
Indien: Zulassung weiterer Flugzeugtypen des brasilianischen Herstellers Embraer erteilt
Die indische Luftfahrtbehörde Directorate General of Civil Aviation hat die Musterzulassung für mehrere Flugzeugmodelle aus der E-Jets-Familie des brasilianischen Flugzeugbauers Embraer ausgesprochen. Wie das Unternehmen am 7. Juli 2026 bekannt gab, umfasst die Zertifizierung die Modelle E190, E195 sowie die technologisch modernere Variante E195-E2. Damit erweitert sich das für den indischen Markt zugelassene Portfolio des Herstellers, nachdem bereits im Jahr 2023 das kleinere Modell E175 die behördliche Freigabe erhalten hatte. Die behördliche Entscheidung fällt in eine Phase intensiver Bemühungen der indischen Regierung, die Flugverbindungen zwischen mittelgroßen Städten und ländlichen Regionen durch gezielte Subventionen auszubauen. Während der Hersteller durch diese Zertifizierung erhebliche Marktanteile im rasant wachsenden Luftverkehrssektor des Landes anstrebt, betonen Branchenbeobachter die infrastrukturellen und wirtschaftlichen Hürden, die mit dem Betrieb dieser Jetklasse auf kleineren Regionalflughäfen verbunden sind. Die Rolle regionaler Jetmodelle in der indischen Luftverkehrspolitik Der indische Luftfahrtmarkt ist traditionell von einer starken Polarisierung geprägt. Während der Verkehr zwischen den großen Metropolen wie Delhi, Mumbai und Bengaluru von großen Schmalrumpfflugzeugen der Typen Airbus A320 und Boeing 737 dominiert wird, gestaltete sich die Anbindung entlegenerer Gebiete bisher oft als unwirtschaftlich. Die indische Regierung versucht, dieses Defizit durch das nationale Infrastrukturprogramm Udan auszugleichen. Dieses Vorhaben sieht den Ausbau und die Reaktivierung von Flughäfen in sogenannten Tier-2- und Tier-3-Städten vor, um weite Teile der Bevölkerung an das Luftfahrtnetz anzubinden. Zur Unterstützung dieser Strecken werden staatliche Subventionen an Fluggesellschaften gezahlt, die diese Routen bedienen. Die Zulassung der Embraer-Modelle zielt genau auf dieses Marktsegment ab. Nach Angaben von Unternehmensvertretern wie Raul Villaron sollen die E-Jets








