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Erneut Chaos und lange Warteschlangen am BER

Im Vergleich zur Zeit „vor Corona“ ist die Anzahl der Passagiere am Flughafen Berlin-Brandenburg noch immer überschaubar, doch scheint man dennoch damit überfordert zu sein. Am Samstagvormittag kam es zu langen Warteschlangen, die jedoch hausgemacht sind. Im Bereich Ground Services wurde zu wenig Personal eingesetzt und gleichzeitig meinen viele Airlines, dass sie ihre Passagiere unter dem Deckmanten „Dokumentenkontrolle“ zum Check-in-Schalter zwingen müssen. Eine Tätigkeit, die man – sofern es keine abweichenden behördlichen Vorschriften des Ziellandes gibt – durchaus auch im Zuge des Boarding durchführen könnte. Ein Sprecher des BER betonte, dass für die Geschwindigkeit an den Check-in-Schaltern die Fluggesellschaften selbst verantwortlich sind. Einige Passagiere berichteten davon, dass Wartezeiten von über zwei Stunden keine Seltenheit gewesen sein sollen. Auch an den Gepäckbändern mussten sich viele Reisende in Geduld üben. Derzeit ist am Flughafen Berlin-Brandenburg nur das Terminal 1 in Betrieb. Die Abfertigungskomplexe 2 und 5 werden unter Hinweis auf das geringe Fluggastaufkommen nicht genutzt. Weiters befinden sich sowohl bei der Betreibergesellschaft als auch bei zahlreichen Dienstleistern viele Mitarbeiter in Kurzarbeit.

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Regierung bestätigt: Air India geht an Tata Sons

Über viele Jahre hinweg versuchte die indische Regierung den bereits vor der Corona-Pandemie in Schieflage geratenen Staatscarrier Air India zu verkaufen. Nun geht die Fluggesellschaft an den Konzern Tata Sons. Es wurde bereits seit einigen Tagen spekuliert, dass die genannte Firmengruppe den Zuschlag erhalten wird. Tata plant eigene Beteiligungen bzw. Töchter mit Air India zu fusionieren. Die Regierung Indiens gab nun grünes Licht für die Fusionierung. Als Kaufpreis werden rund zwei Milliarden Euro fließen. Damit findet Air India den Weg zurück zur Gründerfamilie, denn ursprünglich wurde der Carrier in den 1930ern als Tata Airlines ins Leben gerufen. Die Verstaatlichung erfolgte in den 1950er Jahren. Unter anderem Billigflieger brachten Air India zunehmend unter Druck. Die Regierung wollte ursprünglich nur eine Teilprivatisierung vornehmen, jedoch entschied man sich nun für den vollständigen Verkauf. Der Lowcoster Spicejet bot ebenfalls, unterlag aber.

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Indien nimmt Erteilung touristischer Visa wieder auf

Indien will sich schrittweise wieder für die Touristik öffnen. Das Innenministerium teilte mit, dass ab Freitag wieder Visa für Touristen ausgestellt werden. Den Schritt begründet man damit, dass etwa zwei Drittel der Bevölkerung Antikörper haben. Diese sollen aus überstandenen Erkrankungen und Impfungen resultieren. Dies wurde aufgrund einer großflächig durchgeführten Studie festgestellt. Indien will sich nun – nach fast eineinhalb Jahren „Pause“ – wieder für Touristen öffnen. Die Einreisebestimmungen für Urlauber sind noch nicht final veröffentlicht. Es ist aber davon auszugehen, dass die vollständige Impfung gegen Covid-19 zur Grundbedingung für den Erhalt des Visums und die Einreise auf den Subkontinent wird.

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Swiss nimmt Zürich-Beirut auf

Ab 2. Dezember 2021 will Swiss zwischen Zürich und Beirut fliegen. Die Neuaufnahme soll zunächst an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag bedient werden. Kernzielgruppe sind Personen, die Besuche bei Freunden und Verwandten durchführen wollen. „Als Airline der Schweiz ist es unser Ziel, unseren Fluggästen ein so bedarfsgerechtes Streckennetz wie möglich anzubieten. Wir sind stolz darauf, erstmals in der Geschichte von SWISS die libanesische Hauptstadt direkt mit der Schweiz und unserem Drehkreuz in Zürich verbinden zu können. Wir hoffen, damit auch die Stadt beim Wiederaufbau zu unterstützen und freuen uns, Menschen und Kulturen miteinander zu verbinden“, so Swiss-CCO Tamur Goudarzi Pour. Zunächst wird Edelweiss Air zwischen Dezember 2021 und Mitte Jänner 2022 im Auftrag von Swiss fliegen. Zum Einsatz kommt ein Flugzeug vom Typ Airbus A320, das 174 Passagieren Platz bietet. Ab Mitte Jänner bis Ende März 2022 führt Swiss den Flug selber durch. Die Flugzeit nach Beirut beträgt rund vier Stunden.

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Condor rollt digitalen „Docs-Check“ aus

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor rollt den Online-Check-in wieder aus. Bislang mussten die Passagiere auf vielen Strecken ihre Bordkarten am Schalter abholen und sich in ohne Notwendigkeit produzierte Warteschlangen anstellen. Gleichzeitig führt Condor eine so genannte „digitale Dokumentenkontrolle“ ein. Während dem Online-Check-in können Testnachweise und EU-Impfzertifikate hochgeladen werde. Die Bordkarten sollen dann digital zum Ausdrucken bzw. zum Vorzeigen auf dem Smartphone zugestellt werden. Der Online Check-in mit Dokumentencheck ist zunächst für alle Flüge nach Spanien, Italien, Kroatien, Griechenland, Portugal und Ägypten sowie für alle Rückflüge zurück nach Deutschland und in die Schweiz möglich. Weitere Destinationen werden kontinuierlich freigeschaltet.

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Eurowings Discover legt zwei weitere Ferienziele auf

Der Lufthansa-Ferienflieger Eurowings Discover legt für den Sommerflugplan 2022 zwei weitere Strecken, die mit Airbus A320 bedient werden sollen, auf. Diese werden ab Frankfurt am Mian bzw. München angeboten. Nach Zakynthos soll es ab 2. Mai 2022 an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch und Freitag gehen. Diese Destination wird Eurowings Discover ab Frankfurt am Main bedienen. Nach Skiathos wird man ab 2. Juni 2022 einmal wöchentlich ab München fliegen. Diese Route wird zunächst am Verkehrstag Samstag angeboten. Per 2. August 2022 soll ein Umlauf an Dienstagen hinzukommen. In der unmittelbar bevorstehenden Winterflugplanperiode plant Eurowings Discover ab Frankfurt am Main unter anderem diese Destinationen mit Airbus A320 anzufliegen: Marrakesch, Teneriffa Süd, Fuerteventura, Las Palmas, Lanzarote, Hurghada und Marsa Alam.

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Berlin: Sccot startet VTL-Flüge nach Singapur

Mit Wirksamkeit zum 19. Oktober 2021 bietet der Billigflieger Scoot zwischen Berlin und Singapur so genannte VTL-Flüge an. Diese werden dreimal wöchentlich angeboten und sollen Reisenden bei der Ankunft im asiatischen Land die Quarantäne ersparen. Laut Scoot bietet man die VTL-Flüge zusätzlich zum bestehenden Angebot, das über Athen geführt wird, an. Die Vorschriften von Singapur sehen vor, dass Passagiere, die im Rahmen des „Travel Bubble“-Programms reisen nicht mit „normalen“ Reisenden vermischt werden dürfen. Flugplan auf einen Blick: bis 29 Oktober 2021: Sector Flight No. Departure Arrival Frequency Singapore-Berlin TR734 1.40am 8.45am Monday, Wednesday, Friday Berlin-Singapore (VTL-designated flight) TR735 11.20am 5.40am (+1) Monday, Wednesday, Friday ab 1. November 2021: Sector Flight No. Departure Arrival Frequency Singapore-Berlin TR734 1.40am 7.50am Monday, Wednesday, Friday Berlin-Singapore (VTL-designated flight) TR735 10.45am 5.45am (+1) Monday, Wednesday, Friday

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USA: Spirit sichert sich 20 weitere Airbus A320neo

Die Billigfluggesellschaft Spirit Airlines hat sich zwanzig weitere Maschinen der Airbus A320neo-Reihe gesichert. Diese werden über den Leasinggeber Aercap bezogen. Der Lessor machte den Deal öffentlich, verzichtete jedoch darauf die Typen näher zu bezeichnen. Lediglich der Umstand, dass zwischen 2022 und 2024 an Spirit übergeben werden soll, wurde mitgeteilt. „Wir freuen uns unsere langjährige, strategische Partnerschaft mit AerCap weiterzuführen. Diese 20 neuen Flugzeuge helfen uns, unsere zuvor angekündigten Kapazitätspläne für 2022 und 2023 und unser angestrebtes Wachstum im Jahr 2024 zu erreichen, während wir unsere Mission fortsetzen, More Go zu liefern und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis am Himmel zu bieten“, so Spirit-Vice President Simon Gore.

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Lufthansa: Lowcoster setzen Hubs Wien und Brüssel unter Druck

In der „Post-Corona-Strategie“ der Lufthansa Group sollen die Drehkreuze Brüssel und Wien eine kleinere Rolle spielen. Die so genannten Premium-Verkehre sollen primär über München, Frankfurt und Zürich geleitet werden. Grundsätzlich bekennt man sich aber zum gruppenweiten Hub-and-Spoke-Prinzip. Das Handelsblatt schreibt gar, dass innerhalb der Firmengruppe der so genannte „Premium-Anspruch“ ausschließlich Swiss und Lufthansa selbst vorbehalten sein soll. Dies lässt sich auch an Hand der Flugzeugzuteilungen ableiten, denn sowohl auf der Kurz- als auch auf der Langstrecke sind fabrikneue Maschinen für den Kranich und seinen Ableger in der Schweiz reserviert. Beispielsweise für Austrian Airlines ist – zumindest offiziell – keine einzige Maschine eingeplant. Bei den Billigtöchtern sieht die Situation anders aus, denn Lufthansa will sowohl mit Eurowings als auch mit Eurowings Discover stark wachsen. Dazu verlagerte man bereits Kapazität „von der Mutter zur Tochter“. Auch sind beide Marken bei Neuzugängen bereits berücksichtigt worden oder werden dies in Zukunft. Eurowings soll sich zunehmend nicht mehr nur auf die D-A-CH-Region fokussieren, sondern sich zu einem paneuropäischen Carrier nach den Vorbildern Ryanair, Wizz Air und Easyjet, ausbreiten. In Pristina und Palma unterhält man bereits Bases und in Kürze werden Prag und Stockholm-Arlanda hinzukommen. Weitere befinden sich in der Planungsphase. Die Lufthansa Group verkleinerte im Zuge der Corona-Pandemie die Konzernflotte drastisch. Allerdings wird bei genauer Betrachtung deutlich, dass auf der Langstrecke kleineres Fluggerät dominieren soll. Daraus lässt sich ableiten, dass man mehr Ziele ansteuern will bzw. bestehende häufiger anfliegen möchte. Auf der Kurz- und Mittelstrecke will man besonders unter der Marke Eurowings das Streckennetz verdichten,

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VC und UFO wollen Betriebsrat bei Eurowings Discover gründen

Derzeit gibt es bei Eurowings Discover weder Betriebsrat noch Tarifvertrag. Das wollen die Gewerkschaften UFO und Vereinigung Cockpit ändern. Mit Hilfe von Betriebsversammlungen will man das fliegende Personal zur Gründung eines Arbeitnehmergremiums bewegen. „In einem ersten Schritt werden VC und UFO gemeinsam die Kabinen- und Cockpit-Kolleginnen und -Kollegen zu einer Betriebsversammlung einladen“, sagt Stefan Herth, Präsident der Vereinigung Cockpit. „Wir setzen uns aktiv für die Gründung eines Betriebsrats ein und sind davon überzeugt, dass die Beschäftigten ein Interesse an betrieblicher Mitbestimmung bei ihrer Airline haben.“ „Nur durch eine funktionierende Sozialpartnerschaft kann ein Betrieb gesund wachsen. Dabei ist es möglich, zukunftsfähige Lösungen zu finden, welche die betriebswirtschaftliche Sicht der Arbeitgeber und den Wunsch der Arbeitnehmer nach guten Arbeitsbedingungen und fairer Vergütung  gleichermaßen berücksichtigen“, ergänzt Anja Bronstert, stellvertretende Vorsitzende der UFO. Das primäre Ziel der gewerkschaftlichen Aktivität ist, dass ein Betriebsrat gegründet wird. Anschließend will man einen Tarifvertrag für Eurowings Discover erreichen. Im Gegensatz zu anderen Konzernmitgliedern gibt es beides bislang nicht.

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