
Flughafen Leipzig/Halle: Fund einer zweiten Sprengdrohne deutet auf koordiniertes Vorgehen hin
Die Untersuchungen rund um den unbefugten Drohneneinsatz am Flughafen Leipzig/Halle vom 4. August 2026 haben eine wesentliche Wendung genommen. Nach Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung entdeckten Sicherheitskräfte am 14. August 2026 eine weitere mit Sprengstoff präparierte Drohne auf einem Feld in der Gemeinde Kabelsketal im Nahbereich des Flughafenareals. Das Fluggerät war mit rund 50 Gramm des hochexplosiven Sprengstoffs Hexogen bestückt. Dieser Fund verstärkt bei den zuständigen Ermittlungsbehörden den Verdacht, dass es sich bei dem Vorfall nicht um eine isolierte Einzelaktion handelte, sondern um einen strukturierten und mehrteiligen Angriffsversuch auf die Fracht- und Logistikinfrastruktur des Standorts. Parallel dazu hat die Bundesregierung angekündigt, in naher Zukunft offizielle Erkenntnisse zu den Hintergründen und mutmaßlichen Urhebern des Vorfalls vorzulegen. Fundumstände und technische Details der sichergestellten Fluggeräte Der erste Zwischenfall ereignete sich am Abend des 4. August 2026, als auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle im Bereich der Frachtabfertigung eine funktionstüchtige Sprengdrohne geortet wurde. Das Fluggerät befand sich in unmittelbarer Nähe zu parkenden Transportflugzeugen des Typs Antonow An-124 der ukrainischen Antonov Airlines. Aufgrund der Bauart und der Positionierung ging die Bundesanwaltschaft umgehend von einem gezielten Sabotageversuch aus und übernahm die Prozessführung wegen des Verdachts eines schwerwiegenden Eingriffs in den zivilen Luftverkehr sowie der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Die Entdeckung der zweiten Drohne am 14. August 2026 in Kabelsketal untermauert die Hypothese einer mehrfachen Bedrohungslage. Ermittler prüfen zudem Hinweise, wonach ein weiteres unbemanntes Fluggerät mit einer Transportmaschine des Logistikkonzerns DHL in Berührung gekommen sein könnte. Die Auswertung der Trümmerteile sowie der verbauten Elektronik








