
Triebwerksschäden und Sicherheitsüberprüfungen nach Zwischenfall bei Ryanair-Tochter Malta Air
Ein schwerwiegender Zwischenfall im griechischen Luftraum hat eine erneute Debatte über die Sicherheit und Wartung von Triebwerken des Typs CFM56 in der zivilen Luftfahrt ausgelöst. Am 10. Juli 2026 erlitt ein Passagierflugzeug der Type Boeing 737-800, das von der Ryanair-Tochtergesellschaft Malta Air betrieben wurde, während des Steigflugs von Thessaloniki nach Memmingen einen unkontrollierten Triebwerksschaden. Durch umherfliegende Trümmerteile wurde ein Rumpffenster zerstört, was zu einem raschen Druckabfall in der Kabine führte. Ein 61-jähriger Passagier wurde dabei teilweise durch die entstandene Öffnung gezogen und erlitt Verletzungen. Während die Unternehmensleitung von Ryanair den Vorfall auf das Einwirken von Fremdkörpern zurückführt, ermitteln internationale Luftfahrtbehörden wie die US-amerikanische Transportsicherheitsbehörde NTSB und die Bundesluftfahrtbehörde FAA in alle Richtungen. Im Fokus stehen dabei mögliche Materialermüdungen bei älteren Turbinenbauteilen, die Ähnlichkeiten zu früheren Unfällen in den USA aufweisen. Ablauf des Fluges FR1879 und Vorfall in der Steigflugphase Der Flug FR1879 der Malta Air startete am 10. Juli 2026 vom Flughafen Thessaloniki mit dem Ziel Memmingen. In einer Flughöhe von rund 15.000 Fuß kam es an einem der beiden Triebwerke zu einem sogenannten uncontained engine failure, bei dem Teile der abgebrochenen Schaufeln die Triebwerksverkleidung durchschlugen. Trümmerteile trafen den Rumpf der Maschine auf Höhe der Sitzreihe 11 und zertrümmerten das Fenster am Platz 11F. Der plötzliche Druckabfall erforderte ein sofortiges Sinkflugmanöver der Cockpitbesatzung. Der serbische Passagier Ljubisa Karović, der auf dem betroffenen Fensterplatz saß, wurde durch den Unterdruck kopfüber teilweise aus dem Flugzeug gezogen, konnte jedoch von Mitreisenden und der Besatzung in der Kabine gehalten werden. Die Piloten leiteten eine








