Sukhoi SSJ-100 (Foto: André Austin Du-Pont Rocha).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Mexiko: Konkursverfahren über Interjet eröffnet

Werbung

Über das Vermögen der einstigen Fluggesellschaft Interjet wurde in Mexiko formell das Konkursverfahren eröffnet. Der Carrier fliegt bereits seit dem Jahr 2020 nicht mehr und hat einen Schuldenberg in der Höhe von umgerechnet rund zwei Milliarden Euro.

Interjet war einst eine große mexikanische Billigfluggesellschaft und einer der wenigen westlichen Sukhoi Superjet SSJ-100-Operators. Einst bestand die Flotte aus 88 Flugzeugen, davon 22 Exemplare des russischen Musters. Die Airline befand sich schon länger in Schieflage und musste im Dezember 2020 den Flugbetrieb endgültig einstellen. Zuvor machten die Gewerkschaften massiven Druck, denn die Mitarbeiter haben schon länger keine Löhne mehr ausbezahlt bekommen.

Derzeit gibt es verschiedene Ansätze den insolventen Carrier wieder in die Luft zu bringen. Das Management schreibt in einer Medienerklärung unter anderem, dass man den Schritt des zuständigen Bezirksgerichts begrüßt, da es Interjet ermöglichen würde sich neu aufzustellen. Demnach soll es sich um ein Konkursverfahren nach mexikanischem Recht handeln, das dem Chapter-11 der Vereinigten Staaten von Amerika ähnelt. Bereits zuvor wurden von Gläubigern, darunter auch ehemalige Mitarbeiter, die meisten Vermögenswerte gepfändet. Kurioserweise kassierte ein Gerichtsvollzieher auch das komplette Inventar eines Flughafenverkaufsschalters. Selbst der Mehrheitseigentümer des Carriers wurde in einem Hotelzimmer verhaftet.

Ein Neustart von Interjet gilt in mexikanischen Luftfahrtkreisen als äußerst unwahrscheinlich. Allerdings glaubt das Management noch immer daran, dass man den Carrier wieder in die Luft bringen wird. Daher bleibt die weitere Entwicklung im Konkursverfahren abzuwarten.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung