
Riyadh Air bereitet kommerziellen Start mit Fokus auf internationale Drehkreuze vor
Die neu gegründete saudi-arabische Fluggesellschaft Riyadh Air steht unmittelbar vor dem Beginn ihres regulären Flugbetriebs und hat offenbar erste Weichen für ein internationales Streckennetz gestellt. Berichten des britischen Slot-Koordinators Airport Coordination Limited zufolge plant die Airline für die Sommersaison 2026 den Aufbau eines Netzwerks, das zunächst 15 Destinationen in Europa, Asien und dem Nahen Osten umfasst. Während das Unternehmen bisher nur ausgewählte Ziele wie London, Dubai und Kairo offiziell bestätigt hat, deutet die Reservierung von Start- und Landerechten an bedeutenden Flughäfen wie Paris, Madrid und Manchester auf eine ambitionierte Wachstumsstrategie hin. Die Fluggesellschaft, die als zweiter nationaler Carrier neben Saudia fungiert, soll den Standort Riad als globales Luftfahrtzentrum stärken und eine direkte Konkurrenz zu den etablierten Fluglinien in den Nachbarstaaten aufbauen. Die Verteilung der Slots lässt darauf schließen, dass Riyadh Air gezielt auf hochfrequentierte Wirtschafts- und Tourismusmetropolen setzt, um vom ersten Tag an signifikante Marktanteile im Premiumsegment zu gewinnen. Struktur des vorläufigen Streckennetzes in Europa und Übersee Die vorliegenden Daten aus dem Saisonbericht S26 zeigen eine klare Gewichtung auf den europäischen Kontinent. Zu den priorisierten Zielen gehören demnach Paris Charles de Gaulle, Madrid-Barajas und Manchester. Besonders die Aufnahme von Manchester gilt in Branchenkreisen als strategisch interessanter Schritt, da dieser Flughafen bisher nicht im Direktflug-Portfolio ab Riad vertreten war. London Heathrow nimmt eine Sonderrolle ein: Bereits seit Oktober 2025 bedient Riyadh Air diesen Flughafen in begrenztem Umfang, allerdings blieben diese Flüge bisher Firmenangehörigen und geladenen Gästen vorbehalten, um betriebliche Abläufe unter Realbedingungen zu testen. In Richtung Osten orientiert sich die Fluggesellschaft








