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Lufthansa Group gründet Beirat zur Verbesserung der Barrierefreiheit

Die Lufthansa Group hat in Frankfurt das erste Treffen ihres neu gegründeten Accessibility Customer Advisory Committee abgehalten. Ziel des Gremiums ist es, das Reiseerlebnis für Fluggäste mit körperlichen oder kognitiven Beeinträchtigungen und Behinderungen zu verbessern. Das Komitee setzt sich aus Mitgliedern mit unterschiedlichen Einschränkungen zusammen – darunter Mobilitätseinschränkung, Sehbehinderung, Hörschädigung und kognitive Beeinträchtigung –, die die Lufthansa Group mit ihren direkten Erfahrungen und Ideen unterstützen sollen. Im Fokus steht die ganzheitliche Betrachtung der gesamten Reisekette, um Angebote, Produkte und Services weiterzuentwickeln. Bei der Initiative wird die Lufthansa Group vom Landesbehindertenrat NRW (LBR), dem Dachverband der Selbsthilfevertretungen, unterstützt. Die Kooperation wird vom LBR als ein Meilenstein für die Barrierefreiheit gewertet, da sie die erste dieser Art zwischen einer Selbsthilfevereinigung und einem privaten Unternehmen ist. Geschäftsführerin Ann-Christin Rauch vom LBR betonte, dass Barrierefreiheit nicht nur für Menschen mit Behinderung zwingend notwendig sei, sondern auch der Allgemeinheit Entlastung und Komfort biete. Zusätzlich unterstützen die beiden paralympischen Athleten Johanna Recktenwald und Nico Dreimüller den Beirat mit ihrer Expertise. Dieter Vranckx, Chief Commercial Officer der Lufthansa Group, erklärte, man wolle das Reiseerlebnis so einfach und selbstbestimmt wie möglich gestalten. Der Fokus liege auf allen Hebeln, die der Konzern selbst in der Hand habe, um das Flugerlebnis stetig zu verbessern. Als Teil dieses umfassenden Ansatzes führt die Lufthansa Group konzernweit die „Hidden Disabilities Sunflower“ Initiative ein. Dieses globale Programm soll es Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen (weltweit bis zu 80 Prozent aller Betroffenen) ermöglichen, diskret durch das Tragen eines Symbols (einer gelben Sonnenblume) auf ihre besonderen

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Mitteldeutsche Flughäfen melden Passagierwachstum im Oktober 2025

Die Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle haben im Oktober 2025 deutlich höhere Passagierzahlen als im Vorjahresmonat verzeichnet, was auf die starke Reisetätigkeit während der Herbstferien zurückzuführen ist. Der Flughafen Leipzig/Halle erreichte mit 301.500 Passagieren das zweithöchste Oktober-Aufkommen seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 und übertraf das Vorjahresergebnis um mehr als sieben Prozent. Lediglich im Oktober 2019 wurden mehr Fluggäste gezählt, was die nahezu abgeschlossene Erholung des Passagierverkehrs in Mitteldeutschland unterstreicht. Der Flughafen Dresden verzeichnete mit über 116.200 Reisenden einen noch stärkeren Zuwachs von rund 17 Prozent im Vergleich zum Oktober 2024. Das Wachstum an beiden Standorten, die zur Mitteldeutschen Flughafen AG gehören und die Bundesländer Sachsen und Sachsen-Anhalt bedienen, wurde hauptsächlich durch den touristischen Verkehr getragen. Beide Flughäfen meldeten ein erhöhtes Angebot an Flugzielen für die Herbstferien, das die Frequenzen der vorangegangenen Sommerferien sogar übertraf. Ab Leipzig/Halle zählten die Betreiber während der Ferienzeit bis zu 236 wöchentliche Abflüge, von Dresden bis zu 113. Die Strategie, verstärkt auf Städte- und Sonnenziele zu setzen, hat sich damit ausgezahlt. Die Rückkehr zu historisch hohen Passagierzahlen belegt die anhaltend hohe Nachfrage und die Bedeutung der Flughäfen für die regionale Anbindung an europäische und touristische Zentren. Die Betreiber streben die Stabilisierung des Verkehrs auf diesem Vorkrisenniveau an.

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Brussels Airlines, Beobank und Mastercard lancieren Geschäftsreisekarte

Brussels Airlines, die Beobank und Mastercard haben in Belgien eine neue Debitkarte mit aufgeschobener Zahlung auf den Markt gebracht, die sich gezielt an Selbstständige und Unternehmer richtet. Die „Beobank Brussels Airlines Navigator Mastercard“ positioniert sich als das erste Produkt in Belgien mit einem speziell auf Geschäftskunden zugeschnittenen Meilenprogramm und soll eine umfassende Lösung für das Management von Geschäftsausgaben und den Cashflow bieten. Die Karte ist ausschließlich für berufliche Transaktionen vorgesehen. Im Zentrum des Angebots steht die unbegrenzte Möglichkeit zum Sammeln von Miles & More Meilen. Für jeden ausgegebenen Euro bei qualifizierten Geschäftsausgaben, wie Geschäftsessen oder Hotelbuchungen, wird eine Meile gutgeschrieben. Diese können bei Brussels Airlines, der belgischen Tochtergesellschaft der Lufthansa Gruppe, für Flugtickets, Upgrades und den Zugang zu Lounges eingelöst werden. Dieses Angebot soll die Loyalität der Vielreisenden aus dem Unternehmenssektor stärken, was für die Fluggesellschaft ein strategisch wichtiges Ziel ist. Ergänzt wird das Angebot durch ein umfassendes Versicherungspaket, das neun Policen umfasst, darunter Reiseversicherungen sowie Schutz für geschäftlich unverzichtbare Geräte wie Telefon und Computer. Yannick Willems von der Beobank betonte, das Ziel sei es, den Geschäftskunden den Alltag durch praktische Finanzlösungen zu erleichtern und ihnen mehr Sicherheit zu geben. Die Karte, die das weltweit akzeptierte Mastercard-Netzwerk nutzt, wird von den Partnern als „Business Class“ unter den Zahlungslösungen für das wachsende Segment der Freiberufler und Kleinunternehmer positioniert.

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Ryanair stellt auf digitale Bordkarten um – Erster Tag erfolgreich abgeschlossen

Ryanair hat am Mittwoch einen erfolgreichen Start der Umstellung auf rein digitale Bordkarten (Digital Boarding Pass, DBP) vermeldet. Bis zum frühen Nachmittag starteten über 700 Flüge in ganz Europa ohne jegliche Verzögerung oder Störung im Abfertigungsprozess. Das Unternehmen hatte die neue Regelung eingeführt, um Prozesse zu rationalisieren und die Effizienz an den Flughäfen zu erhöhen. Die Akzeptanz der neuen digitalen Verfahren war hoch: Über 98 Prozent der Fluggäste nutzten ihren digitalen Boardingpass auf dem Mobiltelefon, um die Sicherheitskontrollen und die Boarding-Gates zu passieren. Das Unternehmen betonte, dass auch die restlichen zwei Prozent der Passagiere – die alle bereits online eingecheckt waren – problemlos abfertigt werden konnten. Diese Fluggäste erhielten kostenlos Bordkarten an den Ticketschaltern am Flughafen. Die Abwicklung von Passagieren mit technischen Problemen mit ihren Mobiltelefonen sei ebenfalls ohne Schwierigkeiten verlaufen, da die Gate-Mitarbeiter auf die Online-Check-in-Daten zugreifen konnten. Die primäre Motivation hinter der Umstellung ist die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit. Ryanair erwartet durch die konsequente Digitalisierung der Abfertigungsprozesse erhebliche finanzielle Vorteile. Marketingchef Dara Brady bezifferte die erwarteten jährlichen Einsparungen auf bis zu 40 Millionen Euro. Diese signifikante Reduktion der Betriebskosten soll das Unternehmen in die Lage versetzen, seine Ticketpreise weiter zu senken und somit seine aggressive Preisstrategie im hart umkämpften europäischen Luftverkehrsmarkt zu festigen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

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RegioJet verstärkt Angebot in Polen – Zweites Zugpaar zwischen Krakau und Warschau

Das tschechische Privatbahnunternehmen RegioJet baut seine Aktivitäten auf dem polnischen Schienennetz aus. Ab Montag, dem 17. November, verkehrt täglich ein zweites Zugpaar zwischen den beiden größten Städten Polens, Krakau und Warschau. Mit dieser Erweiterung des Fahrplans reagiert RegioJet auf die gestiegene Nachfrage und zielt darauf ab, Pendlern und Geschäftsreisenden mehr Flexibilität und Komfort auf dieser wichtigen innerpolnischen Korridorstrecke zu bieten. Die neue Frühverbindung startet bereits um 5:14 Uhr am Hauptbahnhof Krakau (Kraków Główny) und erreicht den Bahnhof Warschau Gdańska um 7:59 Uhr. Diese Fahrzeit von unter drei Stunden macht den Service zu einer attraktiven Option für Reisende, die ihren Zielort vor neun Uhr morgens erreichen müssen. Michał Plaza, RegioJet-Manager für Polen, hob hervor, dass der Morgenservice ideal für Geschäftstreffen, offizielle Termine oder Universitätsvorlesungen sei. Das Unternehmen wirbt weiterhin mit hohen Servicestandards und bietet den Passagieren unter anderem kostenlosen Kaffee und viel Platz zum Arbeiten oder Entspannen. Die neue Verbindung ergänzt den bestehenden Zugservice, der Krakau um 9:19 Uhr verlässt und mehrere Stationen in Warschau anfährt. Bemerkenswert ist, dass RegioJet zur Einführung des neuen Angebots Tickets zu einem außergewöhnlich günstigen Preis ab 9 PLN anbietet. Diese Preisaktion gilt voraussichtlich bis zum 13. Dezember 2025. Die Expansion von RegioJet in Polen ist Teil einer größeren Strategie, die den Wettbewerb auf dem polnischen Schienenmarkt fördert und Reisenden eine Alternative zu den staatlichen polnischen Bahngesellschaften bietet.

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Flughafen Zürich verzeichnet höchsten Passagiertag der Geschichte

Der Flughafen Zürich verzeichnete im Oktober 2025 einen weiteren Monat mit starkem Wachstum. Insgesamt reisten 3.168.118 Passagiere über den größten Flughafen der Schweiz, was einer Steigerung von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Das Passagieraufkommen wurde maßgeblich von den Lokalpassagieren getragen, deren Zahl bei 2.302.670 lag. Die Umsteigepassagiere machten mit 860.832 Reisenden einen Anteil von 27,2 Prozent aus. Der ungebrochene Reisetrend im Jahr 2025 setzte sich fort und bestätigt die Stellung des Flughafens als wichtiges internationales Drehkreuz. Ein besonderes Highlight war der 5. Oktober 2025, an dem mit 122.668 Passagieren der verkehrsreichste Tag in der gesamten Geschichte des Flughafens registriert wurde. Damit wurde der erst im August desselben Jahres aufgestellte Tageshöchstwert von 115.587 Fluggästen deutlich übertroffen. Die starke Nachfrage führte auch zu einer höheren Auslastung der Flugzeuge: Die durchschnittliche Zahl Passagiere pro Flug stieg um 2,3 Prozent auf 143,3. Die Sitzplatzauslastung erhöhte sich leicht um 0,4 Prozentpunkte auf 83,2 Prozent, was auf eine effiziente Nutzung der Kapazitäten hindeutet. Parallel zum Passagierwachstum nahm auch die Anzahl der Flugbewegungen zu. Im Oktober wurden insgesamt 24.625 Starts und Landungen gezählt, was einem Zuwachs von 3,4 Prozent entspricht. Im Frachtbereich gab es hingegen nur eine minimale Veränderung: Mit 39.831 Tonnen verzeichnete der Güterumschlag lediglich eine geringfügige Zunahme von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Monatszahlen des Flughafens Zürich fügen sich in eine Serie von Rekordmonaten ein, die seit Jahresbeginn verzeichnet wurden, was darauf hindeutet, dass der Flughafen 2025 auf dem Weg zu einem neuen Passagierjahresrekord ist.

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Flughafen Frankfurt verzeichnet deutliches Passagierwachstum im Oktober 2025

Der Flughafen Frankfurt (FRA) verzeichnete im Oktober 2025 einen merklichen Anstieg der Passagierzahlen. Mit rund 6,0 Millionen Fluggästen wurde ein Zuwachs von 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat registriert. Die Herbstferien wirkten sich als wesentlicher Treiber auf die Passagierstatistik aus, was sich insbesondere am 5. Oktober widerspiegelte, dem zweitstärksten Tag des Jahres mit etwa 221.000 abgefertigten Reisenden. Im innereuropäischen Verkehr waren Urlaubsziele hoch frequentiert; die Nachfrage nach Italien (+16,5 Prozent), Griechenland (+11,8 Prozent), Norwegen und Österreich war besonders hoch. Im interkontinentalen Verkehr verzeichneten Ziele in Südkorea (+23,9 Prozent), dem Nahen Osten (+22,8 Prozent) und Thailand (+20,3 Prozent) überdurchschnittliche Zuwächse. Währenddessen blieb das Frachtvolumen in Frankfurt (Luftfracht und Luftpost) nahezu stabil und stagnierte bei 179.543 Tonnen, was einem geringfügigen Rückgang von 0,1 Prozent entspricht. Die Anzahl der Flugbewegungen erhöhte sich jedoch um 6,6 Prozent auf 42.478 Starts und Landungen, und die kumulierten Höchststartgewichte (MTOWs) stiegen um 3,7 Prozent auf rund 2,6 Millionen Tonnen. Auch das globale Flughafennetzwerk des Betreibers Fraport verbuchte im Oktober mehrheitlich Zuwächse. Besonders auffällig war die Steigerung am Flughafen Ljubljana in Slowenien (+18,1 Prozent). In Brasilien stiegen die kombinierten Passagierzahlen der Flughäfen Fortaleza (FOR) und Porto Alegre (POA) um beachtliche 70,3 Prozent auf 1,2 Millionen Fluggäste, was jedoch auf den mehrmonatigen Ausfall von Porto Alegre im Vorjahr zurückzuführen ist. Der Flughafen Antalya an der türkischen Riviera registrierte 5,0 Millionen Passagiere (+9,3 Prozent). Lediglich der Flughafen Lima (LIM) in Peru verzeichnete einen leichten Rückgang der Passagierzahlen um 2,4 Prozent. Insgesamt wuchs die Passagierzahl an allen aktiv von Fraport gemanagten Flughäfen

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Finnair erweitert Europa-Netzwerk um zwölf neue Ziele

Die finnische Fluggesellschaft Finnair baut ihr europäisches Streckennetz massiv aus und nimmt für den Sommerflugplan 2026 insgesamt zwölf neue Destinationen von ihrem Drehkreuz Helsinki auf. Neben den bereits angekündigten Zielen wie Alta, Catania, Florenz, Kos und Valencia umfasst die Erweiterung nun auch Flüge nach Kuressaare (Estland), Luxemburg, Stavanger (Norwegen), Thessaloniki (Griechenland), Tirana (Albanien), Turin (Italien) und Umeå (Schweden). Mit dieser Expansion reagiert Finnair auf wachsende Marktchancen und unterstreicht die zentrale Rolle des Helsinki Airport als wichtiges Bindeglied zwischen Europa, Asien und Nordamerika. Die neuen Verbindungen stärken strategisch die Präsenz der Airline in Nordeuropa und im Baltikum. Die neue Route nach Stavanger in Norwegen ist besonders auf Geschäftsreisende ausgerichtet und wird über Arlanda (Schweden) betrieben, um auch den Verkehr zwischen Schweden und Norwegen zu erfassen. Umeå verstärkt die Präsenz in Schweden, während Kuressaare (Estland) das Baltikum-Angebot für Urlauber erweitert, die Naturerlebnisse und kulturelles Erbe suchen. Zudem wird das Mittelmeer-Angebot durch Thessaloniki (Griechenland) und Tirana (Albanien) ergänzt, wobei Tirana ein neues Länderziel für Finnair markiert. Neben den europäischen Zielen stärkt Finnair auch die Verbindung nach Lappland: Im Winter 2026 werden neue Direktflüge von den europäischen Hauptstädten Brüssel, Paris und Zürich in das finnische Lappland aufgenommen. Mit wöchentlichen Verbindungen nach Kittilä (dem Tor zum Levi-Skigebiet) und Rovaniemi (der Hauptstadt der Arktis) ergänzen diese Direktrouten die bestehenden täglichen Verbindungen über Helsinki. Durch diese Zusätze umfasst das gesamte Streckennetz von Finnair für 2026 nun 93 europäische, elf asiatische, sieben nordamerikanische (inklusive Toronto) und zwei Ziele im Nahen Osten.

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Anteil der getöteten Motorradfahrer an allen Verkehrstoten auf 25 Prozent gestiegen

Die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer in Österreich liegt im Jahr 2025 auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr. Bis zum 10. November 2025 kamen 77 Motorradfahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben, verglichen mit 82 Getöteten im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der ÖAMTC (Österreichischer Automobil-, Motorrad- und Touring Club) weist darauf hin, dass Motorradfahrer damit fast 25 Prozent aller Verkehrstoten ausmachen. Das Durchschnittsalter der Verunglückten beträgt 46 Jahre, wobei neun von zehn Betroffenen Männer sind. Die Analyse der Unfallstatistik zeigt eine Verschiebung der Unfallschwerpunkte. Während die Zahl der Unfälle an Kreuzungen in den letzten zwei Jahrzehnten zurückging, stieg die Zahl der Alleinunfälle sowie der Unfälle im Richtungsverkehr (etwa beim Überholen) um jeweils mehr als 50 Prozent an. In 88 Prozent der Fälle waren die Motorradfahrer selbst Hauptverursacher des tödlichen Unfalls. Falsche Einschätzung des eigenen Fahrkönnens, erhöhte Risikobereitschaft und nicht angepasstes Tempo spielen bei 40 Prozent der Alleinunfälle und 27 Prozent der Unfälle im Begegnungsverkehr eine tragende Rolle, so die Analyse der ÖAMTC-Experten. Besonders gefährdet sind Wiedereinsteiger und Fahrer mit wenig Routine. Ein kleiner Fahrfehler kann aufgrund der fehlenden schützenden Karosserie zu Unfällen mit schwersten Folgen führen. Der Mobilitätsclub betont, dass im Gegensatz zu anderen Mobilitätsformen, bei denen die Zahl der Verkehrstoten sinkt, die Unfallzahlen im Motorradverkehr stagnieren. Obwohl die absolute Zahl der getöteten Motorradfahrer seit dem Höchstwert im Jahr 2000 leicht gesunken ist, hat sich der Anteil der getöteten Motorradfahrer an allen Verkehrstoten von sieben Prozent (1995) auf aktuell fast 25 Prozent vervierfacht. Der ÖAMTC empfiehlt daher dringend, die Fahrtechnik

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ADV fordert verlässliche Finanzierung für Flughafeninfrastruktur

Der Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) hat im Rahmen der 30. UN-Klimakonferenz in Belém, Brasilien, eine stärkere finanzielle Unterstützung für Investitionen in die Flughafeninfrastruktur gefordert. Im Mittelpunkt der Konferenz steht die internationale Finanzierung, deren Beschlüsse der Verband in konkrete, verlässliche und finanzierbare Umsetzungsmaßnahmen auf europäischer und nationaler Ebene überführt sehen will. Der ADV drängt auf die Einführung verlässlicher Finanzierungsinstrumente, um Infrastrukturprojekte, die auf die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Modernisierung der Anlagen abzielen, zu unterstützen. ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel erklärte, die internationale Finanzierung sei ein zentrales Instrument, um die notwendige Transformation in der Flughafeninfrastruktur zu beschleunigen. Er forderte, dass Investitionen in neue Technologien zur Energieerzeugung und in moderne Kraftstoffe weltweit ermöglicht und langfristig abgesichert werden. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher und europäischer Flughäfen zu erhalten. Die Forderung des Verbandes steht in direktem Zusammenhang mit dem auf der Vorgängerkonferenz in Baku vereinbarten globalen Finanzierungsziel. Demnach sollen bis 2035 jährlich 300 Milliarden US-Dollar (rund 260 Millionen Euro) in die globale Infrastruktur gelenkt werden. Der ADV verlangt, dass die EU hierfür einheitliche Rahmenbedingungen schafft, um Wettbewerbsnachteile für die Betreiber zu verhindern. Ungeachtet der politischen Forderungen haben die deutschen Flughäfen nach eigenen Angaben ihre betriebsbedingten CO₂-Emissionen seit 2010 bereits um 56 Prozent reduziert und setzen auf eigene Energieerzeugung, die Elektrifizierung der Fahrzeugflotten und modernisierte Terminalgebäude.

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