Zahlreiche Verspätungen und Flugausfälle: Die aktuelle Streik-Lage an deutschen Flughäfen spitzt sich zu. Noch bis heute Abend streikt die Lufthansa-Tochter Discover Airlines, nun wurde ein weiterer Streik angekündigt. Verdi hat für kommenden Mittwoch das Bodenpersonal der Lufthansa dazu aufgerufen, die Arbeit für 24 Stunden niederzulegen. Der Streik soll um 4.00 Uhr morgens an den Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Berlin und Düsseldorf beginnen. Derzeit rechnet die Lufthansa mit etwa 100.000 betroffenen Passagieren. Um Unsicherheiten bei Urlauber zu vermeiden, klärt Fluggastrechteexpertin Nina Staub von AirHelp Flugreisende über ihre Rechte auf: „Viele Reisende aus Deutschland werden am Mittwoch ihre Flüge an den fünf betroffenen Flughäfen nicht wie geplant antreten können. Bei Verspätungen von über drei Stunden oder Ausfällen haben sie Anspruch auf eine Entschädigungszahlung von bis zu 600 Euro. Dafür haben wir bei AirHelp vor drei Jahren gesorgt. In einem Rechtsstreit konnten wir die Richter des Europäischen Gerichtshof davon überzeugen, dass Fluggesellschaften für angekündigte wie unangekündigte Streiks ihres Personals haften und ihre Kundinnen und Kunden bei Problemen entsprechend entschädigen müssen.” Staub ergänzt: „Darüber hinaus haben Passagiere ab einer Verspätung von drei Stunden Anspruch auf eine Alternativbeförderung. Die Umbuchung auf einen anderen Flug muss in diesem Fall von der Lufthansa selbst umgesetzt werden. Wird die Airline nicht von sich aus tätig, sollten betroffene Passagiere eine Frist auf drei Stunden nach der geplanten Abflugzeit setzen. Wird die Aufforderung dennoch nicht erfüllt, können Reisende eigene Alternativen suchen und die Kosten der Airline in Rechnung stellen. Ab einer Verspätung von mehr als fünf Stunden oder einer Beförderung