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Boeing verlängert Servicevertrag mit Lufthansa Technik für Triebwerkswäsche der C-17-Transportflugzeuge

Boeing hat den Vertrag mit Lufthansa Technik zur regelmäßigen Reinigung der Triebwerke seiner C-17-Transportflugzeuge bis Ende 2027 verlängert. Seit drei Jahren werden jährlich rund 2.000 Hochdruck-Wasserwäschen der Pratt & Whitney PW2000-Triebwerke durchgeführt, die bei den C-17 Globemaster III im Einsatz sind. Die Triebwerkswäschen haben laut Angaben der Lufthansa Technik messbare Vorteile gebracht, darunter eine um bis zu ein Prozent verbesserte Treibstoffeffizienz und eine längere Einsatzzeit der Triebwerke. Die sogenannte Cyclean-Triebwerkswäsche wird von zugelassenen Dienstleistern weltweit durchgeführt. Die Koordination übernimmt Lufthansa Technik von Frankfurt am Main aus. Zu den Hauptpartnern zählt unter anderem Certified Aviation Services LLC, das 17 Standorte der United States Air Force in Nordamerika betreut. Weitere acht internationale Standorte werden von anderen Vertragspartnern bedient. Die C-17, die weltweit von verschiedenen Luftstreitkräften genutzt wird, operiert oft unter rauen Bedingungen und startet auch von unbefestigten Pisten. Durch die regelmäßige Reinigung wird verhindert, dass sich zu viele Schmutzpartikel in den Triebwerken ansammeln und deren Leistung beeinträchtigen. Die Boeing C-17 Globemaster III ist ein militärisches Transportflugzeug, das für den taktischen und strategischen Lufttransport von Truppen und Fracht eingesetzt wird. Neben der United States Air Force zählen auch die NATO, sowie Luftstreitkräfte aus Großbritannien, Australien, Indien, Kanada und mehreren Golfstaaten zu den Betreibern. Lufthansa Technik sieht in der Verlängerung des Vertrages eine Bestätigung für den Erfolg und die Effizienz der Cyclean-Wartung, die nicht nur bei militärischen, sondern auch bei über 80 kommerziellen Fluggesellschaften weltweit genutzt wird.

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Boeing unter Druck: Sammelklage von Aktionären zugelassen

Ein neuer Rechtsstreit bringt den US-Flugzeugbauer Boeing weiter unter Druck. Eine Bundesrichterin in den USA hat eine Sammelklage von Aktionären zugelassen, die dem Unternehmen vorwerfen, Profite über die Sicherheit gestellt zu haben. Hintergrund der Klage ist der „Door Plug“-Defekt an einer Boeing 737 Max 9 der Alaska Airlines im Januar 2024 sowie frühere Sicherheitsprobleme mit der 737-Max-Serie. Bezirksrichterin Leonie Brinkema aus Alexandria, Virginia, entschied, daß Aktionäre, die zwischen dem 7. Januar 2021 und dem 8. Januar 2024 Boeing-Aktien besaßen, nun als Gruppe auf Schadenersatz klagen dürfen. Sie begründete ihre Entscheidung damit, daß die Klage erst nach Abschluß eines strafrechtlichen Verfahrens gegen Boeing durch das US-Justizministerium zugelassen werden konnte. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, Investoren mit irreführenden Aussagen über die Sicherheit seiner Flugzeuge getäuscht zu haben. Nach den beiden Abstürzen von Boeing-737-Max-8-Maschinen in Indonesien im Oktober 2018 und in Äthiopien im März 2019, bei denen insgesamt 346 Menschen ums Leben kamen, seien die Aktienkurse durch beschönigende Stellungnahmen künstlich hochgehalten worden. Der „Door Plug“-Vorfall und seine Folgen Der jüngste Vorfall, der in die Sammelklage eingeflossen ist, ereignete sich am 5. Januar 2024, als bei einer Boeing 737 Max 9 der Alaska Airlines während des Fluges eine Kabinentürverkleidung – der sogenannte „Door Plug“ – herausbrach. Das Flugzeug mußte notlanden, glücklicherweise ohne Todesopfer. Dieser Zwischenfall verstärkte erneut die Diskussion über Sicherheitsmängel bei Boeing-Flugzeugen und führte dazu, daß die US-Luftfahrtbehörde FAA das Flugverbot für betroffene Maschinen verhängte. Bereits in den Wochen zuvor hatte es Berichte über Qualitätsprobleme in der Fertigung gegeben. Untersuchungen ergaben, daß

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Ryanair erweitert Sommerflugplan: Neu- und Wiederaufnahmen

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair erweitert ihr Streckennetz im Sommerflugplan 2025 erheblich. Neben der Wiederaufnahme mehrerer Verbindungen, die seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr bedient wurden, baut die Airline insbesondere ihre Präsenz in Jordanien und Israel wieder aus. Aufgrund anhaltender Unsicherheiten bei der Flugzeuglieferung von Boeing korrigierte Ryanair allerdings seine erwarteten Passagierzahlen nach unten. Für den Sommerflugplan, der vom 30. März bis zum 26. Oktober 2025 läuft, hat Ryanair zahlreiche neue Routen angekündigt. Besonders bemerkenswert ist dabei die Wiederaufnahme von Verbindungen, die die Airline seit über zehn Jahren nicht mehr geflogen ist. Dazu gehören unter anderem drei Strecken vom britischen Bournemouth Airport: Auf diesen Strecken wird Ryanair mit anderen Airlines konkurrieren, darunter Jet2 und TUI Airways, die diese Destinationen ebenfalls bedienen. Weitere Verbindungen, die nach mehr als zehn Jahren wieder aufgenommen werden, betreffen Flughäfen in mehreren europäischen Ländern: Die Entscheidung, diese Strecken wieder in den Flugplan aufzunehmen, dürfte mit einer verstärkten Nachfrage sowie einer optimierten Routenplanung zusammenhängen. Starker Ausbau im Nahen Osten nach kriegsbedingten Einschränkungen Neben der Wiederaufnahme europäischer Verbindungen richtet Ryanair sein Augenmerk auf eine Expansion in den Nahen Osten, insbesondere in Jordanien und Israel. Ab Amman, der Hauptstadt Jordaniens, werden zehn Strecken wieder aufgenommen, die infolge des Krieges in Israel und der damit verbundenen geopolitischen Spannungen vorübergehend ausgesetzt worden waren. Zu den wiederaufgenommenen Zielen gehören: Im Juni wird Ryanair insgesamt 27 wöchentliche Flüge ab Amman zu 14 europäischen Destinationen anbieten. Auch ab Tel Aviv nimmt die Airline acht Strecken wieder auf, darunter nach: Ryanair plant, im Juni insgesamt

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Boeing setzt Lieferungen des KC-46A Tankers nach Entdeckung von Rissen aus

Die Zusammenarbeit zwischen Boeing und der US-Luftwaffe im Rahmen des KC-46A Pegasus Tankerprogramms steht nach der Entdeckung von Rissen an zwei der Flugzeuge, die zur Auslieferung vorgesehen waren, erneut unter Druck. Diese jüngste Entwicklung hat Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit des bereits vielfach in die Kritik geratenen Tankersystems aufgeworfen und zwang die Beteiligten, die Lieferungen vorübergehend auszusetzen. In diesem Zusammenhang wurde auch die gesamte Flotte der bereits im Dienst stehenden KC-46A Pegasus-Flugzeuge auf potenzielle Mängel untersucht. Am 28. Februar 2025 wurde berichtet, dass bei zwei der vier KC-46A Pegasus-Flugzeuge, die für die Auslieferung an ein Militärlieferzentrum vorgesehen waren, Risse in den primären und sekundären Strukturen festgestellt worden waren. Diese Risse wurden während der letzten Inspektionen vor der Übergabe der Maschinen entdeckt, was die Notwendigkeit einer sofortigen Überprüfung und Untersuchung durch Boeing und die US-Luftwaffe nach sich zog. Daraufhin wurde die Auslieferung dieser beiden Maschinen vorübergehend gestoppt, um die Ursachen der Risse zu ermitteln und potenzielle Auswirkungen auf andere Flugzeuge zu verhindern. Boeing bestätigte die Meldungen und gab in einer Erklärung an, dass man eng mit dem Kunden zusammenarbeite, um die Situation zu beurteilen und die Auswirkungen auf die Flotte sowie auf die noch in Produktion befindlichen Flugzeuge zu mindern. Die US-Luftwaffe kündigte zudem an, ihre bestehende Flotte von 89 KC-46A Pegasus-Flugzeugen auf etwaige Mängel zu überprüfen, was die Besorgnis über die Langzeitzuverlässigkeit des Systems weiter verstärkte. Herausforderungen bei der Entwicklung des KC-46A Pegasus Die KC-46A Pegasus ist ein wesentliches Element der strategischen Luftmobilität der US-Luftwaffe. Die Maschine wurde entwickelt, um Luftbetankung,

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Qantas Group revidiert Flottenausbau und erwartet weiterhin signifikante Investitionen

Die Qantas Group, das Mutterunternehmen der australischen Fluggesellschaften Qantas Airways, Jetstar Airways und Qantas Freight, hat in ihren halbjährlichen Ergebnissen am 27. Februar 2025 eine Anpassung der ursprünglich geplanten Lieferungen neuer Flugzeuge bekannt gegeben. Insgesamt erwartet die Gruppe bis zum Ende des finanziellen Jahres 2024/25 nun sieben neue Maschinen, zwei weniger als ursprünglich geplant. Dieser Rückgang ist auf Lieferverzögerungen bei einigen Flugzeugmodellen zurückzuführen, was die Herausforderung für die Luftfahrtindustrie widerspiegelt, mit anhaltenden globalen Lieferkettenproblemen und Produktionsverzögerungen umzugehen. Trotz dieser Anpassungen zeigt die Qantas Group ihre Entschlossenheit, ihre Flotte weiterhin zu modernisieren und für die Zukunft zu rüsten. Verzögerung beim A321XLR und Anpassungen bei der Flottenplanung Ein wichtiger Punkt in der Mitteilung betrifft die Verzögerung bei der Auslieferung des ersten A321-200XLR, einem Langstreckenflugzeug von Airbus, das für die Qantas Group von besonderer Bedeutung ist. Ursprünglich sollte das erste Exemplar dieses Modells noch im Frühjahr 2025 ausgeliefert werden. Nun wurde die Auslieferung um etwa zwei Monate verschoben, und das Flugzeug wird voraussichtlich im Juni 2025 in die Flotte aufgenommen. Diese Verzögerung resultiert aus Problemen im Produktionsprozess von Airbus, insbesondere durch Engpässe bei der Lieferung von Sitzplätzen und anderen Komponenten. Die Anpassung des Lieferplans betrifft auch die Zahl der in diesem Jahr erwarteten Flugzeuge: Anstelle der ursprünglich geplanten zwei A321XLRs wird nur ein Exemplar ausgeliefert. Dies bedeutet einen leichten Rückgang der ursprünglichen Erwartungen für den Ausbau der Langstreckenflotte. Neben dem A321XLR erwartet die Qantas Group für den Rest des Finanzjahres weitere Flugzeuglieferungen, darunter zwei A220-300s für die Fluggesellschaft Qantas sowie eine A321-200NX(LR) und

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Boeing reorganisiert Management – Veränderungen in der Führungsebene

Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing hat eine bedeutende Managementreorganisation vorgenommen. Stephanie Pope, die bisherige Chief Operating Officer (COO), wird sich künftig ausschließlich auf die Leitung der Verkehrsflugzeugsparte konzentrieren. Damit verliert sie ihre übergeordnete Verantwortung im Unternehmen, bleibt jedoch weiterhin die Nummer zwei im Konzern. Pope war bislang für die Produktion und die Sicherheitsstandards von Boeing-Flugzeugen verantwortlich. Die Entscheidung, Pope auf den Bereich der Verkehrsflugzeuge zu fokussieren, erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Sparte in den vergangenen Jahren mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert war. Insbesondere nach mehreren Zwischenfällen, die das Vertrauen in die Sicherheit von Boeing-Flugzeugen erschüttert haben, steht die Stabilisierung der Sparte an oberster Stelle. Pope soll nun die Produktion steigern und die Sicherheitsstandards weiter verbessern, um das Unternehmen aus der Krise zu führen. Diese Umstrukturierung ist Teil eines größeren Prozesses innerhalb von Boeing, der auch mit der Einführung neuer Führungskräfte und einer stärkeren Fokussierung auf einzelne Unternehmensbereiche einhergeht. Die Firma steht weiterhin unter Druck, sowohl in der öffentlichen Wahrnehmung als auch in ihrer operativen Effizienz, um das Vertrauen in ihre Produkte und ihren Ruf als führender Flugzeughersteller wiederherzustellen.

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Turkish Airlines zögert mit Großauftrag für Boeing

Ein erwarteter Großauftrag von Turkish Airlines an Boeing könnte sich aufgrund von Produktionskapazitäten und Wartungskosten weiter verzögern. Airline-Chef Bilal Eksi äußerte sich in London zuversichtlich, eine Einigung mit Boeing zu erzielen, schloss aber auch einen weiteren Deal mit Airbus nicht aus. Turkish Airlines hatte bereits 2023 mit Airbus und Boeing über eine Großbestellung von etwa 600 Flugzeugen verhandelt. Während die türkische Staatsfluglinie bei Airbus 230 Maschinen bestellte, kam es bisher nicht zu einer Einigung mit Boeing. Turkish Airlines plant, etwa 300 Boeing-Jets, darunter Langstreckenflugzeuge vom Typ 787 „Dreamliner“ und Mittelstreckenmaschinen vom Typ 737 Max, zu ordern. Boeing kämpft derzeit mit Qualitätsproblemen bei beiden Modellen, was zu Verzögerungen bei Auslieferungen führt. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat zudem die Produktionsausweitung der 737 Max eingeschränkt. Turkish Airlines und andere Fluggesellschaften sind daher gezwungen, alternative Lösungen zu finden, wie etwa das Leasen von Flugzeugen, um ihre Flotten zu erweitern.

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ANA plant Großbestellung bei Airbus, Boeing und Embraer

Der japanische Lufthansa-Partner All Nippon Airways (ANA) plant einem Bericht von Bloomberg zufolge die Anschaffung von mindestens 77 Flugzeugen bei den Herstellern Airbus, Boeing und Embraer. Diese Bestellung wäre ungewöhnlich, da sie alle drei großen Flugzeugbauer berücksichtigt. ANA soll bei Boeing 18 Großraumjets vom Typ 787-9 „Dreamliner“ und 12 Mittelstreckenjets vom Typ 737-8 Max bestellen. Von Airbus sollen 27 Maschinen des Typs A321neo geordert werden, darunter drei in der Langstreckenversion A321XLR. Zusätzlich plant ANA die Anschaffung von 20 Regionaljets vom Typ E190-E2 des brasilianischen Herstellers Embraer. Die genaue Zusammensetzung der Bestellung kann sich laut Bloomberg noch ändern. Es könnten Kaufoptionen für weitere Maschinen hinzukommen. Die Fluggesellschaft wird ihre Pläne möglicherweise noch am heutigen Dienstag veröffentlichen.

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Drohende US-Zölle auf Airbus-Produkte

Die US-Regierung droht der Europäischen Union mit der Einführung von Zöllen, die auch den europäischen Flugzeughersteller Airbus treffen könnten. Dies könnte nicht nur die Beziehungen zwischen den beiden Wirtschaftsriesen belasten, sondern auch weitreichende Auswirkungen auf die internationale Luftfahrtindustrie haben. Airbus, der weltweit zweitgrößte Flugzeugbauer nach Boeing, bereitet sich bereits auf mögliche Folgen vor und zieht in Erwägung, seine US-Kunden im Falle von Zöllen zu benachteiligen und Lieferungen umzubuchen. Dies könnte insbesondere für große Fluggesellschaften wie American Airlines, Delta Air Lines, JetBlue Airways und Breeze schwerwiegende Konsequenzen haben. Die US-Regierung, unter der Führung von Präsident Joe Biden, hat angedroht, Zölle auf europäische Flugzeugbauer zu erheben. Laut Berichten sollen die Zollmaßnahmen spätestens im März dieses Jahres in Kraft treten. Die Drohung kommt im Kontext eines langjährigen Handelsstreits zwischen den USA und der EU, der vor allem die Flugzeugbauindustrie betrifft. In der Vergangenheit waren die Zölle vor allem auf Boeing und Airbus gerichtet, zwei der größten Konkurrenten im internationalen Flugzeugmarkt. Zölle auf Airbus-Flugzeuge könnten die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in den USA erheblich beeinträchtigen. Dies wäre nicht das erste Mal, dass Airbus mit solchen Zollmaßnahmen konfrontiert wird. Schon während der Amtszeit von Präsident Donald Trump gab es ähnliche Drohungen, jedoch wurden US-Kunden damals von Zöllen freigestellt. In diesem Fall scheint Airbus jedoch eine andere Strategie zu verfolgen, die es dem Unternehmen ermöglicht, flexibel auf die Situation zu reagieren. Airbus‘ Reaktion: Lieferslots umbuchen und Priorisierung der weltweiten Nachfrage Guillaume Faury, der CEO von Airbus, erklärte in einem Interview mit dem Sender CNBC, dass das Unternehmen

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USA: Luftfahrtbranche fordert Notfallfinanzierung zur Verbesserung der Flugsicherung

Die Luftfahrtbranche in den Vereinigten Staaten schlägt Alarm: Nach einer Reihe tödlicher Unfälle, darunter die tragische Kollision eines American-Airlines-Regionaljets mit einem Black-Hawk-Hubschrauber über dem Potomac River in Washington D.C., fordern Vertreter der Branche eine sofortige Bereitstellung von Notfallfinanzierungen durch den Kongress. Ziel ist es, die veralteten Technologien der Flugverkehrskontrolle zu modernisieren und dringend benötigte Fachkräfte einzustellen, um der anhaltenden Personalknappheit an US-amerikanischen Flughäfen entgegenzuwirken. Die Kollision über Washington hat die Debatte über die Sicherheit im US-amerikanischen Luftraum erneut entfacht. Obwohl der verantwortliche Fluglotse in diesem Fall nicht direkt für den Unfall verantwortlich gemacht wurde, zeigt der Vorfall dennoch strukturelle Schwachstellen auf. Die Arbeitsbelastung vieler Fluglotsen ist hoch, da sie oft gleichzeitig den Verkehr von kommerziellen Maschinen und Militärhubschraubern koordinieren müssen. Dies liegt vor allem an der chronischen Unterbesetzung der Kontrolltürme. Nach Angaben der Luftfahrtverbände Airlines for America, Aerospace Industries Association und International Air Transport Association fehlen landesweit etwa 3.500 Fluglotsen. Mehr als 280 der über 300 Flugverkehrskontrollstellen sind unterbesetzt, einige große Flughäfen wie John F. Kennedy International (JFK) und Newark Liberty International (EWR) arbeiten mit nur 60 % der erforderlichen Kapazität. Infolge dessen sind viele Lotsen gezwungen, Überstunden zu leisten und an sechs Tagen in der Woche zu arbeiten. Die FAA hatte bereits im letzten Jahr Flugbeschränkungen für bestimmte Regionen wie den New Yorker Luftraum verhängt, um das Problem zu entschärfen. Industrie fordert umfassende Modernisierung Branchenvertreter drängen darauf, dass der Kongress eine schnelle Bereitstellung von Mitteln für die Modernisierung der Flugsicherungssysteme sowie die Einstellung und Ausbildung neuer Fluglotsen genehmigt. In

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