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Wiederholter Alarm im Luftraum: Drohnensichtung legt Flughafen München lahm

Eine erneute Störung des zivilen Luftverkehrs durch unbefugt fliegende Drohnen hat den Flughafen München in der Nacht zum Freitag vorübergehend stillgelegt. Nach Berichten über gesichtete Drohnen im Nahbereich und später auch über dem Flughafengelände entschied die Deutsche Flugsicherung (DFS) am späten Donnerstagabend, die Start- und Landebahnen zu sperren. Die Folge war der Ausfall von 17 Flügen und die Umlenkung von 15 ankommenden Maschinen zu umliegenden Flughäfen wie Stuttgart, Nürnberg, Wien und Frankfurt. Insgesamt waren rund 3.000 Passagiere direkt von den Beeinträchtigungen betroffen, von denen Hunderte die Nacht auf Feldbetten in den Terminals verbringen mussten. Trotz eines Großeinsatzes von Landes- und Bundespolizei sowie eines Polizeihubschraubers konnten weder die Drohne(n) noch mutmaßliche Verursacher aufgefunden werden. Der Vorfall unterstreicht einmal mehr die wachsende Verletzlichkeit der kritischen Verkehrsinfrastruktur gegenüber dem illegalen Einsatz von unbemannten Flugobjekten. Chronologie einer nächtlichen Störung Die Ereignisse nahmen am Donnerstagabend ihren Lauf, als der Flughafen München, das zweitgrößte Luftverkehrsdrehkreuz Deutschlands, durch die Meldung mehrerer Personen über eine Drohne in der Nähe des Geländes in Alarmbereitschaft versetzt wurde. Spätere Sichtungen erfolgten direkt über dem kontrollierten Luftraum. Ob es sich dabei um ein einzelnes oder mehrere Flugobjekte handelte, konnte zunächst nicht geklärt werden. Die Deutsche Flugsicherung reagierte mit der Standardmaßnahme in solchen Gefahrensituationen, um die Sicherheit des Flugbetriebs zu gewährleisten: der Sperrung des gesamten Flugraums. Die sofortige Folge war die Unterbrechung des laufenden Abfertigungsbetriebs. Einige Flugzeuge, die sich bereits auf dem Rollfeld zur Startfreigabe befanden, mussten zum Terminal zurückkehren, was die Passagiere zusätzlich in ihrer Reiseplanung beeinträchtigte. Die Sperrung des Flughafens München,

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Neue Perspektiven für ein Phänomen: Helene Fischer kündigt 360°-Stadion-Tour zum Jubiläum an

Im Sommer 2026 wird die deutsche Unterhaltungskünstlerin Helene Fischer anlässlich ihres zwanzigjährigen Bühnenjubiläums mit einer 360°-Stadion-Tour in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Maßstäbe für Open Air-Produktionen setzen. Das angekündigte Konzept, das eine Bühne in der Mitte des Stadions vorsieht und durch Laufstege mit vier Satellitenbühnen verbunden ist, verspricht eine noch nie dagewesene Nähe zum Publikum. Die anfänglich bekanntgegebenen Termine in Metropolen wie Berlin, Stuttgart, Frankfurt, Gelsenkirchen, Köln, Hamburg, München, Wien und Zürich wurden bereits kurz nach der Ankündigung um Zusatzshows in Dresden und Hannover erweitert, nebst einer zweiten Vorstellung in Hamburg, was die außerordentliche Nachfrage nach der Künstlerin untermauert. Die Tournee, die unter der Ägide des Veranstalters Live Nation steht, ist der nächste große Schritt in einer beispiellosen Karriere, die 2006 mit dem Debütalbum Von hier bis unendlich ihren Anfang nahm. Mit nahezu achtzehn Millionen verkauften Tonträgern zählt Helene Fischer zu den erfolgreichsten Interpretinnen Europas und hat im Verlauf ihrer Tourneen bereits mehr als sieben Millionen Fans live begeistert. Die Ankündigung der 360°-Tour, die ihre herausragende Karriere zelebrieren soll, ist ein klares Zeichen dafür, dass die Künstlerin weiterhin nach innovativen Wegen sucht, um ihr Publikum zu fesseln. Der Weg zum Open Air-Spektakel Die geplante 360°-Bühnenkonstruktion ist als Herzstück der Stadien gedacht, welche es der Sängerin erlauben soll, alle Zuschauerbereiche gleichermaßen zu bespielen. Dieses sogenannte Surround-Konzept löst den Wunsch der Entertainerin ein, „inmitten der Konzertbesucher aufzutreten und damit allen Zuschauerbereichen so nah wie möglich zu sein“. Die verbundenen Laufstege, welche das gesamte Spielfeld einnehmen, sollen eine vielseitige Inszenierung ermöglichen und

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„Pretty Woman“ als Musical auf großer Tournee 2025/26

Die Broadway-Produktion „Pretty Woman – Das Musical“, basierend auf der erfolgreichen Liebeskomödie der neunziger Jahre, geht ab Herbst 2025 erstmals auf große Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Das Stück, das die ikonische Liebesgeschichte von Vivian Ward und Edward Lewis erzählt, feiert dabei im Metronom Theater Oberhausen seine Deutschland-Premiere. Die musikalische Gestaltung des Erfolgsmusicals stammt von Weltstar Bryan Adams und seinem Songschreiber-Partner Jim Vallance, welche die Handlung mit eingängigen Pop- und gefühlvollen Balladen untermalen. Die Tournee wird in einer neuen Inszenierung von Limelight Live Entertainment in Zusammenarbeit mit Stage Entertainment präsentiert. Die kreative Leitung für die Neuinszenierung obliegt Ralf Kokemüller als Produzent und Martin Flohr als Creative Producer. Hochkarätige Besetzung für die Neuinszenierung Für die Tournee konnte eine namhafte Besetzung gewonnen werden. Die Hauptrolle der Vivian Ward übernimmt die niederländische Darstellerin Shanna Slaap, die diese Rolle bereits in der niederländischen Fassung verkörperte. An ihrer Seite spielt der versierte Musical-Star Mathias Edenborn den smarten Geschäftsmann Edward Lewis. Edenborn ist Musical-Anhängern aus Großproduktionen wie „Tanz der Vampire“ und „Das Phantom der Oper“ bekannt und stand für die deutsche Erstaufführung in Hamburg bereits als Edward Lewis auf der Bühne. Die Rolle von Vivians Freundin Kit De Luca wird von Sophie Reinicke übernommen. Als skrupelloser Anwalt Philip Stuckey ist der Grazer Darsteller Benjamin Plautz zu sehen, während Benedikt Ivo in mehreren Rollen glänzt, darunter als Happy Man, Mr. Thompson und Hollister. Ein Erfolgsstück aus New York und London Das Musical, dessen Buch von den Original-Filmschöpfern Garry Marshall und J. F. Lawton stammt, feierte

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Deutsche Aircraft und Akkodis starten strategische Kooperation

Die Deutsche Aircraft und das digitale Ingenieurberatungsunternehmen Akkodis haben eine strategische Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel der Partnerschaft ist die signifikante Weiterentwicklung und Produktion von innovativen Regionalflugzeugen in Deutschland. Durch die Zusammenführung der jeweiligen Kompetenzen soll die technologische Führungsrolle Europas in der Luftfahrtindustrie gestärkt werden. Im Rahmen der Vereinbarung übernimmt Akkodis die Rolle eines sogenannten First-Tier-Suppliers und wird damit zu einem zentralen Akteur in der Lieferkette der Deutsche Aircraft. Die Aufgabe von Akkodis ist es, den gesamten Entwicklungsprozeß zu steuern. Dies umfaßt die Definition von Anforderungen, die Integration komplexer Systeme, Tests am Boden und in der Luft sowie die finale Zertifizierung der neuen Regionalflugzeuge. Ergänzend dazu bringt die Aerospace & Defence Division von Akkodis Expertise im Bereich digitales Modellieren und Simulation ein. Die Partnerschaft wird von beiden Seiten als langfristiges Engagement verstanden, das über eine herkömmliche Projektzusammenarbeit hinausgeht. Nico Neumann, der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Aircraft, betonte, daß die Kooperation ein signifikanter Schritt bei der Entwicklung der nächsten Generation von Regionalflugzeugen sei. Dr. Peter Mehrle, Vorstandsvorsitzender von Akkodis Deutschland, hob hervor, daß durch die Verbindung des digitalen Engineering-Know-hows von Akkodis mit der Expertise der Deutsche Aircraft die industrielle Stärke und Innovationsfähigkeit Europas demonstriert werde. Die Unternehmen nutzen digitale Entwicklungsmethoden, um die Entwicklung zu beschleunigen und effizienter zu gestalten.

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Ryanair kritisiert hohe Standortkosten in Deutschland scharf

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat anläßlich der Veröffentlichung ihres deutschen Verkehrsupdates für August erneut die hohen Zugangskosten am Standort Deutschland scharf kritisiert. Die Airline bezeichnete Deutschland aufgrund der exorbitanten Luftverkehrssteuer sowie der hohen Flugsicherungs-, Sicherheits- und Flughafengebühren als den „am schlechtesten abschneidenden Luftverkehrsmarkt in Europa“. Die Zahlen für August belegten laut Ryanair, daß der deutsche Luftverkehr weiterhin deutlich unter dem Vor-Krisen-Niveau liege. Besonders teure Flughäfen wie Dresden (minus 62 Prozent unter Vorkrisenniveau), Berlin (minus 72 Prozent) und Leipzig (minus 77 Prozent) befänden sich im Sinkflug. Der gesamte deutsche Luftverkehrsmarkt erreichte 2025 nur eine Erholung von 91 Prozent im Vergleich zu 2019. Dies stehe in starkem Gegensatz zu Ländern wie Irland, Ungarn und Polen, die ihre Luftverkehrssteuern abgeschafft und die Zugangskosten gesenkt hätten, um das Wachstum nach der Covid-Krise zu fördern und in denen die Verkehrserholung über 100 Prozent liege. Die Fluggesellschaft moniert das anhaltende Versäumnis der Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag zugesagte Senkung der Zugangskosten umzusetzen. Ryanair fordert die Bundesregierung erneut dringend auf, das Luftverkehrssystem in Deutschland durch die Abschaffung der schädlichen Luftverkehrssteuer und die Senkung von Flugsicherungs- und Sicherheitsgebühren zu sanieren. Der Chief Marketing Officer (CMO) von Ryanair, Dara Brady, kündigte an, daß die Fluggesellschaft andernfalls gezwungen sei, die Kapazität im Winter 2025 weiter zu reduzieren, was die Anbindung und Erholung des Tourismus zusätzlich schwächen werde. Sollte die Regierung jedoch handeln, stellte Ryanair eine Verdoppelung des Verkehrsaufkommens in Aussicht, verbunden mit einer Investition von drei Milliarden US-Dollar in neue Flugzeuge und Strecken.

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Lufthansa-Gruppe streicht 4.000 Arbeitsplätze bis 2030

Die Lufthansa-Gruppe hat auf ihrem Capital Markets Day in München am 29. September 2025 einen weitreichenden Stellenabbau von rund 4.000 Positionen bis zum Jahre 2030 angekündigt. Als Hauptgrund für die Kürzung, die vornehmlich administrative Rollen in Deutschland betreffen soll, nannte das Unternehmen die „tiefgreifenden Veränderungen“, die sich aus der Digitalisierung und dem verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) ergeben. Parallel zur Personalreduktion präsentierte die Lufthansa-Gruppe ambitionierte Finanzziele und plant eine umfassende Flottenerweiterung sowie die Zentralisierung wichtiger Geschäftsprozesse der Konzerngesellschaften. Künstliche Intelligenz und Digitalisierung als Effizienztreiber Der angekündigte Stellenabbau ist das Ergebnis einer strategischen Überprüfung, bei der das Unternehmen untersucht, „welche Aktivitäten in Zukunft nicht mehr notwendig sein werden“. Ein Sprecher der Lufthansa-Gruppe erklärte, daß die tiefgreifenden Veränderungen durch Digitalisierung und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz in vielen Bereichen und Prozessen zu einer größeren Effizienz führen werden. Die Lufthansa-Gruppe sieht in der Automatisierung und der digitalen Optimierung von Geschäftsabläufen einen Weg zur Kostenreduktion und zur Steigerung der Produktivität. Die meisten der 4.000 Stellenstreichungen sind in Deutschland geplant und konzentrieren sich auf administrative und verwaltende Funktionen im Konzern, wohingegen die operativen Rollen, wie beispielsweise Piloten und Flugbegleiter, weniger betroffen sein sollen. Dies deutet auf eine gezielte Verschlankung der Konzernzentralen und der Verwaltungsstrukturen hin. Die Lufthansa-Gruppe hatte bereits am 12. September 2025 umfassende Pläne zur Zentralisierung von Prozessen angekündigt, bei denen die Tochtergesellschaften einen Teil ihrer Entscheidungsgewalt verlieren sollen. Dies betrifft die Organisationsstruktur, die Prozesse, den finanziellen Managementrahmen und die gruppenübergreifende Zusammenarbeit. Die heutige Ankündigung vertieft diese Pläne zur „integrierten Kooperation“ zwischen

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Flughäfen fordern Entlastung für Reisende und mehr Flugziele

Anläßlich des Welttourismustages am 27. September 2025 haben die deutschen Flughäfen die Bundesregierung zu einer drastischen Senkung der staatlichen Standortkosten aufgerufen. Der ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) betont, daß bezahlbares Reisen für Familien gesichert werden müsse. Die steigenden Kosten würden das Reisen für viele Menschen zunehmend erschweren, obwohl touristische Mobilität eine essentielle Rolle für Millionen von Bürgern spiele. Die Analyse der beliebtesten Flugziele der Deutschen im Sommer 2025 zeigt, daß Reisen über die reine Urlaubsreise hinausgeht. Neben klassischen Ferienregionen wie Palma de Mallorca, Antalya, Heraklion und Hurghada stehen auch Städte mit starken familiären Bindungen im Vordergrund, darunter Istanbul und Sofia. Die ADV-Präsidentin Aletta von Massenbach unterstrich, daß der Tourismus nicht nur ein Wirtschaftsfaktor sei, sondern auch eine gelebte Verbindung zwischen Kulturen, Generationen und Herzen darstelle. Neben der Forderung nach finanzieller Entlastung verlangen die deutschen Flughäfen eine stärkere Konnektivität. Eine mutige Verkehrs- und Wirtschaftspolitik sei notwendig, um dem Luftverkehr die Möglichkeit zu geben, am internationalen Wachstumsmarkt teilzuhaben. Die Stärke der direkten Anbindung an die Welt sei ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Tourismus und Wirtschaft in Deutschland. Die Flughäfen sehen sich als das Rückgrat dieser Verbindungen und fordern, daß das Angebot an Flugzielen und Strecken nicht weiter reduziert werden darf. Der Welttourismustag, der seit 1980 von der Welttourismusorganisation (UNWTO) begangen wird, dient der Bewußtseinsstärkung für die vielfältige Bedeutung des Tourismus, welche die wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Aspekte umfaßt. Die Forderungen des ADV spiegeln die Sorge der Branche wider, im internationalen Wettbewerb zurückzufallen, wenn die Rahmenbedingungen, insbesondere die staatlichen Abgaben, nicht zugunsten

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Der Weg zur Wiesn: Flixbus verzeichnet starken Buchungsanstieg zum Oktoberfest

Das Oktoberfest in München lockt Besucher aus ganz Europa an, und der Fernbusanbieter Flixbus profitiert von diesem Zustrom. Das Unternehmen verzeichnete einen Buchungsanstieg von rund 50 Prozent auf seinen München-Linien während des diesjährigen Oktoberfest-Zeitraums. Insgesamt verbindet das Busnetz die bayerische Hauptstadt mit über 300 Städten auf dem Kontinent, was eine erschwingliche und unkomplizierte Anreise ermöglicht. Die Daten von Flixbus zeigen, daß die Nachfrage aus benachbarten Ländern wie der Schweiz, Tschechien und Österreich besonders groß ist, aber auch Reisende aus fernen Ländern wie Spanien und Portugal den Weg zur Wiesn auf sich nehmen. Internationale Anziehungskraft und beliebte Strecken Die Analyse der Buchungszahlen von Flixbus unterstreicht die internationale Anziehungskraft des Oktoberfests. Die größte Nachfrage von Reisenden, die eine internationale Anreise wählen, kommt von der Strecke Zürich–München. Die Verkäufe für diese Route haben sich im Wiesn-Zeitraum nahezu verdreifacht. Auch aus der tschechischen Hauptstadt Prag ist ein deutlicher Anstieg der Buchungen zu verzeichnen, die sich verdoppelt haben. Dies spiegelt die enge Bierkulturverbindung zwischen den beiden Ländern wider. Von Wien aus reisen ebenfalls deutlich mehr Menschen mit dem Bus nach München, hier stiegen die Buchungszahlen um 50 Prozent. Im Ländervergleich kommen die meisten Flixbus-Buchungen für das Oktoberfest erwartungsgemäß aus Deutschland, wobei die Verbindungen aus Berlin, Freiburg, Stuttgart und Nürnberg am stärksten frequentiert sind. Überraschend ist die hohe Beliebtheit des Oktoberfests in Italien, das im Flixbus-Ranking der internationalen Herkunftsländer den zweiten Platz belegt und somit Österreich, die Schweiz und Tschechien übertrifft. Lange Reisen für ein kurzes Vergnügen Einige Oktoberfest-Besucher scheuen auch vor einer längeren Anreise nicht

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Dringende Warnung an die Regierung: Lufthansa droht mit massiver Reduktion von Flugstrecken in Deutschland

Die Lufthansa Group droht angesichts ausbleibender Entlastungen bei der Ticketsteuer und anderen Gebühren mit einer massiven Reduktion ihres Flugangebots innerhalb Deutschlands. Jens Ritter, der Chef der Lufthansa Airlines, äußerte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe seine tiefe Enttäuschung über den Haushaltsentwurf für 2026, der keinerlei Entlastungen für die Luftfahrt vorsieht. Die Bundesregierung hatte der Branche zuvor Zusagen gemacht, die Ticketsteuer auf das frühere Niveau zurückzusetzen. Nun rechnet die Fluggesellschaft ihre Strecken an sieben deutschen Flughäfen neu durch. Sollten diese Verbindungen unrentabel sein, stünden sie vor der Streichung, was weitreichende Konsequenzen für die Anbindung deutscher Wirtschaftsregionen hätte. Wirtschaftliche Prüfung und mögliche Konsequenzen Die Prüfung der Rentabilität betrifft nach Angaben von Ritter sieben Flughäfen: Bremen, Dresden, Köln, Leipzig, Münster, Nürnberg und Stuttgart. Dies sind wichtige Regionalflughäfen, die als Zubringer für die großen Drehkreuze Frankfurt und München dienen. Die drohenden Streichungen sind eine direkte Reaktion auf die hohen Kosten in Deutschland. Die Fluggesellschaft argumentiert, daß sie gezwungen sei, Flugzeuge auf rentableren Strecken im Ausland einzusetzen, wenn die inländischen Verbindungen wirtschaftlich nicht mehr tragfähig seien. Die Lufthansa hat bereits in der jüngeren Vergangenheit mehrere Inlandslinien eingestellt, darunter die Strecken München–Leipzig und Münster–Frankfurt. Flughäfen wie Paderborn und Friedrichshafen werden mittlerweile gar nicht mehr von der Lufthansa angeflogen. Die drohenden weiteren Streichungen würden die Anbindung wichtiger Wirtschaftsregionen erheblich schwächen und die Erreichbarkeit von interkontinentalen Flugzielen erschweren. Dies könnte nicht nur Auswirkungen auf Geschäftsreisen, sondern auch auf den Tourismus haben. Die Kostenstruktur in Deutschland wird von der Lufthansa-Führung seit langem kritisiert. Carsten Spohr, der Chef des Lufthansa-Konzerns,

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Tui meldet Preissteigerungen trotz weniger Buchungen in Deutschland

Der Reisekonzern Tui hat für die laufende Sommersaison in Deutschland einen Rückgang der Buchungszahlen um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Trotzdem konnte das Unternehmen seine Einnahmen steigern, da die durchschnittlichen Reisepreise um drei Prozent angehoben wurden. Wie aus einem aktuellen Buchungsupdate hervorgeht, liege der Fokus der Tui Group auf der Sicherung der Gewinnmarge, was zu einer Reduktion der Gästezahlen bei gleichzeitig höheren Ausgaben pro Reisendem führe. Ein stabileres Bild zeichnet sich für die kommende Wintersaison ab. Für den Zeitraum bis Mitte September meldet Tui ein leichtes Buchungsplus von einem Prozent in Deutschland. Auch hier liegen die Durchschnittspreise um drei Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Beliebte Ziele für den Winterurlaub sind nach Angaben des Konzerns die Kanarischen Inseln, Ägypten, das spanische Festland und die Kapverden. Auf der Fernstrecke verzeichnet Thailand das stärkste Wachstum, während auch Mexiko, die Dominikanische Republik und Jamaika gefragt sind. Obwohl der Winter erst zu einem Drittel verkauft ist, wurden bereits 1,8 Millionen Buchungen registriert, was die Nachfrage nach den klassischen Winterzielen bestätigt. Für die gesamte Gruppe meldet Tui für den Sommer 2025 insgesamt 14,1 Millionen Buchungen, zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Der Reisekonzern bestätigt dennoch die im August erhöhte Gewinnprognose. Für das Geschäftsjahr 2024/25 wird ein Anstieg des bereinigten operativen Gewinns von neun bis elf Prozent erwartet. Der Konzern, der nach wie vor unter den Auswirkungen der Coronapandemie leidet, soll auch seinen Schuldenstand weiter reduzieren.

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