen, die das litauische Parlament in der Vorwoche verabschiedet hatte, erlauben es der Armee, unbemannte Flugobjekte schneller und einfacher zu neutralisieren, notfalls auch durch Abschuss. Nach den Worten der Ministerin müssen noch „bestimmte Verfahren und Algorithmen festgelegt und das System so vorbereitet werden, dass es in der Praxis funktionieren“ kann. Bis diese technischen und operativen Anpassungen abgeschlossen sind, bleibe die Sperrung des Luftraums bestehen. Die erhöhte Vorsicht Litauens ist eine direkte Reaktion auf wiederholte Grenzverletzungen. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind mehrfach Drohnen in den litauischen Luftraum eingedrungen. Medienberichten zufolge waren darunter im Juli auch zwei sogenannte Gerbera-Drohnen russischer Bauart, von denen eine mit Sprengstoff beladen war und auf litauischem Territorium abstürzte. Solche Vorfälle stellten nicht nur eine Bedrohung für die nationale Sicherheit Litauens, sondern auch für die zivile Luftfahrt dar. Die etwa 679 Kilometer lange Grenze zu Belarus ist zugleich Teil der EU-Außengrenze, was die regionale und bündnispolitische Dimension des Sicherheitsproblems unterstreicht.

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