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Übernahmeangebot für Pierre & Vacances-Center Parcs durch Mubadala Capital

Der französische Tourismuskonzern Pierre & Vacances-Center Parcs steht vor einer grundlegenden Veränderung seiner Eigentümerstruktur. Der Investmentfonds Mubadala Capital aus Abu Dhabi hat eine Vereinbarung über ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die europäische Unternehmensgruppe geschlossen. Der Verwaltungsrat des Unternehmens unterstützt das Angebot einstimmig, und Hauptaktionäre, die zusammen etwa 80 Prozent des Grundkapitals halten, haben bereits zugesagt, ihre Anteile an den Investor abzutreten. Der Vollzug der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Prüfung sowie regulatorischer Freigaben und wird für die erste Hälfte des Jahres 2027 erwartet. Der geplante Eigentümerwechsel markiert einen Wendepunkt für den Ferienhaus- und Resortexperten, der nach einer mehrjährigen Restrukturierung nun von einem staatlich getrageneren Finanzinvestor übernommen werden soll. Konzernstruktur und wirtschaftliche Kennzahlen der Unternehmensgruppe Pierre & Vacances-Center Parcs gehört zu den großen Anbietern im europäischen Segment für Ferienunterkünfte und Kurzstreckentourismus. Das Portfolio des Konzerns umfasst neben der bekannten Marke Center Parcs auch die Marken Pierre & Vacances, Adagio Aparthotels sowie Maeva & Co. Insgesamt verwaltet die Gruppe ein Netz von mehr als 45.000 Apartments, Ferienhäusern und Villen an rund 330 Standorten in mehreren europäischen Ländern. Jährlich verzeichnet der Konzern knapp acht Millionen Gastanreisen. In den vergangenen Jahren durchlief das Unternehmen ein umfassendes Transformationsprogramm unter dem Titel Beyond ReInvention, um die operative Rentabilität zu steigern und die Verschuldung abzubauen. Im Geschäftsjahr 2024/25 verzeichnete der Konzern einen Gesamtumsatz von rund 1,95 Milliarden Euro. Die finanzielle Konsolidierung nach den Ertragsausfällen der vergangenen Jahre bildete die Voraussetzung für den nun eingeleiteten Prüfprozess, der zum Kaufangebot von Mubadala Capital führte. Details des Übernahmeangebots

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Übernahme von LMX Touristik durch Auctus Capital Partners

Die Münchner Beteiligungsgesellschaft Auctus Capital Partners hat mit der vollständigen Übernahme des Reiseveranstalters LMX Touristik und der Eingliederung in die neu gegründete Trägergesellschaft Mondiani Group einen wesentlichen Schritt auf dem europäischen Tourismusmarkt vollzogen. Die Beteiligungsgesellschaft, die auf mittelständische Unternehmen spezialisiert ist, verfolgt mit dieser Investition ein langfristig angelegtes Unternehmenskonzept. Gemeinsam mit den bisherigen Führungskräften des Reiseveranstalters soll schrittweise eine Europäische Touristikplattform aufgebaut werden. Die Entscheidung für den Einstieg bei LMX Touristik basiert auf der technologischen Plattform des Leipziger Veranstalters sowie auf dessen Marktpositionierung im Segment der dynamisch produzierten Pauschalreisen. Angesichts der dominierenden Stellung großer Konzernstrukturen im europäischen Reisemarkt steht die neue Holding vor der Aufgabe, organisches Wachstum und gezielte Unternehmenskäufe miteinander zu verbinden. Struktur der Übernahme und Rolle der Unternehmensgründer Im Zuge der Transaktion wurde die LMX-Gruppe zu 100 Prozent unter dem Dach der Mondiani Group konsolidiert. Anders als bei kurzfristig orientierten Finanzinvestitionen betonen die Verantwortlichen bei Auctus Capital Partners, dass für das Engagement bei LMX kein fixer Veräußerungszeitplan für die kommenden Jahre existiert. Die Beteiligungsgesellschaft stellt für die Weiterentwicklung des Unternehmens Eigenkapital bereit, das zu einem bedeutenden Teil von den Partnern des Investorenhauses selbst aufgebracht wird. Eine zentrale Komponente der Vereinbarung betrifft die personelle und gesellschaftsrechtliche Kontinuität. Der Gründer von LMX Touristik, Markus Hartwig, sowie Geschäftsführer Lars Ludwig verbleiben nicht nur in ihren operativen Leitungsfunktionen, sondern haben sich im Gegenzug an der Mondiani Group beteiligt. Über die genaue Verteilung der Geschäftsanteile und die finanziellen Details der Transaktion machten die Beteiligten keine Angaben. Die Einbindung des bestehenden Managements zielt darauf

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Gatwick stundenlang ohne funktionierende Toiletten

Ein stundenlanger Ausfall der zentralen Wasserversorgung hat am Londoner Flughafen Gatwick zu erheblichen Einschränkungen im Passagierbereich geführt. Am Sonntag, dem 26. Juli 2026, fiel ab den frühen Morgenstunden in den beiden Hauptterminals des zweitgrößten britischen Verkehrsflughafens der Wasserdruck vollständig aus, wodurch Sanitäreinrichtungen, Toilettenspülungen und Handwaschbecken für rund acht Stunden nicht nutzbar waren. Da die Hygienebestimmungen ohne fließendes Wasser keinen regulären Gastrobetrieb zulassen, mussten auch die Restaurant- und Cafébetriebe in den Sicherheitsbereichen ihren Verkauf vorübergehend einstellen. Obwohl der eigentliche Flugbetrieb ohne größere Flugstreichungen aufrechterhalten werden konnte, verdeutlicht der Vorfall die erhebliche Verwundbarkeit moderner Verkehrsinfrastrukturen bei Störungen der kommunalen Grundversorgung. Ursachen im regionalen Versorgungsnetz und Ausmaß der Störung Die Ursache für den flächendeckenden Druckabfall lag nicht in den internen Leitungssystemen des Flughafens selbst, sondern bei einem externen Dienstleister. Nach Angaben des regionalen Wasserversorgers SES Water führte ein technisches Problem im Wasserwerk Bough Beech im Südosten Englands zu massiven Engpässen. Das Wasserwerk versorgt neben der Flughafeninfrastruktur auch zahlreiche Haushalte und Gewerbebetriebe in den angrenzenden Grafschaften Sussex und Kent. Der Versorger meldete Ausfälle in mehreren Postleitzahlenbereichen, was den regionalen Charakter der Störung unterstreicht. Für die im Nord- und Südterminal anwesenden Passagiere hatte der Ausfall unmittelbare Folgen im Terminalalltag. Die Benutzung der Sanitäranlagen war stundenlang stark eingeschränkt oder gar nicht möglich. Zudem entfiel die Möglichkeit, Trinkwasser an den öffentlichen Spendern nachzufüllen. Um die hygienischen Grundbedürfnisse der Fluggäste zu decken, organisierten Flughafenmitarbeiter und Notfallteams die Verteilung von abgefülltem Flaschenwasser in den Wartebereichen. Trotz dieser Sofortmaßnahmen kam es in den Terminals zu Wartezeiten und Beschwerden seitens der

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Wizz Air kündigt Pristina-Basis an

Die Fluggesellschaft Wizz Air hat angekündigt, im November 2026 eine operative Basis am internationalen Flughafen Pristina zu eröffnen. Zum Start des Basisbetriebs plant das Unternehmen die Stationierung eines Passagierflugzeugs vom Typ Airbus A321-200NX auf dem kosovarischen Flughafen. Mit diesem Schritt nimmt die Fluggesellschaft drei neue Direktverbindungen nach Brüssel-Charleroi, Karlsruhe/Baden-Baden sowie Basel/Mulhouse/Freiburg in ihren Flugplan auf. Wizz Air bedient den Standort Pristina bereits seit dem Jahr 2017, als der Flugbetrieb nach der Vergabe eines Auftrags für gemeinwirtschaftliche Verpflichtungen durch die ungarische Regierung aufgenommen wurde. Die Neuaufstellung spiegelt den fortlaufenden Wettbewerb im südosteuropäischen Luftverkehrsmarkt wider und verdeutlicht die Dynamik im Segment der Punkt-zu-Punkt-Verbindungen für Arbeitsmigranten und Heimkehrer. Historische Entwicklung und Hintergrund der Marktpräsenz im Kosovo Die Präsenz von Wizz Air auf dem Flughafen Pristina geht auf das Jahr 2017 zurück. Damals schrieb die ungarische Regierung Streckenrechte im Rahmen von Public Service Obligations aus, um direkte Flugverbindungen zwischen Budapest und mehreren Hauptstädten auf dem Westbalkan zu etablieren und die wirtschaftlichen sowie politischen Verbindungen in der Region zu stärken. Wizz Air erhielt den Zuschlag für diese Strecken und baute in den Folgenjahren ihr Flugangebot ab Pristina schrittweise aus. Der Markt für Flugreisen von und nach dem Kosovo wird maßgeblich durch den sogenannten VFR-Verkehr geprägt, was für Besuche von Freunden und Verwandten steht. Viele Bürgerinnen und Bürger aus dem Kosovo leben und arbeiten in westeuropäischen Ländern wie Deutschland, der Schweiz, Belgien und Österreich. Die Nachfrage nach Direktflügen ist daher stark saisonal getrieben, weist jedoch übers ganze Jahr hinweg ein verlässliches Grundvolumen auf. Die Umwandlung von

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Fünf Jahre Discover Airlines: Entwicklung und Ausbau des Lufthansa-Ferienfliegers

Fünf Jahre nach ihrem ersten kommerziellen Flug hat sich die Lufthansa-Tochtergesellschaft Discover Airlines im Markt der Freizeit- und Urlaubsfluggesellschaften etabliert. Was im Juli 2021 unter dem ursprünglichen Namen Eurowings Discover mit einer einzigen Gebrauchtmaschine vom Typ Airbus A330-200 begann, ist heute ein fester Bestandteil der Konzernstruktur der Deutschen Lufthansa. Mit einer Flotte von mehr als 30 Flugzeugen bedient das Unternehmen mittlerweile 60 Destinationen weltweit von den Drehkreuzen Frankfurt am Main und München aus. Trotz des kontinuierlichen Wachstums und des Ausbaus der Belegschaft auf rund 2.200 Beschäftigte steht der Ferienflieger vor der Aufgabe, seine operative Marge zu sichern, die Flottenvereinheitlichung voranzutreiben und sich in einem von hohem Wettbewerbsdruck geprägten Umfeld zu behaupten. Vom Start-up-Projekt zur eigenständigen Konzernmarke Der Erstflug von Frankfurt nach Mombasa und Sansibar am 24. Juli 2021 erfolgte mitten in der Phase der weltweiten Erholung des Passagierluftverkehrs. Die Gründung der damaligen Eurowings Discover entsprang der Entscheidung des Lufthansa-Konzerns, das Segment der Privatreisen unter einer spezialisierten Struktur neu zu ordnen und Marktanteile von Mitbewerbern wie Condor zurückzugewinnen. Die anfängliche Ausrichtung auf die reine Langstrecke wurde rasch um Kurz- und Mittelstreckenverbindungen erweitert, um die Auslastung der Maschinen zu optimieren und zubringende Verkehre effizient zu nutzen. Im September 2023 vollzog das Unternehmen einen namentlichen und visuellen Markenwechsel. Der Namenszusatz Eurowings wurde gestrichen, und die Fluggesellschaft tritt seither schlicht als Discover Airlines auf. Dieser Schritt diente primär der klaren Abgrenzung zur Direktflug-Tochter Eurowings, deren Fokus auf dem Punkt-zu-Punkt-Verkehr innerhalb Europas liegt, während Discover Airlines eng in die Drehkreuz-Strukturen und das Zubringernetz der Lufthansa

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Juristischer Streit um Dienstplanfristen beim Luftfahrt-Bundesamt

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) hat vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig Klage gegen das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) eingereicht. Gegenstand der rechtlichen Auseinandersetzung ist das Begehren der Gewerkschaft, Einsicht in behördliche Unterlagen zu erhalten, die den Fluggesellschaften Lufthansa und Eurowings verkürzte Fristen bei der Ankündigung von Dienstplänen gewähren. Während die europäischen Vorgaben für die Zivilluftfahrt eine frühzeitige Veröffentlichung der Arbeitseinsätze vorsehen, um den Beschäftigten im Kabinendienst eine verlässliche Planungssicherheit und Ruhezeitenstruktur zu ermöglichen, stützen sich die betroffenen Airlines auf behördlich genehmigte Abweichungen. Die Arbeitnehmervertretung vermutet, dass entsprechende Sonderregelungen in der Vergangenheit zeitweise ohne die erforderliche Genehmigung angewendet wurden, und fordert im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes die vollständige Offenlegung der Antragsunterlagen und Entscheidungsgründe. Gesetzliche Vorgaben und die Schutzfunktion von Ankündigungsfristen Die Arbeits- und Ruhezeiten von Flugbesatzungen in der Europäischen Union sind durch detaillierte Verordnungen der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) geregelt. Diese Vorschriften dienen dem Schutz des Personals vor physischer und mentaler Überlastung sowie der Aufrechterhaltung der Sicherheit im Flugbetrieb. Bestandteil dieses Regelwerks ist die Vorgabe, dass Dienstpläne den Flugbegleiterinnen, Flugbegleitern und Piloten in der Regel mindestens 14 Tage im Voraus verbindlich bekanntzugeben sind. Diese Vorlaufzeit soll den Besatzungsmitgliedern ermöglichen, ihre Regenerationsphasen, privaten Verpflichtungen und Erholungszeiten planbar mit den Anforderungen des Schichtdienstes abzustimmen. In der betrieblichen Praxis des Luftverkehrs stehen Fluggesellschaften jedoch regelmäßig vor der Herausforderung, auf schwankende Nachfragen, wetterbedingte Störungen, technische Unregelmäßigkeiten oder kurzfristige Personalausfälle reagieren zu müssen. Eine starre Dienstplanung erschwert flexible Plananpassungen im laufenden Betrieb. Dennoch betont die Flugsicherheitsgesetzgebung, dass Abweichungen von den Standardbestimmungen nicht eigenmächtig von den Luftfahrtunternehmen vorgenommen werden dürfen,

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Sicherheitsbedingte Umkehr über dem Nordatlantik rückt Alterung von Flugzeugflotten in den Blickpunkt

Ein Zwischenfall auf einem Transatlantikflug der US-amerikanischen Fluggesellschaft United Airlines hat erneut Fragen bezüglich der Zuverlässigkeit älterer Langstreckenflugzeuge aufgeworfen. Eine Boeing 767-300ER, die sich am 20. Juli 2026 auf dem Weg von Newark nach Genf befand, musste nach dem Ausfall eines Reservehydrauliksystems umkehren und nach New Jersey zurückkehren. Obwohl die primäre Flugsteuerung zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt war und das Flugzeug nach rund sechs Stunden Flugzeit sicher landete, beleuchtet der Vorfall die operativen Herausforderungen, vor denen Fluggesellschaften beim Betrieb in die Jahre gekommener Modelle stehen. Der Vorfall reiht sich in eine Serie technischer und organisatorischer Verzögerungen ein, die die internationale Zivilluftfahrt im Zusammenhang mit eng getakteten Flugplänen und Lieferverzögerungen bei Neugeräten belasten. Unstimmigkeiten bei der Gewichtsverteilung vor dem Start Bereits vor dem Abheben von der Startbahn des Newark Liberty International Airport kam es bei dem Flug mit der Bezeichnung UA956 zu Verzögerungen am Boden. Grund dafür waren Unstimmigkeiten in den Berechnungen der Beladungsunterlagen. Die Gewichts- und Schwerpunktberechnung gehört zu den kritischen Sicherheitsfaktoren vor jedem Start, da eine fehlerhafte Verteilung von Fracht und Gepäck die aerodynamische Stabilität des Flugzeugs sowie die erforderliche Startstrecke maßgeblich beeinflussen kann. Aufgrund abweichender Daten sah sich die Besatzung zunächst veranlasst, Vorbereitungen für eine Rückkehr zum Gate zu treffen. Erst nachdem die Flugdienstberatung überarbeitete und verifizierte Werte übermittelte, konnte bestätigt werden, dass sich das Gesamtgewicht und die Massenverteilung innerhalb der zulässigen Betriebsgrenzen befanden. Das Flugzeug setzte seinen Weg zur Startbahn fort und hob schließlich mit einer Verspätung von etwa einer Stunde in Richtung Europa ab. Systemstörung im oceanic

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Abschlussbericht zum Absturz der ATR 72-500 in Brasilien identifiziert vielschichtiges Ursachengeflecht

Die brasilianische Flugunfalluntersuchungsbehörde Cenipa hat ihren finalen Untersuchungsbericht zum Absturz eines Passagierflugzeugs vom Typ ATR 72-500 der Fluggesellschaft Voepass im August 2024 vorgelegt. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass ein Zusammenspiel aus 19 verschiedenen Faktoren zu der Katastrophe führte, bei der alle 62 Insassen ums Leben kamen. Als zentrale Auslöser nennt die Behörde eine ausgeprägte Vereisung der Tragflächen, wiederholte Fehlfunktionen des bordeigenen Enteisungssystems, Fehlentscheidungen der Cockpitbesatzung sowie strukturelle Versäumnisse im Betrieb der Fluggesellschaft Voepass und Mängel bei der behördlichen Aufsicht. Der Fall verdeutlicht die Risiken, die mit Vereisungsbedingungen bei Turboprop-Flugzeugen einhergehen, und wirft Fragen bezüglich der Sicherheitsstandards und Wartungsprozesse im regionalen Luftverkehr auf. Rekonstruktion des Flugverlaufs und der Tragödie von Vinhedo Das Unglück ereignete sich am 9. August 2024 auf dem Voepass-Flug 2283, der von Cascavel im Bundesstaat Paraná zum internationalen Flughafen Guarulhos in São Paulo unterwegs war. An Bord der zweimotorigen Turboprop-Maschine befanden sich 58 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder. Während des Reiseflugs in einer Höhe von rund 17.000 Fuß geriet das Flugzeug in eine Wetterzone mit hoher Luftfeuchtigkeit und extrem niedrigen Temperaturen, was die schnelle Bildung von Klareis an den Oberflächen der Maschine begünstigte. In den letzten Flugminuten verlor die Maschine rapide an Auftrieb und geriet in einen unkontrollierten Flachrudersturz. Videoaufnahmen von Augenzeugen dokumentierten, wie das Flugzeug in einer flachen Trudelbewegung senkrecht zu Boden stürzte, bevor es in einem Wohngebiet der Ortschaft Vinhedo, etwa 80 Kilometer nordwestlich von São Paulo, aufschlug. Beim Aufprall wurden die Zelle und die Bordsysteme vollständig zerstört. Am Boden entstanden Sachschäden an Wohngebäuden, Personen

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Auftragsbilanz und industrielle Herausforderungen auf der Luftfahrtmesse in Farnborough

Die diesjährige internationale Luftfahrtmesse in Farnborough ist mit einer verhaltenen Auftragsbilanz zu Ende gegangen, die den Wandel in der globalen Zivilluftfahrt unterstreicht. Der US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing verbuchte mit insgesamt 173 festen und vorläufigen Vereinbarungen einen geringfügigen Vorsprung vor seinem europäischen Konkurrenten Airbus, der auf 154 Zusagen kam. Zusammengerechnet erreichten die beiden marktbeherrschenden Hersteller ein Gesamtvolumen von 327 Flugzeugen, womit sich die Zahlen im Rahmen der vorsichtigen Branchenerwartungen bewegten. Fernab spektakulärer Neuankündigungen stand die Messe im Zeichen gravierender Lieferengpässe, langer Wartezeiten und enormer Auftragsüberhänge. Fluggesellschaften und Leasingunternehmen richten ihren Fokus zunehmend auf die termingerechte Abarbeitung bestehender Orderbücher, statt in großem Stil neue Kaufverträge abzuschließen. Differenzierte Betrachtung der Messezahlen und Vergleich mit früheren Jahren Die Gesamtzahl von 327 Flugzeugen verdeutlicht das veränderte Bestelldynamik-Umfeld im Vergleich zu früheren Jahrzehnten. Rechnet man Geschäfte heraus, die von den Herstellern bereits vor Beginn der Messe anonym in den Auftragsbüchern geführt wurden, verbleiben netto 218 Neubestellungen. Zwar liegt dieser Wert leicht über dem Niveau der vorangegangenen Farnborough Airshow vom Juli 2024, er befindet sich jedoch weit entfernt vom zyklischen Höchststand des Jahres 2018, als die Hersteller auf derselben Veranstaltung noch 1.100 Bestellungen verzeichnen konnten. Der Rückgang spektakulärer Großaufträge auf den internationalen Branchenmessen ist kein Zufallsprodukt, sondern das Resultat einer vollen Abnehmerpipeline. Die globalen Luftfahrtkonzerne haben in den vergangenen Jahren im Zuge historisch niedriger Zinsen und steigender Passagierzahlen bereits Rekordmengen an Neugeräten geordert. Marktanalysten weisen darauf hin, dass die Fluggesellschaften derzeit damit beschäftigt sind, die bestehenden Auftragsbestände finanziell und operational zu verarbeiten, während die Flugzeugbauer vor der Aufgabe

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Anpassungen im Streckennetz der Fluggesellschaft Eurowings für die Winterperiode 2026/2027

Die deutsche Fluggesellschaft Eurowings nimmt im Hinblick auf den Flugplan der Winterperiode 2026/2027 Änderungen an ihrer Streckenführung vor und stärkt die Abflugbasis am Flughafen Berlin Brandenburg. Die Tochtergesellschaft der Lufthansa erweitert ihr Angebot ab der Bundeshauptstadt um Direktverbindungen zu europäischen Städterezielen, darunter Porto, Bilbao, Lissabon und Sarajevo. Einige dieser Routen waren bereits in den Sommermonaten im Programm enthalten und werden aufgrund der festgestellten Nachfrage nun auch in der kalten Jahreszeit fortgeführt. Ergänzend dazu plant die Airline temporäre Verbindungen vom Flughafen Köln/Bonn in die georgische Hauptstadt Tiflis sowie eine Intensivierung der bestehenden Codeshare-Kooperation mit der Fluggesellschaft SunExpress. Diese Anpassungen spiegeln den Versuch wider, die Flottenauslastung außerhalb der Hauptreisesaison stabil zu halten und das Angebot für Städtereisende sowie Familienbesuche anzupassen. Ausbau der Verbindungen ab dem Flughafen Berlin Brandenburg Am Flughafen Berlin Brandenburg baut Eurowings das Flugangebot für die kommende Winterperiode schrittweise aus. Die portugiesische Küstenstadt Porto sowie die nordspanische Industriemetropole Bilbao werden ab Berlin zweimal wöchentlich angeflogen. Ab Dezember 2026 kommen zwei weitere europäische Hauptstädte hinzu: Lissabon und Sarajevo. Die Entscheidung, diese Strecken in den Winterflugplan aufzunehmen, basiert auf den Fluggastzahlen der vorangegangenen Sommermonate. Das Management der Fluggesellschaft nutzt damit die Strategie, saisonal erprobte Routen ganzjährig im Programm zu halten. Neben dem klassischen Urlaubsverkehr zielen die Verbindungen nach Südeuropa und Südosteuropa auch auf Reisende ab, die Verwandte besuchen oder Geschäftsreisen in diese Regionen unternehmen. Durch die Aufstockung des Flugprogramms festigt Eurowings ihre Position als eine der führenden Fluggesellschaften am Standort Berlin Brandenburg, wo sie sich im Wettbewerb mit internationalen Billigfliegern wie Ryanair

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