
Wizz Air will USA-Flugrechte und noch weniger A321XLR
Die europäische Luftfahrtbranche blickt derzeit gespannt auf die strategischen Manöver der Wizz Air Gruppe, insbesondere auf deren britischen Ableger Wizz Air UK. Mit dem jüngsten Antrag auf ein Foreign Carrier Permit bei den US-Behörden hat das Unternehmen Spekulationen über einen möglichen Einstieg in das transatlantische Liniengeschäft befeuert. Doch die Konzernführung dämpft die Erwartungen an einen regelmäßigen Linienverkehr über den Nordatlantik deutlich. Stattdessen positioniert sich der ungarische Billigflieger in einer Phase erheblicher wirtschaftlicher Belastungen neu. Während die technische Problematik der Triebwerke große Teile der Flotte am Boden hält, sucht das Management nach Wegen, die Reichweite des neuen Airbus A321XLR für punktuelle Gelegenheiten zu nutzen, ohne dabei das Kerngeschäft als Punkt-zu-Punkt-Anbieter in Europa und dem Nahen Osten zu gefährden. Einordnung der US-Flugrechte und Charter-Strategie Die Nachricht über den Antrag auf Flugrechte unter den Open-Skies-Regelungen sorgte zu Beginn der Woche für Aufsehen. Theoretisch stünden Wizz Air mit der Stationierung des Airbus A321XLR in London-Luton oder London-Gatwick zahlreiche Ziele an der US-Ostküste offen. Die technische Reichweite dieses Flugzeugtyps ermöglicht Nonstop-Verbindungen, die bisher meist größeren Langstreckenjets vorbehalten waren. Finanzvorstand Ian Malin stellte jedoch in einer aktuellen Stellungnahme klar, dass die Prioritäten des Unternehmens derzeit an anderer Stelle liegen. Ein regulärer Linienbetrieb in die Vereinigten Staaten sei ausdrücklich nicht geplant. Das Geschäftsmodell von Wizz Air, das auf maximaler Effizienz und schnellen Turnaround-Zeiten basiert, lässt sich nur schwer mit der Komplexität des transatlantischen Marktes vereinbaren, der zudem von etablierten Allianzen dominiert wird. Hinter dem Antrag steckt vielmehr ein opportunistischer Ansatz. Das Unternehmen möchte die Flexibilität besitzen, die








