
Staatliche Budgetintervention zur Absicherung der nationalen Luftfahrtinfrastruktur in Österreich
Die österreichische Bundesregierung wird im Rahmen des kommenden Doppelbudgets für die Jahre 2027 und 2028 finanzielle Mittel in der Höhe von jährlich 30 Millionen Euro bereitstellen, um gezielte Krisenmaßnahmen für den heimischen Luftfahrtsektor umzusetzen. Diese Budgetankündigung des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur sieht für die zweijährige Budgetperiode ein Gesamtvolumen von 60 Millionen Euro vor. Die staatliche Intervention zielt primär darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen Verkehrsflughäfen sowie der angeschlossenen Wirtschafts- und Tourismusregionen angesichts veränderter Marktbedingungen und internationaler Krisen abzusichern. Innerhalb der Luftfahrtbranche, insbesondere vertreten durch die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen, wird diese Maßnahme als notwendiges Signal gewertet, um den wachsenden Kostendruck zu dämpfen. Gleichzeitig fordern die Flughafenbetreiber eine strategische Verknüpfung dieser Mittel mit einer Senkung der nationalen Flugabgabe, um strukturelle Nachteile im europäischen Steuerwettbewerb auszugleichen. Ökonomische Kennzahlen und volkswirtschaftliche Relevanz der Branche Die politische Entscheidung, in Zeiten einer generell angespannten Haushaltslage zweckgebundene Millionenbeträge für den zivilen Luftverkehr zu reservieren, spiegelt die fundamentale Bedeutung des Sektors für die österreichische Gesamtwirtschaft wider. Nach aktuellen Wirtschaftsdaten hängen in Österreich direkt und indirekt mehr als 240.000 Arbeitsplätze an der Luftfahrtindustrie und den damit verbundenen logistischen Dienstleistungen. Mit einer jährlichen Bruttowertschöpfung von rund 25 Milliarden Euro erwirtschaftet die Branche etwa fünf Prozent des gesamten österreichischen Bruttoinlandsprodukts. Besonders eng verzahnt ist der Luftverkehr mit der nationalen Tourismus- und Kongresswirtschaft, die traditionell zu den wichtigsten Säulen des Dienstleistungsexports des Landes zählt. Am größten nationalen Luftfahrt-Drehkreuz, dem Flughafen Wien-Schwechat, treffen rund 40 Prozent aller internationalen Touristen auf dem Luftweg ein. Bei Geschäftsreisen und im wirtschaftlich besonders lukrativen Segment








