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Latam Airlines meldet Insolvenz an

Der größte Airline-Konzern Südamerikas ist pleite und will sich mit einem Chapter-11-Insolvenzverfahren in den USA neu aufstellen. Die Corona-Krise macht auch in Südamerika keinen Halt. Nun trifft es ausgerechnet die größte Fluggesellschaft des Doppelkontinents: Latam Airlines kann seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen und meldet Insolvenz an. Das betrifft sowohl die Unternehmensgruppe als auch die Tochterunternehmen in Chile, Peru, Kolumbien, Ecuador und in den Vereinigten Staaten. Schon vorige Wochen wusste man: Die Lage ist ernst. So gab der Carrier bekannt, mindestens 1400 Angestellte in den Tochter-Niederlassungen kündigen zu wollen, um die Kostenstruktur zu senken. Auch stornierte man die Bestellung von zehn Airbus A350. Diese Maßnahmen reichen aber nicht aus. Jetzt geht man in Gläubigerschutz. „Angesichts der größten Krise in der Geschichte der Luftfahrt hat der Aufsichtsrat diesen Weg nach Analyse aller verfügbaren Alternativen zur Sicherung der Nachhaltigkeit der Gruppe gebilligt“, so Ignacio Cueto, Präsident des Gremiums. Dass das kein Abschied für immer, sondern lediglich eine vorübergehende Vorgehensweise ist, um sich finanziell neu aufzustellen, ist auch kein Geheimnis. So sei die Geschäftsführung zuversichtlich, dass Latam danach wieder erfolgreich sein werde, wie aerotelegraph.com berichtet. Derzeit würde das börsennotierte Unternehmen noch 1,3 Milliarden US-Dollar an Liquidität besitzen. Unabhängig davon seien die Latam-Töchter in Argentinien, Brasilien und Paraguay nicht betroffen.

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Aer Lingus vor Personalabbau

Bei der irischen IAG-Tochter könnte es nach dem 21. Juni 2020 zum Personalabbau kommen. Hintergrund ist, dass das Kurzarbeitsmodell der Regierung ausläuft. Aer Lingus warnt seine Mitarbeiter: Sobald das Covid-19-Lohnzuschussprogramm der irischen Regierung am 21. Juni ausläuft, sei mit einseitigen Kündigungen, Lohnsenkungen sowie verkürzten Arbeitszeiten zu rechnen. Wie viele Angestellte dran glauben müssen, sei noch nicht bekannt. Die Gewerkschaft kritisiert diese Vorgehensweise und appelliert an die Vernunft des IAG-Tochterunternehmens. Man solle keine voreiligen Entscheidungen treffen und andere Optionen in Erwägung ziehen, wie ch-aviation.com berichtet. Bis zum Ende der Kurzarbeit werde der Belegschaft die Hälfte des Gehaltes ausgezahlt. Den restlichen Teil würde der Staat übernehmen.

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SAS kündigt „Corona-Comeback“ an

Das Star-Alliance-Mitglied SAS wird am 1. Juni 2020 wieder aus dem „Corona-Schlaf“ erwachen. Der Flugbetrieb soll stufenweise wiederaufgenommen werden. Wie viele andere Mitbewerber feiert auch die skandinavische SAS im nächsten Monat ihr Comeback. Beginnend mit dem 1. Juni wird der Carrier den Flugbetrieb schrittweise wieder aufnehmen. Zuerst wolle das Geschäft innerhalb der skandinavischen Halbinsel wiederbeleben, bevor internationale Ziele angeflogen werden. Ab Stockholm bietet man Verbindungen von und nach Malmö, Ängelholm, Kalmar und Skellefteå an. Außerdem soll der Flugverkehr nach Helsinki und Turku (Finnland) wieder aufgenommen werden. In Norwegen, wo SAS bereits alle inländischen Ziele bedient, ist es jetzt möglich, von Bergen und Stavanger nach Kopenhagen und von Stavanger nach Aberdeen zu fliegen. Von Kopenhagen aus nimmt man Langstreckenziele auf – Amsterdam, New York und Chicago. Außerdem werde die Flottenstärke pünktlich zum Restart von 15 auf 30 Maschinen verdoppelt. „Zusätzlich zu den Routen, die jetzt dem Flugprogramm hinzugefügt werden, plant SAS, mehr Verbindungen anzubieten, da die Maßnahmen vieler Länder wieder gelockert werden und die Nachfrage nach Reisen in Skandinavien und weltweit steigt“, heißt es in der Mitteilung.

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April: Nur 100 Passagiere in Bremen

Im April 2020 zählte der norddeutsche Airport aufgrund der Corona-Pandemie nur 100 Passagiere. Ein Tiefpunkt in der Geschichte des Flughafens. An den diesjährigen April wird man sich am Bremer Flughafens wohl nicht so gerne zurückerinnern. Das Passagieraufkommen lag bei ganzen 100 Fluggästen – ein Rekordtiefwert. Außerdem verringerte sich die Anzahl der Flugbewegungen um 80 Prozent. Und obwohl der Airport dadurch in finanzielle Schwierigkeiten geriet, musste man dennoch betriebsbereit bleiben – etwa für Ambulanzflüge oder Transportmaschinen. Deswegen sei es nicht überraschend, dass die Zukunftsaussichten dunkel seien. Erst kürzlich habe der Flughafenchef mitgeteilt, dass der Umsatzverlust bis Ende des Jahres bei rund 33 Millionen Euro liegen werde, wie weser-kurier.de berichtet.

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Streit: Serbien wirft Montenegro Airlines raus

Ein Streit um Grenzöffnungen führt zum Rauswurf von Montenegro Airlines in Serbien. Die serbische Regierung verbietet Montenegro Airlines auf serbischem Boden zu landen. Auslöser soll eine zuvor veröffentliche Liste sein. Darin nennt Montenegro neun Länder, mit denen es ab dem 1. Juni seine Grenzen wieder öffnen möchte – darunter Kroatien, Slowenien oder Albanien. Serbien bleibt dabei außen vor. Erst gestern kündigte die Airline die Wiederaufnahme des Flugbetriebs in der ersten Junihälfte an, wie exyuaviation.com berichtet. Der Carrier sei durch die Covid-19-Pandemie ohnehin schon geschwächt, politische Reibereien würde man in der jetzigen Situation am wenigsten benötigen. Hoffnung auf eine rasche Aufhebung des Verbots macht der montenegrinische Botschafter in Belgrad. Laut ihm seien die Länder, mit denen man eine Grenzöffnung anstrebt, „noch nicht endgültig festgelegt.“ 

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Wizzair startet in Salzburg

Nach Wien nimmt die ungarische Billigfluggesellschaft nun auch Flüge ab Salzburg auf. Gerüchte gab es schon lange, doch nun ist es fix. Nachdem der Low Cost Carrier gestern erst zwei neue Basen eingeweiht hat, folgt prompt die nächste Ankündigung: Ab Juli können Fluggäste vom Salzburger Flughafen aus nach Larnaka, Kiew, Bukarest, Belgrad, Tuzla und Skopje fliegen. Alle sechs neuen Routen waren bisher noch nicht direkt von Salzburg erreichbar. „Mit den angekündigten Strecken wird der Salzburger Flughafen jährlich um mehr als 200.000 Sitzplätze erweitert und die Stadt und die Region mit derzeit noch nicht bedienten Zielen verbinden“. CEO József Váradi „Wizz Air kommt nach Salzburg und das in diesen sehr schwierigen Zeiten! Dies ist nicht nur ein sehr wichtiges Signal für uns und den Markt, sondern unterstreicht auch den Wert dieser Region. Wir hatten immer eine große Nachfrage nach direkten Verbindungen nach Osteuropa, die wir jetzt mit Wizz Air anbieten können. Ich bin von ganzem Herzen davon überzeugt, dass alle Ziele von unserem Markt gut angenommen werden“, freut sich Bettina Ganghofer, Flughafen Salzburg Geschäftsführerin. Anschließend zog József Váradi weiter nach Tirana. Ob er für die albanische Hauptstadt auch neue Strecken mit im Gepäck hat, wird sich noch zeigen… Die neuen Salzburg-Strecken auf einen Blick:

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Deutschland: Lauda hat ein Geld für Löhne

Die deutschen Lauda-Mitarbeiter in Düsseldorf und Stuttgart werden definitiv vergebens auf ihren Girokonten nach ihrem Mai-Gehalt suchen, denn das Unternehmen informierte am Donnerstag darüber, dass man nicht mehr in der Lage ist dieses auszubezahlen. Bereits am 15. Mai 2020 kündigte Personaldirektor Robert Wall an, dass ein solcher Schritt bevorstehen könnte – Aviation.Direct berichtete. In einem AviationNetOnline vorliegenden Anschreiben, das Iluta Svicka, Head of HR, unterschrieben ist, wird als Hauptgrund der von der Bundesagentur für Arbeit abgelehnte Antrag auf Kurzarbeit angegeben. Weiters verweist man darauf, dass in den letzten beiden Jahren Verluste in der Höhe von 200 Millionen Euro angehäuft wurden und seit 17. März 2020 keine nennenswerten Einnahmen aus Ticketverkäufen mehr vorhanden sind. Das Verhalten der Bundesagentur für Arbeit Würzburg wird im Anschreiben an die Lauda-Mitarbeiter in Düsseldorf und Stuttgart als ungesetzlich bezeichnet. Klärungsversuche hätten bislang keinen Erfolg gebracht. Man habe nun die Firmenanwälte mit der Einbringung von Klagen gegen den Rechtsträger der Bundesagentur für Arbeit beauftragt. Mit einer schnellen Lösung rechnet man nicht. Ein möglicher Auszahlungstermin wurde den Beschäftigten nicht genannt. Deutsche Lauda-Mitarbeiter sollten dringend zur eigenen Absicherung über Hartz-IV-Antrag nachdenken Für die Beschäftigten der Fluggesellschaft Lauda hat dies nun erhebliche Konsequenzen, denn Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Insolvenzgeld haben diese nicht, da weder die Dienstverhältnisse aufgelöst wurden, noch der Gang zum Konkursrichter angetreten wurde. Somit bleibt den Betroffenen nur noch der Weg ins so genannte Jobcenter und das demütigende Bitten um Unterstützung aus den Hartz IV-Mitteln. Diese sind in Deutschland gegenüber der österreichischen bedarfsorientierten Mindestsicherung nicht nur geringer, sondern auch

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Neos fordern Runden Tisch zu Lauda

Die Oppositionspartei Neos fordert Aufklärung rund um die gescheiterten KV-Verhandlungen bei Lauda. Sepp Schellhorn (Neos) fordert Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) zur Einberufung eines Runden Tisches auf. Neos-Nationalratsabgeordneter Sepp Schellhorn richtet in einer Medienaussendung die dringende Forderung an Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) einen runden Tisch in Sachen Lauda-Basis Wien einzuberufen. Das Regierungsmitglied wäre nun gefordert: „Ich appelliere an die Arbeitsministerin rasch für Aufklärung zu sorgen und alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Auch die Gewerkschaft ist gefordert, sich, im Sinne von Standort und Arbeitsplätzen, noch einmal an einen Tisch zu setzen und eine Lösung zu finden.“ Der Oppositionspolitiker kritisiert die Anwesenheit von Betriebsräten der Mitbewerber, insbesondere Austrian Airlines, bei den in der vergangenen Nacht gescheiterten KV-Verhandlungen heftig und fordert Aufklärung. „Dass bei den Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Betriebsführung von Laudamotion ein AUA-Betriebsrat dabei gesessen ist, ist absurd. Warum ein Vertreter der Konkurrenz bei den Verhandlung um den Erhalt einer Fluglinie involviert sein soll, ist nicht nachvollziehbar und höchst obskur“, so Schellhorn. „Da stelle ich mir schon die Frage, ob alle wirklich ernsthaft an einem Abschluss interessiert sind, oder die Gewerkschaft hier andere Ziele verfolgt. Es ist in niemandes Interesse, auch nicht in jenem der Gewerkschaft, dass am Ende 300 Jobs und der Standort Wien in Gefahr sind.“

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Lauda fordert Liebhart-Rücktritt

Nach der Verweigerung der Vida den von Lauda geforderten Kollektivvertrag zu unterschreiben fordert der Carrier nun öffentlich den Rücktritt des Gewerkschafters und bittet Bundeskanzler Sebastian Kurz um Vermittlung. Die Fluggesellschaft Lauda teilte mit, dass die Basis Wien am heutigen Tag geschlossen wird. Zuvor habe man die 21 in Wien stationierten Flugzeuge bereits auf Flughäfen in Deutschland, Spanien und im Vereinigten Königreich ausgeflogen. Die Verhandlungen, die zum Abschluss eines neuen Kollektivvertrags hätten führen sollen, scheiterten in der Nacht. Die Gewerkschaft versagte ihre Zustimmung. Der Carrier betont, dass man das Grundgehalt für Flugbegleiter auf 1.600 Euro pro Monat angehoben hätte und sich verpflichte habe jährlich mindestens 19.200 Euro ausbezahlt hätte. Dies auch dann, wenn keine einzige Flugstunde, die extra vergütet werden geflogen wurde. Besonders heftig kritisiert die Airline aber, dass an den KV-Verhandlungen an der Seite der Vida Betriebsräte der Mitbewerber Level und Austrian Airlines waren. Nun fordern die Piloten und Flugbegleiter des Carriers den Fachbereichsvorsitzenden der Vida, Daniel Liebhart, mit Nachdruck zur Unterfertigung des Kollektivvertrags auf. Andernfalls solle er zurücktreten. So ganz hat man die Hoffnung nicht aufgegeben, dass noch irgendeine Lösung gefunden werden kann. Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz wurde nun um Vermittlung in der verzwickten Situation gebeten. Die Geschäftsleitung sieht ihre Mitarbeiter durch die Anwesenheit und Entscheidungen von Betriebsräten der Mitbewerber benachteiligt, die Beschäftigten hoffen, dass Sebastian Kurz zumindest vermitteln kann. Weisungen und der gleichen werden nicht gefordert. „Es ist falsch von Vida-Vorsitzendem Daniel Liebhart, sich letzte Nacht zu weigern, Laudas verbesserten KV zu unterzeichnen, um Laudas Arbeitsplätze zu retten.

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Lauda vs. Betriebsrat – Urteil ergeht schriftlich

Am Dienstag wurde vor dem Landesgericht Korneuburg darüber verhandelt, ob Lauda einen Betriebsrat hat oder nicht. Das Urteil ergeht schriftlich. Die Geschäftsführung lässt sich einen Tag später polemisch über die Vorsitzende des Betriebsrats aus. Der Auftakt jener Gerichtsverhandlung, die Klarheit darüber schaffen soll, ob das fliegende Personal der Fluggesellschaft Lauda über einen Betriebsrat verfügt oder nicht sollte eigentlich bereits im März 2020 stattfinden. Die Corona-Pandemie verhinderte das jedoch, so dass die Tagsatzung am Mittwoch vor dem Landesgericht Korneuburg stattfand. Zu einer Urteilsverkündung kam es nicht, denn dieses wird – wie in den meisten zivilrechtlichen Verfahren üblich –den Parteien in den nächsten Wochen schriftlich zugestellt. Die beiden Hauptpunkte der Verhandlung: Ist die von der Airline angefochtene Betriebsratswahl korrekt abgelaufen, damit gültig und somit verfügt das fliegende Personal über eine Arbeitnehmervertretung? Ein weiterer Aspekt ist die Kündigungsschutzklage der Vorsitzenden des Gremiums. Diese erhielt mitten in den Wahlvorbereitungen ihre Kündigungen und wurde danach wiederholt nochmals gekündigt, mindestens einmal sogar fristlos entlassen. Da sie bereits dem vorherigen Betriebsrat angehörte, galt für sie Kündigungsschutz, der bei einer Gültigkeit der Wahl dazu führen könnte, dass auch die einige Monate später ausgesprochenen Kündigungen und die fristlose Entlassung nichtig sein könnten. Über den Verlauf des Prozesses gibt es unterschiedliche Ansichten. Die Vorsitzende des Betriebsrats spricht von einer konstruktiven Verhandlung. Das Urteil soll laut ihr in den nächsten Wochen schriftlich zugestellt werden. Sie hofft darauf, dass durch die Entscheidung des Landesgerichts Korneuburg dann Klarheit herrschen wird. Für die Fluggesellschaft Lauda war unter anderem Geschäftsführer Andreas Gruber bei Gericht. Auch

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