
Spaniens Flughäfen vor Streikchaos: Ryanair-Tochter Azul Handling von massiven Arbeitsniederlegungen bedroht
Die spanische Luftfahrtbranche steht vor einer turbulenten zweiten Jahreshälfte. Die Gewerkschaften UGT und CGT haben für die Ryanair-Tochter Azul Handling, die Bodenabfertigungsdienste in Spanien erbringt, 22 Streiktage angekündigt. Die erste Welle der Arbeitsniederlegungen soll bereits am 15. August 2025 beginnen, mitten in der Hauptreisezeit. Die Streiks, die sich über Feier- und Brückentage bis in den Dezember ziehen, könnten den Flugbetrieb an den wichtigsten Flughäfen Spaniens erheblich beeinträchtigen. Die Gewerkschaften begründen ihren Schritt mit massiven Vorwürfen gegen das Unternehmen, darunter prekäre Beschäftigungsverhältnisse, erzwungene Überstunden und die Blockade der gewerkschaftlichen Arbeit. Die Situation wird durch eine interne Spaltung innerhalb der Arbeitnehmervertretung erschwert, da eine dritte Gewerkschaft, CCOO, den Streik ablehnt. „Ryanair rechnet nicht mit Beeinträchtigungen des Flugbetriebs aufgrund dieser Streiks von Drittabfertigungsunternehmen in Spanien“, erklärt ein Sprecher der Fluggesellschaft Ryanair auf Anfrage. Die Wurzeln des Konflikts: Prekäre Arbeitsbedingungen und Zwang zur Mehrarbeit Die von den Gewerkschaften UGT und CGT erhobenen Vorwürfe gegen Azul Handling sind schwerwiegend. Laut der spanischen Nachrichtenagentur EFE wird die Situation an den Standorten als „gravierend“ beschrieben. Im Zentrum der Kritik stehen die sogenannten „horas complementarias“, also die ergänzenden Stunden, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über ihre reguläre Arbeitszeit hinaus leisten müßten. Wer sich weigere, diese Stunden zu arbeiten, werde sanktioniert – in Einzelfällen mit bis zu 36 Tagen ohne Lohn. Dieses System, so die Gewerkschaften, sei ein zentrales Problem für die Angestellten, da es eine verläßliche Arbeitsplanung unmöglich mache und die finanzielle Sicherheit gefährde. Ein weiterer Hauptkritikpunkt ist die systematisch auf prekäre Verhältnisse ausgelegte Beschäftigungspraxis. Die Gewerkschaften werfen dem








