secondnews

Weitere Artikel aus der Rubrik

secondnews

Vorbereitungen auf das europäische Ein- und Ausreisesystem am Flughafen Innsbruck

Der Flughafen Innsbruck erweitert seine Infrastruktur für Grenzkontrollen durch die Errichtung temporärer Containergebäude direkt auf dem Vorfeld. Diese Maßnahme dient der Vorbereitung auf das neue europäische Ein- und Ausreisesystem (Entry/Exit System, kurz EES), dessen Einführung verbesserte digitale Kontrollen für Angehörige von Drittstaaten vorsieht. Da der zeitliche Aufwand pro Passagier durch die Erfassung biometrischer Daten wie Gesichtsscans und Fingerabdrücken steigt, reicht die Kapazität im bestehenden Terminalgebäude während der hochfrequentierten Samstage der Wintersaison nicht mehr aus. Das Innenministerium stellt die technische Hardware sowie das Kontrollpersonal, während der Flughafenbetrieb die Kosten für die bauliche Hülle und die Logistik trägt. Die Inbetriebnahme der zusätzlichen Kontrollpunkte auf dem Rollfeld ist für den Beginn der Wintersaison Ende Dezember 2026 vorgesehen. Hintergründe der infrastrukturellen Maßnahme auf dem Vorfeld Die sichtbare Aufstellung von Containerstrukturen auf dem Vorfeld des Tiroler Landtagsflughafens hat in den vergangenen Wochen bei Passagieren und Beobachtern für Fragen gesorgt. Grund für diese bauliche Maßnahme sind die Vorgaben der Europäischen Union zur Digitalisierung der Außengrenzen. Das europaweit zur Einführung anstehende Entry/Exit-System ersetzt den manuellen Stempel im Reisepass durch eine elektronische Registrierung. Erstmals einreisende Personen aus Staaten außerhalb des Schengen-Raums müssen an den Grenzstellen ihre Identität durch Erfassung biometrischer Merkmale bestätigen lassen. Nach Angaben der Flughafenführung ist der Platz im bestehenden Ankunftsbereich des Terminals für die Implementierung der neuen Kiosksysteme und zusätzlichen Kontrollschalter nicht ausreichend. Um Rückstaus in den überdachten Passagierbereichen zu vermeiden und den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten, entschied sich das Management für die Auslagerung eines Teils der Einreisekontrollen in eine modulare Containeranlage. Diese Lösung ermöglicht eine Trennung

weiterlesen »

Ausbau der Fertigungskapazitäten im indischen Luftfahrtsektor durch FACC und Kineco Aerospace

Der österreichische Luftfahrtzulieferer FACC hat die Zusammenarbeit mit dem indischen Unternehmen Kineco Aerospace ausgeweitet. Gegenstand der Vereinbarung ist ein zweites Arbeitspaket zur Fertigung von Faserverbund-Bauteilen für Flugzeuge des europäischen Flugzeugherstellers Airbus. Die Produktion der Komponenten erfolgt an Standorten in Indien und umfasst ein Volumen von mehreren Tausend Teilen pro Jahr. Nach dem erfolgreichen Abschluss eines Qualifizierungsmeilensteins mit Airbus soll die Serienfertigung Ende 2027 anlaufen. Die Maßnahme baut auf einem langfristigen Abkommen auf, das beide Unternehmen im Juni 2025 auf der Luftfahrtmesse in Paris geschlossen hatten. Mit diesem Schritt verfolgt FACC das Ziel, die eigene Zulieferkette geografisch zu diversifizieren und Fertigungskapazitäten auf dem wachsenden indischen Subkontinent aufzubauen. Vertragsgrundlagen und Umfang der neuen Vereinbarung Das neu vergebene Arbeitspaket umfasst die Konstruktion und Fertigung hochkomplexer Composite-Komponenten aus Kohlenstofffaser- und Glasfaserverbundwerkstoffen. Diese Bauteile finden Anwendung in modernen Airbus-Zivilflugzeugen, bei denen das Materialgewicht eine zentrale Rolle für die Wirtschaftlichkeit spielt. Über die genaue finanzielle Summe des Auftrags sowie spezifische Flugzeugtypen machten die beteiligten Unternehmen im Rahmen der Bekanntgabe keine detaillierten Angaben. Die Kooperation basiert auf einer Partnerschaft, deren Grundstein im Juni 2025 auf der internationalen Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris gelegt wurde. Damals vereinbarten FACC und Kineco eine langfristige Ausrichtung der Zusammenarbeit. Voraussetzung für die aktuelle Ausweitung des Auftragsvolumens war das Erreichen streng vorgegebener Qualitäts- und Auditierungskriterien, die vom Flugzeughersteller Airbus gemeinsam mit FACC überprüft und freigegeben wurden. Nach Abschluss dieser Qualifizierungsphase beginnt nun die Vorbereitung der Produktionsanlagen, damit der Serienanlauf wie geplant Ende 2027 erfolgen kann. Kapazitätsaufbau und Bedeutung des indischen Marktes Für

weiterlesen »

Fortschritte im Zulassungsverfahren neuer Passagierflugzeuge von Boeing durch veränderte behördliche Aufsicht

Die US-amerikanische Luftfahrtbundesbehörde Federal Aviation Administration hat im Rahmen der Eröffnung der Luftfahrtmesse in Farnborough Fortschritte bei den langwierigen Zertifizierungsprozessen für mehrere Flugzeugtypen des US-Flugzeugbauers Boeing signalisiert. Betroffen sind die Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge der Modellreihen 737 Max 7 und 737 Max 10 sowie das Großraumflugzeug 777X. Nach Angaben von Behördenvertretern wurden die personellen Kapazitäten der Aufsichtsbehörde für diese Zulassungsprojekte um 35 bis 40 Prozent aufgestockt, nachdem der Hersteller seine technischen Entwicklungsprioritäten stabilisiert hatte. Parallel dazu erfolgte die Übertragung bestimmter Eigenverantwortungen bei der Ausstellung von Lufttüchtigkeitszeugnissen für Serienflugzeuge der Typen 737 Max und 787 Dreamliner zurück an das Unternehmen. Diese Maßnahmen sollen die behördlichen Kapazitäten entlasten und die abschließenden Prüfverfahren beschleunigen. Dennoch bleiben technische Nachbesserungen zwingende Voraussetzung für die endgültige Erteilung der Typenzulassungen. Anpassungen der behördlichen Ressourcen und technische Auflagen Die Zulassungsverfahren für die drei betroffenen Modellreihen haben sich in den vergangenen Jahren aufgrund veränderter Sicherheitsanforderungen und interner Verzögerungen beim Hersteller erheblich verschoben. Laut Aussagen des stellvertretenden Leiters der Luftfahrtbehörde, Chris Rocheleau, sowie des Behördenleiters Bryan Bedford konzentrieren sich die Arbeiten derzeit vorrangig auf das kleinste Modell der Max-Familie, die 737 Max 7. Eine Zulassung dieses Typs könnte in absehbarer Zeit erfolgen, gefolgt von der größeren Variante 737 Max 10. Hauptursache für die Verzögerungen bei der 737-Max-Serie waren Bedenken bezüglich der Überhitzungsgefahr des Triebwerks-Enteisungssystems. Während für die bereits im Flugbetrieb befindlichen Modelle 737 Max 8 und Max 9 Übergangsregelungen bis zur Bereitstellung einer dauerhaften technischen Lösung gelten, ist die Behebung des Problems für die Neuzulassung der Modelle Max 7 und Max

weiterlesen »

Polizeieinsatz an Bord eines Lufthansa-Fluges am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv

Am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv ist es vor dem Start eines Passagierfluges der Deutschen Lufthansa nach Frankfurt am Main zu einer Auseinandersetzung zwischen Fluggästen und dem Kabinenpersonal gekommen. Der Vorfall führte zu einem Polizeieinsatz, bei dem drei israelische Staatsbürger von Einsatzkräften aus dem Flugzeug entfernt und festgenommen wurden. Durch den Widerstand der Passagiere wurden während des Zugriffs mehrere Polizeibeamte verletzt. Der Abflug der Maschine verzögerte sich um etwa zwei Stunden. Der Zwischenfall fällt in eine Phase, in der die Lufthansa-Gruppe ihre Flugverbindungen nach Israel nach einer mehrmonatigen Unterbrechung aufgrund der Sicherheitslage in der Region schrittweise wieder aufgenommen hat. Die betrieblichen und sicherheitsrelevanten Protokolle an Bord von Verkehrsflugzeugen stehen im Zuge dieses Ereignisses erneut im Fokus der Luftfahrtbranche. Ablauf des Zwischenfalls während der Startvorbereitungen Der Vorfall ereignete sich während der regulären Bodenvorbereitungen für den Rückflug von Tel Aviv nach Frankfurt am Main. Nach Angaben von Medienberichten und Zeugenberichten gerieten drei Passagiere im Passagierraum der Maschine in eine verbale Auseinandersetzung. Im Verlauf dieses Konflikts ignorierten die Betroffenen wiederholte Aufforderungen der Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter, den Streit einzustellen und sich den Sicherheitsanweisungen der Besatzung zu fügen. Gemäß den internationalen Bestimmungen für die Luftfahrtsicherheit obliegt der Kabinenbesatzung und dem verantwortlichen Flugkapitän das Hausrecht an Bord des Flugzeugs. Wenn Passagiere den Anweisungen des Personals nicht Folge leisten und dadurch die Ordnung oder Sicherheit des Flugbetriebs gefährden, ist das Flugpersonal berechtigt, die Beförderung zu verweigern und Unterstützung durch die lokalen Sicherheitsbehörden anzufordern. Der Kapitän der Lufthansa-Maschine entschied daraufhin, die zuständige israelische Flughafenpolizei zur Unterstützung

weiterlesen »

Wirtschaftliche Herausforderungen und veränderte Marktanteile im österreichischen Schienengüterverkehr

Der Schienengüterverkehr in Österreich befindet sich in einer anspruchsvollen Phase. Obwohl die zurückgelegten Zugkilometer auf dem heimischen Schienennetz zuletzt einen leichten Anstieg verzeichneten, ist diese Entwicklung nicht auf einen konjunkturellen Aufschwung zurückzuführen. Vielmehr zwingen zahlreiche Baustellen und Sanierungsmaßnahmen auf zentralen Streckenabschnitten die Bahnunternehmen zu zeit- und kostenintensiven Umleitungen. Gleichzeitig verstärkt sich der Wettbewerbsdruck auf dem Markt: Während der straßengebundene Güterverkehr Anteile dazugewinnt, verliert die staatliche Gütersparte der Österreichischen Bundesbahnen, die Rail Cargo Austria, schrittweise Marktanteile an private Konkurrenten. Entwicklung der Marktanteile und Wettbewerb auf den Hauptachsen Der Markt für Schienengüterverkehr hat sich im vergangenen Jahrzehnt grundlegend gewandelt. Die Tochtergesellschaft der Österreichischen Bundesbahnen, Rail Cargo Austria, hielt vor zehn Jahren noch einen Marktanteil von gut 75 Prozent gemessen an den Bruttotonnenkilometern. Zuletzt sank dieser Wert auf etwa 54 Prozent. Besonders im Bereich der Ganzzüge, bei denen komplette Züge für einen einzelnen Kunden zusammengestellt und direkt von Quelle zum Ziel befördert werden, zeichnet sich eine deutliche Verschiebung ab. Rund zwei Drittel dieses Marktsegments werden mittlerweile von Güterbahnen außerhalb des ÖBB-Konzerns bedient. Einzige Domäne der Staatstochter bleibt der Einzelwagenverkehr, bei dem einzelne Waggons unterschiedlicher Auftraggeber zu Zugverbänden zusammengeführt werden. Dieser logistische Aufwand gilt in der Branche als wirtschaftlich schwierig und defizitär. Zur Unterstützung dieses Leistungsangebots erhielt das Unternehmen im Jahr 2023 staatliche Zuschüsse in Höhe von 58 Millionen Euro, was der Gesamtsumme entspricht, die sämtliche privaten Schienenverkehrsunternehmen zusammen für ihre Leistungen erhielten. Auch auf den wichtigsten Transitachsen zeigt sich eine dominierende Stellung privater Anbieter. Auf der Brennerachse sowie auf der Westachse, über die

weiterlesen »

Verschiebung der Fluglärmbelastung durch veränderte Abflugroute am Frankfurter Flughafen

Am Flughafen Frankfurt am Main hat die Einführung der geänderten Abflugroute Cindy S im Sommer 2025 zu einer spürbaren Neuverteilung des Fluglärms in der südhessischen Region geführt. Während dicht besiedelte Gebiete im Norden von Darmstadt wie Arheilgen und Kranichstein eine Entlastung erfahren, verzeichnen weiter südöstlich gelegene Kommunen wie Erzhausen, Egelsbach, Messel sowie der Norden von Wixhausen eine Zunahme der Lärmimmissionen. Die Umstellung basiert auf Untersuchungen des Forums Flughafen und Region sowie Beschlüssen der Fluglärmkommission und der Festlegung durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung. Erste Auswertungen nach knapp einem Jahr Messbetrieb bestätigen die im Vorfeld ermittelten Prognosen. Dennoch regt sich in den neu belasteten Gemeinden anhaltender Protest gegen die Streckenführung und das Zustandekommen der Entscheidungen. Hintergründe der Streckenverlegung und verfahrenstechnische Grundlagen Die Flugstrecke mit der Kennung Cindy S, die vormals unter der Bezeichnung Amtix kurz geführt wurde, gehört zu den am stärksten frequentierten Abflugkorridoren des Frankfurter Flughafens. Flugzeuge, die auf der Startbahn West in Richtung Süden abheben oder vom Parallelbahnsystem starten, werden über diesen Korridor nach Südosten geleitet. In der früheren Streckenführung überflogen die Maschinen dicht bewohnte Stadtteile im Norden Darmstadts. Im Rahmen des Maßnahmenprogramms Aktiver Schallschutz untersuchte das Forum Flughafen und Region seit 2018 verschiedene Alternativen, um die Anzahl der vom Fluglärm betroffenen Personen zu verringern. Ziel der Planungen war es, die Flugspuren in Bereiche zu verlegen, die eine geringere Besiedlungsdichte aufweisen. Nach der Prüfung von drei Modellvarianten sprach sich die Fluglärmkommission im Oktober 2024 für eine nördliche Verschiebung aus. Nach der rechtlichen Festlegung durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung trat die

weiterlesen »

Finanzierungsstreit im Schienennahverkehr bedroht das bestehende Zugangebot

Die Bundesländer und das Bundesfinanzministerium befinden sich in einer anhaltenden Auseinandersetzung über die künftige Finanzierung des Schienenpersonennahverkehrs. Im Kern des Konflikts steht die Forderung der Länder nach zusätzlichen Bundesmitteln in Milliardenhöhe, um die stetig steigenden Betriebskosten auszugleichen und Abbestellungen von Zugverbindungen zu verhindern. Während Verkehrsunternehmen und Landesverkehrsminister vor spürbaren Leistungskürzungen für die Fahrgäste warnen, verweist Bundesfinanzminister Lars Klingbeil auf die bestehenden gesetzlichen Regelungen und die im Bundeshaushalt verankerten Obergrenzen. Der Vorstoß für den Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2027 hat die Differenzen zwischen Bund und Ländern weiter verschärft, ohne dass eine einvernehmliche Regelung in Sicht ist. Ausgangslage und Forderungen der Bundesländer Der Ursprung der aktuellen Mittelknappheit liegt in der allgemeinen Kostenentwicklung im Transportsektor. Sowohl die Ausgaben für Personal als auch die Aufwendungen für Material und Energie sind in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen als bei der ursprünglichen Finanzplanung kalkuliert. Die Bundesländer, welche die Leistungen im Schienennahverkehr bei verschiedenen Eisenbahnverkehrsunternehmen bestellen und über Regionalisierungsmittel des Bundes weitgehend finanzieren, sehen sich mit erheblichen Deckungslücken konfrontiert. Da die Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf die tatsächlichen Betriebskosten bei weitem nicht decken, ist der Sektor auf eine lückenlose öffentliche Finanzierung angewiesen. Um das bisherige Leistungsangebot bei Regionalzügen und S-Bahnen über das Jahr 2026 hinaus im gewohnten Umfang aufrechterhalten zu können, fordern die Länder für den Zeitraum von 2027 bis 2031 eine Aufstockung der Regionalisierungsmittel um insgesamt 14 Milliarden Euro. Im Entwurf von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil für den Bundeshaushalt 2027 sind jedoch über die bisher festgeschriebenen 13,8 Milliarden Euro hinaus keine weiteren Bundesmittel vorgesehen. Aus Sicht des Finanzministeriums

weiterlesen »

Eintrübung des Geschäftsklimas in der Touristikbranche im Zuge geopolitischer Spannungen

Die wirtschaftliche Stimmung unter deutschen Reisebüros und Reiseveranstaltern hat sich im Juni weiter verschlechtert. Der maßgebliche Geschäftsklimaindikator des Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo sank im Vergleich zum Vormonat Mai von minus 30,3 auf minus 32 Punkte. Nach Einschätzung von Branchenanalysten spiegelt dieser Rückgang vor allem die fortdauernde Unsicherheit der Verbraucher im Zusammenhang mit den militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten wider. Während Fernreiseziele spürbar an Nachfrage einbüßten, blieb das Reiseaufkommen in die südosteuropäischen und mediterranen Zielgebiete stabil. Parallel dazu wiesen die Preiserwartungen der Reiseanbieter zwar einen leicht rückläufigen Trend auf, doch blieben die Ticketpreise für Flugreisen für Verbraucher im Vorjahresvergleich auf einem erhöhten Niveau. Verlauf der Branchenstimmung und geopolitische Einflussfaktoren Die Entwicklung des Geschäftsklimas in der Touristik verdeutlicht die Anfälligkeit des Sektors gegenüber internationalen Konflikten. Im Februar 2026, vor dem Ausbruch der verstärkten Auseinandersetzungen unter Beteiligung des Iran, lag der Geschäftsklimaindikator des Ifo-Instituts noch bei minus 15,6 Punkten. Der darauffolgende Abwärtstrend setzte mit den ersten militärischen Rolllout-Effekten ein und setzte sich bis in den Frühsommer fort. Ermittlungen von Marktforschern und Wirtschaftsexperten zeigen, dass die Verunsicherung potenzieller Urlauber zu Jahresbeginn zu einer Zurückhaltung bei Frühbuchungen führte. Dennoch halten Experten des Ifo-Instituts Nachholeffekte im Verlaufe des Sommers für möglich. Es wird davon ausgegangen, dass Konsumenten, die ihre Buchungsentscheidungen im Frühjahr vorerst ausgesetzt hatten, kurzfristige Entscheidungen für die Hauptreisezeit treffen könnten. Differenzierte Entwicklung der Verkehrszahlen nach Zielgebieten Trotz der allgemeinen Stimmungsverschlechterung im Dienstleistungssektor zeichnet sich bei den Passagierzahlen an den deutschen Hauptverkehrsflughäfen ein differenziertes Bild ab. Die Gesamtzahl der Flugreisenden ging im Zeitraum von Januar bis Mai

weiterlesen »

Intensivierung der Zollkontrollen am Flughafen Berlin Brandenburg führt zu veränderten Aufgriffsmengen

Die Einsatzkräfte des Hauptzollamts Potsdam haben am Flughafen Berlin Brandenburg im Jahr 2025 die Kontrollmaßnahmen bei Passagieren, Gepäckstücken und Frachtgütern deutlich ausgeweitet. Aus einer Bilanz der Behörde geht hervor, dass das vergrößerte Kontrollvolumen mit einer höheren Gesamtzahl an festgestellten Verstößen einherging, während die prozentuale Trefferquote im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückging. Das gestiegene Kontrollaufkommen steht in direktem Zusammenhang mit einem neuen Höchststand im Passagierverkehr des Hauptstadtflughafens, über den im selben Zeitraum rund 26 Millionen Reisende abgewickelt wurden. Neben den traditionellen Schwerpunkten wie der Versteuerung von Tabakwaren und der Überwachung des Bargeldverkehrs stiegen insbesondere die Sicherstellungsmengen im Bereich der Rauschgiftkriminalität deutlich an. Großfunde bei illegalen Substanzen verzerrten die statistischen Gesamtmengen stark, obwohl die absolute Zahl der einzelnen Drogenaufgriffe rückläufig war. Zugleich verzeichnete die Zollbehörde eine kontinuierliche Zunahme von Verstößen gegen bestehende Artenschutzbestimmungen. Statistischer Überblick und Dynamik der Trefferquote Im Verlauf des Jahres 2025 kontrollierte der Zoll am Flughafen Berlin Brandenburg etwa 662.000 Gepäckstücke, Fluggäste und Frachtobjekte. Dies entspricht einer Zunahme der Überprüfungen um 32,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der dabei registrierten Beanstandungen stieg ebenfalls an und kletterte von rund 7.650 auf über 9.200 Fälle, was einen Anstieg um etwa 21 Prozent bedeutet. Da die Menge der Kontrollen jedoch stärker wuchs als die Zahl der Beanstandungen, sank die rechnerische Trefferquote von 1,57 Prozent im Jahr 2023 auf 1,4 Prozent im Jahr 2025. Das Hauptzollamt Potsdam betont in diesem Zusammenhang, dass die reine Fallzahl oder die prozentuale Aufgriffsquote keine eindeutige Aussage über das tatsächliche Schmuggelaufkommen oder die Effizienz der Beamtinnen

weiterlesen »

Entwicklung des Langstreckenmarktes und Flottenerneuerung bei American Airlines und Delta Air Lines im US-Flugverkehr

Die US-amerikanische Luftfahrtbranche befindet sich in einer Phase tiefgreifender Umstrukturierungen. Die führenden Fluggesellschaften des Landes investieren massiv in die Erneuerung ihrer Flotten, die Modernisierung des Kabinenangebots und die Verbesserung der operativen Zuverlässigkeit. Ziel dieser Maßnahmen ist es, den Ertrag pro Passagier zu steigern und sich einen größeren Anteil am Segment der kaufkräftigen Geschäfts- und Premiumreisenden zu sichern. Im Mittelpunkt dieser Entwicklung stehen Maßnahmen von American Airlines, die darauf abzielen, den bestehenden Ertragsabstand zu den Mitbewerbern Delta Air Lines und United Airlines zu verringern. Zeitgleich verdeutlichen grundlegende Entscheidungen von Delta Air Lines, wie dynamisch sich der Markt für Langstreckenflugzeuge entwickelt und wie der Wettbewerb um rentable Transatlantik- und Südamerika-Routen geführt wird. Konsolidierung und Investitionen bei American Airlines Unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden Robert Isom hat American Airlines ein umfassendes Programm eingeleitet, um die operative und finanzielle Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu steigern. Trotz eines weitverzweigten Streckennetzes und einer täglichen Abwicklung von rund 6.500 Flügen verzeichnete das Unternehmen in den vergangenen Jahren eine im Branchenvergleich geringere Rentabilität. Der Gewinn lag im vergangenen Geschäftsjahr deutlich hinter den Ergebnissen von United Airlines und Delta Air Lines zurück. Um diese Lücke zu schließen, setzt das in Fort Worth ansässige Unternehmen auf eine gezielte Aufwertung des Produktangebots. Anstatt das Passagier- und Sitzplatzangebot primär über günstige Flugtarife auszulasten, stehen Maßnahmen zur Steigerung der Einnahmen pro verfügbarem Sitzkilometer im Vordergrund. Dazu zählt die Modernisierung der Großraumflotte, insbesondere der Typen Boeing 777 und Boeing 787. Diese Flugzeuge erhalten schrittweise überarbeitete Kabinenbereiche im vorderen Teil des Rumpfes, um den Ansprüchen von

weiterlesen »