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Malta-Air-Piloten bangen um Kurzarbeitergeld

Den in Deutschland stationierten Piloten der Fluggesellschaft Malta Air wurde das Kurzarbeitergeld gestrichen. Die Bundesagentur für Arbeit stellte ursprünglich einen positiven Bescheid aus, revidierte jedoch nachträglich die Entscheidung. Die Vereinigung Cockpit und der Geschäftsführer der Ryanair-Tochter gaben nun eine gemeinsame Medienmitteilung heraus. „Es ist ein trauriger Tag für die deutschen Piloten, die sicher das Gefühl haben, dass ihre Regierung ihnen den Rücken zugekehrt hat, angesichts der Nachricht, dass sie ihre Entscheidung zur Gewährung von Kurzarbeiterleistungen für lokale deutsche Piloten, die deutsche Steuern und die deutsche Sozialversicherung zahlen, rückgängig macht In einer Zeit, in der andere Fluggesellschaften staatliche Beihilfen in Milliardenhöhe erhalten, sollte die deutsche Regierung Piloten bei Malta Air nicht im Stich lassen, indem sie Sozialversicherungsleistungen verweigert. Die Covid-19-Krise hat der Luftfahrtindustrie extrem zugesetzt und obwohl wir hart daran gearbeitet haben, die Arbeitsplatzverluste bei deutschen Piloten so gering wie möglich zu halten, brauchen die Piloten die Unterstützung ihrer Regierung in Form dieser Leistungen. Malta Air ist einer der größten Arbeitgeber im Luftverkehr in Deutschland mit über 1.000 Piloten und Crew-Mitgliedern an unseren deutschen Stützpunkten. Es ist wichtig, dass sich die deutsche Regierung für den Schutz dieser wichtigen Arbeitskräfte einsetzt und die außerordentlichen Herausforderungen berücksichtigt, denen die Luftfahrtindustrie derzeit gegenüber steht. Gemeinsam mit der Vereinigung Cockpit fordern wir sowohl die Kölner Agentur für Arbeit als auch die Bundesregierung auf, diese diskriminierende Nichtgewährung der Unterstützung zu beenden“, so David Diarmuid O’Conghaile, CEO von Malta Air. Die Vereinigung Cockpit und die Geschäftsleitung des Carriers fordern nun die Bundesagentur für Arbeit und die deutsche

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Lauda Europe ab Mitte September 2020 in der Luft

Die maltesische Ryanair-Tochter Lauda Europe Ltd. wird ihren Flugbetrieb Mitte September 2020 aufnehmen. Geflogen wird mit Mittelstreckenjets des Typs Airbus A320. Dabei handelt es sich um jene Flugzeuge, die momentan von der österreichischen Laudamotion GmbH betrieben werden. Aus internen Schreiben geht hervor, dass Lauda Europe die Bases Wien und Düsseldorf am 15. September 2020 übernehmen wird. Ab diesem Tag sind jene Mitarbeiter, die bislang für Laudamotion GmbH in Direktanstellung oder aber über die Leiharbeitsfirma Crewlink gearbeitet haben, Beschäftigte der Lauda Europe Ltd. Dies setzt allerdings voraus, dass die Zustimmung zum Arbeitgeberwechsel erteilt wurde. Dem Vernehmen nach sollen nur wenige ihr „I accept“ übermittelt haben. Einige Passagiere haben bereits von Ryanair ein offizielles Anschreiben per E-Mail erhalten. In diesem informiert man darüber, dass die Durchführung der gebuchten Flüge durch das Konzernmitglied Lauda Europe erfolgen wird. Die Basis Palma de Mallorca wird bereits ab 13. September 2020 unter dem maltesischen AOC fliegen. Beispielsweise sind Flüge auf der Memmingen-Strecke ab diesem Tag als „operated by Lauda Europe“ gekennzeichnet und die Reisenden wurden bereits per E-Mail entsprechend informiert. In den nächsten Tagen wird Lauda daher die Umregistrierung der aus 28 Airbus A320 bestehenden Flotte beginnen. Umlackierungen sind dem Vernehmen nach nicht geplant. Optisch sichtbar für die Passagiere wird künftig eine 9H-Registrierung anstatt der bisherigen OE-Registrierung auf dem Rumpf sein. In weiterer Folge soll die österreichische Laudamotion GmbH geschlossen werden. Welche Auswirkungen der 15. September 2020 auf die Basis Stuttgart haben wird und wann die Laudamotion GmbH ihren Flugbetrieb vollständig an Lauda Europe Ltd. übergeben

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Paderborn vor der Insolvenz

Der deutsche Flughafen Paderborn könnte in Kürze Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden. Der Airport befindet sich mehrheitlich im Eigentum des Landkreises Paderborn. Nun soll es auch eine politische Mehrheit für die geplante Vorgehensweise geben, berichtet der Westdeutsche Rundfunk. Die Eigentümer halten es für nicht finanzierbar eine Sanierung des Airports außerhalb eines Insolvenzverfahrens durchzuführen. Der Flughafen Paderborn soll aber in seiner Existenz nicht gefährdet sein. Im Zuge der Insolvenz könnte es auch zu einem erheblichen Personalabbau kommen. Laut WDR schreibt der Airport aufgrund der Coronakrise monatliche Verluste in der Höhe von rund 700.000 Euro. Der Landkreis Paderborn ist derzeit lediglich zum Ausgleich von maximal 200.000 Euro Jahresverlust verpflichtet. Allerdings hat man auch zahlreiche Kreditbürgschaften gewährt. Der Kreis Gütersloh, der ebenfalls am Flughafen beteiligt ist, will sogar aussteigen.

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Deutschland könnte kostenlose PCR-Tests abschaffen

Nachdem viele Länder Kapazitätsengpässe vermeldeten, rudert der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn nun zurück: Reiserückkehrer werden sich wohl nicht mehr kostenlos auf den neuartigen Covid-19-Erreger testen lassen können.  Darüber hinaus soll auch die erst seit kurzem geltende Testpflicht bei der Einreise aus Risikogebieten abgeschafft werden. Derartige Vorschläge legten die Minister während einer Schaltkonferenz vor. Man bereue nach wie vor nicht, dass im Sommer die Tests für Reisende ausgeweitet worden seien, so Spahn nach dem Gespräch. Es herrsche gleichzeitig aber auch Konsens, dass mit Ende der Rückreisewelle die Kapazitäten wieder stärker im Bereich Pflege und Krankenhäuser genutzt werden sollten. An der 14-tägigen Quarantänepflicht bei der Einreise aus einem Risikogebiet soll dies aber nichts ändern, wie es in der „Tagesschau“ heißt. Diese kann erst vorzeitig beendet werden, wenn man einen negativen Covid-19-Test vorweisen kann. Akzeptiert werden nur jene, die frühestens fünf Tage nach der Einreise gemacht wurden.

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Qantas-A380 fliegt mit neuer Kabine in die Wüste

Wie die ganze Luftfahrtbranche muss auch Qantas zuvor aufgestellte Strategien von Bord werfen und umdenken. Die nationale Fluggesellschaft Australiens schickt nun frisch modernisierte Airbus A380-Maschinen in die Wüste Kaliforniens. Das hat sich Qantas wohl ganz anders vorgestellt: Mit neuen Kabinen ausgestattet wollte man die A380-Flotte bei den Elbe Flugzeugwerken in Dresden fit für die Zukunft machen. Dieses Modernisierungs-Programm sollte Ende 2020 abgeschlossen werden. Doch dann kam Corona. Und mit ihr die Ungewissheit, ob die A380 überhaupt noch einmal abhebt. Bis dato seien 11 Super-Jumbos auf dem „Flugzeugfriedhof“ von Victorville begraben worden, wie flugrevue.de berichtet. Auch die letzte Maschine der A380-Flotte soll bald dazu stoßen. Wann die Flieger wieder Passagiere an Bord begrüßen dürfen, steht derweil noch in den Sternen. Qantas hofft auf eine Rückkehr der A380-Flotte im Jahr 2023.

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Reichlich spät: BER denkt über Shuttlebus nach

Weltweit gesehen gibt es an fast allen Flughäfen, deren Terminals sehr weit voneinander entfernt sind, kostenfreie Beförderungsmöglichkeiten. Beispielsweise Busse, an manchen Airports gibt es bahnähnliche Angebote. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel, doch am Flughafen BER zeigt sich nun eine absurde Diskussion. Die Abfertigungsgebäude des heutigen Schönefeld-Airports werden nach der Inbetriebnahme der BER-Gebäude als Terminal 5 geführt. Dazu passte die Betreibergesellschaft bereits die Bezeichnungen der Gates an. Die Krux an der Sache ist aber, dass die Terminals 1+2 sowie 5 äußerst weit voneinander entfernt liegen. Vereinfacht gesagt am jeweils anderen Ende vom Gelände. Daher ist es notwendig diese mit einem Verkehrsmittel miteinander zu verbinden, um Umsteigern den Wechsel der Abfertigungshalle zu ermöglichen. Oder noch viel simpler: Es kommt immer wieder vor, dass Reisende versehentlich oder in Unwissenheit zum falschen Terminal fahren. Laut einem Bericht der lokalen Zeitung MOZ war seitens des BER bislang geplant, dass der Transport zwischen den beiden Terminals mit den normalen Verbindungen des Nahverkehrs, also Bus und Schnellbahn, bewerkstelligt werden sollen. Hierfür sollten die normalen Fahrscheinpreise zu bezahlen sein. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisierte dies heftig, denn die unterschiedlichen Tarifsysteme der beiden lokalen Verbände dürften wohl für Nicht-Berliner oder Nicht-Brandenburger, die lediglich vom einen zum anderen Terminal wollen, fast undurchblickbar sein. Die Interessensvertretung fordert daher unmissverständlich, dass die Flughafengesellschaft einen kostenlosen Shuttlebus, wie an den meisten Großflughäfen üblich, einrichten soll. Hierbei verweist man auch darauf, dass dies international Standard ist und machte damit einen Seitenhieb darauf, dass sich der BER stets als Großflughafen in der Öffentlichkeit vermarktet. Nun reagierte auch

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Umbuchungen: Die Tarifdifferenz wird immer fällig

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa und ihre Töchter Swiss, Brussels Airlines und Austrian Airlines erheben bis Ende Dezember 2020 in allen Tarifklassen keine Umbuchungsgebühr. Das betrifft auch Economy Light. Allerdings kann – je nach gebuchtem Tarif – dennoch eine Aufzahlung anfallen, wenn der neue Flug teurer ist. Die Airlines der Lufthansa Group und viele Mitbewerber könnten sich bei vielen potentiellen Kunden das Vertrauen durch die laut Bundesverband Verbraucherzentrale absichtliche Missachtung der gesetzlichen Frist für die Rückerstattung von Tickets, die aufgrund der Coronakrise nicht genutzt werden konnten, verspielt haben. Noch immer warten tausende Kunden auf die Rückzahlung ihrer Ticketgelder. Die Tarife, die nun als „flexibel“ beworben werden, bedeuten lediglich, dass bei einer Umbuchung die pauschale Gebühr, die sonst für diesen Vorgang erhoben wird, nicht anfällt. Eine eventuelle Tarifdifferenz ist weiterhin aufzuzahlen und wenn der neue Flug günstiger ist gibt es kein Geld zurück. Davon ausgenommen sind erstattbare Flexi-Tarife, die in den Bestimmungen explizit vorsehen, dass keine Aufzahlung anfällt. Insofern ist die „neue Flexibilität“, die von der Lufthansa Group nun erneut beworben wird, nur sehr beschränkt zutreffend. Lediglich die Pauschalgebühr, sie sonst zusätzlich zur Tarifdifferenz verrechnet wird, ist zumindest bis Ende Dezember 2020 nicht zu entrichten. 

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Lufthansa: Loungezutritt gegen Bezahlung

Ab sofort können Lufthansa-Passagiere mit einem Economy-Class-Ticket die Lounges in Frankfurt am Main und München gegen Bezahlung einer Eintrittsgebühr in der Höhe von 39 Euro nutzen. Die Bezahlung erfolgt vor Ort mit Kreditkarte. Der Carrier weist darauf hin, dass „Buy-in“ derzeit nur in Frankfurt und München möglich ist, wenn in der jeweiligen Kranich-Lounge ausreichende Kapazitäten verfügbar sind. Vom „Einkaufen“ ausgenommen sind die First Class Lounges, die laut Lufthansa weiterhin Reisenden der Ersten Klasse und HON-Circle-Mitgliedern vorbehalten ist. Die österreichische Tochtergesellschaft Austrian Airlines hält ihre Lounges am Flughafen Wien-Schwechat weiterhin geschlossen. Passagiere mit Status oder Business-Ticket können den momentan einzigen exklusiven Wartebereich, Sky Lounge Schengen, nutzen. Ein Sprecher sagte dazu: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unsere eigenen Lounges wieder öffnen zu können.“

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Deutschland: Reisewarnung für Varna aufgehoben

Die Bundesrepublik Deutschland adaptierte die für Bulgarien ausgesprochene Reisewarnung und hob diese für den Oblast Varna auf. Das bedeutet konkret, dass für die Urlaubsregion am Goldstrand seitens des deutschen Außenministeriums keine Reisewarnung mehr besteht. Österreich betrachtet weiterhin das komplette Staatsgebiet von Bulgarien als Risikogebiet und hält die ausgesprochene Reisewarnung aufrecht. Deutschland hat indes die höchste Stufe für einige Regionen Frankreichs ausgesprochen. Konkret betroffen sind Île-de-France und Provence-Alpes-Côte d’Azur. Die Alpenrepublik hingegen hat (noch) keine Reisewarnung für Frankreich bekanntgegeben.

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Air Baltic verlangsamt A220-Übernahmen

Air Baltic drückt auf die Bremse: Die lettische Fluggesellschaft verschiebt die Übernahme von 25 Airbus A220-300-Maschinen. Und zwar auf das Jahr 2024. Damit verlangsamt sich der Ausbau der reinen A220-Flotte, den man zuvor angekündigt hat. Derzeit weist die Flottenliste von Air Baltic 22 Exemplare des Flugzeugtyps A220-300 aus. Drei weitere werden wie geplant bis Jahresende folgen, wie die Fluglinie mitteilt. „Nach der Krise wird sich zeigen, dass ein 145-sitziges Flugzeug genau das richtige ist, weil sehr viele Strecken keine größere Nachfrage haben“, so Air Baltic-Chef Martin Gauss. „Der Fokus auf die A220 macht uns das Leben viel einfacher.“

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