
DFS und Lufthansa entwickeln neue Flugprofile
Die Luftfahrt steht seit einiger Zeit in Sachen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß regelmäßig am Pranger. Die Deutsche Flugsicherung und Lufthansa nutzten im Frühjahr die Zeit des massiven Verkehrsrückgangs, um neue Flugprofile zu entwickeln. Diese sollen insbesondere Treibstoff und in weiterer Folge auch Kohlenstoffdioxid-Emissionen einsparen. Die Deutsche Flugsicherung hat in Zusammenarbeit mit der Lufthansa im April und Mai dieses Jahres ein Konzept für effizientere Flugprofile entwickelt und implementiert. Das Efficient Flight Profile Concept (EFP) unterstützt den kontinuierlichen Sinkflug (Continuous Descent Operations), der eine im Vergleich zu Standardanflügen verbrauchs- und emissionsärmere Landung ermöglicht. Zugleich sorgen diese Anflugprofile im Umfeld der Flughäfen für eine geringere Lärmbelastung. Erste Auswertungen zeigen, dass allein die Lufthansa Group seit Einführung des EFP-Konzepts den Ausstoß von CO2 um mehr als 2.000 Tonnen pro Monat reduzieren konnte. Das EFP-Konzept ermöglicht es, für Anflüge auf die Flughäfen Frankfurt und München sowohl lateral als auch vertikal optimierte Flugwegführungen nunmehr bereits ab Entfernungen von mehr als 200 Nautischen Meilen zu planen. Dabei erhalten Flugzeuge mit einem Vorlauf von bis zu einer halben Stunde die Freigabe für einen Direktflug aus dem oberen Luftraum zum Initial Approach Fix – jenem Punkt, von dem es dann zum Landeanflug auf den Flughafen ansetzt. Dies ist nur möglich durch eine enge Abstimmung zwischen den beteiligten Flugsicherungsorganisationen und kann bereits bis zu einer Woche vor dem eigentlichen Flugereignis erfolgen. Ein weiterer, Schlüssel zum Erfolg des EFP-Konzepts liegt in der hohen Transparenz zwischen Cockpitbesatzung und Lotsen sowie der zeitgerechten Bereitstellung der Informationen. Die Freigaben werden frühzeitig vereinbart und ermöglichen so einen ruhigen








