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Anpassungen im russischen Zivilluftfahrtsektor: Moskau erhöht Mittel für die Flugzeugmuster MC-21 und Il-114-300

Die Regierung der Russischen Föderation hat am 30. Juli 2026 eine Aufstockung der staatlichen Finanzmittel für die Serienfertigung heimischer Verkehrsflugzeuge bekannt gegeben. Wie Ministerpräsident Michail Mischustin mitteilte, stellt der Staat zusätzliche Gelder bereit, um den Bau des Mittelstreckenflugzeugs MC-21-310 abzusichern sowie die Fertigstellung der ersten drei Serienmaschinen des Turboprop-Typs Il-114-300 zu finanzieren. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Abhängigkeit von westlichen Herstellern und Bauteilen im zivilen Luftverkehr schrittweise abzubauen und den heimischen Fluggesellschaften Ersatz für alternde Flottenbestände bereitzustellen. Im Werk des Herstellers Jakowlew in Irkutsk befinden sich derzeit 18 Maschinen des Typs MC-21 in unterschiedlichen Montagestadien. Hauptabnehmer der Neu- und Nachbauten ist die staatlich geprägte Fluggesellschaft Aeroflot. Allerdings verzögern technische Umstellungen bei Triebwerken und Systemkomponenten sowie behördliche Zertifizierungsprozesse den Zeitplan für die Serienauslieferungen. Erhöhung der Haushaltsmittel für das Programm MC-21-310 Die Zusage neuer Finanzmittel durch die russische Bundesregierung soll die Kontinuität der Fertigungsstraßen im Flugzeugwerk Irkutsk sichern. Ministerpräsident Michail Mischustin betonte, dass die finanzielle Ausstattung darauf ausgelegt sei, den Produktionsbetrieb ohne Unterbrechungen aufrechtzuerhalten und den bis zum Jahr 2035 geplanten Auftragsbestand abzuarbeiten. Kurz zuvor, im Verlauf des Monats Juli 2026, hatte sich auch der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Besuch des Werks in Irkutsk über den Montagefortschritt der Passagierflugzeuge informiert. Das Modell MC-21-310 stellt die importsubstituierte Variante der ursprünglich mit westlicher Avionik und Pratt-Whitney-Triebwerken konzipierten MC-21 dar. Nach dem Erlass umfassender Wirtschaftssanktionen durch westliche Staaten als Reaktion auf den Konflikt in der Ukraine wurden die Lieferketten für ausländische Komponenten unterbrochen. Die aktuelle Ausführung setzt auf russische Baugruppen sowie das

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Bilanzielle Anpassungen bei Air France-KLM: Konzern verlängert die kalkulatorische Nutzungsdauer moderner Passagierflugzeuge

Der europäische Luftfahrtkonzern Air France-KLM hat im ersten Halbjahr 2026 eine maßgebliche Änderung seiner Buchhaltungspraxis bei der Bewertung des eigenen Fluggeräts vorgenommen. Für mehrere moderne Teilflotten – darunter die Langstreckenmuster Airbus A350 und Boeing 787 sowie die Schmalrumpfflugzeuge der Airbus-A320neo-Familie – wird die betriebliche Abschreibungsdauer von bislang 20 auf nunmehr 25 Jahre angehoben. Nach Angaben der Unternehmensführung spiegelt diese Maßnahme die realistisch erwartbare Nutzungsdauer der technologisch fortschrittlichen Flugzeugtypen wider. Die bilanzielle Umstellung entlastet das operative Ergebnis der Holding bereits im ersten Halbjahr 2026 um 24 Millionen Euro durch geringere jährliche Abschreibungssätze. Gleichzeitig verdeutlicht der Schritt die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im internationalen Luftverkehr, in dem die langfristige Ausnutzung kapitalintensiver Flugzeuganschaffungen vor dem Hintergrund weltweiter Lieferkettenengpässe an Bedeutung gewinnt. Bilanzielle Effekte und betriebswirtschaftliche Hintergründe der Entscheidung Die Entscheidung, die Abschreibungszyklen ausgewählter Flottenteile von zwei Jahrzehnten auf ein Vierteljahrhundert zu verlängern, hat unmittelbare Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns. Durch die Verteilung der Anschaffungskosten über einen Zeitraum von 25 Jahren sinken die jährlichen Abschreibungsbeträge pro Flugzeug nominell ab. Für den Sechsmonatszeitraum bis zum 30. Juni 2026 führte diese bilanzielle Anpassung zu einer Verringerung des Abschreibungsaufwands um insgesamt 24 Millionen Euro, was sich entsprechend positiv auf das operative Ausweisdokument der Gruppe auswirkt. Finanzanalysten bewerten solche bilanziellen Maßnahmen als gängiges, aber aufmerksam zu beobachtendes Instrument im Luftfahrtsektor. Fluggesellschaften passen die kalkulatorische Nutzungsdauer in regelmäßigen Abständen an, um die buchhalterische Entwertung des Anlagevermögens mit der tatsächlichen physischen und wirtschaftlichen Einsatzdauer der Maschinen in Übereinstimmung zu bringen. Durch verbesserte Verbundwerkstoffe, korrosionsbeständigere Materialien und optimierte Wartungsintervalle

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Wiederaufnahme von Flugverbindungen nach Syrien: Leav Aviation fliegt nach Damaskus und Aleppo

Die in Köln ansässige Fluggesellschaft Leav Aviation erweitert ihr Angebot an Direktflügen zwischen Deutschland und Syrien. Nach der Aufnahme einer Verbindung von Düsseldorf in die syrische Hauptstadt Damaskus am 29. Juli 2026 nimmt das Unternehmen ab dem 1. August 2026 auch Nonstop-Flüge nach Aleppo in seinen Flugplan auf. Damit bedient erstmals seit knapp 15 Jahren wieder eine deutsche Fluggesellschaft direkte Strecken in die zwei Zielorte des Landes. Grundlagenschaffend für diese Entwicklung war ein Mitte Juli 2026 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Syrien abgeschlossenes Luftverkehrsabkommen, das den rechtlichen Rahmen für den kommerziellen Flugbetrieb neu abgesteckt hat. Das Angebot richtet sich vornehmlich an die in Deutschland lebende syrische Bevölkerung sowie an Geschäftsreisende, steht jedoch vor dem Hintergrund fortbestehender Sicherheitsrisiken und behördlicher Reisewarnungen. Ausbau des Flugangebots nach Aleppo und Damaskus Das Streckennetz von Leav Aviation erhält mit der Stadt Aleppo seinen zweiten Zielort auf syrischem Territorium. Der Erstflug von Düsseldorf nach Aleppo ist für den 1. August 2026 terminiert, gefolgt von einer weiteren Verbindung am 3. August 2026. Nach Angaben der Fluggesellschaft sind die Tickets für diese Flüge bereits über die bestehenden Vertriebskanäle buchbar. Die Verbindung nach Aleppo schließt unmittelbar an die Eröffnung der Route von Düsseldorf nach Damaskus an, die am 29. Juli 2026 ihren Betrieb aufnahm. Auf der Verbindung nach Damaskus setzt Leav Aviation ein Flugzeug vom Typ Airbus A320-200 mit einer Kapazität von 180 Sitzplätzen ein. Vorgesehen sind zunächst zwei wöchentliche Umläufe, jeweils mittwochs und freitags. Die reine Flugzeit zwischen Nordrhein-Westfalen und der syrischen Hauptstadt beträgt rund vierieinhalb Stunden. Durch

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Sanktionen der USA gegen ein internationales Netzwerk zur Unterstützung der iranischen Fluggesellschaft Mahan Air

Das US-Finanzministerium hat am 31. Juli 2026 neue Sanktionen gegen ein internationales Netzwerk verhängt, das nach Erkenntnissen der Behörden in Washington die iranische Fluggesellschaft Mahan Air unterstützt. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen insgesamt sechs Unternehmen und Einzelpersonen in China, Indien, Russland und dem Iran. Nach US-amerikanischen Angaben nutzt das iranische Regime die Fluggesellschaft für den Transport von Personal der Iranischen Revolutionsgarden sowie für die Beförderung von Waffen und unbemannten Flugkörpern. Unter den sankionierten Einheiten befinden sich Vertretungen und Vertriebsagenten der Fluggesellschaft sowie eine den Revolutionsgarden nahestehende Tarnfirma, die an Zielerfassungssystemen beteiligt gewesen sein soll. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund gewachsener militärischer Spannungen im Nahen Osten, die sich zuletzt auch auf die Schifffahrtswege im östlichen Mittelmeer ausgeweitet haben. Struktur und Akteure des sankionierten Logistiknetzwerks Die aktuellen Beschlüsse der US-Finanzbehörde Office of Foreign Assets Control zielen auf die Unterbrechung von Dienstleistungen und Finanzströmen ab, die den Weiterbetrieb von Mahan Air trotz bestehender internationaler Restriktionen ermöglichen. Bei den sankionierten Stellen handelt es sich um Unternehmen und Personen, die in China, Indien, Russland und dem Iran ansässig sind und als General Sales Agents oder Logistikdienstleister für die Fluggesellschaft fungieren. Diese Firmen wickeln unter anderem den Ticketvertrieb, die Frachtbuchung und die örtliche Abwicklung an ausländischen Flughäfen ab. Mahan Air steht bereits seit mehreren Jahren auf den Sanktionslisten der USA sowie der Europäischen Union. Dennoch gelang es der Fluggesellschaft bisher über ein Geflecht von Zwischenhändlern und Auslandsvertretungen, betriebliche Abläufe im internationalen Luftverkehr aufrechtzuerhalten. Neben den zivilen Vertriebsstrukturen erfasste das US-Finanzministerium eine Scheinfirma aus dem Umfeld

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Sun Express startet digitales Endkundenportal für kombinierte Urlaubs- und Familienreisen

Der deutsch-türkische Ferienflieger Sun Express hat eine eigene Buchungsplattform für Pauschalreisen unter dem Namen Sun Express Holidays für den Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Betrieb genommen. Über das digitale Portal werden Flüge der Gesellschaft sowie Partnerangebote mit Unterkünften und Zusatzleistungen zu Komplettpaketen gebündelt. Ein wesentlicher Bestandteil des Modells ist die Möglichkeit, Aufenthalte bei Verwandten und Bekannten mit klassischen Hotelübernachtungen zeitlich zu kombinieren. Während das Unternehmen mit dieser Struktur neue Vertriebswege im direkten Verbrauchergeschäft sucht, stößt das Konzept im stationären Reisevertrieb auf Kritik. Da die Angebote ausschließlich über die eigene Internetseite buchbar sind, bleiben traditionelle Reisebüros von der Vermittlung ausgeschlossen. Für die rechtliche Absicherung und Paketierung zeichnet der Reiseveranstalter Bentour Reisen verantwortlich, während die technische Abwicklung über eine Tochtergesellschaft der Schmetterling-Gruppe erfolgt. Zielsetzung und Funktionsweise von Sun Express Holidays Mit dem Start des Portals führt der Fluganbieter eine Struktur ein, die sich gezielt an Reisende im Marktsegment zwischen Mitteleuropa, der Türkei und Ägypten richtet. Neben klassischen Pauschalarrangements für Seebäder an der türkischen Riviera und der Ägäis wie Antalya, Bodrum, Dalaman und Izmir umfasst das Portfolio auch ägyptische Zielgebiete wie Hurghada und Marsa Alam. Die Flüge nach Ägypten werden dabei in Kooperation mit der Partnerfluggesellschaft Air Cairo durchgeführt. Ein zentraler Aspekt der Plattform liegt in der zeitlichen Flexibilität der Bausteine. Bei herkömmlichen Pauschalreisen deckt die Hotelbuchung in der Regel den gesamten Zeitraum zwischen Hin- und Rückflug ab. Das neue Angebot gestattet es Passagieren hingegen, nur für einen Teil der Reisezeit eine Hotelunterkunft zu buchen. Die verbleibenden Tage können

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United Airlines verklagt Cyber-Versicherer Homesite wegen CrowdStrike-Schäden

Die US-amerikanische Fluggesellschaft United Airlines und das Versicherungsunternehmen Homesite Insurance befinden sich in einem juristischen Konflikt vor dem Bundesgericht in Illinois. Gegenstand der Auseinandersetzung sind Versicherungsleistungen in Höhe von fünf Millionen US-Dollar für finanzielle Verluste, die der Fluggesellschaft durch den weltweiten IT-Ausfall des Cybersicherheitsanbieters CrowdStrike am 19. Juli 2024 entstanden sind. Während United Airlines dem Versicherer Vertragsbruch und Treuwidrigkeit vorwirft, fordert Homesite in einer Feststellungsklage die Feststellung, keinerlei Zahlungen an die Fluggesellschaft leisten zu müssen. Während sieben weitere an einem mehrstufigen Versicherungsprogramm beteiligte Konsortialpartner den Schaden reguliert haben, verweigert Homesite als einziger Risikoträger die Leistungsauszahlung. Ausmaß der Betriebsunterbrechung und Schadenshöhe bei United Airlines Der weltweite Ausfall von Computersystemen mit dem Betriebssystem Microsoft Windows am 19. Juli 2024, der durch ein fehlerhaftes Software-Update der Sicherheitsfirma CrowdStrike ausgelöst wurde, traf die zivile Luftfahrt intensiv. Bei United Airlines führte die Beeinträchtigung der IT-Infrastruktur zur Absage von mehr als 1.600 Flügen, was etwa zwölf Prozent des gesamten Flugplans des Unternehmens an diesem Tag entsprach. Mehr als 200.000 Passagiere waren an einem der ausgelasteten Sommerreise-Wochenenden von Flugstreichungen und Verspätungen betroffen. Die Gesamtsumme der durch den Ausfall verursachten und als abgedeckt geltenden Verluste beziffert die Fluggesellschaft in ihrer am 21. Juli 2026 beim US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Illinois eingereichten Klageschrift auf über 113,6 Millionen US-Dollar. Darin enthalten sind 20,4 Millionen US-Dollar für Versorgungsleistungen, Hotelunterkünfte, Verpflegungsgutscheine und Fluggastgutschriften. United Airlines verweist darauf, dass diese Ausgaben auf Grundlage rechtlicher Vorgaben des US-Verkehrsministeriums erfolgt sind. Bei einer Nichtbeachtung dieser Regularien hätten dem Unternehmen zivilrechtliche Strafen von bis

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Koala Airlines plant Ausrichtung auf Zubringerdienste für internationale Fluggesellschaften

Die australische Neugründung Koala Airlines verfolgt beim geplanten Start ihres Flugbetriebs ein Geschäftsmodell, das auf die Umgehung des direkten Wettbewerbs mit den marktbeherrschenden Anbietern Qantas und Virgin Australia abzielt. Wie der Vorstandsvorsitzende Bill Astling in einem Interview mit dem Finanzdienst Bloomberg mitteilte, konzentriert sich das in Melbourne ansässige Unternehmen auf Charterflüge, die den Passagierstrom internationaler Fluggesellschaften von und nach Australien bedienen sollen. Die inländischen Streckenabschnitte sollen dabei vorrangig in die Reisepläne ausländischer Partnergesellschaften eingebunden werden. Koala Airlines befindet sich nach eigenen Angaben in Gesprächen mit mehr als zehn internationalen Fluggesellschaften und strebt die Aufnahme des Flugbetriebs bis Ende 2026 mit zunächst drei Flugzeugen des Typs Boeing 737 Max an. Das Vorhaben steht jedoch unter Vorbehalt behördlicher Prüfungen, da die Aufsichtsbehörde den bestehenden Betriebsschein der Gesellschaft noch für die Nutzung von Großstrahlflugzeugen freigeben muss. Ausrichtung des Geschäftsmodells und Abgrenzung zum Wettbewerb Das geplante Betriebskonzept unterscheidet sich grundlegend von klassischen Inlandsfluggesellschaften im australischen Luftfahrtsektor. Der Großteil des Flugfahrgastaufkommens soll aus Kooperationen mit internationalen Fluggesellschaften generiert werden, anstatt über den direkten Einzelkartenverkauf an Endkunden. Um Preiskämpfe bei Flugtarifen mit den etablierten Anbietern zu vermeiden, verzichtet Koala Airlines nach Auskunft der Unternehmensleitung auf den Ticketvertrieb über eine eigene Internetplattform. Diese Ausrichtung stellt eine Anpassung der ursprünglichen Vorstellungen dar. Im vorherigen Jahr hatte die Unternehmensführung noch angedeutet, den Schwerpunkt auf die Beförderung von Freizeit- und Geschäftsreisenden auf den verkehrsreichen Hauptstrecken zwischen den Flughäfen Sydney Kingsford Smith, Melbourne und Brisbane zu legen. Nach den aktuellen Planungen prüft die Fluggesellschaft nun Streckennetzoptionen, die unter anderem Verbindungen nach

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Partnerschaft: Saudia und Garuda Indonesia unterzeichnen Absichtserklärung

Die staatlichen Fluggesellschaften Saudia aus Saudi-Arabien und Garuda Indonesia aus Indonesien haben am 30. Juli 2026 eine Vereinbarung zur Ausweitung ihrer bestehenden Zusammenarbeit unterzeichnet. Die beiden Mitgliedsunternehmen der weltweiten Luftfahrtallianz Skyteam beabsichtigen, ihre Abstimmung in den Bereichen Netzplanung, Flugplangestaltung, Vertrieb und Marketing zu intensivieren. Ein Schwerpunkt der erweiterten Kooperation liegt auf der Optimierung der Beförderung von Passagieren auf den Routen zwischen dem Nahen Osten und Südostasien, wobei insbesondere die Logistik für Pilgerreisen im Rahmen von Hajj und Umrah eine zentrale Rolle einnimmt. Die Partnerschaft baut auf bestehenden Codeshare-Abkommen auf und sieht künftig auch eine engere Verknüpfung von Vielfliegerprogrammen, Buchungssystemen sowie Flughafen-Services vor. Strukturelle Rahmenbedingungen und Zielsetzungen der Übereinkunft Die Vereinbarung zwischen Saudia mit Hauptdrehkreuz am King Abdulaziz International Airport in Dschidda und Garuda Indonesia mit Sitz am Soekarno-Hatta International Airport in Jakarta erstreckt sich auf mehrere betriebliche und kommerzielle Handlungsfelder. Künftig wollen die beiden Fluggesellschaften die Abstimmung ihrer Flugpläne verbessern, um Umsteigezeiten an ihren jeweiligen Heimatdrehkreuzen zu verkürzen. Teil des Vorhabens ist zudem die Ermöglichung von Reisen mit einem durchgehenden Flugschein über die Netzwerke beider Unternehmen hinweg. Neben den rein flugbetrieblichen Maßnahmen umfasst die Zusammenarbeit auch den Austausch von Technologieinfrastruktur sowie die gegenseitige Anerkennung von Statusvorteilen in den jeweiligen Vielfliegerprogrammen AlFursan und GarudaMiles. Über die genaue finanzielle Ausgestaltung oder mögliche Gewinn- und Verlustbeteiligungen machten die Führungsebenen beider Unternehmen zum Zeitpunkt der Unterzeichnung keine detaillierten Angaben. Die Vereinbarung stellt jedoch eine Vertiefung der bilateralen Kontakte dar, die über die bloße Nutzung von Allianznetzwerken im Rahmen von Skyteam hinausgeht. Bedeutung des Pilger-

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Mikroklima und Sommerressourcen: Optionen zur Temperaturregulierung und Erholung in der Schweiz

Mit den steigenden Sommer- und Höchsttemperaturen im Zuge veränderter Wetterlagen rückt das Angebot an kühlen Rückzugsorten in den Blickpunkt des Tourismus- und Erholungssektors. Die Schweiz verfügt aufgrund ihrer Topografie, Geologie und Wasserinfrastruktur über Voraussetzungen zur Temperaturregulierung im Freiraum- und Freizeitbereich. Das Spektrum reicht von unterirdischen Hohlräumen und historischen Schachtanlagen über Städtische Fluss- und Seebäder bis hin zu tief eingeschnittenen Schluchtsystemen. Diese Räume werden unter dem Fachbegriff der klimatechnischen Ausweichziele summiert und gewinnen im Sommertourismus der mitteleuropäischen Regionen an Bedeutung. Geologische Formationen und unterirdische Bauwerke als Temperaturpuffer Unterirdische Räume bieten aufgrund ihrer geologischen Überdeckung ein weitgehend konstantes Mikroklima. In vielen Schweizer Höhlensystemen und ehemaligen Bergwerken liegen die Innentemperaturen unabhängig von den äußeren Witterungsbedingungen das gesamte Jahr über bei etwa 8 Grad Celsius. Diese Eigenschaft macht sie zu Zielpunkten für Besucher, die Abkühlung abseits klimatisierter Innenräume suchen. Ein historisches Beispiel für die technische Nutzung unterirdischer Strukturen bieten die Höhlenmühlen am Col-des-Roches nahe Le Locle im Kanton Neuenburg. Vor rund 400 Jahren begannen die Bewohner des Tals, die unterirdischen Wasserläufe in den natürlichen Kalksteinhöhlen für den Antrieb von Mühlen, Sägewerken und Dreschmaschinen zu nutzen. Die mehrstöckige Anlage ist heute als Museum zugänglich und zeigt die Verbindung von Geologie und früher Gewerbegeschichte. Im Val-de-Travers befindet sich bei La Presta eine weitere großflächige Untertageanlage. Zwischen 1873 und 1986 wurde an diesem Standort im industriellen Maßstab Asphalt abgebaut. Durch den untertägigen Abbau entstand ein Geflecht aus Felsstollen auf mehreren Ebenen mit einer Gesamtlänge von rund 100 Kilometern. Ein etwa ein Kilometer langer Abschnitt ist für Führungen

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Übernahmeverfahren für TAP Air Portugal geht in Entscheidungsetappe: Lufthansa und Air France-KLM legen verbindliche Gebote vor

Die Privatisierung der portugiesischen Staatsfluggesellschaft TAP Air Portugal hat eine entscheidende Ausrichtungsphase erreicht. Die beiden europäischen Luftfahrtkonzerne Lufthansa Group und Air France-KLM haben am 29. Juli 2026 jeweils verbindliche Angebote zur Übernahme einer Minderheitsbeteiligung von bis zu 49,9 Prozent an der Fluggesellschaft bei der staatlichen portugiesischen Holding Parpública eingereicht. Gemäß den Vorgaben der portugiesischen Regierung unter Premierminister Luís Montenegro beabsichtigt der Staat, vorerst die Mehrheit von mindestens 50,1 Prozent der Unternehmensanteile zu behalten. Aus dem zur Veräußerung stehenden Anteil sollen zudem bis zu 5,0 Prozent für eine Belegschaftsbeteiligung reserviert werden, sodass auf den künftigen Partner ein Anteil von maximal 44,9 Prozent entfällt. Die Entscheidung der Regierung in Lissabon über den Zuschlag wird nach einer dreißigtägigen Prüfungsphase im Herbst 2026 erwartet. Zweikampf der europäischen Luftfahrtkonzerne um Marktanteile Mit dem Ablauf der Frist für die Abgabe verbindlicher Gebote hat sich der Bieterwettbewerb auf ein Duell zwischen zwei der großen europäischen Airline-Gruppen verengt. Die Konzernmutter von British Airways und Iberia, International Airlines Group (IAG), die in einem frühen Stadium als möglicher Interessent galt, zog sich aus dem Verfahren zurück und gab kein Angebot ab. Damit konkurriert die deutsche Lufthansa direkt mit dem französisch-niederländischen Konzern Air France-KLM um die Einbindung von TAP in das jeweilige Unternehmensnetzwerk. Der Wert der zur Disposition stehenden Beteiligung wird in Finanzkreisen auf bis zu 700 Millionen Euro taxiert. Für beide Interessenten steht dabei vor allem die geografische Lage des Drehkreuzes Lissabon sowie das Streckennetz nach Südamerika, insbesondere nach Brasilien, sowie nach Nordamerika und in das deutsch- und portugiesischsprachige Afrika

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