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August 2022: British Airways plant A380-Rekordmonat

Bei der Fluggesellschaft British Airways geht man derzeit davon aus, dass im Sommer 2022 der Maschinentyp Airbus A380 wieder auf jenem Niveau, das man vor der Pandemie hatte, im Einsatz sein werde. Gegebenenfalls könnte dieses im August 2022 sogar übertroffen werden. Aus den geladenen Flugplandaten geht hervor, dass die IAG-Tochter für August 2022 um sieben Prozent mehr Flüge mit den Superjumbos plant als im Rekordjahr 2019. Derzeit sind 495 Flüge mit Airbus A380 im Reservierungssystem geladen. So viele Verbindungen hatte British Airways zuvor in noch keinem Einzelmonat mit dem Flaggschiff der Flotte bedient. Einige Carrier, darunter Lufthansa, haben sich im Zuge der Corona-Pandemie für die Ausflottung ihrer Airbus A380 entschieden. British Airways und Emirates haben aber schon früh signalisiert, dass man auch in den nächsten Jahren auf die Superjumbos, deren Produktion zwischenzeitlich eingestellt wurde, setzen wird.

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Wegen Personalmangel: British Airways eröffnet Crew-Base in Madrid

British Airways versucht mit einer Crew-Base, die im spanischen Madrid angesiedelt ist, dem Flugbegleitermangel im Vereinigten Königreich gegenzusteuern. Der Carrier musste aufgrund von Personalmangel seit Anfang April etwa 1.400 Flüge streichen. Für die IAG-Tochter ist die stark angestiegene Nachfrage besonders wichtig, denn in den letzten beiden Jahren hat man aufgrund der Corona-Pandemie viel Geld verloren. Die Einrichtung einer Crewbase im spanischen Madrid ist insofern neu, da die Flugbegleiter auf der Kurzstrecke eingesetzt werden. Crewbases außerhalb des Vereinigten Königreichs hat man bislang nur an einigen Langstreckendestinationen. Das lokale Personal kommt aber auf den Interkontinentalflügen und nicht auf der Kurzstrecke zum Einsatz. Derzeit hat British Airways Probleme in UK mehr Flugbegleiter für den Job begeistern zu können. Im Zuge der Pandemie hat man im Bereich des Kabinenpersonals viele Stellen abgebaut und sich offenbar verkalkuliert, denn so gut wie niemand kehrte zurück, sondern orientierte sich in anderen Branchen neu. Im Vereinigten Königreich unterhält British Airways nur noch in Heathrow und Gatwick Crewbases. Die anderen wurden im Verlauf des letzten Jahrzehnts geschlossen. Nun hofft man, dass in Spanien zusätzliche Flugbegleiter gewonnen werden können. Diese sollen dann ins Vereinigte Königreich eingeflogen werden und dort ihren Dienst auf Maschinen der British Airways versehen.

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Irkut MS-21 bekommt keine Triebwerke von Pratt & Whitney

Die Rostec-Tochter UAC ist nicht mehr in der Lage den Mittelstreckenjet MS-21 mit Triebwerken aus dem Hause Pratt & Whitney anzubieten. Ursprünglich konnten sich die Fluggesellschaften für das PW1000G als Alternative zum Aviadvigatel PD-14 entscheiden. Juri Borissow, stellvertretender Ministerpräsident der Russischen Föderation, kündigte an, dass die MS-21 nur noch mit einer Triebwerksoption erhältlich sein wird. Dabei handelt es sich um das in Russland produzierte Aviadvigatel PD-14. Das hat Folgen für den Zeitplan, denn dieses Triebwerk ist noch nicht serienreif. Aufgrund der Sanktionen, die unter anderem die Vereinigten Staaten von Amerika und die Europäische Union als Reaktion auf den kriegerischen Überfall auf die Ukraine gegen die Russische Föderation ausgesprochen haben, darf Pratt & Whitney keine Triebwerke liefern. Somit kann Irkut auch keine mit PW1000G bestückten MS-21 anbieten. Generell muss die United Aircraft Corporation dieses Muster überarbeiten, denn viele Komponenten stammen aus dem Westen. Laut Borissow sollen diese nun innerhalb von Russland produziert werden. Damit will man sich von Importen unabhängig machen. Was leicht gesagt ist, ist in der Praxis durchaus kompliziert und führt zu weiteren Verzögerungen.

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FFP2-Maske (Foto: Pixabay/NightRainer).

Deutschland: Oneway-Maskenpflicht bei U.S.-amerikanischen Airlines

Die Anzahl der europäischen Staaten, die auf das Tragen und Mund-Nasen-Bedeckungen an Bord von Verkehrsflugzeugen pochen, wird Woche für Woche kleiner. Österreich ist mit der weltweit einzigartigen FFP2-Maskenpflicht ohnehin ein Unikum. In Deutschland gibt es tatsächlich auch „Oneway-Maskenpflicht“. Während Lufthansa derzeit auf das Tragen von MNS auf allen Flügen pocht, sieht man das bei U.S.-amerikanischen Carriern lockerer. Fliegt man beispielsweise mit United Airlines oder Delta von Deutschland aus über den großen Teich muss man keine Masken tragen. In die andere Richtung allerdings schon. Für Passagiere, die von Deutschland in die USA reisen, dürfte wohl wenig verständlich sein warum auf dem Hinflug keine Maske getragen werden muss, aber auf dem Rückflug muss die Fluggesellschaft die Maskenpflicht durchsetzen. Dahinter steckt schlichtweg Bürokratie, denn die USA schreiben den Mund-Nasen-Schutz nicht mehr vor, so dass sich die U.S.-amerikanischen Carrier entschlossen haben die Masken fallen zu lassen. Fliegen deren Maschinen aber in Richtung Deutschland so greift die Anordnung der deutschen Behörden, dass auf Flügen in die Bundesrepublik eben Masken getragen werden müssen. Die österreichische Vorschrift ist übrigens ein wenig abweichend. Mittels Notam sind alle Carrier angewiesen, dass deren Passagiere und Besatzungsmitglieder auf allen Flügen von/nach Österreich FFP2-Masken tragen müssen. Da die Alpenrepublik das weltweit einzige Land ist, das auf die vormals als Schleifmasken bekannten Mund-Nasen-Bedeckungen pocht, funktioniert die Umsetzung nicht reibungslos, da viele Menschen – oft aus Unwissenheit – auch normale Masken tragen oder aber komplett überrascht sind, dass man an Bord noch immer Mund und Nase bedecken muss.

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A321neo-Storno: Qatar verliert Klage gegen Airbus

Paukenschlag im Rechtsstreit zwischen Qatar Airways und Airbus. Ein britisches Gericht hat entschieden, dass der europäische Flugzeugbauer die Order über 50 Airbus A321neo stornieren darf. Das Rechtsmittel des Golfcarriers wurde abgewiesen. Im Jänner dieses Jahres annullierte Airbus überraschend eine Großbestellung von Qatar Airways für den Maschinentyp Airbus A321neo. Dies war der vorläufige Gipfel der Unstimmigkeiten zwischen den beiden Unternehmen, denn der Golfcarrier wirft erhebliche Qualitätsmängel am A350 vor. Diese werden vom Hersteller bestritten. Airbus hatte vereinfacht gesagt die Schnauze voll und stornierte die erwähnte Großbestellung. Das wollte Qatar Airways natürlich nicht auf sich sitzen lassen und zog in London vor Gericht. Der Verhandlungsort ergibt sich daraus, dass in den Lieferverträgen das Vereinigte Königreich als Gerichtsstandort für den Fall von Streitigkeiten einvernehmlich vereinbart ist. Somit war die Justiz des Inselstaats am Zug. Qatar Airways konnte kürzlich einen vorläufigen Etappensieg erzielen, denn die Richter gewährten vorläufigen Rechtsschutz. Es wurde Airbus temporär untersagt die Lieferslots des Golfcarriers an andere Kunden zu vergeben. Damit ist jetzt Schluss, denn der europäische Flugzeugbauer kann mit gerichtlichem Segen die 50 Airbus A320neo anderweitig verkaufen. Qatar Airways hat zwischenzeitlich die Fühler in Richtung Boeing ausgestreckt und schielt auf die noch nicht fliegende Boeing 737 Max 10. Dieses Muster hat, ganz davon abgesehen, dass es noch keine Zulassung hat, auch einen anderen Nachteil. Der A321neo hat eine größere Range als das Konkurrenzmodell. Qatar Airways versuchte mit diesem Argument auch das britische Gericht überzeugen, jedoch biss man auf Granit. Die Richter sind der Ansicht, dass sich Qatar Airways sehr wohl

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Akureyri: Nice Air will nach Kopenhagen, Stansted und Teneriffa fliegen

Das isländische Luftfahrt-Startup Nice Air will ab 2. Juni 2022 Charterflüge mit einem von Hifly Malta betriebenen Airbus A319 anbieten. Diese sollen von Akureyri aus zu vorerst drei Destinationen führen. Der Erstflug soll am 2. Juni 2022 durchgeführt werden. Das Ziel ist Kopenhagen. Die dänische Hauptstadt will man jeweils an Donnerstagen und Sonntagen anfliegen lassen. Ab 3. Juni 2022 geht es an den Verkehrstagen Montag und Freitag nach London-Stansted. Teneriffa Süd soll erstmals ab dem 7. Juni 2022 angesteuert werden. Derzeit ist vorgesehen, dass jeweils mittwochs geflogen wird. Während der Hauptsaison gilt ein abweichender Flugplan. Nice Air ist keine Fluggesellschaft, denn man hat kein AOC und keine Betriebsgenehmigung. Man chartert einen von Hifly Malta betriebenen Airbus A319. Die Sitzplätze vermarktet man auf eigene Rechnung. Derartige Konstruktionen werden gelegentlich auch „virtuelle Fluggesellschaft“ genannt. Die Initiatoren halten den sich im Norden von Island befindlichen Flughafen Akureyri für unterversorgt und wollen hier einen Homebasecarrier aufbauen. Zu einem späteren Zeitpunkt will man AOC und Betriebsgenehmigung erlangen und dann den Flugbetrieb selbst durchführen.

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Personalmangel bei Swiss: Lufthansa hilft ab Juni 2022 aus

Bei Swiss herrscht Personalmangel. Konzernmutter Lufthansa hilft einige Monate auf den Strecken zwischen Zürich und Frankfurt sowie München aus. Einige Kurse werden ab Juni 2022 temporär von der Kranich-Airline bedient. Die Änderungen sind bereits in den Buchungssystemen der beiden Fluggesellschaften ersichtlich. Ein Swiss-Sprecher erklärte dazu gegenüber Aviation.Direct: „Zwischen Juni und Oktober wird ein Teil der Flüge von Zürich nach München und Frankfurt aufgrund einer gruppeninternen Portfolio-Optimierung vorübergehend von Lufthansa übernommen, die Anschlüsse sind nach wie vor garantiert“. Angesprochen darauf wie viele Flugzeuge im Hochsommer 2022 von Helvetic Airways im Auftrag von Swiss bedient werden, sagte der Medienreferent: „Zusätzlich zu den sechs ganzjährig für Swiss betriebenen Helvetic-Flugzeugen werden flexibel weitere Helvetic-Flugzeuge im Hochsommer zwecks Abdeckung der saisonalen Zusatznachfrage für Swiss im Einsatz sein“.

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Fehlende Ersatzteile: Sukhoi Superjets droht nach und nach das Grounding

Ein „echter Russe“ war der Sukhoi Superjet SSJ-100 noch nie, denn auch aus Prestigegründen setzte man von Anfang an auf Zusammenarbeit mit westlichen Zulieferern. Man erhoffte sich dadurch den Regionaljet in großem Umfang bei westlichen Airlines absetzen zu können. Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt und nun wird diese sogar problematisch für russische Betreiber. Der Superjet ist zwar ein Prestigeprojekt der russischen Luftfahrtindustrie, jedoch verkauft sich dieser Maschinentyp außerhalb Russlands von Anfang an nur schleppend. In Europa war kurzzeitig Cityjet mit SSJ-100 unterwegs und das sogar im Wetlease für die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines, doch war es nur ein kurzes Intermezzo, denn die Maschinen gingen wegen komplizierter Ersatzteilversorgung zurück an die russischen Leasinggeber. Im Sukhoi Superjet SSJ-100 sind zahlreiche Komponenten aus westlicher Fertigung verbaut. Diese fallen unter die Sanktionen, die unter anderem die Vereinigten Staaten von Amerika und die Europäische Union aufgrund des kriegerischen Überfalls auf die Ukraine gegen die Russische Föderation verhängt haben. Genau das wird nun zum Problem und könnte dazu führen, dass russische Operators nach und nach ihre SSJ-100 grounden müssen. Juri Lapin, Geschäftsführer von IrAero, warnte laut russischen Medienberichten den Gouverneur der Region Irkutsk, dass SSJ-100-Operators nicht in der Lage sind die Reparatur der Powerjet SaM146-Triebwerke auf die Beine zu stellen. Hintergrund ist, dass zahlreiche benötigte Komponenten und Ersatzteile von einem französischen Hersteller stammen. Dieser liefert aufgrund der Sanktionen nicht mehr nach Russland. Das Turbofan-Triebwerk SaM146 wurde im Rahmen eines Joint Ventures zwischen dem heutigen französischen Luft- und Raumfahrtunternehmen Safran und dem russischen Unternehmen NPO Saturn eingeführt.

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Singapur lässt Geimpfte ohne Test und Quarantäne einreisen

Personen, die vollständig gegen Covid-19 geimpft sind, können seit 26. April 2022 ohne Quarantäne und weitere Tests nach Singapur einreisen. Dies gilt auf dem Land-, Luft-, und Seeweg. Kinder unter 12 Jahren waren auch schon bisher von den einst sehr scharfen Einreisebestimmungen ausgenommen. Geimpfte müssen ihren Status im Zuge der Einreisekontrolle nachweisen können. Es sind dann keine Testungen mehr notwendig. Auch muss man keine Absonderung mehr antreten. Personen, die nicht vollständig gegen Covid-19 geimpft sind, müssen zusätzlich zur Vorlage eines negativen PCR-Befunds vor Ort einen weiteren Test absolvieren. Anschließend ist eine siebentägige Quarantäne anzutreten, die dann mit einem erneuten PCR-Test abgeschlossen wird. Ungeimpfte müssen die Kosten für die insgesamt drei PCR-Testungen selbst tragen. Auch müssen etwaige Kosten, die durch die Quarantäne entstehen können, aus eigener Tasche bezahlt werden. Personen, die vollständig gegen Covid-19 geimpft sind, benötigen seit Dienstag weder Test noch Absonderung. Singapur hofft, dass die gelockerten Einreisebestimmungen dem Tourismus zusätzlichen Schub geben. Unter anderem verweist man auf das Formel-Eins-Rennen, das heuer wieder im Stadtstaat durchgeführt werden soll.

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Personalmangel: Swiss muss Sommerflugplan 2022 kürzen

Als sprichwörtlicher Bumerang scheint sich der Stellenabbau, den die Fluggesellschaft Swiss im Zuge der Corona-Pandemie und der Impfpflicht vorgenommen hat, zu erweisen. Der Carrier muss den Flugplan ab Juni 2022 über den gesamten Hochsommer 2022 ausdünnen. Swiss leidet derzeit unter akutem Personalmangel und entschied sich nun das Angebot frühzeitig zurückzufahren. Eine Sprecherin der Fluggesellschaft erklärte dazu unter anderem: „Wir haben bewusst frühzeitig die Kapazitäten im Hochsommer reduziert, um einen stabilen Flugplan anbieten zu können und etwaige Umbuchungen möglichst gering zu halten“. Die Kürzungen betreffen hauptsächlich das europäische Streckennetz. Allerdings fährt man auch die Hub-Anbindungen an die Lufthansa-Drehkreuze München und Frankfurt am Main zurück. Diese werden teilweise von Konzernmutter Lufthansa übernommen, wie ein Sprecher gegenüber Aviation.Direct bestätigt: „Zwischen Juni und Oktober wird ein Teil der Flüge von Zürich nach München und Frankfurt aufgrund einer gruppeninternen Portfolio-Optimierung vorübergehend von Lufthansa übernommen, die Anschlüsse sind nach wie vor garantiert.“ Für Swiss ist der Personalmangel durchaus problematisch, denn die Nachfrage ist im Hochsommer 2022 durchaus hoch. Ursprünglich wollte man etwa 80 Prozent jener Kapazität, die man vor der Corona-Pandemie hatte, anbieten. Wie viele Flüge tatsächlich aus dem Verkauf genommen wurden, konnte man nicht genau beziffern. Es soll sich im einstelligen Prozentbereich bzw. eine dreistellige Anzahl an Flugverbindungen handeln.

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