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Gerd Stöwer ist neuer Geschäftsführer in Erfurt-Weimar

Mit Gerd Stöwer bekommt der deutsche Regionalflughafen Erfurt-Weimar einen neuen Chef. Er folgt auf Uwe Kotzan, der über viele Jahre hinweg die Geschicke des Airports leitete und per 1. Jänner 2021 nach Karlsruhe/Baden-Baden, ebenfalls als Geschäftsfüher, wechselt. Stöwer ist Diplomingenieur für Luft- und Raumfahrt und lehrt an der TU Dresden als Honorarprofessor das Fach „Flughafenbetrieb und Luftverkehrspolitik“. Nach dem Studium an der TU Berlin war er in verschiedenen Positionen bei der Deutschen Lufthansa in Hamburg und Frankfurt tätig. 1992 wurde der gebürtige Berliner in die Geschäftsführung der Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle aufgenommen und trug damit kurz nach der Wiedervereinigung maßgeblich zur Entwicklung und zum Ausbau der beiden sächsischen Verkehrsflughäfen bei. Später leitete er als Alleingeschäftsführer (CEO) viele Jahre den Internationalen Verkehrsflughafen Münster/Osnabrück in Nordrhein-Westfalen. Parallel dazu nahm der Geschäftsführer verschiedene Funktionen im Verband der deutschen Flughäfen (ADV) und im Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V (BDL) wahr. 2017 machte sich Prof. Stöwer selbstständig als Unternehmensberater. Seitdem beriet er Unternehmen der Luftverkehrsbranche, v.a. Flughäfen in operativen und strategischen Fragen. Der langjährige Geschäftsführer Uwe Kotzan hat das Unternehmen mit heutigem Datum verlassen und wird zum 01. Januar 2021 seine neue Aufgabe als Geschäftsführer des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden übernehmen. Prof. Stöwer dankte dem ehemaligen Geschäftsführer Uwe Kotzan für seine langjährige erfolgreiche Tätigkeit am Flughafen Erfurt-Weimar und insbesondere dafür, dass er sich bis zum letzten Arbeitstag höchst engagiert für die Belange des Erfurter Flughafens eingesetzt hat.

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Hamburg: Lufthansa wartet Boeing 747SP „SOFIA“

Am Flughafen Hamburg traf am 30. September 2020 zu Wartungszwecken ein einzigartiger Gast ein: Die Boeing 747SP „Sofia“. Es handelt sich dabei um das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie, das NASA und DLR gemeinsam betreiben. Lufthansa Technik führt einen C-Check durch. „Wir freuen uns auf die erneute Zusammenarbeit mit Lufthansa Technik“, erklärt Heinz Hammes, SOFIA-Projektleiter im DLR Raumfahrtmanagement. „Die speziellen Umstände in diesem Jahr erfordern dabei besondere Kooperation und Flexibilität von allen Beteiligten. Wir sind davon überzeugt, für die anstehenden Aufgaben am richtigen Ort zu sein.“ Neue Klimatisierung für die Forschungsinstrumente Im Fall von SOFIA wird das Flugzeug nach den Vorschriften der NASA instandgesetzt, die auch die genauen Arbeitspakete für diese Liegezeit definiert hat. Während des C-Checks werden umfangreiche Kontrollen an der Flugzeugstruktur vorgenommen und notwendige Reparaturen durchgeführt. Dazu werden unter anderem die Triebwerke und die Kabine inklusive ihrer Verkleidungen und Fußböden demontiert, um während der Test- und Wartungsarbeiten auch sämtliche Verkabelungen und Leitungen überprüfen zu können. Zusätzlich erhält die Klimaanlage des Flugzeugs ein Upgrade. „Hierdurch wird es uns in Zukunft möglich sein, die Temperatur in der Kabine besonders fein zu justieren“, erläutert Hammes. „Dies ist insbesondere in der Instrumentenzone wichtig, denn jedes Forschungsinstrument benötigt eine genau passende Umgebungstemperatur.“ Ab Mitte Dezember sind dann die finalen Checks bei Lufthansa Technik – etwa für die Triebwerke und den Innendruck der Kabine – vorgesehen. Anfang Februar sollen die Wartungsarbeiten abgeschlossen sein, so  dass der Wissenschaftsbetrieb mit SOFIA wiederaufgenommen werden kann. Universität Stuttgart führt die Wartungen des Teleskops durch Auch das Teleskop an Bord von

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Deutschland: Luftfahrt leidet, Campingplätze melden Rekorde

Während die Luftfahrt, Hotellerie und Reiseveranstalter massiv unter der Coronakrise leiden, konnten in Deutschland Campingplätze sogar Rekordzahlen verzeichnen. Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Campingwirtschaft gab es allein im Juli 2020 mehr als 8,5 Millionen Übernachtungen – so viele wie noch nie in einem Einzelmonat. Die deutschen Beherbergungsbetriebe leiden massiv darunter, dass internationale Touristen und Geschäftsreisende deutlich weniger unterwegs sind. Das führte dazu, dass einen Rückgang von 22 Prozent verzeichnen musste. Viel konnte durch inländische Reisende abgefangen werden, jedoch nicht alles. Zulegen konnten in der Krise Campingplätze und zum Teil sogar zweistellig. Aufgrund der Lockdown-Phase steht unter dem Strich dennoch ein Minus von 34,6 Prozent. Der Blick auf die Campingplätze bestätigt indirekt das Bild, das die Luftfahrtbranche wiederholt skizziert hatte. Urlaubsreisen mit dem Flugzeug waren in den reisestärksten Monaten Juli und August 2020 erheblich weniger nachgefragt. Viele Deutsche verbrachten ihre Urlaube innerhalb der Bundesrepublik und nutzten interessanterweise gerne Campingplätze. Vermieter von Wohnwägen und –mobilen konnten nicht nur Rekordumsätze verzeichnen, sondern waren weitgehend komplett ausgebucht. Doch der Hype dürfte nur kurzfristig sein, denn die Hauptreisezeit ist vorbei. Der Kreis zur Luftfahrt schließt sich nun wieder, denn die Nachfrage im Herbst und Winter ist auch auf deutschen Campingplätzen gering. Spannend dürfte aber sein, ob auch im Sommer 2021 viele Deutsche dem neu entdeckten Camping treu bleiben oder eher wieder eine Flugreise buchen werden. Genau von dieser Entscheidung, die schwer prognostizierbar ist, hängen bei vielen Airlines die Kapazitätsplanungen ab.

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Gewerkschaften werfen Lufthansa „Tarifflucht auf Staatskosten“ vor

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO, die Vereinigung Cockpit und Verdi werfen der Lufthansa-Geschäftsleitung vor, dass diese mit neun Milliarden Euro Staatshilfe untarifierte Arbeitsplätze „zu Dumping-Bedingungen beim Projekt Ocean“ schaffen würde. Die Mitarbeiter „der gesamten Branche und kritisieren das Vorhaben massiv gegenüber der Bundesregierung.“ Insgesamt 14 Personalvertretungen und Betriebsräte fordern branchenübergreifend in einem offenen Brief die Pläne umgehend zu stoppen. Zur Not durch eine politische Intervention. Die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit, Verdi und UFO unterstützen diese Forderung und sehen die Bundesregierung in der Pflicht, Sorge für einen angemessenen Umgang mit Steuergeldern zu tragen. „Im Windschatten der Krise versucht der Konzern sein lang gehegtes Projekt ‘Ocean’ durchzuziehen, um in einem wiederholten Anlauf Arbeitsplätze ohne Einfluss von Gewerkschaften aufzubauen und sich erfolgreicher Konkurrenz in diesem Sektor zu entledigen. Diesmal jedoch auf Staatskosten, denn ohne das Geld der Steuerzahler wäre das Unternehmen pleite; damit nun einerseits Tausende rauszuwerfen, um andererseits zu 1.400 Euro brutto wieder einzustellen, ist unverfroren und unanständig“, erklärt Daniel Flohr, UFO-Vorsitzender. „Staatshilfen sind dazu da, Arbeitsplätze zu retten. Das offenkundige Hauptmotiv der Neugründung „Ocean“ ist es, Tarifflucht auf Staatskosten zu begehen. Es wird mitten in der größten Krise der Luftfahrt viel Geld in eine Plattform investiert, bei der mit jahrelangen Anlaufverlusten zu rechnen ist. Wir fordern die Politik auf, genauer hinzusehen, wie mit Milliarden an Staatshilfen umgegangen wird,“ so Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik der Vereinigung Cockpit. Auch die Unternehmen Tui und Condor haben Staatsgeld in der Krise erhalten. Lufthansas Projekt „Ocean“ geht in Verdrängungswettbewerb zu diesen Unternehmen – ein Vernichtungskampf auf Staatskosten ist damit

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Ukraine International verschiebt Düsseldorf-Comeback

Eigentlich wollte Ukraine International Anfang Oktober wieder von Kiew-Borispil nach Düsseldorf und Brüssel fliegen. Daraus wird – zumindest vorläufig – nichts. Der Carrier nannte als neuen Termin für die Wiederaufnahme der beiden Routen den 24. Oktober 2020. Weiters werden die Verbindungen von Kharkiv und Dnipro nach Tel Aviv ab 4. Oktober 2020 bzw. 8. Oktober 2020 vorläufig eingestellt. Grund dafür sind die beiderseits harten Einreisebestimmungen, wobei der Carrier darauf verweist, dass von 25. September 2020 bis 11. Oktober 2020 der Grenzübertritt in Israel defacto nicht möglich ist. Das hat zur Folge, dass die Tel-Aviv-Flüge auch ab Kiew und Odessa eingeschränkt werden. Ab Borispil wird Ukraine International an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag fliegen. Nur einen Umlauf, jeweils an Donnerstagen, bietet man ab Odessa zum Ben-Gurion-Flughafen an.

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DFS: Keine Erholung, sondern Stagnation

Der Flugverkehr in Deutschland soll bis Dezember 2020 nur rund 45 Prozent des Vorkrisenniveaus erreichen. Davon geht die Deutsche Flugsicherung (DFS) in ihrer jüngsten Prognose aus. Die Rekordwerte des Jahres 2025 werde man frühestens in 2025 wieder erreichen. Das Unternehmen stellt auch fest, dass die Erholung der Luftfahrtbranche nach dem Aufwärtstrend, der zwischen Juni und Ende August 2020 zu verzeichnen war, ins Stocken geraten ist. Insbesondere der Tourismus habe stark dazu beigetragen, dass der Reiseverkehr, wenn auch auf niedrigem Niveau, wieder angelaufen ist. Die jüngsten Reise- und Quarantänebestimmungen führen laut DFS dazu, dass die Nachfrage deutlich geringer ausfällt. Zugleich sind für das vierte Quartal 2020 keine Impulse aus dem Interkontinentalverkehr zu erwarten, und eine Erholung des Geschäftsreiseverkehrs ist nach wie vor nicht abzusehen. Daher passte die Deutsche Flugsicherung ihrer Prognose für die weitere Entwicklung des deutschen Luftverkehrs an. Aktuell geht man davon aus, dass das Aufkommen auf dem momentanen Niveau stagnieren wird. Im August und September 2020 hat die DFS im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur 45 Prozent des Flugaufkommens kontrolliert. „Bei diesen Verkehrszahlen wird es vorerst bleiben, denn es gibt bislang keine Anzeichen für einen nennenswerten Aufschwung. Wir rechnen dafür damit, dass sich der Verkehr im Corona-Jahr 2020, verglichen mit dem Vorjahr, mehr als halbiert“, so DFS-CEO Prof. Klaus-Dieter Scheurle. Zu Beginn der Krise war die DFS noch davon ausgegangen, dass der Verkehr zum Jahresende wieder langsam ansteigt – von 45 Prozent im September auf 75 Prozent im Dezember. „Die steigenden Infektionszahlen und die Test- und Quarantänebestimmungen für Rückkehrer dämpfen

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Tui erfüllt Bedingungen für zweiten Staatskredit

Der unter den „Nebenwirkungen“ der Corona-Pandemie stark leidende Touristikkonzern Tui erfüllt die Voraussetzungen für die Auszahlung eines weiteren Darlehens in der Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Erhalten hat man im Frühjahr bereits 1,05 Milliarden Euro. Der Konzern musste einige Bedingungen bis zum 30. September 2020 erfüllen. Dies ist nun geschehen und die Gläubiger von Anleihen haben ihre Zustimmung erteilt. Der deutsche Wirtschaftsstabilisierungsfonds zeichnete eine Optionsanleihe in der Höhe von 150 Millionen Euro. Der Konzern verfügt nun über Finanzmittel, die unter anderem über Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Verfügung gestellt wurden, von etwa zwei Milliarden Euro, um über den Winter zu kommen. Die erste, im Frühjahr ausbezahlte, Tranche ist ein Darlehen über 1,05 Milliarden Euro. Nun kommen weitere 1,2 Milliarden Euro dazu, die dem Konzern über den Winter bringen sollen. In der Kritik stand Tui aufgrund des Umstands, dass bei der Tochter Tuifly die Flotte erheblich verkleinert wird und auch der Personalstand deutlich reduziert wird. Die Gewerkschaften fordern, dass mit Staatshilfen Jobs gesichert und nicht abgebaut werden dürfen.

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Lufthansa beendet Pilotenausbildung in Bremen

Keine guten Neuigkeiten gab es am Montagabend für die rund 700 angehenden Piloten der Lufthansa-Flugschule Bremen. Der Kranich-Konzern lässt die Ausbildung an diesem Standort auslaufen und nur noch wenige können den Weg zu ihrer Lizenz abschließen. Pikantes Detail: Obwohl die meisten Kurse nicht mehr abgeschlossen werden, sollen die Kadetten dennoch den vollen Preis bezahlen. Nur jene Flugschüler, die unmittelbar vor dem Abschluss stehen, sollen ihre Ausbildung noch beenden können. Alle anderen wurden am Dienstag über einen Webcast dazu aufgefordert, dass sie sich einen anderen Berufsweg suchen sollen und die Schule nun ohne finanzielle Verpflichtungen verlassen sollen. Die bereits geleisteten Zahlungen sollen nicht zurückerstattet werden. Alle Kurse sind seit drei Monaten unterbrochen. Lufthansa Aviation Training sieht auf mehrere Jahre hinaus keinen Bedarf an Nachwuchspiloten. Man werde, wenn die Kursteilnehmer darauf bestehen, versuchen diese in anderen Flugschulen unterzubringen. Nur jene, die kurz vor der Abschlussprüfung stehen können diese noch in Bremen absolvieren. Eine Jobgarantie in der Lufthansa Group gibt es allerdings nicht. Auch ist nicht garantiert, dass Rückzahlungen der Vorleistungen des Konzerns (rund 60.000 bis 80.000 Euro) rückgefordert werden könnten. Die Vereinigung Cockpit fordert, dass Lufthansa Aviation Training die Ausbildungen wie ursprünglich zugesagt noch selbst durchführt und keine externen Dienstleister beauftragt. Die VC gibt an, dass von den etwa 700 Kadetten rund 170 kurz vor dem Abschluss stehen. Die Flugschüler machen in einem YouTube-Video auf ihr Schicksal aufmerksam und fordern Konzernchef Carsten Spohr indirekt dazu auf die Entscheidung zu überdenken. Der Standort Bremen jedenfalls könnte komplett aufgegeben werden. Betroffen sind dann auch

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No Access: Indien lässt Lufthansa-Maschinen nicht landen

Indiens Luftfahrtbehörde zeigt sich wenig kooperativ und lehnt den für Oktober angemeldeten Flugpplan der Kranich-Airline „unerwartet“ ab. Aus Sicht der indischen Behörden würde es zu „massiven Wettbewerbsnachteilen“ aufgrund der zu strengen Einreisebestimmungen für indische Staatsbürger kommen. Während die AUA-Mutter aufgrund einfacherer Bestimmungen die indischen Flughäfen bis zu 20 Mal pro Woche anfliegen kann, muss sich die Gegenseite mit etwa drei bis vier Flügen zufriedengeben. Diese Ungleichbehandlung führt nun dazu, dass alle Flüge bis einschließlich dem 20. Oktober aus dem Programm genommen werden müssen. Betroffene Fluggäste seien bereits heute Morgen davon in Kenntnis gesetzt worden, wie aero.de berichtet.  Deutschland und Indien erlauben seit Juni wieder gegenseitigen Flugverkehr. Im Oktober sollte die Linie nach Chennai wiederaufgenommen werden.

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Lufthansa: Flugplanänderungen stehen bevor

Lufthansa plant im Winter mit nur 30 Prozent des ursprünglichen Angebotes – das bringt Flugstreichungen mit sich.  Ein Ende der Coronavirus-Krise ist noch nicht in Sicht. Die Buchungszahlen sehen im Vergleich zu den Vorjahreswerten extrem mager aus. Aus diesem Grund kündigt der deutsche Flag-Carrier erhebliche Flugplan-Änderungen an. Diese sollen vor allem die nächsten Monate betreffen. Auch die Tochtergesellschaften Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines seien davon nicht ausgenommen, wie reisevor9.de berichtet. In diesen unsicheren Zeiten sei es äußerst schwierig, einen Flugplan zusammenzustellen, der auch wirklich realisiert werden kann. Angekündigte Flugverbindungen können kurzfristig wieder gestrichen werden – betroffene Fluggäste würden aber informiert und soweit wie möglich automatisiert umgebucht, heißt es vonseiten des Unternehmens. Bei Umsteigeverbindungen hingegen könne eine manuelle Umbuchung der Zu- und Abbringerflüge erforderlich sein.

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