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Europäischer Luftverkehr trotzt Wirtschaftsdämpfer: Passagierwachstum hält an, getragen von Nicht-EU-Märkten

Der europäische Flughafenverband ACI Europe meldet in seinem vorläufigen Luftverkehrsbericht für September und das dritte Quartal 2025 ein anhaltendes Passagierwachstum auf dem gesamten Kontinent. Im September 2025 stieg der Passagierverkehr im europäischen Flughafennetz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,6 Prozent. Dieses Ergebnis festigt die positive Entwicklung des Sommers, wie Generaldirektor Olivier Jankovec betonte, und das trotz weiterhin schwachen Wirtschaftswachstums. Die Wachstumsdynamik ist regional stark unterschiedlich ausgeprägt: Der Nicht-EU+-Raum (darunter die Türkei, Israel, Moldawien, Bosnien und Herzegowina) verzeichnete mit 8,3 Prozent mehr als doppelt so hohe Zuwächse wie der reife EU+-Markt (EU, EWR, Schweiz und Vereinigtes Königreich) mit lediglich 2,7 Prozent. Innerhalb der EU+-Zone wiesen osteuropäische Länder wie die Slowakei (+14,7 %) und Polen (+13,2 %) das stärkste Wachstum auf, während etablierte Märkte wie Frankreich (-1 %) und das Vereinigte Königreich (-0,3 %) sogar Rückgänge hinnehmen mussten. Die großen Wirtschaftsmärkte Deutschland (+3,2 %), Spanien (+2,5 %) und Italien (+1,7 %) zeigten zwar Wachstum, blieben aber hinter dem kontinentalen Durchschnitt zurück, was ACI Europe unter anderem mit hohen Steuern und wirtschaftlichen Divergenzen in diesen Ländern erklärt. Der internationale Passagierverkehr (+4,3 %) blieb weiterhin der wichtigste Wachstumsmotor. Im gesamten dritten Quartal erhöhte sich das Passagieraufkommen um 3,9 Prozent, was eine leichte Abschwächung der Dynamik im Vergleich zu den ersten beiden Quartalen 2025 bedeutet. Auch der Frachtverkehr entwickelte sich positiv und wuchs im September um 4,3 Prozent. Der Frachtsektor liegt damit 17,6 Prozent über dem Niveau vor der Coronapandemie, was die anhaltende Bedeutung des Luftfrachttransports, insbesondere im E-Commerce-Bereich, unterstreicht. Bei den großen Drehkreuzen verzeichnete

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Ryanair kritisiert EU-Flugsicherung: 33 Millionen Passagiere von Verspätungen betroffen

Die Fluggesellschaft Ryanair hat am Mittwoch, dem 5. November 2025, erneut scharfe Kritik an der Leistung der europäischen Flugsicherungsdienste (ATC) geäußert und die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, zu dringenden Reformen aufgefordert. Nach Angaben von Ryanair waren im laufenden Jahr bis zum 27. Oktober bereits 33 Millionen Passagiere von ATC-bedingten Verspätungen betroffen. Ryanair veröffentlichte eine sogenannte „ATC Delays League“, aus der hervorgeht, dass die Flugsicherungen in Frankreich, Spanien, Deutschland und Großbritannien die schlechteste Performance in Bezug auf Verspätungen und Annullierungen aufweisen. Die Airline wirft den Regierungen dieser Länder vor, ihre Flugsicherungsdienste nicht angemessen zu besetzen und ineffizient zu verwalten, was zu Personalengpässen und Missmanagement führe. Im Gegensatz dazu hebt Ryanair Länder wie Bulgarien, die Slowakei, die Niederlande, Belgien und Dänemark hervor, deren Flugsicherungen effizient betrieben würden und daher die wenigsten Ausfälle verzeichneten. Michael O’Leary, Chef von Ryanair, bezeichnete die Situation als „unverzeihlich“ und mahnte, dass die Passagiere den Preis für das Versagen der Flugsicherung zahlen müssten. Die Forderungen von Ryanair und der Airline-Vereinigung A4E zielen auf zwei zentrale Reformen ab: Erstens sollen nationale Flugsicherungsdienste bei Nichterfüllung der vollen Besetzung für die morgendliche Flugwelle mit Geldstrafen belegt werden. Zweitens soll der Überflugverkehr sowie der Binnenmarkt während nationaler ATC-Streiks geschützt werden, um die Auswirkungen auf Reisende in anderen Ländern zu minimieren. Die anhaltende Kritik an den Flugsicherungsdiensten beleuchtet die komplexen Herausforderungen im europäischen Luftraum, die über die reinen Kapazitätsgrenzen hinausgehen. Während die Airlines die volle Verantwortung bei den nationalen Betreibern und der EU-Kommission sehen, verweisen Flugsicherungen ihrerseits oft auf wachsende

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Flughafen München fast auf Vorkrisenniveau: Beschäftigtenzahl steigt auf 37.000

Der Flughafen München hat seine Position als zentraler Beschäftigungs- und Wirtschaftsmotor für die Region und ganz Bayern weiter gestärkt. Einer neuen Wirtschaftsstudie der Flughafen München GmbH zufolge waren Ende 2024 fast 37.000 Mitarbeiter auf dem Flughafencampus beschäftigt. Damit hat sich der Standort nahezu vollständig von den pandemiebedingten Einbrüchen erholt und nähert sich dem bisherigen Höchststand von rund 38.000 Beschäftigten aus dem Jahr 2018. Die aktuelle Untersuchung, die auf Daten von annähernd 470 am Airport ansässigen Unternehmen und Behörden basiert, belegt die enorme Bedeutung des Flughafens für den regionalen Arbeitsmarkt: Rund ein Viertel aller sozialversicherungspflichtigen Jobs in den Landkreisen Erding und Freising sind auf dem Airport-Campus angesiedelt. Die meisten Arbeitsplätze entfallen auf den Luftverkehr (rund 12.000) und den Flughafenbetrieb (rund 11.000). Die größten Arbeitgeber sind der Lufthansa-Konzern und der FMG-Konzern, die zusammen über 60 Prozent der gesamten Belegschaft stellen. Positiv ist auch die hohe Qualität der Beschäftigungsverhältnisse: 97 Prozent der Mitarbeiter arbeiten in unbefristeten Anstellungen, davon 72 Prozent in Vollzeit. Zudem starten rund 700 Auszubildende und dual Studierende am Airport ihre berufliche Laufbahn. Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Münchner Airports reicht weit über die Region hinaus. Die gesamte Wertschöpfung am Flughafen, inklusive indirekter und induzierter Effekte, beläuft sich laut Studie auf eine Bruttowertschöpfung von 7,3 Milliarden Euro in Bayern. Rechnerisch gesehen steht damit rund jeder hundertste Euro, der im Freistaat Bayern erwirtschaftet wird, in direktem Zusammenhang mit dem Flughafen. Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der FMG, hob hervor, dass der Flughafen durch die vielfältigen Liefer- und Leistungsbeziehungen als Motor für Wirtschaft und

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Ende einer Ära: Condor verabschiedet letzte Boeing 757-300

Rund 35 Jahre lang war der Maschinentyp Boeing 757 das Rückgrat der Condor-Flotte. Damit ist jetzt Schluss, denn im Rahmen des Sonderfluges DE757 wurde am 5. November 2025 mit der D-ABOM die letzte Einheit feierlich verabschiedet. Condor ist einer der wenigen europäischen Operators, der über viele Jahre hinweg auf die Boeing 757 gesetzt hat. Auch war man maßgeblich daran beteiligt, dass der U.S.-amerikanische Hersteller die B757-300 auf den Markt gebracht hat. Der Ferienflieger, der damals noch dem Lufthansa-Konzern angehört hat, wollte eine gestreckte Version. Diese nennt sich Boeing 757-300 und war nicht wirklich ein Kassenschlager, denn lediglich 55 Exemplare wurden gebaut. Condor war mit diesem Muster, das verschiedene Kosenamen wie „Mallorca-Bomber“ oder „fliegender Bleistift“ hat, durchaus sehr zufrieden. Aufgrund der vergleichsweise hohen Reichweite setzte man es auch auf Langstrecken ein. Die B757-300 ist das längste Single-Aisle-Flugzeug, das bislang gebaut wurde. Der Carrier wollte zum Zeitpunkt der Order möglichst viele Passagiere auf aufkommensstarken Strecken befördern können. Ein praktischer Nebeneffekt war, dass das Muster auch auf Langstrecken eingesetzt werden konnte. Das brachte Condor durchaus Flexibilität. Eigentlich hätte man, so das Management des Carriers, die Boeing 757 noch einige Jahre weiterfliegen können, aber im Zuge der Flottenmodernisierung hat man sich entschieden einen Schlussstrich zu ziehen. Condor ist nun reiner Airbus-Operator Das bedeutet nicht nur, dass am 5. November 2025 die letzte B757 verabschiedet wurde, sondern Condor ist nun ein reiner Airbus-Operator und zwar erstmals in der Firmengeschichte. Geschäftsführer Peter Gerber betonte in seiner Ansprache während dem Farewell-Event auch, dass man schon sehr bald

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Korean Air und Condor schließen Partnerschaft: Bessere Anbindung von Korea nach Deutschland

Die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air hat ein neues Special Prorate Agreement (SPA) mit der deutschen Ferienfluggesellschaft Condor Airlines unterzeichnet. Diese Kooperation stellt einen wichtigen Schritt zur Wiederherstellung und Verbesserung nahtloser Reiseverbindungen zwischen Korea und Deutschland dar. Das Abkommen trat am 1. November 2025 in Kraft. Durch die neue Vereinbarung können Korean Air Passagiere, die die Langstreckenverbindung zwischen dem Incheon International Airport in Seoul (ICN) und dem Frankfurter Flughafen (FRA) nutzen, nun bequem auf das umfangreiche Inlandsnetz von Condor umsteigen. Dies ist die erste Partnerschaft von Korean Air seit über zehn Jahren, die wieder integrierte Inlandsverbindungen innerhalb Deutschlands anbietet und damit die Erreichbarkeit wichtiger deutscher Städte für koreanische Reisende deutlich verbessert. In der Startphase ermöglicht die Kooperation Flugverbindungen über Frankfurt zu den Metropolen Berlin (BER), Hamburg (HAM) und München (MUC). Im kommenden Sommerflugplan 2026 ist die Erweiterung des Codeshare-Abkommens auf zusätzliche Ziele im Streckennetz von Condor vorgesehen. Ein wesentlicher Vorteil für die Kunden ist der erhöhte Reisekomfort: Passagiere, die mit Korean Air fliegen, können ihr Gepäck gemäß den geltenden Tarifbestimmungen bis zu ihrem Endziel durchchecken. Dies vereinfacht den Transit am Drehkreuz Frankfurt erheblich, da das Gepäck nicht neu aufgegeben werden muss. Experten sehen in der neuen Partnerschaft eine Win-Win-Situation. Korean Air erhält durch das Feeder-Netz von Condor eine breitere Kundenbasis in Deutschland, während Condor von den Langstreckenpassagieren aus Korea profitiert. Die neue Verbindung ergänzt die starke Präsenz von Korean Air in Europa, insbesondere in Deutschland, wo die Airline historisch enge Beziehungen zu Frankfurt pflegt. Korean Air zielt mit diesem Schritt darauf

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Großbritannien besiegelt Eurofighter-Verkauf an die Türkei: Ein Rüstungsgeschäft mit geopolitischer Tragweite

Inmitten anhaltender politischer Kontroversen und innenpolitischer Spannungen in der Türkei haben Großbritannien und die Türkei ein umfassendes Rüstungsabkommen über den Verkauf von Eurofighter Typhoon-Kampfjets unterzeichnet. Das Geschäft, dessen Volumen auf bis zu acht Milliarden Pfund (über neun Milliarden Euro) geschätzt wird, sieht die Lieferung von 20 in Großbritannien endmontierten Kampfflugzeugen an die türkische Luftwaffe vor. Die Unterzeichnung der Erklärung durch den britischen Premierminister Keir Starmer und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Ankara markiert den Abschluss langwieriger Verhandlungen, die maßgeblich durch die Exportrestriktionen Deutschlands verzögert wurden. Der Deal hat eine immense geopolitische und militärpolitische Bedeutung. Aus Sicht Londons trägt die Lieferung der hochentwickelten Eurofighter zur Stärkung des Abschreckungspotenzials der nato bei, zu der beide Länder gehören. Gleichzeitig ist das Milliardengeschäft für Großbritannien von hoher wirtschaftlicher Relevanz, da es die Sicherung von 20.000 Arbeitsplätzen in der britischen Rüstungsindustrie verspricht. Für die Türkei dient der Kauf als Übergangslösung zur Modernisierung ihrer Luftstreitkräfte, bis der im Inland entwickelte Kampfjet Kaan voraussichtlich ab 2030 einsatzbereit ist. Der Abschluss des Abkommens stieß jedoch auf deutliche Kritik von Menschenrechtsorganisationen, die das Vorgehen Londons angesichts der innenpolitischen Entwicklungen in der Türkei, insbesondere des erneuten Haftbefehls gegen den Oppositionsführer Ekrem İmamoğlu, verurteilen. Überwindung der deutschen Exportblockade Das europäische Gemeinschaftsprojekt Eurofighter Typhoon wird von einem Konsortium aus Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien verantwortet. Der Export der Kampfflugzeuge erfordert daher grundsätzlich die Zustimmung aller Partnerländer. Über lange Zeit hinweg hatte Deutschland den Verkauf der Jets an die Türkei, einem nato-Partner, blockiert. Als Hauptgrund für die Blockade wurden die Menschenrechtslage

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Weiterer Anstieg der Luftsicherheitsgebühren belastet Luftverkehrsstandort Deutschland

Die deutschen Fluggesellschaften sehen sich im kommenden Jahr mit weiter steigenden staatlichen Abgaben konfrontiert. Das Bundesinnenministerium (BMI) hat eine Erhöhung der Luftsicherheitsgebühren für die von ihm betreuten Flughäfen für das Jahr 2026 angekündigt. Diese Entscheidung, die von moderaten Steigerungsraten im einstelligen Prozentbereich geprägt ist, stößt bei der Luftfahrtbranche auf scharfe Kritik. Sie wird als Ignoranz gegenüber den wiederholten Klagen der Airlines über die hohen Standortkosten in Deutschland gewertet. Die Branche sieht in der kumulierten Belastung durch steigende Luftsicherheitsgebühren und parallel erhöhte Flugsicherungsgebühren eine akute Bedrohung für die Wettbewerbsfähigkeit und die Erholung des deutschen Luftverkehrs nach den tiefgreifenden Einbrüchen der vergangenen Jahre. Diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die Diskrepanz zwischen den Forderungen der Wirtschaft und der Fiskalpolitik der Bundesregierung. Kontinuierliche Kostensteigerung trotz Branchenwarnungen Die Anpassung der Luftsicherheitsgebühren betrifft eine Reihe wichtiger Regional- und Großflughäfen, an denen das BMI direkt für die Organisation und Durchführung der Passagier- und Gepäckkontrollen zuständig ist. Zu diesen Standorten zählen unter anderem Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Hannover, Bremen, Leipzig/Halle, Dresden, Saarbrücken und Erfurt. Die konkreten Anhebungen sind von Flughafen zu Flughafen unterschiedlich. In Düsseldorf beispielsweise wird die Gebühr pro kontrolliertem Passagier von $10,45$ Euro auf $10,73$ Euro steigen, was einer Steigerung von $2,7$ Prozent entspricht. Am Flughafen Hamburg erhöht sich der Satz von $7,86$ Euro auf $8,09$ Euro, eine Anpassung um $2,9$ Prozent. Obwohl die prozentualen Erhöhungen auf den ersten Blick gering erscheinen mögen, werden sie vom Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) als Teil eines besorgniserregenden Trends gesehen. BDF-Geschäftsführer Michael Engel äußerte sich entsprechend kritisch: „Das ist

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Tourismus in Wien: Deutliche Erholung bei Übernachtungen, aber Umsatzentwicklung zeigt gemischtes Bild

Die Tourismuswirtschaft der österreichischen Bundeshauptstadt Wien zeigt nach den Herausforderungen der Vorjahre klare Zeichen der Erholung, jedoch in einem komplexen Geflecht von Kennzahlen. Während die Zahl der Übernachtungen im September 2025 und im bisherigen Jahresverlauf signifikante Zuwächse verzeichnete, offenbaren die Umsatzzahlen der Beherbergungsbetriebe eine heterogene Entwicklung. Die Metropole etabliert sich weiterhin als starker Magnet für internationale Besucher, wobei insbesondere der deutsche und der heimische Markt sowie Überseemärkte wie die USA und die Ukraine maßgeblich zur Steigerung der Gästezahlen beitragen. Die gestiegene Kapazität an Hotelbetten und eine verbesserte Auslastung im September belegen die Attraktivität Wiens, doch der Blick auf die monatlichen und kumulierten Umsätze erfordert eine differenzierte Betrachtung der wirtschaftlichen Lage der Branche. Übernachtungszahlen im Aufwind: Wachstum über den Erwartungen Der September 2025 markiert einen starken Monat für den Wiener Tourismus. Mit insgesamt 1,7 Millionen Übernachtungen wurde ein beachtliches Wachstum von 10 Prozent im Vergleich zum September des Vorjahres erzielt. Diese positive Dynamik setzt sich im kumulierten Jahresverlauf fort: Zwischen Jänner und September 2025 zählte Wien 14,3 Millionen Gästenächtigungen, was einem Anstieg von 5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2024 entspricht. Dieser Zuwachs ist ein klares Indiz dafür, dass Wien seine Stellung als eine der führenden europäischen Städtedestinationen festigen konnte. Die Nachfrage der internationalen Quellmärkte, die traditionell einen Großteil der Nächtigungen ausmachen, spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die Top-Märkte: Deutschland führt, Ukraine mit größtem Sprung Die Analyse der Herkunftsländer der Gäste verdeutlicht die Struktur des Wiener Tourismus. Der deutsche Markt bleibt mit 332.000 Übernachtungen im September und einem Zuwachs von 14 Prozent

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Konfrontationskurs in der Luftfahrt: Ryanair kürzt massiv in Deutschland und kritisiert Steuerpolitik

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat eine drastische Reduzierung ihres Flugangebots in Deutschland für die kommende Wintersaison 2025/2026 angekündigt. Diese Entscheidung, die die Streichung von 24 Routen und eine Kapazitätskürzung von etwa 800.000 Sitzplätzen umfasst, ist nach Angaben des Unternehmens nicht primär auf mangelnde Passagiernachfrage zurückzuführen. Vielmehr stellt sie eine direkte Reaktion auf die jüngsten Erhöhungen der deutschen Luftverkehrsteuer und die generellen hohen Betriebskosten am Standort Deutschland dar. Die Maßnahme ist eine der signifikantesten Kürzungen Ryanairs im deutschen Markt der letzten Jahre und verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen der Billigfluglinie und den deutschen Luftfahrtbehörden und der Politik. Der Schritt wird voraussichtlich nicht nur Reisende betreffen, sondern auch die regionale Anbindung und den Tourismussektor an den betroffenen Flughäfen empfindlich treffen. Umfang der Streichungen und betroffene Standorte Ryanair kündigte an, Flüge an insgesamt neun deutschen Flughäfen zu reduzieren, die das Unternehmen als „kostenintensiv“ einstuft. Zu den betroffenen Standorten gehören große Drehkreuze wie Berlin-Brandenburg und Hamburg, aber auch kleinere Regionalflughäfen wie Memmingen und Frankfurt-Hahn. Die Streichung der 24 Routen und die Reduktion von 800.000 Sitzen werden das Kapazitätsniveau von Ryanair in Deutschland deutlich unter das Niveau des Winters 2024 drücken. Einzelne Flughäfen, wie beispielsweise Memmingen, sollen sogar ein Viertel ihres Winterprogramms von Ryanair verlieren. Auch Standorte wie Köln/Bonn sind von empfindlichen Einschnitten betroffen, und im Januar droht eine Reduzierung der Verbindungen um bis zu 30 Prozent an einzelnen Basen. Diese Reduzierung steht im klaren Gegensatz zur generellen Erholung der Luftfahrtmärkte in anderen europäischen Ländern. Während das Sitzplatzangebot von Punkt-zu-Punkt-Airlines (wie Ryanair) im europäischen Durchschnitt

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Rüstungsinitiative der EU: Die Europäische Drohnenabwehr im Fokus Neuer Verteidigungspläne

Die Europäische Union forciert ihre Rüstungsanstrengungen und stellt eine weitreichende Verteidigungsinitiative vor, die auf eine deutliche Stärkung der europäischen Fähigkeiten zur Abwehr unbemannter Luftfahrzeuge abzielt. Die Europäische Kommission drängt die Mitgliedstaaten, bis Ende 2026 erhebliche Teile eines neuen, mehrschichtigen Hightech-Systems zur Drohnenabwehr einsatzfähig zu machen. Der gesamte Aufbau soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Diese „European Drone Defence Initiative“ (EDDI) ist die Antwort auf die wiederholten Verletzungen des Luftraums von EU-Mitgliedstaaten und die aus der geopolitischen Lage erwachsende Dringlichkeit. Die Pläne, die von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und dem EU-Verteidigungsindustriekommissar Andrius Kubilius präsentiert wurden, sind Teil eines umfassenden Rüstungspakets, das die Verteidigungsbereitschaft Europas bis 2030 signifikant erhöhen soll. Die Initiative umfasst nicht nur die Erkennung und Neutralisierung feindlicher Drohnen, sondern zielt auch auf die Fähigkeit ab, mit eigenen Drohnensystemen präzise Schläge gegen Bodenziele auszuführen. Dieses 360-Grad-Konzept, das geografisch offen und in enger Abstimmung mit der NATO entwickelt werden soll, markiert eine tiefgreifende Neuausrichtung der europäischen Verteidigungsstrategie. Die Dringlichkeit und der 360-Grad-Ansatz der Drohnenabwehr Die Entscheidung der Europäischen Kommission, eine beschleunigte Einführung der Drohnenabwehr voranzutreiben, basiert auf der erhöhten Bedrohungslage im europäischen Luftraum. Die Kommission verweist auf die „jüngsten wiederholten Verletzungen des Luftraums von EU-Mitgliedstaaten„, um die Dringlichkeit zu belegen. Die Sichtungen unbemannter Flugkörper, die in jüngster Zeit in Ländern wie Dänemark und Deutschland wiederholt Alarme an zivilen und militärischen Flughäfen ausgelöst und teils zur Einstellung des Flugverkehrs geführt haben, verdeutlichen die Verwundbarkeit kritischer Infrastruktur. Ursprünglich stand der Schutz der Ostflanke – der EU-Mitgliedstaaten an der Grenze zu Russland und Belarus

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