
Rhätische Bahn setzt im Jahr 2026 verstärkt auf historische Dampffahrten in Graubünden
Die Rhätische Bahn, ein technologisches und kulturelles Monument der Schweizer Ingenieurskunst, kündigt für das Jahr 2026 eine umfassende Reihe von Sonderfahrten an, die das goldene Zeitalter der Eisenbahn im Kanton Graubünden wiederaufleben lassen. Seit über einem Jahrhundert prägt das charakteristische rote Rollmaterial die alpine Landschaft, doch es sind vor allem die Relikte aus der Gründungszeit, die eine ungebrochene Faszination ausüben. Ab September 2026 kommen verschiedene historische Lokomotiven, darunter die legendäre Dampflokomotive G 3/4 Nr. 11 mit dem Beinamen Heidi, auf den spektakulären Bergstrecken zum Einsatz. Diese Nostalgiezüge bieten Reisenden die seltene Gelegenheit, die technisch anspruchsvollen Routen durch das Engadin und über die Albula-Linie in einer Weise zu erleben, die dem Reisegefühl des späten 19. Jahrhunderts entspricht. Das Angebot reicht von kurzen Erlebnisfahrten im Städtedreieck des Oberengadins bis hin zu ausgedehnten Panoramastrecken entlang des Inns. Mit diesen Sonderleistungen unterstreicht die Rhätische Bahn ihren Status als Betreiberin eines lebendigen Denkmals, das die Geschichte der Erschließung des Hochgebirges durch die Schiene dokumentiert und für ein internationales Publikum physisch erfahrbar macht. Die technologische Pionierleistung im Hochgebirge Der Ursprung der heutigen Rhätischen Bahn liegt im Jahr 1889, als die erste Teilstrecke zwischen Landquart und Klosters eröffnet wurde. Was als ehrgeiziges Projekt zur Verbindung abgelegener Bergtäler begann, entwickelte sich rasch zu einem der komplexesten und architektonisch anspruchsvollsten Schienennetze der Welt. Das heutige Streckennetz umfasst 384 Kilometer und überwindet enorme Höhenunterschiede durch den Einsatz von Kehrtunneln, Viadukten und Galerien. Die technische Herausforderung bestand seit jeher darin, die Schmalspurbahn sicher durch das instabile Gelände und das raue Klima








