Nordkorea fordert von Russland zahlreiche neue Pjöngjang-Strecken ein
Die Regierung von Nordkorea ist mit einer unmissverständlichen Forderung an jene der Russischen Föderation herangetreten: Man verlangt, dass russische Carrier zahlreiche Routen nach Pjöngjang aufnehmen. Ob hierfür eine Nachfrage besteht oder nicht, spielt für das Regime von Kim Jong-un keine Rolle. Nordkoreas staatliche Fluggesellschaft verfügt über einige Flugzeuge, jedoch sind diese ausgesprochen selten im Einsatz. Es gibt nur wenige internationale Linienstrecken, denn die Nachfrage ist aus verschiedenen Gründen sehr gering. Zum Beispiel ist es für Nordkoreaner sehr schwierig an begehrte Ausreise-Visa zu kommen. Auch ist der abgeschottete Staat für viel Touristen nicht gerade eine Wunschdestination. Momentan gibt es zwei wöchentliche Rotationen zwischen Pjöngjang und Wladiwostok. Geht es nach Kim Jong-un so sollen russische Carrier eine ganze Reihe neuer Verbindungen in die Hauptstadt von Nordkorea aufnehmen. Diesbezüglich soll er persönlich bei Russlands Präsident Vladimir Putin intervenieren. Selbst ein Programm, das russischen Staatsbürgern die vereinfachte Ein- und Ausreise ermöglichen würde, habe man in Vorbereitung. Laut einem Bericht der Zeitung Kommersant hat der “Druck” aus Nordkorea bereits dazu geführt, dass die russische Zivilluftfahrtbehörde an Aeroflot bzw. ihre Tochtergesellschaft Aurora herangetreten ist und ersucht hat Flugverbindungen nach Pjöngjang zu prüfen und nach Möglichkeiten aufzunehmen. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass rasch viele verschiedene Routen folgen werden. Vielmehr spielt man zumindest bei Aeroflot mit dem Gedanken ab Wladiwostok den Verkehr im Codeshare mit Air Koryo durchführen. Somit würde es zu mehr Flügen zwischen den beiden Staaten kommen, denn nebst dem nordkoreanischen Carrier würde dann auch Aurora fliegen, aber man würde vergleichsweise nur wenig Kapazität binden.






