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Norwegian Cruise Line: Höherer Nettogewinn im zweiten Quartal bei anhaltend hohem Schuldenstand

Der Kreuzfahrtkonzern Norwegian Cruise Line Holdings hat im zweiten Quartal 2026 seinen Umsatz um 4,9 Prozent auf knapp 2,3 Milliarden Euro gesteigert. Der Nettogewinn legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 26 Millionen Euro auf 194 Millionen Euro zu. Trotz dieser verbesserten Quartalszahlen blickt die Unternehmensführung verhalten auf die kommenden Monate. Der Buchungsstand für die nächsten zwölf Monate liegt nach Konzernangaben unter dem angestrebten Niveau. Verantwortlich dafür sind eine schwächere Nachfrage bei der Hauptmarke Norwegian Cruise Line sowie die Auswirkungen des anhaltenden Nahostkonflikts auf die Routenplanung. Um der Entwicklung entgegenzuwirken, plant der Konzern Anpassungen im Marketing und im Vertrieb sowie zusätzliche Kostensenkungen. Zudem wurde der Verkauf des Kreuzfahrtschiffs Oceania Sirena vereinbart, welches jedoch noch bis zum Frühjahr 2028 per Chartervertrag weiterbetrieben werden soll. Ende Juni 2026 beliefen sich die Gesamtschulden des Unternehmens auf 13 Milliarden Euro. Ursachen für die verhaltene Buchungsentwicklung Die Schwäche bei den Vorausbuchungen betrifft nicht alle Segmentbereiche des Konzerns gleichermaßen, zeigt sich jedoch deutlich bei der Kernmarke Norwegian Cruise Line. Konzernchef John Chidsey räumte ein, dass neben externen Faktoren auch interne Versäumnisse bei der Vermarktung und der Vertriebssteuerung zu dem Rückgang beigetragen haben. Die Auslastung und die Preissetzungsmacht hingen in den vergangenen Monaten hinter den Erwartungen zurück. Ein weiterer Belastungsfaktor bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten. Aufgrund der anhaltenden Konflikte in der Region mussten Fahrpläne angepasst, Passagen durch das Rote Meer gestrichen und Ausweichrouten geplant werden. Diese Umroutungen führen zu Veränderungen im Reiseangebot und beeinträchtigen die Nachfrage auf Routen, die traditionell höhere Erträge erwirtschaften. Um die Vertriebsleistung

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Eurowings: Steigendes Passagieraufkommen und veränderte Nachfragemuster treffen auf hohe Standort- und Kerosinkosten

Die Fluggesellschaft Eurowings hat das erste Halbjahr 2026 mit einer weitgehend stabilen operativen Leistung abgeschlossen, sieht sich jedoch im Bereich der Ertragslage mit finanziellen Belastungen konfrontiert. Trotz witterungsbedingter Beeinträchtigungen zu Jahresbeginn sowie Streikmaßnahmen der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit erreichte die Fluggesellschaft bei insgesamt 75.000 durchgeführten Flügen eine Verlässlichkeit im Flugbetrieb von knapp 99 Prozent. Mehr als zehn Millionen Passagiere nutzten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 das Streckennetz der Tochtergesellschaft der Lufthansa Group. Die durchschnittliche Auslastung der eingesetzten Maschinen stieg dabei auf 85,3 Prozent. Der gemessene Kundenzufriedenheitswert, ausgedrückt durch den Net Promoter Score, lag bei einem Wert von 47. Nach Erhebungen des Unternehmens gaben rund 71 Prozent der befragten Fluggäste an, sich erneut für ein Flugangebot von Eurowings entscheiden zu wollen. Ungeachtet dieser operativen Kennzahlen schloss das Punkt-zu-Punkt-Geschäftsfeld des Konzerns – welches Eurowings sowie die Beteiligung am Joint Venture SunExpress umfasst – das erste Halbjahr 2026 mit einem bereinigten operativen Ergebnis (Adjusted EBIT) von minus 252 Millionen Euro ab. Die Bilanz wurde vor allem durch drastisch gestiegene Treibstoffaufwendungen im Zuge geopolitischer Krisen im Nahen Osten sowie durch die Abgaben- und Gebührenstruktur am Luftverkehrsstandort Deutschland belastet. Verlagerung von Verkehrsströmen und Ausbau der Präsenz an den Flughäfen Die geschäftliche Entwicklung im zweiten Quartal 2026 war stark von externen Faktoren und veränderten Routenplanungen geprägt. Die anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten zwangen die Fluggesellschaft dazu, ihr Flugprogramm kurzfristig anzupassen. Strecken in die bisher wachsende Golfregion wurden vorübergehend aus dem Angebot gestrichen oder in der Frequenz reduziert. Die frei werdenden Flugzeugkapazitäten wurden stattdessen

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Swiss: Solides operatives Ergebnis bei anhaltend hohem Kostendruck durch Kerosinpreise und Wartungsaufwand

Die Fluggesellschaft Swiss International Air Lines hat das erste Halbjahr 2026 mit einem bereinigten operativen Ergebnis (Adjusted EBIT) von 189,3 Millionen Schweizer Franken abgeschlossen. Dies entspricht einem leichten Rückgang von 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 195,1 Millionen Schweizer Franken. Die operativen Erträge der Tochtergesellschaft der Lufthansa Group stiegen im selben Zeitraum um 3,2 Prozent auf 2,77 Milliarden Schweizer Franken. Während eine ungebrochen starke Passagiernachfrage – insbesondere in den höheren Buchungsklassen auf Langstrecken – sowie zeitweise veränderte Verkehrsströme in Asien das Ergebnis stützten, wirkten stark gestiegene Treibstoffkosten und anhaltende Ausgaben für Flugzeugwartungen belastend. Um den finanziellen Druck abzufedern, setzte das Management frühzeitig Spar- und Effizienzprogramme um. Die Unternehmensführung betrachtet das Jahr 2026 als Übergangsphase, um die Kostenstrukturen zu festigen und Voraussetzungen für erneutes Wachstum ab dem Jahr 2027 zu schaffen. Belastungsfaktoren im operativen Umfeld: Treibstoffkosten und Flottenwartung Die finanzielle Entwicklung von Swiss im ersten Halbjahr 2026 war maßgeblich von Entwicklungen auf den globalen Rohstoffmärkten geprägt. Nach dem Ausbruch geopolitischer Auseinandersetzungen im Nahen Osten verzeichnete die Airline drastische Preissteigerungen beim Flugkraftstoff. Im zweiten Quartal 2026 lagen die Kerosinkosten der Gesellschaft um rund 50 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals. Da der Treibstoff den größten Einzelposten in der Gesamtkostenstruktur einer Fluggesellschaft darstellt, konnten auch bestehende Finanzinstrumente zur Preissicherung die Mehrbelastung nur teilweise ausgleichen. Zusätzlich verzeichnete das Unternehmen anhaltend hohe Aufwendungen im Bereich der Flottenwartung. Mehrere Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge der A320neo-Familie waren von den branchenweiten Überprüfungs- und Instandhaltungsprogrammen für Geared-Turbofan-Triebwerke des Herstellers Pratt & Whitney betroffen. Diese technischen Erfordernisse führten zu längeren

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Austrian Airlines: Einbruch des operativen Ergebnisses durch erhöhte Treibstoffkosten und geopolitische Verwerfungen

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines hat im ersten Halbjahr 2026 erhebliche finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. Das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBIT) verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 50 Millionen Euro auf minus 93 Millionen Euro. Als wesentliche Ursache nennt das Unternehmen die Eskalation der Krise im Nahen und Mittleren Osten. Anhaltende militärische Auseinandersetzungen und die damit einhergehende Verknappung des Rohölangebots führten trotz bestehender Absicherungsgeschäfte zu treibstoffbedingten Mehrkosten von über 60 Millionen Euro gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Zusätzlich bewirkten streitkräftebedingte und aus Sicherheitsgründen notwendige Aussetzungen von Verbindungen in die Region Ausfälle beim Ertrag im zweistelligen Millionenbereich. Die Fluggesellschaft reagiert auf diesen Ergebniseinbruch mit einer Straffung ihres Winterflugplans, der Einstellung defizitärer Inlandsstrecken und Effizienzsteigerungen im administrativen Sektor, hält jedoch an zugesagten Investitionen in die Flottenerneuerung fest. Finanzieller Druck und betriebliche Anpassungsmaßnahmen Trotz eines Umsatzanstiegs um vier Prozent von 1,12 Milliarden Euro auf 1,22 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2026 führten die exogenen Kostentreiber zu einem negativen Halbjahresergebnis. Das Angebot an Sitzkilometern verharrte mit 13,53 Milliarden auf dem Niveau des Vorjahres, während die Verlässlichkeit des Flugbetriebs mit einer Erfüllungsquote von 98,8 Prozent weitgehend stabil gehalten werden konnte. Die Vorstands-Vorsitzende Annette Mann wies darauf hin, dass die drastisch gestiegenen Kerosinkosten sowie der Wegfall margenstarker Routen im Nahen Osten durch die Erhöhung der Ticketpreise bis zum Sommerbeginn nur teilweise kompensiert werden konnten. Um die finanziellen Einbußen zu begrenzen, leitete die Unternehmensführung Anpassungen im Projektportfolio sowie administrative Einsparungen ein. In den operativen Kernbereichen wie Flugbetrieb, Flugzeugwartung und Bodenabfertigung wird die Rekrutierung von Personal fortgeführt,

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Lufthansa Group verzeichnet deutlichen Gewinnrückgang infolge gestiegener Treibstoffkosten und Streikbelastungen

Der Luftfahrtkonzern Lufthansa Group hat im zweiten Quartal 2026 trotz eines Umsatzanstiegs um acht Prozent auf 11,1 Milliarden Euro einen spürbaren Rückgang des operativen Ergebnisses hinnehmen müssen. Das bereinigte Betriebsergebnis (Adjusted EBIT) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 870 Millionen Euro auf 383 Millionen Euro. Als maßgebliche Ursache für den Einbruch weist das Unternehmen um rund 750 Millionen Euro gestiegene Treibstoffaufwendungen aus, die vor allem aus der Preisentwicklung am Kerosinmarkt im Zuge des Nahostkonflikts resultierten. Zusätzliche Belastungen von mindestens 150 Millionen Euro entstanden durch Arbeitsausstände im Frühjahr. Trotz einer ungebrochen hohen Passagiernachfrage – insbesondere in den oberen Buchungsklassen und auf Strecken nach Asien – konnte die Steigerung der Durchschnittserlöse den Kostenanstieg im Kerngeschäft nicht vollständig auffangen. Vor dem Hintergrund anhaltender Marktvolatilität und verkürzter Buchungsfristen hat der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr 2026 angepasst und rechnet nun mit einem Adjusted EBIT in einer Bandbreite zwischen 1,7 und 2,2 Milliarden Euro. Entwicklung der Passagier-Airlines und Netzwerkanpassungen Im Segment der Netzwerk-Airlines, zu dem neben der Kernmarke Lufthansa auch Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines gehören, lag das Angebot im zweiten Quartal 2026 um drei Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus sechs Streiktagen im April 2026 sowie aus operativen Streckenoptimierungen auf den Kurzstreckennetzen, bei denen unter anderem das Angebot des Flugbetriebs der Lufthansa CityLine angepasst wurde. Trotz des verringerten Flugangebots stieg die durchschnittliche Auslastung der Maschinen leicht auf 81,6 Prozent. Die Stückerlöse kletterten um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei die Erlöse auf den Asien-Verbindungen

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Gericht bewertet Stopover-Programm als Pauschalreise und verpflichtet Fluggesellschaft zu Kostenerstattung

Eine Fluggesellschaft, die zusätzlich zur Flugbeförderung einen mehrtägigen Hotelaufenthalt über ihre eigene Buchungsplattform anbietet, kann rechtlich als Reiseveranstalter eingestuft werden. Das Amtsgericht München entschied in einem aktuellen Urteil, dass ein von der Fluggesellschaft Etihad Airways angebotenes Stopover-Programm mit einer vierstündigen beziehungsweise vier-tägigen Zwischenlandung und Hotelübernachtung als Pauschalreisevertrag im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches zu qualifizieren ist. Da die Fluggesellschaft das von der Kundin ausgewählte und gebuchte Hotel vor Ort nicht bereitstellte, wurde sie dazu verurteilt, der Klägerin die Kosten für eine in Eigenregie gebuchte Ersatzunterkunft in Höhe von 2.387 Euro vollumfänglich zu erstatten. Das Gericht stellte klar, dass bei einem mehrtägigen Aufenthalt die Beherbergungsleistung eine eigenständige Hauptleistung darstellt und nicht lediglich als unbedeutende Nebenleistung der Flugbeförderung anzusehen ist. Sachverhalt und Buchungsablauf über das Portal der Fluggesellschaft Der Entscheidung lag ein Fall zugrunde, bei dem eine Passagierin über die Internetseite von Etihad Airways eine Flugverbindung von München über das Drehkreuz Abu Dhabi nach Malé auf den Malediven und zurück gebucht hatte. Im Zuge des Buchungsprozesses nutzte die Kundin ein auf der Website integriertes Premium-Stopover-Angebot. Sie wählte für den Hinweg einen viertägigen Zwischenstopp in Abu Dhabi aus und entschied sich für eine Unterbringung im Hotel Bab Al Qasr. Für das Stopover-Arrangement sowie eine Buchungsgebühr entrichtete sie einen Betrag von knapp 348 Euro. Im Anschluss stellte die Fluggesellschaft die Flugbuchung und die Hotelleistung zusammen als einheitliches Paket mit einem Gesamtbetrag von 1.042,20 Euro dar. Trotz der Zahlungsabwicklung und einer automatisierten Systembenachrichtigung, dass die Buchungsdetails in Kürze per E-Mail übermittelt würden, blieb eine finale Detailbestätigung

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Southwest Airlines: Frühere Dienstzeiten für Flugbegleiter aufgrund veränderter Handgepäckbestimmungen

Die US-amerikanische Fluggesellschaft Southwest Airlines hat eine operative Anpassung bei den Vorbereitungszeiten ihres Kabinenpersonals beschlossen. Seit dem 1. August 2026 müssen Flugbegleiter vor dem Start der meisten Inlandsflüge fünf Minuten früher am Flugsteig erscheinen. Die Dienstzeit vor dem Abflug erhöht sich damit von bisher 30 Minuten auf 35 Minuten. Betroffen von dieser Regelung sind Verbindungen, die mit den größervolumigen Flugzeugtypen Boeing 737-800 und Boeing 737 Max 8 durchgeführt werden. Als Hintergrund für diese Maßnahme gelten veränderte Verhaltensweisen der Passagiere, die vermehrt Handgepäck mit in die Kabine nehmen und dadurch zusätzliche Zeit beim Verstauen in den Überkopfgepäckfächern benötigen. Die Änderung erfolgt im Nachgang zu grundlegenden Anpassungen der Tarif- und Gepäckstruktur bei der Fluggesellschaft, die unter anderem die Einführung von Gebühren für aufgegebenes Gepäck umfasste. Differenzierte Regelungen je nach Flugzeugtyp und Flugstrecke Die neue Vorgabe betrifft den überwiegenden Teil der Flotte von Southwest Airlines. Die Fluggesellschaft betreibt eine reine Boeing-737-Flotte, die nach aktuellen Flottendaten knapp 800 Maschinen umfasst. Davon entfallen mehr als 500 Flugzeuge auf die Baumuster 737-800 und 737 Max 8. Damit findet die verlängerte Vorbereitungszeit Anwendung auf rund 63 Prozent des gesamten Flugzeugparks. Für Flüge mit den kleineren Maschinen des Typs Boeing 737-700 bleibt das bisherige Zeitfenster von 30 Minuten vor dem Abflug bestehen. Ebenfalls unverändert bleiben die Abläufe auf internationalen Routen sowie auf Flügen von und nach Hawaii, für die bereits zuvor eine Vorlaufzeit von 45 Minuten festgelegt war. Die Gewerkschaft TWU Local 556, welche die Interessen des Kabinenpersonals vertritt, hat die Beschäftigten vor dem Stichtag am 1. August

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Fortschritt im Zertifizierungsprozess für den Boeing 737 Max 10: Abschluss der Erprobungsflüge bringt Hersteller der Zulassung näher

Der US-amerikanische Luftfahrtkonzern Boeing hat einen wesentlichen Schritt im Zulassungsverfahren für sein größtes Schmalrumpfflugzeug der Baureihe 737 Max absolviert. Die geplante Serie von Zertifizierungsflügen für die Variante 737 Max 10 wurde von der Testflotte erfolgreich abgeschlossen. Der finale Testflug startete und landete auf dem Werksflugplatz Boeing Field in Seattle, wo unter anderem die akustische Wahrnehmbarkeit der Toiletten-Rauchmelder sowie das Passagierinformationssystem im Passagierraum überprüft wurden. Mit der Beendigung des Erprobungsprogramms richtet das Unternehmen seinen Fokus auf die Erstellung und Übermittlung der verbleibenden Sicherheits- und Entwicklungsberichte an die US-Bundesluftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA). Boeing strebt weiterhin die behördliche Musterzulassung für die Max 10 im weiteren Verlauf des Jahres 2026 an, um die ersten Kundenauslieferungen ab dem Jahr 2027 zu ermöglichen. Parallel dazu steht auch die kleinere Variante Max 7 kurz vor dem Abschluss der administrativen Dokumentationsphase. Umfangreiche Flug- und Boden-Testreihen der Erprobungsflotte Das Testprogramm für die Boeing 737 Max 10 umfasste insgesamt 976 Erprobungsflüge, bei denen mehr als 2.060 Flugstunden absolviert wurden. Ergänzend dazu absolvierte der Flugzeugtyp rund 1.040 Stunden an intensiven Tests am Boden. Die Erprobungsflotte bestand aus den drei Testmaschinen mit den Kennungen 1G001, 1G002 und 1G003. Nach Angaben des Herstellers werden diese Flugzeuge nach Abschluss der Datenanalyse von den verbauten Messeinrichtungen befreit und vor der späteren Übergabe an Kunden in reguläre Kabinenkonfigurationen umgebaut. Im Verlauf der Flugerprobung unterzogen die Ingenieure und Testpiloten das Flugzeug einer Reihe von Funktions- und Belastungstests. Schwerpunkte bildeten dabei das Hauptfahrwerk sowie das Bremsverhalten der Maschine auf nassen Start- und Landebahnen und bei Vollbremsungen mit

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Brasilien: CADE gibt Grünes Licht für Einstieg von American Airlines bei der Fluggesellschaft Azul

Die brasilianische Wettbewerbsbehörde Conselho Administrativo de Defesa Econômica (CADE) hat die geplante Investition der US-amerikanischen Fluggesellschaft American Airlines in die brasilianische Airline Azul ohne Auflagen genehmigt. Wie das Regulierungsorgan mitteilte, sieht die Vereinbarung eine Beteiligung von 100 Millionen US-Dollar vor, im Gegenzug erhält American Airlines einen Eigenkapitalanteil von 8,66 Prozent an der südamerikanischen Fluggesellschaft. Die Kapitalspritze erfolgt im Rahmen eines umfassenden finanziellen Restrukturierungsverfahrens nach dem US-amerikanischen Insolvenzrecht (Chapter 11), in dem sich Azul zur Neuordnung ihrer Verbindlichkeiten befindet. Mit dem Einstieg sichert sich die US-Fluggesellschaft zudem einen Sitz im Verwaltungsrat von Azul sowie eine Vertretung in einem strategischen Gremium. Die Kartellwächter kamen nach eingehender Prüfung zu dem Schluss, dass der Zusammenschluss weder den Wettbewerb auf den betroffenen Strecken gefährdet noch Nachteile für Verbraucher mit sich bringt. Finanzielle Restrukturierung und Bedingungen der Beteiligung Die Kapitalmaßnahme bildet einen Baustein bei der Konsolidierung der Finanzen von Azul. Die brasilianische Fluggesellschaft leidet wie viele Wettbewerber in Lateinamerika unter den Nachwirkungen hoher Verschuldung, Währungsschwankungen und gestiegenen Betriebskosten. Die Einleitung des Chapter-11-Verfahrens an einem US-Gericht ermöglicht es dem Unternehmen, den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten, während Verträge mit Leasinggebern und Gläubigern neu verhandelt werden. Die Investition von American Airlines in Höhe von 100 Millionen US-Dollar dient der Bereitstellung frischer Liquidität. Als Gegenleistung sichert sich der US-Konzern mit 8,66 Prozent der Anteile eine Minderheitsposition bei der Fluggesellschaft. Über die reine Kapitalbeteiligung hinaus sieht die Vereinbarung organisatorische Mitspracherechte vor. American Airlines erhält das Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat von Azul zu entsenden. Überdies wird ein Vertreter der US-Airline in einem

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Flusskreuzfahrt-Anbieter reagieren mit Routenänderungen und Schiffswechseln auf sinkende Pegelstände

Die anhaltend trockene Witterung und das Ausbleiben ergiebiger Niederschläge führen auf den wichtigsten europäischen Wasserstraßen zu kontinuierlich sinkenden Pegelständen. Die daraus resultierenden Einschränkungen im Schiffsverkehr stellen die Betreiber von Flusskreuzfahrten im Sommer 2026 vor zunehmende betriebliche und logistische Herausforderungen. Auf Abschnitte von Rhein, Mosel und Donau hat sich die Situation so weit verschärft, dass Fahrpläne angepasst, Anlaufhäfen verlegt und in einzelnen Abschnitten Schiffswechsel oder Bustransfers organisiert werden müssen. Erste Reedereien wie Phoenix Reisen bieten betroffenen Passagieren bereits kostenfreie Umbuchungsmöglichkeiten an, während Fahrten auf bestimmten Teilstrecken oder zu entfernten Zielgebieten wie dem Schwarzen Meer stellenweise vollständig abgesagt werden mussten. Kritische Wasserstände an Engpässen auf Rhein und Donau Die hydrographische Lage an den zentralen Kontrollpunkten der europäischen Flüsse hat sich bis Ende Juli 2026 spürbar verdichtet. Am Nadelöhr der Rheinschifffahrt, dem Pegel Kaub am oberen Mittelrhein, wurde am Morgen des 30. Juli 2026 ein Wasserstand von lediglich 29 Zentimetern gemessen. Dieser Messwert gibt nicht die absolute Wassertiefe in der Fahrrinne an, signalisiert jedoch eine extreme Einschränkung der nutzbaren Tauchtiefe für Binnenschiffe. Infolgedessen können Fahrgastschiffe mit größerem Tiefgang die Passage nicht mehr sicher durchfahren oder müssen mit stark reduzierter Zuladung operieren. Einige Großkabinenschiffe sind nicht mehr in der Lage, Häfen wie Köln anzulaufen. Auch auf der Donau führt der Wassermangel zu Beeinträchtigungen im Schiffsbetrieb. Auf diesem Strom kam es am 28. Juli 2026 zu einer Havarie, als das Kreuzfahrtschiff Viking Ullur aufgrund der geringen Wassertiefe auf Grund lief und in der Folge evakuiert werden musste. Der Vorfall unterstreicht die nautischen Risiken, denen die

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