
Modernisierung der Fertigungsanlagen von Pratt & Whitney Canada im kanadischen Longueuil
Der Triebwerkshersteller Pratt & Whitney Canada, eine Tochtergesellschaft des US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtkonzerns RTX, investiert 275 Millionen kanadische Dollar (umgerechnet rund 195 Millionen US-Dollar) in die Modernisierung seines zentralen Fertigungswerks in Longueuil in der Provinz Quebec. Die Ankündigung erfolgte am 21. Juli 2026 im Rahmen der internationalen Luftfahrtmesse im britischen Farnborough. Ziel der Maßnahme ist die Anpassung der Produktionskapazitäten an die weltweite Nachfrage in den Marktsegmenten der Regionalförderung, der Geschäftsreiseflugzeuge sowie der allgemeinen Luftfahrt. Das Vorhaben wird durch finanzielle Beiträge der kanadischen Bundesregierung sowie der Provinzregierung von Quebec unterstützt. Neben der Einführung automatisierter Fertigungslinien ist die Digitalisierung von Produktionsprozessen geplant, um die Betriebsabläufe präziser und effizienter zu gestalten. Finanzielle Strukturierung und staatliche Fördergelder Die Gesamtsumme der Investition teilt sich auf mehrere Kapitalgeber auf. Pratt & Whitney Canada übernimmt den überwiegenden Teil der Kosten selbst, greift jedoch auf öffentliche Fördermittel zurück. Die kanadische Bundesregierung steuert über ihren Strategic Response Fund bis zu 34 Millionen kanadische Dollar bei. Vonseiten der Regierung der Provinz Quebec fließen weitere 9,9 Millionen kanadische Dollar in das Projekt. Mit der staatlichen Unterstützung verbindet die Politik Vorgaben zum Erhalt des Industriestandorts. Nach Angaben der Behörden in Ottawa soll die Förderung zur Sicherung von rund 650 Arbeitsplätzen am Standort Longueuil beitragen und die industrielle Basis der kanadischen Luftfahrtfertigung stärken. Die verbleibenden Mittel für das Modernisierungsprogramm bringt das Unternehmen aus eigenen Barmitteln auf. Technische Neuerungen und digitale Fertigungsprozesse Am Standort Longueuil, der als weltweiter Hauptsitz des Unternehmens dient und eine Fläche von rund 114.000 Quadratmetern umfasst, sind derzeit knapp 4.500








