
EU-Kommission plant Hochgeschwindigkeitsnetz zur Verbindung aller europäischen Hauptstädte bis 2040
Die Europäische Kommission hat einen weitreichenden und kostenintensiven Aktionsplan vorgestellt, der das Reisen mit dem Zug in Europa revolutionieren soll. Das zentrale Ziel ist der Aufbau eines durchgehenden Hochgeschwindigkeits-Schienennetzes, das bis zum Jahr 2040 alle Hauptstädte und wichtigsten Metropolen des Kontinents verbindet. Durch diesen massiven Ausbau, der Teil des sogenannten transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) ist, sollen Reisezeiten drastisch verkürzt und die Leistungsfähigkeit der europäischen Verkehrsadern modernisiert werden. Der Plan sieht vor, die Geschwindigkeit der Züge auf über 250 Stundenkilometer anzuheben, was beispielsweise die Fahrzeit von Berlin nach Kopenhagen von sieben auf nur noch vier Stunden senken würde. Kommissionsvizepräsident Raffaele Fitto betonte bei der Vorstellung in Brüssel, dass die Verbesserung der Reisezeiten ein „greifbares und pragmatisches Ergebnis“ des politischen Willens sei, Europa geeinter und effizienter zu gestalten. Um das Vorhaben zu realisieren, rechnet die Kommission bis 2040 mit Investitionen in Höhe von rund 345 Milliarden Euro. Drastische Reduzierung der Reisezeiten als Kernziel Die Kernmotivation des EU-Aktionsplans ist die Schaffung eines schnellen und zuverlässigen Kontinentalnetzes, das die nationalen Hauptstädte effektiver verbindet und somit eine attraktive Alternative zu anderen Verkehrsträgern darstellt. Die geplanten Fahrzeitverkürzungen sind beachtlich und würden die Konnektivität des europäischen Wirtschaftsraums fundamental verändern. Zu den ambitioniertesten Zielen der Kommission gehören folgende Verbindungen und ihre angestrebten Fahrzeiten: Darüber hinaus zielt die EU auf die erstmalige direkte Anbindung des Baltikums an das westeuropäische Schnellnetz über die sogenannte „Rail Baltica“-Verbindung. Dieses Projekt, das die baltischen Staaten mit Polen und dem restlichen Europa verbindet, ist strategisch von hoher Bedeutung für die wirtschaftliche Integration der Region. Die








