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Düsseldorf: Beschäftigte demonstrieren gegen Kündigungen

Am Flughafen Düsseldorf fand am Montagvormittag eine Demonstration gegen den geplanten Stellenabbau statt. Nach derzeitigem Informationsstand sind rund 600 Jobs gefährdet. Die Gewerkschaft Verdi rief daher zur Protestkundgebung auf. Düsseldorf beschäftigt derzeit rund 2.400 Mitarbeiter. Trotz Kurzarbeit und Finanzhilfen sollen etwa 600 Stellen wegfallen. Dies stößt bei den Arbeitnehmervertretern naturgemäß nicht auf Zustimmung. Gegenüber dem Westdeutschen Rundfunk erklärte Verdi, dass auch die Altersversorgung auf dem Spiel stehen soll. Kritisiert wird weiters, dass der Flughafen Düsseldorf in den letzten Jahren hochprofitabel war und dies auch ein Verdienst der Beschäftigten gewesen sein soll. Die Demonstration wurde am 9 Uhr 00 vor dem Verwaltungsgebäude des Airports abgehalten. Gezeigt wurden zahlreiche Transparente, wobei aufgrund der momentanen Coronamaßnahmen nach Angaben von Verdi nicht alle teilnehmen konnten. Um 10 Uhr 00 traf der Aufsichtsrat des Düsseldorfer Flughafens zusammen.

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Spohr: Corona-Schnelltests sollen Transatlantikverkehr ankurbeln

Wie zu erwarten spricht sich auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr für Corona-Schnelltests aus – und zählt auf die Unterstützung der Deutschen Bundesregierung. Diese neuartige Teststrategie soll den Transatlantikverkehr erleichtern und wieder in Schwung bringen. Dies sei der Schlüssel zur Wiedereröffnung zahlreicher Strecken, so der Vorstandschef des MDax-Konzerns am Freitag auf einer virtuell abgehaltenen Luftverkehrskonferenz. Passagiere, die mit einem negativen Attest von Bord gehen, können dadurch etwaige Reisebeschränkungen aushebeln. Schon in diesem Jahr sollen erste Flüge auf diese Art und Weise stattfinden – um die nötigen Zustimmungen der jeweiligen Regierungen werde derzeit verhandelt, wie airliners.de berichtet.

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Druckabfall bei AUA-Dash-8 wegen kaputter Dichtung

Am Donnerstag kam es auf Austrian-Airlines-Flug OS 177, durchgeführt mit der DHC Dash 8-400 mit der Registrierung OE-LGK, zu technischen Problemen. Das in Kanada gebaute Turbopropflugzeug befand sich auf dem Weg von Wien nach Stuttgart. Der Kapitän entschied sich zur Umkehr und Rücklandung in Wien-Schwechat. Das wichtigste jedoch vorab: Die beiden Piloten landeten die DHC Dash 8-400 sicher auf dem größten Flughafen Österreichs. Die Passagiere wurden anschließend mit einem Ersatzflugzeug (Embraer 195) nach Stuttgart gebracht. Bedingt durch die unfreiwillige Umkehr verspätete sich der Flug OS 178 (Stuttgart-Wien). Ursache der für die Passagiere ungewöhnliche Situation war eine simple Dichtung, die noch dazu wenig kostet. Diese versagte ihren Dienst, wodurch des zu einem leichten, aber deutlich spürbaren Druckabfall in der Kabine gekommen ist. Ein Sprecher erklärte, dass es sich um die Dichtung der Frachttür handelte. Dies wurde vom unternehmenseigenen Technikbetrieb festgestellt und bereits behoben. Nach Angaben von Austrian Airlines leitete der Flugkapitän umgehend einen raschen Abstieg von rund 8.000 Metern auf etwa 3.000 Meter ein. Kurzfristig wurde auch Luftnotlage erklärt, doch diese wurde dann wieder zurückgenommen. Für die 21 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder, die sich an Bord der OE-LGK befunden haben, soll der Druckabfall deutlich spürbar gewesen sein. Alle Reisenden konnten die DHC Dash 8-400 unbeschadet verlassen und die 21 Gäste wurden anschließend mit einem Embraer 195 nach Stuttgart gebracht. Die Auslastung auf diesem Flug lag übrigens bei gerundet 28 Prozent. Der Maschinentyp DHC Dash 8-400 ist bei Austrian Airlines mit 76 Sitzen bestuhlt. Davon waren 21 Stück mit Passagieren besetzt, was

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Wizz: Mit Reisebeschränkungen maximal 50 Prozent Kapazität

Die Billigfluggesellschaft Wizzair geht derzeit davon aus, dass im Oktober 2020 rund die Hälfte der Vorjahreskapazität angeboten und durchgeführt werden kann. Allerdings ist man für den Winterflugplan 2020/21 eher zurückhaltend. Das Management des Lowcost-Carriers gilt als durchaus risikofreudig. Im Wizzair-Wording würde man wohl sagen, dass man sich als „Pionier“ sieht. Doch die Kehrseite ist auch, dass kaum ein Carrier so häufig das Streckennetz, den Flugplan und die Frequenzen ändert wie Wizzair und das ganz unabhängig von Corona. Wenn es binnen weniger Wochen oder Monate finanziell nicht passt, wird die Strecke dichtgemacht. Genau das zeigt sich auch während der Corona-Krise in Wien, denn äußerst frühzeitig nahm das Unternehmen wieder diverse Routen auf, baute das Streckennetz um und stellte einige Destinationen wieder ein oder veränderte die Frequenzen sehr häufig. Letzteres kann zum Ärgernis für Passagiere werden, denn das Unternehmen weigert sich beharrlich eine Ersatzbeförderung mit einer anderen Airline zur Verfügung zu stellen, obwohl es dazu gesetzlich verpflichtet wäre. Doch auch Wizzair muss momentan der Realität ins Auge blicken: Zwar ist man vergleichsweise besser als so mancher andere Anbieter durch die Krise gekommen, doch die Nachfrage ist derzeit europaweit auf einem historischen Tief. Unabhängig davon welches Logo auf dem Rumpf zu sehen ist: Die Fluggesellschaften haben nur wenige Vorausbuchungen, denn Passagiere, die reisen wollen oder müssen, buchen extrem kurzfristig. Wizzair und Ryanair verramschen viele Tickets für einstellige Europreise. Wenn auch das nicht hilft, dann muss der Rotstift her. Diesen „Rotstift“ erzwingen indirekt die europäischen Regierungen, denn die äußerst unterschiedlichen Einreise- und Quarantänevorschriften wirken

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Köln braucht Hilfe: 100 Millionen Euro beantragt

Die Corona-Krise hat tiefe Spuren in den Finanzen des Flughafens Köln/Bonn hinterlassen. Derzeit geht das Unternehmen davon aus, dass der Umsatz auf etwa 220 Millionen Euro sinken wird. Indes wurde auch bekannt, dass der Aufsichtsrat den Vertrag mit Airportchef Johan Vanneste verlängert hat. Die Geschäftsführung geht derzeit davon aus, dass der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr um 120 Millionen Euro sinken wird und das operative Ergebnis um 50 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert liegen wird. Die momentane finanzielle Situation wurde im Nachgang der jüngsten Aufsichtsratssitzung als angespannt beschrieben. Zur Linderung sollen nun 100 Millionen Euro beim Infrastruktur-Corona-Fonds des Bundeslands Nordrhein-Westfalen beantragt werden. Hinsichtlich der Passagierzahlen ist das Bild in Köln/Bonn ebenfalls triest. Im September lag die Anzahl der Reisenden, die diesen Airport nutzten, um 79 Prozent unter dem Vorjahreswert. Köln ist aber kein Einzelfall, denn ein ähnliches Bild ist an fast allen europäischen Flughäfen sichtbar. Die Erholung des Luftverkehrs geht nicht nur sehr langsam voran, sondern erleidet durch neue Einreise- und Quarantänevorschriften wieder Rückschläge. Die Folge daraus ist, dass viele Airlines ihre Kapazitäten neuerlich zurückfahren. Der Aufsichtsrat ist aber offensichtlich der Meinung, dass Johan Vanneste der richtige Mann ist, um Köln/Bonn aus der schwersten Krise in der Flughafengeschichte zu führen. Der Manager ist seit Mai 2018 im Amt und wird es auch noch länger bleiben. Das Unternehmen teilte mit, dass der Kontrakt um fünf Jahre verlängert wurde.

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Mannheim: Rhein-Neckar Air pausiert erneut

Die von MHS Aviation durchgeführten Rhein-Neckar-Air-Flüge von Mannheim nach Berlin-Tegel und Hamburg wurden erst am 14. September 2020 wieder aufgenommen, doch die Nachfrage scheint momentan nicht vorhanden zu sein. Das Unternehmen erklärte, dass sich die Passagierzahlen weit unter den Prognosen befinden und daher beide Strecken auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden. „Aufgrund steigender Infektionszahlen und Reisewarnungen für diverse Länder kommt es jedoch auch innerdeutsch zu einem Nachfragerückgang. Die Passagierzahlen lagen deutlich unter unseren Prognosen“, so Rhein-Neckar-Air-Geschäftsführer Dirk Eggert in einer Medienerklärung. Der virtuelle Carrier lässt sämtliche Flüge von der bayerischen MHS Aviation durchführen. Zum Einsatz kommen Turbopropmaschinen des Typs Dornier 328. Es handelt sich gleichzeitig auch um die einzigen Linienverbindungen des Regionalflughafens Mannheim, der aufgrund seiner kurzen Piste hinsichtlich der möglichen Flugzeugtypen stark eingeschränkt ist.

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Lufthansa: UFO nimmt am Gewerkschaftsgipfel nicht teil

Für Montag hat die Geschäftsführung der Lufthansa drei Gewerkschaften zu Gesprächen eingeladen. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation sagte ihre Teilnahme ab und verweist in einer Medienmitteilung darauf, dass man sich nicht zum Feigenblatt machen lässt. „Seit dem viel beachteten Abschluss unseres Krisen- und Absicherungspakets im Juni werden wir öffentlich immer wieder als Beispiel für erfolgreiche Krisentarifverträge angeführt. Allerdings ignoriert der Konzern seit Unterschrift jeden Versuch, den Personalüberhang sozialverträglich und gemeinsam anzugehen. Der Termin am kommenden Montag suggeriert insofern einen Zustand, den es nicht gibt, denn die Mitarbeiter werden eher als Gegner denn als Verbündete gesehen. Es gibt keine Bereitschaft, gemeinsame Strategien zu entwickeln. Wortbruch gegenüber Germanwings und SunExpress mit hartem Stellenabbau sind Ausdruck für das Gegenteil von verantwortlichem und partnerschaftlichem Vorgehen, gerade wenn gleichzeitig für einen mickrigen Lohn beim Projekt Ocean eingestellt wird. Wir werden uns nicht länger als Feigenblatt eines funktionierenden Umgangs miteinander missbrauchen lassen“, erklärt Daniel Flohr, UFO-Vorsitzender. „Seit vier Monaten gibt es keine inhaltlichen Gespräche mehr zwischen Lufthansa und UFO, obwohl der Handlungsbedarf groß und dringend ist. Der Personalüberhang in der Muttergesellschaft wird stiefmütterlich angegangen, alle unsere Vorschläge werden schlicht ignoriert. Die Haltung des Managements gegenüber seinen Mitarbeitern und deren Vertretung hat sich im Vergleich zu der Zeit vor der Krise leider gar nicht verändert. Dagegen hat UFO bewiesen, gerade in der Krise lösungs- und gestaltungsfähig zu sein, das fordern wir vom Management seit langem ein“, sagt Nicoley Baublies, UFO-Verhandlungsführer für Lufthansa. „Wir verweigern keine Gespräche, um die Themen der Kabine anzugehen. Wir fordern diese sogar explizit ein.

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BER-Terminal 2 ist betriebsbereit

Das Terminal 2 des Flughafens Berlin-Brandenburg, das über eine Kapazität von sechs Millionen Passagieren pro Jahr verfügt, ist nach Angaben der Betreibergesellschaft fertig und einsatzbereit. Eröffnet werden soll es aber erst im Laufe des Jahres 2021. Im Gegensatz zum „Baufiasko“ Terminal 1 wurde die zweite Abfertigungshalle bei einem Generalunternehmer schlüsselfertig bestellt. Die Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH fungierte daher nicht selbst als Bauherr. Offenbar eine sehr gute Entscheidung, denn die Zech Bau SE, die sich im Rahmen einer Ausschreibung durchsetzen konnte, lieferte das vereinbarte Bauwerk pünktlich. Mit eigenem Check-in, Gepäckaufgabe und –ausgabe, modernsten Sicherheitskontrollen und Serviceeinrichtungen sowie Einzelhandel und Gastronomie ergänzt das Terminal 2 die Kapazitäten des großen Fluggastterminal 1. Insgesamt verfügt der BER mit den drei Terminals 1, 2 und 5 über Kapazitäten für über 40 Millionen Passagiere. Das Terminal 2 ist ein Schlüsselprojekt des Ausbauprogramms und wurde in der Rekordzeit von nur zwei Jahren komplett realisiert. Nachdem der FBB-Aufsichtsrat den Startschuss für das Terminal 2 am 7. Juli 2017 gegeben hatte, begann die Planung. Der Planänderungsbeschluss konnte am 18. Juli 2018 und die Baugenehmigung am 24. Juli 2018 erreicht werden. Die Vergabe an den Generalunternehmer erfolgte am 17. September 2018. Baubeginn war im Oktober 2018. Das Richtfest fand am 30. Juli 2019 statt. Im Sommer 2020 wurde das Gebäude fertiggestellt und alle Sachverständigenprüfungen sowie die Wirkprinzipprüfung erfolgreich abgeschlossen. Die Anzeige der Nutzungsaufnahme konnte in dieser Woche für das Terminal 2 bei der Bauaufsichtsbehörde eingereicht werden. Die Kosten des Gesamtprojekts mit Bau von Terminal 2, der Planung und Erschließung sowie dem

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Lufthansa vor Schließung der Bremer Flugschule

Offenbar erwägt die AUA-Muttergesellschaft angesichts der prekären Corona-Situation die Schließung der Flugschule in Bremen – das würde den Traum von rund 700 angehenden Jung-Piloten platzen lassen. Der Vorstand um Lufthansa-Chef Carsten Spohr berät derzeit über weitere drastische Sparmaßnahmen. Allem voran steht das Ende der traditionsreichen Bremer Flugschule im Raum. Die Kranich-Airline macht sich aktuell wenige Hoffnungen auf eine baldige Erholung des Flugverkehrs und verkleinert stetig die Flottenkapazität. Somit wird in Zukunft auch weniger Personal benötigt – und schon gar nicht neue Piloten.  Für die aktuelle Schülerschaft in Bremen gilt zurzeit ein Ausbildungsstopp. Dieser kam direkt nach der Ausuferung der Corona-Situation zum Tragen. Dabei lässt selbst die Geschäftsleitung der Bildungsstätte jeglichen Optimismus vermissen. Ganz im Gegenteil: „Sehr viele von Ihnen stehen noch am Anfang Ihres Berufsweges. Wir möchten Sie daher ermutigen, sich beruflich neu zu orientieren“, heißt es in einem internen Rundschrieben, welches dem Nachrichtenmagazin buten un binnen vorliegt.  Soll es das nun gewesen sein? Zumindest die aktuellen Flugschüler wollen noch nicht aufgeben und veröffentlichen ein emotionales Video, indem sie die Lufthansa-Chefetage noch einmal um Nachsicht bitten. Zu groß sei der Traum vom Fliegen. Doch wie es aussieht, ändert dieser mit einem Absturz.

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Airbus: Verhandlungen mit IG Metall ergebnislos vertagt

Die erste Verhandlungsrunde zwischen Airbus und IG Metall wurde am Donnerstag ergebnislos beendet. Am 2. Oktober 2020 treffen Arbeitgeber und Gewerkschaft wieder zu Gesprächen zusammen. Airbus beabsichtigt in Deutschland etwa 3.000 Jobs abzubauen. Die IG Metall ist allerdings der Ansicht, dass dies mittels Kurzarbeit vermieden werden kann. In den Tarifverhandlungen vertritt die Gewerkschaft die Ansicht, dass möglichst alle Arbeitsplätze gerettet werden müssen. Der Flugzeugbauer geht von einem längeren Einbruch in Sachen Aufträgen aus und will weltweit etwa 15.000 Jobs streichen. Beide Seiten bezeichneten die erste Gesprächsrunde als „konstruktiv“.

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