
Chinesische Fluggesellschaften auf dem Vormarsch: Verschiebung des Luftverkehrsmarktes zwischen Europa und China
Die geopolitischen Spannungen der letzten Jahre, insbesondere der anhaltende Krieg in der Ukraine sowie die sich verschärfenden Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und China, haben tiefgreifende Auswirkungen auf die internationale Luftfahrtbranche. Besonders spürbar ist dies auf den Strecken zwischen Europa und China, wo chinesische Fluggesellschaften zunehmend die Oberhand gewinnen. Aufgrund der eingeschränkten Nutzung des russischen Luftraums und steigender Betriebskosten sehen sich europäische Airlines gezwungen, Kapazitäten zu reduzieren. Im Gegenzug nutzen chinesische Anbieter die Gelegenheit, ihr Angebot nach Europa massiv auszubauen. Diese Entwicklung könnte das Kräfteverhältnis im internationalen Flugverkehr nachhaltig verschieben. Verlängerte Flugzeiten schwächen europäische Airlines Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist der direkte Überflug russischen Territoriums für viele westliche Fluggesellschaften unmöglich geworden. Dies zwingt europäische Airlines zu erheblichen Umwegen auf ihren Flügen nach China und Asien, was sowohl die Flugzeiten als auch die Betriebskosten deutlich erhöht. Laut Angaben der International Air Transport Association (IATA) steigen die Treibstoffkosten durch diese Umwege im Durchschnitt um 15 bis 20 Prozent je Flug. Für europäische Airlines bedeutet dies eine erhebliche Beeinträchtigung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Zusätzliche Kosten können nur begrenzt an die Kunden weitergegeben werden, da chinesische Anbieter ihre Tickets zu günstigeren Preisen offerieren können. Besonders betroffen sind Fluggesellschaften wie Lufthansa, Air France und Finnair, die traditionell starke Netzwerke zwischen Europa und Asien betrieben. Chinesische Airlines nutzen die Gelegenheit Chinesische Fluggesellschaften haben die durch den eingeschränkten Wettbewerb entstandenen Lücken rasch gefüllt. Daten des Luftfahrtanalyseunternehmens Cirium zeigen, daß die Zahl der Flüge zwischen China und Europa im zweiten Quartal 2025 um rund 17 Prozent








