
Untersuchungen zum Beinahe-Zusammenstoß zweier Passagierflugzeuge am Flughafen Nizza
Die französische Untersuchungsbehörde für Luftfahrtsicherheit, das Bureau d’Enquêtes et d’Analyses pour la Sécurité de l’Aviation Civile, hat am 21. September 2026 neue Erkenntnisse zu einem schweren Zwischenfall am Flughafen Nizza Côte d’Azur veröffentlicht. Am 21. September 2025 gegen 21:30 Uhr befand sich ein Airbus A320-200 der tunesischen Fluggesellschaft Nouvelair im Landeanflug auf die Landebahn 04L. Trotz der vom Fluglotsen erteilten und von der Besatzung bestätigten Freigabe für die Piste 04L steuerte die Maschine stattdessen die parallele Landebahn 04R an. Auf dieser befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits ein Airbus A320-200 der Fluggesellschaft Easyjet, der auf der Mittellinie gestoppt hatte und auf die Startfreigabe wartete. Die Radar- und Höhendaten belegen, dass die Maschine von Nouvelair in unmittelbarer Nähe über das stehende Flugzeug hinwegflog, bevor das Durchstartmanöver eingeleitet wurde. Die Ermittlungsbehörde untersucht seither intensiv die Faktoren, die zu dieser gefährlichen Pistenverwechslung geführt haben. Sicherheitskritischer Mindestabstand im Endanflug Die im vorläufigen Bericht vom Oktober 2025 dokumentierten Flugschreiberdaten verdeutlichen die Schärfe des Vorfalls. Die angezeigte Funkhöhe des Nouvelair-Airbus sank innerhalb einer Sekunde von 39 Fuß auf lediglich 10 Fuß ab, was einer Höhe von etwa drei Metern entspricht. Im darauffolgenden Moment stieg der Wert wieder auf 24 Fuß an, da die Piloten Schub gaben und das Durchstarten einleiteten. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Flugzeug direkt über der auf der Startbahn stehenden Easyjet-Maschine. Die Ermittler konzentrierten sich in den ersten Monaten der Untersuchung auf die Auswertung der Flugdatenaufzeichner, der Radardaten der Flugsicherung sowie des Funkverkehrs zwischen dem Tower und den Cockpitbesatzungen. Zudem wurden ausführliche








