secondnews

Weitere Artikel aus der Rubrik

secondnews

Rückläufige Nachfrage nach Elektro-Mietwagen im Urlaubssegment trotz wachsender Marktpräsenz

Die Akzeptanz von batterieelektrischen Mietfahrzeugen im Urlaubssektor entwickelt sich entgegen dem allgemeinen Trend der privaten Fahrzeugflotten rückläufig. Einer aktuellen Untersuchung im Auftrag des Vermittlers Sunny Cars zufolge zeigt sich bei Urlaubsreisenden eine zunehmende Skepsis gegenüber der Anmietung von Elektrofahrzeugen am Zielort. Lediglich 44 Prozent der Befragten geben an, sich grundsätzlich vorstellen zu können, im Urlaub einen Stromer zu nutzen. Im Jahr 2021 lag dieser Wert noch bei 50 Prozent. In der tatsächlichen Buchungspraxis schlägt sich selbst diese grundsätzliche Bereitschaft kaum nieder. Die Gründe für die Zurückhaltung liegen vor allem in unzureichenden Lademöglichkeiten in den Zielregionen, organisatorischen Hürden bei der Rückgabe der Fahrzeuge sowie im erhöhten Planungsaufwand während der Urlaubstage. Entwicklung der Konsumenteneinstellung im Jahresvergleich Die Erhebung basiert auf Daten der Reiseanalyse 2026, die vom Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa in Kooperation mit Sunny Cars ausgewertet wurden. Dabei zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen der theoretischen Aufgeschlossenheit und dem tatsächlichen Konsumverhalten. Während der Anteil der Bürger, die Elektrofahrzeuge im Alltag nutzen, in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist, sinkt das Interesse an Mietfahrzeugen mit dieser Antriebsart im Urlaub. Aus Sicht des Managements von Sunny Cars zeigt sich das Problem nicht auf der Angebotsseite. Die Mietwagenflotten an den europäischen Hauptreisezielen verfügen inzwischen über ein breites Spektrum an Elektrofahrzeugen in verschiedenen Fahrzeugklassen. Das Buchungsverhalten der Kunden konzentriert sich jedoch weiterhin primär auf Verbrennungsmotoren. Selbst Preisnachlässe oder bevorzugte Konditionen bei der Fahrzeugübergabe führten bislang zu keiner signifikanten Veränderung der Nachfrage. Infrastrukturmängel in europäischen Ferienregionen Hauptursache für die Zurückhaltung der Reisenden ist die

weiterlesen »

Powerbank-Brand in Business-Class von KLM-777

Ein Passagierflugzeug der niederländischen Fluggesellschaft KLM auf dem Weg von Amsterdam nach Curaçao musste am Donnerstag einen Flug über dem Atlantischen Ozean abbrechen und zum Ausgangsflughafen Schiphol zurückkehren. Grund für die Ausweichlandung war die Explosion und der anschließende Brand einer mobilen Powerbank im vorderen Teil der Passagierkabine. Das Gerät war an einem Sitzplatz der Business Class platziert und fing während des Fluges aus bislang nicht vollständig geklärten Gründen Feuer. Die Kabinenbesatzung reagierte umgehend und löschte den Brand mit den an Bord verfügbaren Sicherheitseinrichtungen. An der Innenverkleidung der Boeing 777-300ER sowie an den betroffenen Sitzkomponenten entstanden sichtbare Brandschäden. Nach Medienberichten handelte es sich bei dem Besitzer des defekten Akkus um den ehemaligen KLM-Vorstandschef Camiel Eurlings. Alle 322 Passagiere sowie die Besatzungsmitglieder blieben unverletzt und wurden nach der sicheren Landung in Amsterdam versorgt sowie umgebucht. Der Vorfall rückt die Risiken von Lithium-Ionen-Akkumulatoren im Luftverkehr erneut in den Fokus von Behörden und Fluggesellschaften. Verlauf des Zwischenfalls auf dem Atlantikflug Der Flug mit der Flugnummer KLM 735 war am Donnerstagmittag plangemäß vom Flughafen Amsterdam Schiphol in Richtung der karibischen Insel Curaçao gestartet. Bei dem eingesetzten Flugzeug handelte es sich um eine Boeing 777-300ER mit der Registrierung PH-BVP. Der Flugverlauf gestaltete sich bis zum Erreichen der Reiseflughöhe über dem Nordatlantik unauffällig, bevor im Bereich der Business Class ein plötzlicher Brand ausbrach. Nach Berichten von Insassen und Aufnahmen aus dem Innenraum der Maschine explodierte eine Powerbank an einem Fensterplatz. Das Gerät fing unverzüglich Feuer, was zu einer starken Rauchentwicklung in der Kabine führte. Die Flugbegleiter wandten

weiterlesen »

Anpassungen im Winterflugplan und Flottenumgruppierung bei MSC Cruises

Die Schweizer Kreuzfahrtreederei MSC Cruises nimmt für die Wintersaison 2027/2028 eine umfassende Umverteilung ihrer Flottenkapazitäten vor. Die MSC Euribia, eines der kapazitätsstärksten Schiffe des Unternehmens, wird ab Ende 2027 nicht wie ursprünglich vorgesehen im westlichen Mittelmeer eingesetzt, sondern in das Fahrtgebiet der Kanarischen Inseln und Madeiras verlegt. Die bisher für die Euribia geplante Sieben-Nächte-Route im Mittelmeerraum wird stattdessen von dem kleineren und älteren Schiff MSC Fantasia übernommen. Nach Angaben der Reederei stellt dieser Schritt eine Reaktion auf die veränderten Buchungsmuster und die hohe Nachfrage auf den atlantischen Inselrouten dar. Die Maßnahme folgt zudem auf geopolitisch bedingte Kursanpassungen bei anderen Einheiten der Flotte und verstärkt den Wettbewerb unter den großen Kreuzfahrtanbietern in der Kanarenregion. Buchungen für die neu strukturierten Routen beider Schiffe sind ab dem 28. September freigeschaltet. Neuausrichtung der Fahrtgebiete und Marktdynamik auf den Kanaren Die Entscheidung zur Verlegung der MSC Euribia erhöht das Sitzplatz- und Kabinenangebot der Reederei im Bereich der Kanarischen Inseln erheblich. Das im Jahr 2023 in Dienst gestellte Schiff bietet Platz für mehr als 6.300 Passagiere. Im Rahmen der einwöchigen Routenführung steuert das Schiff sechs Inseln des Archipels sowie die portugiesische Insel Madeira an. Um den Zugang für internationale Fluggäste und regionale Märkte zu erleichtern, richtet das Unternehmen flexible Zustiegsmöglichkeiten in mehreren Häfen ein. Einschiffungen sind in Santa Cruz de Tenerife, Funchal auf Madeira, Arrecife auf Lanzarote sowie Santa Cruz de La Palma vorgesehen. Mit dem Einsatz eines Großschiffs der Meraviglia-Plus-Klasse reagiert MSC Cruises auf die Konkurrenzsituation im kanarischen Wintermarkt. Auch andere europäische Kreuzfahrtanbieter haben für

weiterlesen »

Dementi von Gerüchten über staatliche Notfallpläne und finanzielle Engpässe bei Air Asia

Der Mitgründer und Konzernberater der malaysischen Tiefpreis-Fluggesellschaft Air Asia, Tan Sri Tony Fernandes, hat Berichte über eine angebliche finanzielle Schieflage des Unternehmens energisch zurückgewiesen. Im Rahmen einer Pressekonferenz in Bangkok trat der Manager Spekulationen entgegen, wonach die malaysische Regierung Vorbereitungen für eine Neuverteilung von Marktanteilen an Konkurrenzanbieter treibe. Fernandes betonte, dass Air Asia weder staatliche Hilfen beantragt noch erhalten habe und die Liquidität sowie die operative Substanz des Unternehmens gesichert seien. Die Diskussionen über die finanzielle Verfassung der Fluggesellschaft waren durch Berichte ausgelöst worden, die von Notfallplänen der Behörden angesichts extrem gestiegener Treibstoffkosten sprachen. Die Börsenkurse des Unternehmens gaben daraufhin deutlich nach. Die Unternehmensführung verwies demgegenüber auf Anpassungsprozesse bei den Ticketpreisen, ein umfangreiches Flugzeugauftragsbuch sowie laufende Maßnahmen zur Umschuldung. Reaktionen auf Medienberichte und Marktreaktionen an der Börse Auslöser der öffentlichen Stellungnahme war ein Medienbericht vom 16. September 2026. Unter Berufung auf ungenannte Quellen wurde darin behauptet, dass das malaysische Finanzministerium die Beratungsgesellschaft Alton Aviation Consultancy beauftragt habe, den Kapitalbedarf von Air Asia zu überprüfen. Zudem sei bei den Konkurrenzgesellschaften Malaysia Airlines und Batik Air angefragt worden, inwieweit diese im Falle von Kapazitätsausfällen den inländischen Marktanteil von Air Asia übernehmen könnten. Diese Berichterstattung führte an den Finanzmärkten zu deutlichen Kursverlusten. Die Aktie von Air Asia verzeichnete am 17. September 2026 einen Einbruch um 21 Prozent und erreichte den niedrigsten Stand seit vier Jahren, gefolgt von einem weiteren Rückgang um zwei Prozent am 18. September 2026. Fernandes bezeichnete die Darstellungen zu angeblichen Vorbereitungen für eine Übernahme der Routen durch Mitbewerber als unzutreffend.

weiterlesen »

Flottenumbau bei Malaysia Airlines und Anbahnung von Lieferverträgen mit Boeing

Die Muttergesellschaft von Malaysia Airlines, die Malaysia Aviation Group, steht nach Angaben aus Branchenkreisen vor einer Absichtserklärung zum Kauf von zehn Großraumflugzeugen des Typs Boeing 787-10. Die Entscheidung markiert eine Neuausrichtung in der Beschaffungsstrategie der Fluggesellschaft, die ihre verbliebenen sieben geleasten Maschinen des Typs Airbus A350-900 im kommenden Jahrzehnt ersetzen will. Ein wesentlicher Faktor für den Vorzug des US-amerikanischen Flugzeugbauers gegenüber dem europäischen Konkurrenten Airbus sind frühere Verfügbarkeitsfenster für Lieferungen ab dem Jahr 2031 sowie finanzielle Konditionen beim Triebwerkshersteller GE Aerospace. Neben dem reinen Austausch bestehender Einheiten strebt die Fluggesellschaft eine Vergrößerung der Kapazitäten im internationalen Streckennetz an. Wettbewerb um Lieferpositionen und betriebswirtschaftliche Bewertung Die Beratungen innerhalb des Konzerns konzentrierten sich in den vergangenen Monaten auf die Nachfolge der derzeit genutzten Langstreckenflotte. Wie Branchenberichte am 18. September 2026 verdeutlichten, gaben wirtschaftliche Aspekte wie hohe monatliche Leasingraten für die aktuell betriebenen Airbus A350-900 den Ausschlag für die Überprüfung alternativer Baumuster. In die engere Wahl gezogen wurden unter anderem die Typen Airbus A350-1000, Boeing 787-9, Boeing 787-10 sowie das in der Zulassung befindliche Modell Boeing 777X. Boeing konnte sich im Verhandlungsverlauf durch die Zusage früherer Übergabetermine ab dem Jahr 2031 durchsetzen. Zudem bot der Triebwerkspartner GE Aerospace günstigere Konditionen für die Wartung und Beschaffung der Antriebe an als der europäische Wettbewerber Rolls-Royce. Der Führungskräftebereich des Konzerns um Vorstandsmitglied Nasaruddin Bakar hatte bereits im August 2026 klargestellt, dass die künftige Bestellung über die bloße Eins-zu-eins-Einsetzung von sieben Einheiten hinausgehen soll, um Wachstumschancen auf verkehrsreichen Routen im pazifischen Raum und in Richtung Naher Osten

weiterlesen »

Rückkehr des letzten reaktivierten Airbus A380 in die Flotte von Etihad Airways

Die Fluggesellschaft Etihad Airways hat den Prozess der Reaktivierung ihrer Flotte des Typs Airbus A380 abgeschlossen. Der letzte verbliebene Vierstrahler mit dem Kennzeichen A6-APB traf nach einer Abstellzeit von sechseinhalb Jahren aus dem französischen Maintenance-Zentrum in Tarbes am Drehkreuz in Abu Dhabi ein. Die Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten reagiert mit diesem Schritt auf die anhaltend hohe Nachfrage auf wichtigen Langstreckenverbindungen und gleicht Kapazitätsengpässe bei der Auslieferung neuer Großraumflugzeuge aus. Von den ursprünglich zehn beschafften Maschinen dieses Typs befinden sich nun wieder neun Exemplare am Heimatflughafen, während ein Flugzeug im Jahr 2025 verwertet wurde. Die Rückkehr des Doppeldeckers verdeutlicht den veränderten Bedarf im internationalen Zivilflugverkehr, nachdem der Flugzeugtyp während der Pandemie von zahlreichen Betreibern vorübergehend stillgelegt worden war. Hintergründe der Stilllegung und Verlagerung nach Frankreich Im Frühjahr 2020 führte der weltweite Einbruch des Passagierverkehrs infolge der Covid-19-Pandemie dazu, dass zahlreiche Fluggesellschaften ihre Großraumflugzeuge aus dem regulären Liniendienst nahmen. Etihad Airways entschied sich damals für eine Einlagerung der gesamten A380-Flotte. Ein Teil der Maschinen verblieb zunächst am Flughafen Abu Dhabi, während mehrere Flugzeuge zum Tarbes-Lourdes-Pyrénées Airport im Südwesten Frankreichs geflogen wurden. Der französische Standort ist auf die Langzeitkonservierung, Wartung und Verwertung von Zivilflugzeugen spezialisiert. Über Jahre hinweg galt eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs mit dem vierstrahligen Modell bei der Fluggesellschaft als unwahrscheinlich. Das Management von Etihad Airways hatte öffentlich mehrfach angedeutet, dass der Weiterbetrieb wirtschaftlich schwer darstellbar sei und der Fokus künftig auf zweistrahligen Mustern wie der Boeing 787 und dem Airbus A350 liegen sollte. Die veränderten Rahmenbedingungen im globalen Luftverkehr

weiterlesen »

Leipzig/Halle bangt um Turkish-Airlines-Flüge

Der Flughafen Leipzig/Halle hat die direkte Anbindung an das weltweite Streckennetz der Fluggesellschaft Turkish Airlines vorübergehend verloren. Die im Mai 2026 im Zuge geopolitischer Verwerfungen im Nahen Osten und gestiegener Betriebskosten ausgesetzte Verbindung nach Istanbul wird nach aktuellem Stand auch im Jahr 2027 nicht in den Flugplan der Fluggesellschaft zurückkehren. Damit ist die mitteldeutsche Region derzeit von einem der weltweit am stärksten vernetzten Luftfahrtdrehkreuze abgeschnitten. Trotz verhaltener Signale aus der Luftfahrtbranche hinsichtlich einer späteren Wiederaufnahme sind für die kommende Sommerflugplanperiode ab Ende März 2027 keine Buchungsoptionen für diese Strecke hinterlegt. Netzwerkveränderungen vor dem Hintergrund globaler Marktentwicklungen Die Einstellung der seit dem Jahr 2012 bestehenden Linie zwischen Schkeuditz und der türkischen Metropole erfolgte am 2. Mai 2026. Als wesentliche Treiber für diesen Schritt nannte das Unternehmen Anpassungen der Flugrouten im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt sowie den daraus resultierenden Anstieg der Kerosinpreise. Zwar betonte der Carrier damals, den Standort Leipzig/Halle keineswegs dauerhaft aufgeben zu wollen, doch die operativen Flugplandaten zeichnen ein anderes Bild. Der Ausfall wiegt für den regionalen Passagierverkehr schwer, da der Flughafen Istanbul nach aktuellen Branchenauswertungen des Datendienstes OAG Platz eins der am besten vernetzten internationalen Drehkreuze einnimmt. Mit Verbindungen zu insgesamt 337 Destinationen weltweit stellt das Drehkreuz am Bosporus einen zentralen Umsteigepunkt dar. Rund 80 Prozent aller Flugbewegungen an diesem Standort werden von der staatlichen Fluggesellschaft der Türkei abgewickelt. Auswirkungen auf das Netzangebot des mitteldeutschen Flughafens Für die Mitteldeutsche Flughafen AG bedeutet das Verharren der Aussetzung eine Schwächung der internationalen Hub-Anbindungen im Passagiersegment. Neben den bestehenden Routen nach Frankfurt

weiterlesen »

Priorisierung des Transpazifikverkehrs und operative Anpassungen bei Zipair Tokyo

Die japanische Niedrigpreis-Fluggesellschaft Zipair Tokyo prüft die Erweiterung ihres Streckennetzes an die US-Ostküste und setzt dabei weiterhin einen klaren Fokus auf Flugverbindungen zwischen Asien und Nordamerika. Wie der Präsident des Unternehmens, Yasuhiro Fukada, erläuterte, erfordern potenzielle Langstreckenverbindungen über den Pazifik nicht zwingend das Eintreffen der größeren Flugzeugvariante des Typs Boeing 787-9. Während der europäische Markt aufgrund veränderter Flugrouten und gesperrter Lufträume vorerst nachrangig behandelt wird, baut die Tochtergesellschaft der Japan Airlines ihre Kapazitäten im Pazifikraum schrittweise aus. Das Ziel bleibt die Aufstockung der Flotte auf mehr als 20 Flugzeuge innerhalb der nächsten Jahre, um Skaleneffekte und eine höhere Flexibilität in der Flugplanung zu erzielen. Marktprioritäten und geopolitische Rahmenbedingungen In der Netzentwicklung von Zipair stehen Strecken zwischen Asien und den Vereinigten Staaten an oberster Stelle. Die Beurteilung neuer Zielorte erfolgt primär auf Basis des Passagieraufkommens und nicht danach, ob eine Verbindung überwiegend von Geschäfts- oder Privatreisenden genutzt wird. Strecken an die US-Ostküste gelten dabei als logische Option zur Vertiefung des Netzwerks über den Pazifik. Demgegenüber bleibt eine Expansion nach Europa auf absehbare Zeit zurückgestellt. Grund dafür sind die andauernden Überflugverbote für den russischen Luftraum, die Umwege erzwingen und dadurch die Betriebskosten deutlich erhöhen. Für ein Geschäftsmodell, das auf niedrigen Ticketpreisen und schlanken Kostenstrukturen basiert, stellen derartig verlängerte Flugzeiten eine erhebliche wirtschaftliche Hürde dar. Das Management geht davon aus, dass europäische Destinationen erst dann realistisch werden, wenn Routen wieder stabil und kosteneffizient beflogen werden können. Flottenentwicklung und Einsatz der Boeing-787-Modellfamilie Die Flottenstrategie von Zipair beruht auf einer einheitlichen Ausrichtung auf Flugzeuge der

weiterlesen »

Verzögerungen bei der Produktionssteigerung und Triebwerkstests im Boeing-Konzern

Der US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing sieht sich bei zwei zentralen Zivilflugzeugprogrammen mit anhaltenden betrieblichen Herausforderungen und terminlichen Verzögerungen konfrontiert. Wie der Vorstandsvorsitzende Kelly Ortberg im Rahmen der Laguna Conference von Morgan Stanley mitteilte, erfordert die geplante Stabilisierung der Monatsproduktion der Baureihe Boeing 737 Max auf einem Niveau von rund 47 Maschinen mehr Zeit als ursprünglich veranschlagt. Als ein wesentlicher Grund für die Verzögerungen wurden Engpässe bei der Tragflächenfertigung im Werk Renton im US-Bundesstaat Washington genannt. Parallel dazu dauern die Testverfahren für das Langstreckenmodell Boeing 777-9 an. Aufgrund von Haltbarkeitsproblemen bei einer Komponente des GE9X-Triebwerks von GE Aerospace könnten sich die Zulassungstests bis in das Jahr 2027 erstrecken, was auch die Zertifizierung für den ETOPS-Betrieb über langen Überwasserstrecken betrifft. Trotz dieser Verzögerungen strebt die Konzernführung weiterhin den Beginn der Auslieferungen für das Jahr 2027 an. Engpässe in der Tragflächenfertigung und Stand der Zulassungen bei der Boeing 737 Max Die Stabilisierung der Fertigungszahlen der B737-Max-Familie gilt als wichtiger Faktor für die finanzielle Erholung des Konzerns. Die Auslieferungs- und Fertigungszahlen der vergangenen Monate zeigen schwankende Volumina im Werk Renton. Nach Branchenerfassungen fertigte der Hersteller im August 48 Maschinen der Typserie, während in den Monaten Mai, Juni und Juli die monatliche Ausbringungsmenge zwischen 38 und 39 Flugzeugen lag. Neben den operativen Hindernissen in den Montagehallen prägen unterschiedliche Zulassungsstände die Modellpalette. Während die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration im August die Zertifizierung für die kleinere Variantenversion B737-7 erteilte, steht die Genehmigung für die größte Ausführung, die B737-10, weiterhin aus. Nach mehrfachen Terminverschiebungen laufen die behördlichen Prüfungsverfahren für

weiterlesen »

Istanbul nimmt vierte Piste in Betrieb

Der internationale Flughafen Istanbul nimmt am 18. September 2026 seine vierte Start- und Landebahn offiziell in Betrieb. Die neue Betonschneise ergänzt das bestehende Pistensystem des Großflughafens und stellt die erste Landebahn des Standorts dar, die in Ost-West-Richtung verläuft. Durch die veränderte geometrische Ausrichtung strebt der Betreiber eine höhere Flexibilität bei schwierigen Wetterlagen und ungünstigen Seitenwindbedingungen an. Gleichzeitig sollen sich die Rollzeiten am Boden sowie die Flugzeiten auf Inlandsstrecken und Verbindungen in östlicher Richtung verringern, was zu Einsparungen beim Treibstoffverbrauch führt. Der Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund eines kontinuierlichen Anstiegs der Passagierzahlen, durch den sich der Flughafen Istanbul im weltweiten Wettbewerb der Drehkreuze etabliert hat. Technische Dimensionen und Ausrichtung der neuen Flugbetriebsfläche Die am 18. September 2026 freigegebene Start- und Landebahn weist eine Länge von 2.820 Metern sowie eine Breite von 45 Metern auf. Sie unterscheidet sich baulich und betrieblich grundlegend von den bisher vorhandenen Bahnen des Standorts. Die drei bereits genutzten Hauptpisten sowie zwei Hilfsbahnen sind in Nord-Süd-Ausrichtung angelegt. Istanbul verfügt damit als einziger europäischer Flughafen über die Möglichkeit, drei parallele Pisten gleichzeitig zu betreiben. Mit der Implementierung der Ost-West-Piste begegnet die Flughafenführung den meteorologischen Gegebenheiten an der Schwarzmeerküste. Starkwinde aus östlichen oder westlichen Richtungen führten in der Vergangenheit phasenweise zu Kapazitätseinschränkungen bei Starts und Landungen auf den Nord-Süd-Bahnen. Durch die neue Bahnausrichtung können Landeanflüge und Abflüge flexibler an die jeweilige Windsituation angepasst werden. Dies verringert Warteschleifen in der Luft sowie Verzögerungen auf den Rollwegen. Zudem verkürzen sich die Wege für Flugzeuge, die Ziele im östlichen Luftraum oder innerhalb der

weiterlesen »