
Tourismusströme in der Schweiz: Vermarktungsorganisation erreicht Ziele bei der Besucherlenkung vorerst nicht
Die für die weltweite Vermarktung des Schweizer Tourismus zuständige Organisation Schweiz Tourismus steht angesichts neuer Auswertungen über die Verteilung von Besucherströmen in der Kritik. Trotz beträchtlicher finanzieller Zuwendungen durch die Eidgenossenschaft und der Einführung einer spezifischen Steuerungsstrategie im Jahr 2024 ist eine Entlastung der bekannten Tourismuszentren bislang ausgeblieben. Eine aktuelle statistische Analyse der Übernachtungszahlen verdeutlicht, dass die Konzentration ausländischer Gäste auf einige wenige bekannte Orte im Land weiter zugenommen hat, während kleinere, weniger bekannte Regionen kaum von den Lenkungsmaßnahmen profitieren. Dies wirft Fragen über die Wirksamkeit der eingesetzten Bundesmittel auf, da die Subventionen des Bundes ausdrücklich an eine bessere räumliche und zeitliche Verteilung der Reisenden geknüpft sind. Die Führung der Organisation verteidigt die Entwicklung mit dem Hinweis auf das autonome Marketing einzelner Regionen und die Trägheit im Buchungsverhalten internationaler Konsumenten. Die Entwicklung der Logiernächte und die anhaltende Konzentration Im Zentrum der Debatte steht eine detaillierte Auswertung der offiziellen Beherbergungsstatistiken, über die am 5. Juli 2026 berichtet wurde. Die Auswertung der Logiernächte zeigt ein deutliches Ungleichgewicht zwischen den verschiedenen Destinationen im Land. Die 50 volumenstärksten Tourismusregionen der Schweiz verzeichneten gegenüber dem Vergleichsjahr 2023 einen Zuwachs von insgesamt 1,7 Millionen Übernachtungen. Dies entspricht einer Steigerung von mehr als sechs Prozent innerhalb dieses Segments. Demgegenüber konnten die rund 130 kleineren und ländlicheren Destinationen, die im Rahmen der staatlichen Verteilungsstrategie eigentlich gestärkt werden sollten, im selben Zeitraum lediglich ein Wachstum von unter zwei Prozent verbuchen. Diese Daten belegen, dass die ursprüngliche Zielsetzung von Schweiz Tourismus aus dem Jahr 2024 vorerst nicht erreicht wurde. Die








