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Bombardier liefert ersten Global 8000 aus

Der kanadische Flugzeughersteller Bombardier hat am 8. Dezember 2025 die erste Einheit seines neuen Ultra-Langstrecken-Geschäftsreisejets, der Global 8000, ausgeliefert und damit dessen offiziellen Betriebsstart markiert. Die Übergabe erfolgte im Rahmen einer Zeremonie im Bombardier-Montagewerk am Pearson Airport in Mississauga, Ontario, nahe Toronto. Erster Kunde ist Patrick Dovigi, Gründer, Präsident und CEO des Umwelt-Dienstleistungsunternehmens GFL. Die Global 8000 etabliert sich als das neue Flaggschiff des Herstellers und definiert in mehrfacher Hinsicht die Leistungsfähigkeit und den Kabinenkomfort in der Geschäftsluftfahrt neu. Mit einer Reichweite von 8.000 nautischen Meilen (nm) übertrifft sie ihren Vorgänger, die Global 7500 (7.700 nm), und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von Mach 0.95. Damit ist die Global 8000 das schnellste zivile Flugzeug seit der Ausmusterung der Concorde. GFL hatte zur Beschaffung der Global 8000 am 18. November eine ältere Global 7500 in Zahlung gegeben; das Unternehmen betreibt darüber hinaus eine Global 5500. Patrick Dovigi betonte anlässlich der Übergabe, dass es sich um sein achtes Bombardier-Flugzeug innerhalb von 16 Jahren handelt. Technologische Höhepunkte und Zertifizierungserfolge Die Global 8000 basiert auf der erfolgreichen Global 7500, konnte jedoch während des Zertifizierungsprozesses zwei herausragende technologische Meilensteine erzielen. Erstens wurde die maximale Betriebsgeschwindigkeit von Mach 0.94 auf Mach 0.95 erhöht, was die Maschine zum schnellsten zivilen Flugzeug am Himmel macht. Die reguläre hohe Reisegeschwindigkeit liegt bei Mach 0.92. Zweitens gelang es Bombardier, die Kabinendruckhöhe auf den branchenweit niedrigsten Wert von 2.691 Fuß zu senken. Die Kabinendruckhöhe simuliert die Höhe, die Passagiere in der Kabine erleben. Eine niedrigere Kabinendruckhöhe führt zu einer besseren Sauerstoffsättigung im Blut

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Registrierkassenpaket beschlossen: Erleichterung für Österreichs Tourismusbetriebe

Der österreichische Nationalrat hat ein neues Registrierkassenpaket beschlossen, das auf breite Zustimmung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft stößt. Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), begrüßt das Paket als einen wichtigen Schritt zur Steigerung der Praxisnähe, Rechtssicherheit und Entlastung heimischer Betriebe. Die Wirtschaftskammer weist darauf hin, dass Unternehmen im Schnitt viel Zeit mit administrativen Aufgaben verbringen, die nun für die Gästebetreuung freigesetzt werden könnte. Das beschlossene Paket enthält mehrere zentrale Maßnahmen, die insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Tourismus entlasten sollen. Eine der Neuerungen ist die Einführung der Option auf digitale Belege ab dem 1. Oktober 2026. Zukünftig können Belege auch digital ausgestellt werden, was die Belegerteilungspflicht ebenso erfüllt wie die Ausgabe eines Papierbelegs. Die Nutzung dieser digitalen Option ist freiwillig, das Recht der Kunden auf einen gedruckten Beleg bleibt dabei uneingeschränkt bestehen. Die Regelung soll den Betrieben keinen zusätzlichen administrativen Aufwand verursachen. Zwei weitere wichtige Anpassungen betreffen die Umsatzgrenzen und Regelungen für kleinere Kassen. Die sogenannte 15-Warengruppenregelung für kleinere Registrierkassen wird ab dem 1. Jänner 2026 unbefristet festgeschrieben. Dies schafft verlässliche Rahmenbedingungen und reduziert den administrativen Aufwand auf Dauer. Zudem wird die Umsatzgrenze der „Kalte-Hände-Regelung“ von 30.000 auf 45.000 Euro angehoben. Diese Anpassung wird als notwendige Inflationsanpassung betrachtet und bringt Erleichterungen, vor allem für Kleinstbetriebe wie etwa Schausteller. Mit dem Registrierkassenpaket reagiert die Politik auf die Forderungen der Wirtschaft, die bürokratischen Hürden für KMU zu senken. Die Maßnahmen, die nun gesetzlich verankert werden, sollen dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Tourismus- und

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Boeing verzeichnet Lieferrückgang im November: 44 Jets ausgeliefert, Fokus auf 737 Max und Großaufträge für 777X

Der amerikanische Flugzeughersteller Boeing hat im November eine Reduzierung seiner kommerziellen Flugzeugauslieferungen verzeichnet. Das Unternehmen lieferte insgesamt 44 Verkehrsflugzeuge aus, was einem Rückgang von neun Maschinen gegenüber dem Vormonat (Oktober: 53) entspricht. Mehr als 70 Prozent der Auslieferungen entfielen auf die stark nachgefragte Schmalrumpffamilie Boeing 737 Max. Trotz der Verlangsamung im Liefergeschäft konnte Boeing im gleichen Zeitraum einen massiven Auftragseingang verbuchen, angetrieben durch eine erfolgreiche Präsenz auf der Dubai Airshow 2025. Die Bilanz von 44 ausgelieferten Jets im November liegt deutlich unter den Zahlen des europäischen Hauptkonkurrenten Airbus, der im selben Monat 72 Flugzeuge an Kunden übergab. Während Airbus seine Gesamtjahresprognose für 2025 leicht senken musste, bleibt der europäische Hersteller weiterhin auf Kurs, sein Jahresziel von nahezu 800 Auslieferungen zu erreichen. Boeing arbeitet hingegen daran, im Jahresendspurt das beste Auslieferungsergebnis seit 2018 zu erzielen. Dominanz der 737 Max in den Auslieferungen Die Auslieferungsstatistik von Boeing im November wurde klar von der 737 Max dominiert. Der Hersteller lieferte 32 Maschinen dieser Einzelgang-Familie an insgesamt 18 Kunden aus. Dies entspricht einem monatlichen Rückgang von 17 Prozent über alle Flugzeugtypen hinweg. Zu den Hauptabnehmern der 737 Max im November gehörten wichtige US-Fluggesellschaften und Leasingfirmen: Neben der 737 Max lieferte Boeing im November sechs Exemplare seines Großraumflugzeugs 787 Dreamliner aus. Bemerkenswert war die Auslieferung von zwei 787-10 an TAAG Angola Airlines. Dies markierte die ersten beiden 787-10-Varianten in der Flotte der afrikanischen Fluggesellschaft, die bereits zwei 787-9-Flugzeuge betreibt. Weitere 787-9 gingen an American Airlines, Oman Air und Lufthansa. Zudem lieferte Boeing sechs Frachtflugzeuge aus,

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Flughafen Zürich verzeichnet Passagierzuwachs im November 2025

Der Flughafen Zürich hat im November 2025 erneut einen Anstieg des Passagieraufkommens verzeichnet. Insgesamt nutzten 2.350.041 Passagiere den größten Schweizer Flughafen, was einem Plus von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Trotz dieses Wachstums zeigen die detaillierten Zahlen, dass sich die Auslastung der Flüge leicht abgeschwächt hat. Von der Gesamtpassagierzahl waren 1.612.777 sogenannte Lokalpassagiere, während der Anteil der Umsteigepassagiere 31,3 Prozent betrug, was 734.056 Fluggästen entspricht. Die Anzahl der Flugbewegungen stieg im Berichtsmonat um 5,3 Prozent auf 20.168 Starts und Landungen. Diese Zunahme der Bewegungen ist geringer als der prozentuale Passagierzuwachs. Dies spiegelt sich in der leicht erhöhten durchschnittlichen Passagierzahl pro Flug wider, die bei 130,3 Fluggästen lag, was einer Steigerung von 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig sank die Sitzplatzauslastung im November 2025 geringfügig um 0,6 Prozentpunkte auf 76,3 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass der Kapazitätsausbau durch die Airlines schneller erfolgt ist als der tatsächliche Anstieg der Nachfrage, oder dass die Fluggesellschaften im November, traditionell ein schwächerer Reisemonat, mehr Spielraum in ihren Buchungsstrategien zugelassen haben. Die Abwicklung von Fracht am Flughafen Zürich zeigte ebenfalls eine positive Entwicklung. Es wurden insgesamt 38.961 Tonnen Fracht bewegt, was einer Zunahme von 3,9 Prozent im Vergleich zum November des Vorjahres entspricht. Der Flughafen Zürich festigt mit diesen Zahlen seine Position als wichtiges europäisches Drehkreuz. Die Zunahme sowohl im Passagier- als auch im Frachtverkehr unterstreicht die anhaltende Erholung des Luftverkehrs. Das starke Wachstum der Lokalpassagiere ist ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Aktivität und die Reisetätigkeit in der Region, während der

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Zwischenfall in Minot: Schneepflug kollidiert mit United Express Regionalflugzeug

Ein ungewöhnlicher und folgenreicher Zwischenfall hat sich Berichten zufolge am Minot International Airport (MOT) in den Vereinigten Staaten ereignet. Dort ist am 9. Dezember 2025 ein Schneepflug mit einem Regionalflugzeug des Typs Embraer E175 von United Express kollidiert. Fotos des Vorfalls, die in sozialen Medien geteilt wurden, zeigen erhebliche Schäden am Flugzeug, insbesondere an der Nase, die sogenannten Radom-Verkleidung. Das betroffene Flugzeug mit der Registrierung N135SY, eine Embraer E175, die im Auftrag von United Express durch SkyWest Airlines betrieben wird, war für den Abflug um 7:15 Uhr Ortszeit nach Denver International Airport (DEN) in Colorado vorgesehen. Aufgrund der Kollision musste der Flug, der regulär anderthalb Stunden dauern sollte, umgehend annulliert werden. Der Flugverkehrsdaten-Dienst Flightradar24 bestätigte die Annullierung. Die Maschine, die bereits seit 10,7 Jahren im Dienst ist und in einer Zwei-Klassen-Konfiguration 76 Passagiere befördern kann, erlitt dem Bildmaterial zufolge einen Riss oder eine signifikante Beschädigung am vorderen Rumpfbereich. Die Bedeutung des Radoms und die Folgen des Schadens Das Radom (Radar-Dome) ist die schützende Abdeckung der Wetterradarantenne im Bug eines Flugzeugs. Es ist aerodynamisch geformt und besteht aus Materialien, die für Radarwellen durchlässig sind. Obwohl das Radom selbst nicht strukturell für die Steuerung des Flugzeugs verantwortlich ist, ist eine Beschädigung kritisch. Zum einen beeinträchtigt dies die Funktion des Wetterradars, das für die Navigation und die Umfliegung gefährlicher Wetterlagen unerlässlich ist. Zum anderen kann eine Beschädigung der Verkleidung die aerodynamische Integrität stören und im schlimmsten Fall zu weiteren Schäden an der Flugzeugstruktur führen. Auf den veröffentlichten Bildern ist zu erkennen, dass der

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Skyalps verbindet Dresden erstmals mit Bozen

Die Südtiroler Fluggesellschaft Skyalps hat eine neue Nonstopverbindung zwischen Dresden in Sachsen und Bozen, der Hauptstadt Südtirols, aufgenommen. Die Aufnahme dieser Route stellt eine wichtige Erweiterung des Streckennetzes für beide Standorte dar und soll insbesondere Reisenden aus Ostdeutschland den Zugang zu den alpinen Urlaubsregionen erleichtern. Die Flüge werden zweimal wöchentlich angeboten. Die Airline mit Sitz in Bozen bedient die Strecke jeweils mittwochs und sonntags. Für die Flüge setzt Skyalps Turboprop-Maschinen des Typs Dash 8-Q400 ein, die über 76 Sitzplätze verfügen. Turboprop-Flugzeuge sind auf regionalen Strecken, insbesondere in bergigen Regionen wie Südtirol, aufgrund ihrer guten Kurzstreckenleistung und Wendigkeit eine gängige Wahl. Die Flugzeit zwischen Dresden und Bozen beträgt rund 90 Minuten. Ab Dresden starten die Maschinen mittwochs um 15:55 Uhr und sonntags um 19:10 Uhr. Die neue Direktverbindung reagiert auf die steigende Nachfrage nach schnellen Anreisemöglichkeiten in die italienischen Alpen. Von Bozen aus sind die Wintersportgebiete in den Dolomiten bequem zu erreichen. Die Fluggesellschaft hat bereits bestätigt, dass die Route auch im Sommerflugplan 2026 beibehalten wird, was auf eine ganzjährige strategische Bedeutung der Verbindung hindeutet. Skyalps wurde 2021 gegründet und hat sich schnell als wichtige Regionalfluggesellschaft im Alpenraum etabliert, die primär saisonale und touristisch motivierte Direktflüge von verschiedenen europäischen Städten nach Bozen anbietet. Die Tickets für die neue Verbindung Dresden-Bozen sind über die Homepage der Airline und in Reisebüros erhältlich.

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Verbesserte Bahnanbindung für den Frankfurter Flughafen ab Mitte Dezember 2025

Mit dem bundesweiten Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn (DB) am 14. Dezember erhält der Flughafen Frankfurt bessere Zugverbindungen aus mehreren deutschen Regionen. Die optimierten Fahrpläne zielen darauf ab, die Anreise für Flugreisende komfortabler und effizienter zu gestalten. Der Flughafen Frankfurt zählt zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten in Europa und ist bereits eng in das deutsche Hochgeschwindigkeitsnetz eingebunden. Eine wichtige Neuerung betrifft die Städte Braunschweig und Hildesheim. Diese erhalten eine neue, tägliche Frühverbindung, die Reisenden eine komfortable Ankunft am Frankfurter Flughafen zu den ersten Abflugwellen des Tages ermöglicht. Des Weiteren profitieren Passagiere aus Süddeutschland, insbesondere aus den Regionen München und Augsburg. Für sie wird ein durchgehender Zweistundentakt eingeführt, der über Stuttgart und den Frankfurter Flughafen weiter in Richtung Rhein-Ruhr-Gebiet führt. Diese Taktverdichtung verbessert die Fernverkehrsanbindung des Flughafens an zentrale Wirtschaftszentren in Süd- und Westdeutschland. Der Fahrplanwechsel am 14. Dezember bringt bundesweit weitreichende Änderungen im Fern- und Regionalverkehr mit sich. Neben den Fahrplanoptimierungen kündigte die Deutsche Bahn für das Jahr 2026 mehrere große Baumaßnahmen an, die zu temporären Einschränkungen führen werden. Dazu zählt insbesondere die geplante Totalsperrung der wichtigen Nord-Süd-Achse zwischen Hamburg und Hannover, die von Mai bis Juli 2026 ansteht. Diese umfassenden Sanierungsarbeiten sind Teil der Strategie der DB zur Modernisierung des Schienennetzes. Die verbesserten Anbindungen zum Frankfurter Flughafen sind Teil einer konsequenten Strategie, die Verzahnung von Flug- und Bahnverkehr weiter zu stärken. Durch die Taktverdichtung und neue Direktverbindungen soll die Attraktivität der umweltfreundlicheren Anreiseoption erhöht werden, was für den Flughafenbetreiber Fraport und die gesamte deutsche Luftverkehrsbranche von Bedeutung ist.

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Flugverkehr in Nordrhein-Westfalen erholt sich – Inlandsflüge brechen ein

Die Flughäfen in Nordrhein-Westfalen (NRW) verzeichnen im dritten Quartal 2025 eine weitere Erholung im Passagierverkehr. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes starteten von Juli bis September 2025 insgesamt 6,2 Millionen Passagiere von den sechs großen Flughäfen des Bundeslandes. Dies entspricht einem Anstieg von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Trotz dieses Zuwachses wird das Vorkrisenniveau aus der Zeit vor der Pandemie noch nicht wieder erreicht: Die Passagierzahlen lagen 6,6 Prozent unter dem Wert des dritten Quartals 2019, das allgemein als Rekordjahr im Luftverkehr gilt. Besonders auffällig ist der anhaltende und starke Rückgang der Inlandsflüge. Mit rund 350.000 Passagieren, die in diesem Zeitraum einen anderen deutschen Flughafen anflogen, machten Inlandsflüge nur noch einen kleinen Teil des gesamten Flugverkehrs aus. Im Vergleich zum dritten Quartal 2019 brach die Zahl der innerdeutschen Fluggäste um dramatische 66 Prozent ein. Dieser Trend spiegelt die deutschlandweite Entwicklung wider, wo Inlandsflüge seit 2019 stark an Bedeutung verloren haben. Experten sehen die Ursachen unter anderem in der gestiegenen Attraktivität der Bahn als Alternative auf innerdeutschen Strecken, aber auch in den generell höheren Flugkosten. Die Passagierentwicklung an den NRW-Flughäfen wird somit fast ausschließlich vom internationalen Verkehr getragen, der im Zuge der steigenden Reisefreudigkeit der Bevölkerung weiter zunimmt. Während beliebte europäische und interkontinentale Urlaubs- und Geschäftsziele weiterhin stark frequentiert werden, scheint sich das Reiseverhalten auf kürzeren Distanzen in Deutschland dauerhaft verlagert zu haben. Das Statistische Landesamt betont, dass die Schwankungen der Passagierzahlen an einzelnen Flughäfen in NRW auf Anpassungen im Flugplan, geänderte Reiseziele und das individuelle Reiseverhalten zurückzuführen sind. Trotz der positiven

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Klimaticket: Kritik an Preiserhöhungen und Pläne für österreichweite Buchungsplattform

Das österreichische Klimaticket stand jüngst im Nationalrat erneut im Zentrum einer politischen Debatte. Die Abgeordnete Elisabeth Götze (Grüne) brachte die Kritik an den jüngsten Preisanpassungen vor und äußerte die Befürchtung, dass diese zu einem Rückgang der Kundennachfrage beim bundesweiten Ticket führen könnten. Das Klimaticket, das seit seiner Einführung im Jahr 2021 die Nutzung des gesamten öffentlichen Nah- und Fernverkehrs in Österreich ermöglicht, ist ein zentrales verkehrspolitisches Instrument. In der Reaktion auf die Kritik verteidigte der zuständige Vertreter die Preisanpassung. Er argumentierte, dass die Erhöhung, die aufgrund der aktuellen Budgetsituation notwendig geworden sei, verhältnismäßig gering ausfalle und im Wesentlichen die seit 2021 ausgebliebene Inflationsanpassung nachhole. Er betonte die Attraktivität der regionalen Klimatickets und kündigte an, dass an einer österreichweiten Buchungsplattform gearbeitet werde, um die Nutzung weiter zu vereinfachen. Manuel Litzke (FPÖ) wertete das Klimaticket hingegen als ein „teures grünes Wahlzuckerl“ und kritisierte, dass die ländliche Bevölkerung aufgrund der dort weniger dichten Infrastruktur strukturell benachteiligt sei. Dieser Einschätzung widersprach die Regierung, indem sie die Einführung des Tickets als eine vernünftige Investition für alle Bürger in Österreich bezeichnete. Man räumte jedoch ein, dass es immer Raum für Verbesserungen gebe, und kündigte an, weiterhin an der Optimierung des Angebots zu arbeiten. Die Debatte verdeutlicht die anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen bei der Finanzierung und Weiterentwicklung des ÖPNV-Angebots in Österreich. Die Notwendigkeit der Inflationsanpassung steht dem Ziel der Zugänglichkeit gegenüber, während gleichzeitig die infrastrukturellen Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Gebieten im Fokus der Kritik bleiben.

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Statistik: Österreicher sind so reiselustig wie nie zuvor

Die Reiselust der österreichischen Bevölkerung hat einen neuen Höchststand erreicht. Laut vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria überschritt die Zahl der Urlaubsreisenden im dritten Quartal (Juli bis September) des aktuellen Jahres erstmals die Fünf-Millionen-Marke. Insgesamt verreisten 5,1 Millionen Personen ab 15 Jahren aus Österreich in diesem Zeitraum, was einem Zuwachs von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Generaldirektorin Manuela Lenk von der Statistik Austria bestätigte die signifikant gestiegene Reiseintensität: Fast zwei Drittel (65,5 Prozent) der Wohnbevölkerung unternahmen im Sommer mindestens eine Urlaubsreise ins In- oder Ausland, was eine Steigerung um 1,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Obwohl die Gesamtzahl der Reisen mit 9,43 Millionen nahezu unverändert blieb (ein leichtes Minus von 0,2 Prozent), war eine Verschiebung der Präferenzen festzustellen: Die Reiselust verlagerte sich leicht vom Inland ins Ausland. Die Zahl der Inlandsurlaubsreisen sank um 1,1 Prozent auf 3,93 Millionen, während Auslandsurlaubsreisen um 0,5 Prozent auf 5,5 Millionen anstiegen. Destinationspräferenzen: Italien und Kroatien führen vor der Steiermark Die Analyse der beliebtesten Urlaubsziele zeigt eine klare Dominanz südeuropäischer Länder. Obwohl weniger als die Hälfte aller Reisen (41,7 Prozent) innerhalb Österreichs stattfanden, führen Italien und Kroatien das Ranking der meistbesuchten Destinationen an. 13,4 Prozent der österreichischen Urlauber verbrachten ihren Sommerurlaub in Italien, gefolgt von Kroatien mit 9,3 Prozent. Die Steiermark etablierte sich als beliebtestes inländisches Ziel und belegte im Gesamtranking den dritten Platz mit 7,8 Prozent. Dahinter folgten Deutschland (7,2 Prozent) und Niederösterreich (5,8 Prozent). Die übrigen Plätze in den Top 10 wurden von österreichischen Bundesländern belegt: Oberösterreich (5,5 Prozent), Salzburg (5,3 Prozent),

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