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Easyjet in Frankreich: Gewerkschaften reichen Streikandrohung für den Spätsommer 2026 ein

Beim Low-Cost-Anbieter Easyjet bahnt sich im französischen Markt ein Arbeitskampf an. Die Vertretungen des Kabinenpersonals in Frankreich haben für den Zeitraum vom 7. August bis zum 2. September eine formelle Streiknotiz eingereicht. Als Auslöser nennen die Arbeitnehmervertreter eine anhaltende Verschlechterung der Arbeitsbedingungen sowie organisatorische Mängel in der Dienstplangestaltung, die seit fast einem Jahr zu betrieblichen Spannungen führen. Innerhalb des angekündigten vierwöchigen Fensters sind Arbeitsniederlegungen jederzeit möglich, sofern die gesetzlich vorgeschriebene Vorankündigungsfrist von 48 Stunden eingehalten wird. Die Gewerkschaften zeigten sich jedoch verhandlungsbereit und erklärten, den Streikaufruf zurückzuziehen, falls die Führung des Luftfahrtunternehmens auf die aufgeworfenen Forderungen eingeht. Die Fluggesellschaft äußerte sich enttäuscht über die Maßnahme und verwies auf geplante Verwendungs- und Tarifgespräche im September. Der Vorfall fällt mitten in die Hauptreisezeit des Sommerflugplans und könnte bei einem tatsächlichen Streik erhebliche Auswirkungen auf den Passagierverkehr in Frankreich und Europa haben. Kritik an der Dienstplanung und Zunahme von Belastungen im Flugbetrieb Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen Vorwürfe der Gewerkschaften bezüglich der Arbeitsorganisation bei Easyjet France. Die Arbeitnehmervertreter bemängeln eine chronische Instabilität der Flug- und Dienstpläne, die den Arbeitsalltag des Kabinenpersonals erheblich beeinträchtige. Kurzfristige Dienstplanänderungen, die Zuweisung von Dienstmustern ohne ausreichende Vorlaufzeit sowie besonders zeitintensive Flugrotationen führen nach Darstellung der Belegschaft zu hohen physischen und mentalen Belastungen. Die Gewerkschaftsvertreter betonen, dass diese Probleme nicht erst in den Sommermonaten aufgetreten seien, sondern sich seit knapp einem Jahr kontinuierlich verstärkt hätten. Es fehle an wirksamen Schutzmaßnahmen und verbindlichen Regelungen, um die Arbeitszeiten verlässlich zu strukturieren und Ruhephasen konsequent einzuhalten. Eine früher im Jahr vorbereitete Streiknotiz

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Bundesverkehrsministerium plant Finanzabgaben für Fluggesellschaften bei Betankungsabweichungen

Das Bundesverkehrsministerium hat einen Gesetzentwurf zur Umgestaltung der regulatorischen Vorgaben im Luftverkehr vorgelegt, der finanzielle Sanktionen für Fluggesellschaften bei Abweichungen von vorgegebenen Betankungspraktiken vorsieht. Nach den Plänen der Bundesregierung soll eine Abgabe von 1.332 Euro pro Tonne Kerosin erhoben werden, wenn Luftfahrtunternehmen die Vorgabe missachten, mindestens 90 Prozent des für einen Flug benötigten Treibstoffs am jeweiligen Abflugort einzutanken. Dieser Satz gilt in gleicher Höhe für Airlines, welche die gesetzlich vorgeschriebenen Beimischungsquoten für alternative Flugkraftstoffe verfehlen. Mit diesem Gesetzentwurf, der Ende Juli 2025 den beteiligten Ressorts übermittelt wurde, setzt die Bundesregierung die Vorgaben der europäischen Verordnung ReFuelEU Aviation in nationales Recht um. Die Überwachung der Regelungen soll dem Luftfahrt-Bundesamt übertragen werden, das für diese Aufgaben zusätzliche Personalkapazitäten erhalten soll. Hintergrund der Betankungspraxis und ökonomische Anreize Die Zielrichtung des Gesetzentwurfs betrifft unter anderem das in der Luftfahrtbranche verbreitete Phänomen des sogenannten Tankering. Darunter wird die betriebliche Praxis verstanden, Flugzeuge am Herkunftsflughafen mit mehr Treibstoff zu betanken, als für die reine Flugstrecke bis zum Zielort erforderlich wäre. Fluggesellschaften nutzen diese Methode, um Preisunterschiede bei Kerosin an verschiedenen Zielorten auszunutzen oder um Aufpreise und lokale Abgaben an einzelnen Flughäfen zu umgehen. Durch das Mitführen von zusätzlichem Treibstoff erhöht sich jedoch das Gesamtgewicht des Luftfahrzeugs während des Fluges spürbar. Ein höheres Abfluggewicht führt zu einem veränderten Strömungswiderstand und erfordert eine höhere Triebwerksleistung, was wiederum den Treibstoffverbrauch pro geliefertem Sitzplatzkilometer ansteigen lässt. Der Entwurf des Bundesverkehrsministeriums sieht vor, diese ökonomischen Kalkulationen durch das Erheben der Abgabe finanziell zu korrigieren. Wenn der finanzielle Vorteil des günstigeren Kerosineinkaufs

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Zunahme von Phishing-Angriffen über Reiseplattformen: Cyberkriminalität belastet Unterkunftsbetreiber und Reisende

Im Bereich der Online-Reisebuchungen häufen sich Berichte über betrügerische Aktivitäten über etablierte Buchungsplattformen. Ein aktueller Fall betrifft eine Buchung über das Portal Booking.com für einen Aufenthalt in der italienischen Hauptstadt Rom. Nach der Ankunft vor Ort stellten die gebuchten Kunden fest, dass sich an der angegebenen Adresse kein Hotel oder Apartment, sondern lediglich ein Seminarraum befand, in dem bereits andere betroffene Reisende warteten. Nach Angaben des Betreiberunternehmens Booking.com geht der Zwischenfall auf einen gezielten Phishing-Angriff auf das Nutzerkonto eines real existierenden Unterkunftsbetreibers zurück. Kriminelle verschafften sich dabei unberechtigten Zugriff auf das System des Partners, änderten die Kontaktdaten sowie Adressangaben und kontaktierten Gäste direkt über die interne Nachrichtenfunktion der Plattform, um Zahlungen außerhalb der regulären Systeme zu veranlassen. Der Fall verdeutlicht die Schnittstellenproblematik zwischen digitalen Vermittlungsportalen, dezentralen Partnerbetrieben und IT-Sicherheitssystemen in der globalen Touristikbranche. Abläufe und Ausmaß des Phishing-Vorfalls in Rom Der konkrete Vorfall wurde öffentlich bekannt, nachdem die Betroffene Julia Baylan, die auf der Plattform Instagram unter dem Namen beauty.by.juli auftritt, über die Geschehnisse berichtete. Nach der Regulären Buchung einer Unterkunft in Rom erhielten sie und ihr Ehemann über die offizielle Nachrichtenfunktion der Booking.com-App eine Aufforderung, Zahlungsdaten über einen externen Internetlink zu bestätigen oder erneut einzugeben. Da dieser Link aufgrund technischer Fehler nicht funktionierte, gaben die Betroffenen keine Kreditkartendaten ein, veranlassten jedoch vorsorglich eine Sperrung ihrer Zahlungskarten. Vor Ort in Rom zeigte sich das Ausmaß der Manipulation. Anstelle der in der Buchungsbestätigung ausgewiesenen Zimmer trafen die Reisenden an der Zieladresse auf einen Zweckraum. Dort befanden sich zeitgleich weitere Personen, die

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Gefährliche Annäherung im Anflug auf Tokio-Haneda: Kollisionswarnsystem verhindert Zusammenstoß zweier Flugzeuge

Am Flughafen Tokio-Haneda ist es am 4. August 2026 zu einer gefährlichen Annäherung zwischen zwei Flugzeugen im Nahbereich der Start- und Landebahnen gekommen. Eine Verkehrsmaschine vom Typ Boeing 767-300ER der japanischen Fluggesellschaft All Nippon Airways, die als Flug ANA 968 aus Shanghai eintraf, befand sich im Endanflug auf die Landebahn 34R, als ein Messflugzeug des Typs Cessna Citation der japanischen Luftfahrtbehörde nach dem Start von der Bahn 05 in den Anflugkorridor der Passagiermaschine drehte. Die Auslösung des automatischen Bordwarnsystems Traffic Collision Avoidance System veranlasste die Besatzung der Boeing 767 zu einem unverzüglichen Durchstartmanöver. Nach Auswertung der Aufzeichnungen unterschritt der vertikale Abstand zwischen den beiden Luftfahrzeugen zeitweise den Wert von etwa 75 Fuß, was rund 23 Metern entspricht. Der Vorfall ruft vorherige Sicherheitsdiskussionen am Flughafen Tokio-Haneda in Erinnerung, nachdem dort im Jahr 2024 ein Zusammenstoß zwischen zwei Maschinen Menschenleben forderte und Anpassungen bei den Vorgaben für den Flugfunk nach sich zog. Geschehen im Luftraum über dem Flughafen Tokio-Haneda Der Flug ANA 968 befand sich am 4. August 2026 im regulären Sinkflug auf den internationalen Flughafen Tokio-Haneda, um die Landung auf der Landebahn 34R einzuleiten. Parallel dazu startete ein Strahltrainer des Typs Cessna Citation, der von der japanischen Zivilluftfahrtbehörde für technische Kontroll- und Vermessungsflüge eingesetzt wurde, von der Startbahn 05. Kurz nach dem Abheben vollzog das Behördenflugzeug eine Abweichung vom vorgesehenen Abflugverfahren und drehte in einer 180-Grad-Kurve direkt in die Anflugschneise der landenden Passagiermaschine. Durch die Änderung des Flugwegs schnitten sich die Kurslinien beider Luftfahrzeuge in geringer Höhe über dem Flughafengelände. Das

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FAA plant flexiblere Vorgaben für Erste-Hilfe-Ausrüstungen

Die US-amerikanische Bundesluftfahrtbehörde Federal Aviation Administration plant eine grundlegende Überarbeitung der Regularien für die medizinische Notfallausrüstung an Bord von Verkehrsflugzeugen. Eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung der Duke University in Zusammenarbeit mit der Behörde ergab, dass bei der Auswertung von rund 77.000 medizinischen Zwischenfällen im Passagierflugverkehr weniger als zehn Prozent der Fälle eine ärztliche Versorgung am Boden nach der Landung erforderlich machten. Mehr als 90 Prozent der Ersthilfeleistungen betrafen kleinere Verletzungen wie Stauchungen, Prellungen oder Schnittwunden. Auf Basis dieser Erkenntnisse beabsichtigt die Aufsichtsbehörde, die bisherige Starre einer 64 Positionen umfassenden Ausrüstungsliste durch flexible, leistungsorientierte Standards zu ersetzen. Fluggesellschaften sollen künftig eigenverantwortlich zusammengestellte Notfallsets mitführen dürfen, sofern diese die Abdeckung von neun klar definierten medizinischen Notfallszenarien gewährleisten. Die Neuregelung zielt darauf ab, bürokratisch bedingte Flugverspätungen bei fehlenden Einzelkomponenten zu vermeiden und die betriebliche Stabilität im Luftverkehr zu erhöhen, ohne den Versorgungsstandard für Passagiere zu senken. Ergebnisse der empirischen Studie zu medizinischen Zwischenfällen Die Entscheidung der Behörde geht auf eine wissenschaftliche Untersuchung von Forschern der medizinischen Fakultät der Duke University zurück, die Daten von 84 Fluggesellschaften mit einem Passagieraufkommen von insgesamt mehr als drei Milliarden Fluggästen weltweit analysierte. Die Auswertung zeigte, dass bei weniger als 0,50 Prozent aller absolvierten Flüge überhaupt Erste Hilfe geleistet werden musste. Der überwiegende Teil dieser Einsätze betraf leichte Blessuren wie Bänderdehnungen, Insektenstiche oder oberflächliche Wunden, die mit einfachen Verbandsmaterialien versorgt werden konnten. Aufgrund der bisherigen Rechtslage führte das Fehlen einer einzigen vorgeschriebenen Notfallkomponente – beispielsweise eines spezifischen Medikaments – dazu, dass ein Flugzeug rechtlich keine Startfreigabe erhielt. Dies galt

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National Airlines absolviert Nonstopflug von Schottland nach Australien mit einer Boeing 777F

Die US-amerikanische Fracht- und Charterfluggesellschaft National Airlines hat am 4. August 2026 einen der längsten kommerziellen Frachtflüge in der Geschichte der Luftfahrt durchgeführt. Unter der Flugnummer NCR820 legte ein Frachtflugzeug vom Typ Boeing 777F die Strecke vom schottischen Flughafen Glasgow-Prestwick zum Melbourne Airport in Australien ohne Zwischenstopp zurück. Die zurückgelegte Distanz betrug 9.850 Nautische Meilen, was etwa 18.240 Kilometern entspricht. Der Flug, der im Auftrag des britischen Luftfahrtdienstleisters Golden Aviation stattfand, dauerte insgesamt 19 Stunden und 24 Minuten. Anlass der Mission war der Transport eines dringend benötigten Ersatzteils für ein am Boden stehendes Passagierflugzeug. Der Frachtflug reiht sich in eine Serie von Langstreckenrekorden ein, die in den vergangenen Wochen den Flughafen Melbourne als Ziel- und Startpunkt betrafen. Flugverlauf und Frachtauftrag von Prestwick nach Melbourne Der Frachtflug nahm am 4. August 2026 kurz nach Mitternacht Ortszeit am Flughafen Glasgow-Prestwick seinen Anfang. Die Flugroute führte von Schottland aus in östlicher Richtung über Deutschland und Osteuropa, passierte den Luftraum über der Türkei und dem Iran und schwenkte anschließend über Tadschikistan nach Süden ab. Im weiteren Verlauf überquerte das Flugzeug Pakistan, Indien, Singapur und Indonesien, ehe der australische Kontinent erreicht wurde. Die Landung erfolgte am 5. August 2026 um 4:52 Uhr Ortszeit am Melbourne Airport. Der Transportauftrag diente der Behebung einer technischen Störung an einer Boeing 787-8 Dreamliner der australischen Low-Cost-Fluggesellschaft Jetstar. Das Passagierflugzeug mit dem Kennzeichen VH-VKF stand seit dem 25. Juli 2026 am Boden. An Bord der Boeing 777F befanden sich Austauschkomponenten für den Schubumkehr-Mechanismus der GEnx-Triebwerke. Der Abflugort Prestwick wurde gewählt,

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Air Astana: Erlössteigerungen durch höhere Flugpreise bei simultanem Rutsch in die Verlustzone

Die kasachische Fluggesellschaft Air Astana, zu der auch der Günstigflieger FlyArystan gehört, verzeichnete im zweiten Quartal 2026 ein deutliches Umsatzwachstum, rutschte jedoch aufgrund massiver Ausgabensteigerungen im ersten Halbjahr 2026 in die Verlustzone. Trotz weitgehend gleichbleibender Flugkapazitäten und eines leicht rückläufigen Passagieraufkommens stiegen die Gesamteinnahmen der Unternehmensgruppe im zweiten Quartal 2026 um 18,3 Prozent auf 433,0 Millionen US-Dollar. Haupttreiber dieser Entwicklung waren gestiegene Ticketpreise sowie höhere Erlöse pro angebotenem Sitzplatzkilometer. Gleichzeitig führten stark veränderte Kerosinpreise an internationalen Stationen, Währungseffekte bei der Landeswährung Tenge sowie anhaltende Aufwendungen im Zusammenhang mit Triebwerksinspektionen zu einem deutlichen Anstieg der Stückkosten. Für die ersten sechs Monate des Jahres 2026 weist die Unternehmensgruppe einen Nettoverlust von 21,2 Millionen US-Dollar aus, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 10,7 Millionen US-Dollar erwirtschaftet werden konnte. Auseinanderdriften von Einnahmen und Betriebsausgaben im zweiten Quartal Die finanzielle Schere zwischen den Erträgen und den Aufwendungen öffnete sich im zweiten Quartal 2026 spürbar. Während die Erlöse pro angebotenem Sitzplatzkilometer um 18,5 Prozent zulegten, kletterten die Gesamtkosten pro Einheit im selben Zeitraum um 24,3 Prozent. In der Konsequenz sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Leasingaufwendungen (EBITDAR) im zweiten Quartal um 3,7 Prozent auf 93,6 Millionen US-Dollar. Die Zahl der beförderten Passagiere ging im Quartalsvergleich leicht um 1,7 Prozent auf 2,45 Millionen Fluggäste zurück, was verdeutlicht, dass das Umsatzplus primär über das Preisniveau und nicht über ein Volumenwachstum generiert wurde. Einen erheblichen Teil des Ausgabensprungs führt das Management auf die Preisentwicklung beim Flugkraftstoff an den ausländischen Vertretungen zurück. Die durchschnittlichen Kerosinkosten an den

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Beendigung des Wetlease-Abkommens zwischen IndiGo und Norse Atlantic Airways

Die norwegische Langstreckenfluggesellschaft Norse Atlantic Airways steht vor einer organisatorischen und betrieblichen Neuausrichtung ihrer Flottenkapazitäten. Grund hierfür ist die Entscheidung der indischen Fluggesellschaft IndiGo, ein bestehendes Abkommen über das Leasen von sechs Großraumflugzeugen vom Typ Boeing 787-9 vorzeitig zu beenden. IndiGo wird den Betrieb von gechartertem Großraumfluggerät zum 25. Oktober 2026 einstellen und die Leasingvereinbarungen mit Norse zum 31. Oktober 2026 aufheben. Als Ursachen nennen beide Unternehmen veränderte Rahmenbedingungen durch geopolitische Konflikte im Nahen Osten, die zu gestiegenen Treibstoffpreisen, Luftraumsperrungen und spürbaren Flugzeitverlängerungen auf den Trassen zwischen Indien und Europa geführt haben. Für Norse Atlantic bedeutet das Ende der Vereinbarung die Rückkehr von sechs Maschinen in den eigenen Verfügungsbereich. Dies fällt zeitlich mit der Einleitung eines formalen Prüfungsprozesses zusammen, der in einem Verkauf, einer Fusion oder einer Partnerschaft des norwegischen Unternehmens münden könnte. Hintergründe und Bedingungen der vorzeitigen Vertragsauflösung Das Wetlease-Abkommen zwischen der norwegischen Gesellschaft und IndiGo war als Übergangslösung konzipiert. IndiGo hatte die sechs Flugzeuge vom Typ Boeing 787-9 ab dem Jahr 2025 übernommen, um den Aufbau eigener Langstreckenverbindungen zu überbrücken, bis werkseigene Maschinen vom Typ Airbus A350-900 beim indischen Marktführer eintreffen. Die Vereinbarung sah vor, dass Norse das Fluggerät sowie die Flugkapitäne und Ersten Offiziere stellte, während IndiGo das Kabinenpersonal stellte. Durch den Konflikt im Nahen Osten und die damit verbundenen Einschränkungen bei der Nutzung des Luftraums verschlechterte sich die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Streckennetzes. Umfliegungen gesperrter Zonen verlängerten die Flugzeiten zwischen indischen Flughäfen und Zielorten in Westeuropa erheblich, was in Kombination mit den gestiegenen Flugkraftstoffpreisen die betrieblichen Aufwendungen

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Rückzug von Qantas bei Jetstar Japan: Neuordnung der Gesellschafterstruktur und Rebranding

Die australische Fluggesellschaft Qantas zieht sich aus ihrem Engagement beim japanischen Ableger Jetstar Japan zurück. Wie das Unternehmen mitteilte, veräußert Qantas ihren Anteil von 33,32 Prozent im Rahmen eines Aktienrückkaufs für 8,2 Milliarden Yen, was umgerechnet etwa 48 Millionen Euro entspricht. Nach dem Ausstieg der australischen Gesellschafterin wird die Billigfluggesellschaft die bisherige Marke Jetstar ablegen und künftig unter neuem Namen auf dem japanischen Markt auftreten. Die Transaktion erfolgt in Vereinbarung mit den weiteren Miteigentümern, darunter Japan Airlines und Tokyo Century, die ihre Beteiligungen behalten. Neu im Gesellschafterkreis begrüßt das Unternehmen die Development Bank of Japan. Der Vollzug des Verkaufs ist bis Juni 2027 vorgesehen. Qantas beabsichtigt, die frei werdenden finanziellen Mittel in das eigene Inlands- und Interkontinentalgeschäft umzuleiten. Details der Transaktion und geplante Neuaufstellung im Gesellschafterkreis Die Einigung sieht vor, dass Jetstar Japan die von Qantas gehaltenen Aktien im Zuge eines vereinbarten Rückkaufprogramms übernimmt. Dieser Schritt beruht auf einer unverbindlichen Absichtserklärung, die die Beteiligten bereits im Februar 2026 veröffentlicht hatten. Mit dem Einstieg der staatlich nahen Development Bank of Japan verändert sich die Eigentümerstruktur des in Tokio-Narita ansässigen Anbieters grundlegend. Japan Airlines und die Finanzgruppe Tokyo Century führen ihr Engagement weiter fort und bilden zusammen mit dem neuen Anteilseigner die künftige Trägerstruktur. Durch den Markenwechsel verliert Jetstar Japan den bisherigen Bezug zur Dachmarke der Qantas-Gruppe. Für den Markt in Ostasien bedeutet dies eine eigenständige Positionierung des Unternehmens. Aus der Veräußerung erwartet Qantas einen Sonderertrag in Höhe von schätzungsweise 115 Millionen australischen Dollar, was rund 74 Millionen Euro entspricht. Dieser Ertrag

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Düsseldorf: Verdi und AHS uneins über Auszahlung von Arbeitszeitguthaben

Am Flughafen Düsseldorf ist ein Streit zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und dem Bodenabfertigungsunternehmen AHS Düsseldorf über die fristgerechte Auszahlung von Lohn- und Zeitguthaben entbrannt. Die Gewerkschaft wirft dem Dienstleister vor, fällige Arbeitszeitguthaben von knapp 100 Beschäftigten nicht rechtzeitig ausgezahlt zu haben. Nach Angaben der Gewerkschaftsführung betreffe die Verzögerung Jahresarbeitszeitkonten, die zu den Stichtagen Ende März sowie Ende April 2026 zurückgesetzt worden seien. Die daraus resultierenden finanziellen Ansprüche hätten spätestens Ende April 2026 an die Mitarbeiter überwiesen werden müssen. Das Unternehmen AHS Düsseldorf widerspricht den Vorwürfen einer systematischen Benachteiligung, räumt jedoch administrative Unstimmigkeiten und Verzögerungen im Zusammenhang mit der Übernahme von Personal eines früheren Dienstleisters ein. Der Vorfall wirft ein Licht auf die komplexen personalwirtschaftlichen Herausforderungen und organisatorischen Abläufe bei den Bodenabfertigungsdiensten an deutschen Großflughäfen. Vorwürfe der Gewerkschaft und Verzögerungen bei Lohnzahlungen Nach Darstellung von Verdi-Gewerkschaftssekretär Andrej Bill waren die entsprechenden Gelder für die betroffenen Mitarbeiter Anfang Mai 2026 noch nicht auf den Konten eingegangen, wodurch sich das Unternehmen im Zahlungsverzug befunden habe. Zudem kritisiert die Gewerkschaft, dass die Unternehmensleitung die Belegschaft im Vorfeld nicht aktiv über die Verzögerungen bei der Entgeltabwicklung informiert habe. Nach Angaben der Arbeitnehmervertretung handelt es sich dabei nicht um einen Einzelfall im laufenden Jahr. Bereits im März 2026 sei es bei Teilen der Düsseldorfer Belegschaft zu verspäteten Überweisungen der regulären Monatslöhne gekommen. Die Gewerkschaft sieht in den wiederholten Unregelmäßigkeiten eine erhebliche Belastung für die Beschäftigten im Bodenverkehrsdienst, die im Schichtbetrieb für den reibungslosen Ablauf der Flugabfertigung an den Terminals und auf dem Vorfeld sorgen. Verdi hat

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