Flugsicherheit

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Flugsicherheit

VC fordert Ryanair zur Stellungnahme bezüglich Flügen nach Tel Aviv auf

Andreas Pinheiro, Präsident der Vereinigung Cockpit (VC), hat Ryanair in einem offenen Brief aufgefordert, klare Positionen zu den Einsatzbedingungen für Flüge nach Tel Aviv zu kommunizieren. Hintergrund ist die besondere Sicherheitslage im Nahen Osten, die erhöhte Risiken für Crews mit sich bringt. Die Ryanair Transnational Pilot Group (RTPG) hatte bereits zuvor ähnliche Bedenken geäußert, jedoch blieb eine Reaktion von Ryanair bisher aus. Die VC betont die Notwendigkeit, Pilotinnen und Piloten selbst entscheiden zu lassen, ob sie einen Einsatz in eine Region mit erhöhten Sicherheitsrisiken annehmen möchten. In anderen deutschen Flugbetrieben sei dies gängige Praxis, so Pinheiro. Die VC mahnt Ryanair zur Wahrnehmung ihrer Fürsorgepflicht gegenüber den Crews und zur Berücksichtigung der Flugsicherheit bei der Entscheidung über Flüge nach Tel Aviv. Experten der VC warnen grundsätzlich vor Flügen in Kriegs- und Krisengebiete aufgrund der schwer kalkulierbaren Risiken, die für die zivile Luftfahrt entstehen können. Sie unterstreichen die Bedeutung einer freiwilligen und umfassenden Risikobewertung durch den Kapitän, um die Sicherheit von Passagieren, Besatzung und Flugzeug zu gewährleisten.

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Dramatischer Vorfall auf Korean Air Flug KE189: Dekompression und medizinische Notfälle

Ein Routineflug von Seoul nach Taichung endete für Passagiere an Bord von Korean Air Flug KE189 in einem Schockmoment, als das Flugzeug plötzlich eine unkontrollierte Dekompression erlebte. Dies führte dazu, dass 13 Passagiere nach der Landung im Krankenhaus behandelt werden mussten. Der Vorfall ereignete sich am 22. Juni 2024, als die Boeing 737 MAX über der Insel Jeju in Südkorea flog. Etwa 50 Minuten nach dem Start vom internationalen Flughafen Incheon in Seoul meldete das Cockpit eine Störung im Druckausgleichssystem. Diese unvorhergesehene Situation zwang das Flugzeug, von seiner geplanten Flugroute abzuweichen und schnell an Höhe zu verlieren. Laut Flightradar24 fiel das Flugzeug in nur 15 Minuten von einer Kreuzflughöhe von etwa 36.000 Fuß auf 26.900 Fuß. Während des Zwischenfalls fielen die Sauerstoffmasken automatisch von der Kabindendecke, wie von einem Passagier aufgenommene Aufnahmen später zeigten. Eine Passagierin beschrieb die Momente der Panik und der Angst und äußerte, dass sie dachte, es könnte ihr letzter Tag sein. Nach der Notlandung zurück am Flughafen Incheon wurden 13 Passagiere zur weiteren medizinischen Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, nachdem sie Symptome wie Hyperventilation und Schmerzen im Trommelfell gemeldet hatten. Die anderen Passagiere wurden auf ihre physische und psychische Gesundheit untersucht, bevor sie entlassen wurden. Die südkoreanischen Behörden, vertreten durch das Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr, haben eine Untersuchung eingeleitet, um die genaue Ursache der Druckabfallmeldung und der folgenden Dekompression zu ermitteln. Korean Air hat betont, dass die Sicherheit der Passagiere und Besatzungsmitglieder oberste Priorität hat und dass das Flugzeug erst nach einer gründlichen Inspektion und

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Beinahe-Katastrophe am JFK Airport: Geistesgegenwart der Swiss-Piloten verhindert Unfall

Am 17. April 2024 wurde am John F. Kennedy International Airport in New York eine potenziell fatale Kollision durch die schnelle Reaktion der Piloten von Swiss 17 abgewendet. Der Airbus A330-300 der Swiss International Air Lines, der nach Zürich fliegen sollte, erhielt Startfreigabe, während vier andere Flugzeuge gleichzeitig die Startbahn überquerten. Dank eines umsichtigen Startabbruchs verhinderten die Piloten eine Katastrophe. Um 16:45:47 Uhr erteilte der Tower Swiss 17 die Startfreigabe. Doch eine Sekunde später erlaubte ein anderer Fluglotse Delta 29, einer Boeing 767-400, die gerade aus Nizza gelandet war, die Startbahn 4L zu passieren. Innerhalb der nächsten elf Sekunden erhielten auch eine Boeing 737 MAX 8, eine Airbus A220-300 und eine Embraer E175 die Erlaubnis, die aktive Startbahn zu überqueren. Die Piloten von Swiss 17, die diese gefährliche Situation erkannten, brachen den Start sofort ab und bremsten den Airbus sicher aus einer Geschwindigkeit von 50 Knoten ab. Der geringste Abstand zum ersten kreuzenden Flugzeug betrug etwa 1,4 Kilometer. Untersuchungen Ein vorläufiger Bericht der National Transportation Safety Board (NTSB) schlüsselte den Vorfall detailliert auf. Die Untersuchung ergab, dass zum Zeitpunkt des Vorfalls zehn Fluglotsen, zwei Trainees und ein Supervisor im Tower arbeiteten, was den Richtlinien für diese Schicht entspricht. Der Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) bestätigte die Ernsthaftigkeit des Zwischenfalls. Der Vorfall mit Swiss 17 reiht sich in eine Serie ähnlicher Ereignisse an US-Flughäfen ein. Bereits im Januar 2023 verhinderten Delta-Piloten in New York mit einer Vollbremsung ihrer Boeing 737-900ER eine drohende Kollision mit einer Boeing 777-200 von American Airlines auf

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Verdacht auf fahrlässige Gemeingefährdung: Staatsanwaltschaft ermittelt nach AUA-Hagel-Vorfall

Der dramatische Flug von Austrian Airlines (AUA) am 9. Juni 2024, bei dem ein Airbus A320 durch ein Hagelgewitter schwer beschädigt wurde, zieht nun ernsthafte Konsequenzen nach sich. Zwei betroffene Passagiere haben eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingereicht, die eine strafrechtliche Untersuchung wegen des Verdachts auf fahrlässige Gemeingefährdung fordert. Dieser Vorfall wirft zahlreiche Fragen zur Flugsicherheit und den Entscheidungen der Piloten auf. Am 9. Juni 2024 geriet der AUA-Flug von Palma de Mallorca nach Wien in eine heftige Gewitterzelle. Trotz Warnungen der Austro Control vor „Gewittergefahr mit Hagel“ flogen die Piloten in das Unwetter ein, was zu schweren Schäden am Flugzeug führte. Der Vorfall ereignete sich über österreichischem Gebiet und hat nun die Aufmerksamkeit der Staatsanwaltschaft Korneuburg und Graz auf sich gezogen. Anzeige und Ermittlungen Laut dem Kurier reichten zwei Passagiere, vertreten durch ihren Anwalt, eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg ein. Der Verdacht richtet sich gegen unbekannte Täter, konkret jedoch gegen die Piloten des Fluges. Die Anzeige wurde wegen der geographischen Zuständigkeit an die Staatsanwaltschaft Graz weitergeleitet. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, ob die Piloten die Gewitterzelle hätten umfliegen können und ob sie die Gefahr unterschätzt haben. Die Piloten gaben an, dass die Gewitterzelle auf ihrem Wetterradar nicht ersichtlich gewesen sei. Dies steht im Gegensatz zu den Behauptungen des Flugmeteorologen der Austro Control, der vor der gefährlichen Wetterlage gewarnt hatte. Der Anwalt der betroffenen Passagiere betont die Notwendigkeit einer strafgerichtlichen Aufarbeitung zusätzlich zu den bereits laufenden Untersuchungen der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB). Eine umfassende Aufklärung des Vorfalls

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Heftige Turbulenzen auf Air New Zealand Flug von Wellington nach Queenstown

Auf einem Inlandsflug von Wellington nach Queenstown kam es am 16. Juni 2024 zu turbulenten Szenen, bei denen zwei Personen verletzt wurden. Die Maschine der Air New Zealand, Flug NZ607, ein Airbus A320-200 mit der Registrierung ZK-OXH, geriet während des Getränkeservice in Turbulenzen. Ein Passagier wurde verletzt, als eine heiße Kaffeekanne durch plötzliches Sinken des Flugzeugs zerbrach und sie verbrühte. Ein Besatzungsmitglied schlug beim Turbulenzen gegen die Kabinendecke. Beide Verletzten wurden nach der Landung in Queenstown ins Lakes District Hospital gebracht, berichtet der New Zealand Herald. Der Vorfall ereignete sich während des Flugs, der um 14:02 Uhr von Wellington startete und um 15:12 Uhr planmäßig in Queenstown landete. Augenzeugen berichteten von starken Turbulenzen, die das Flugzeug wie eine Achterbahn schaukeln ließen. Nach dem Vorfall wurde kein weiterer Getränkeservice mehr durchgeführt. Kapitän David Morgan, Chief Operational Integrity and Safety Officer von Air New Zealand, bestätigte den Zwischenfall und betonte die Sicherheit der Passagiere sei zu jeder Zeit gewährleistet gewesen. Der Vorfall steht im Kontext einer Serie von Turbulenzen in der Luftfahrt, einschließlich eines tödlichen Vorfalls auf einem Flug der Singapore Airlines im Mai 2024. Experten warnen vor zunehmenden Turbulenzen aufgrund der globalen Erwärmung und empfehlen Passagieren, während des Flugs stets angeschnallt zu bleiben.

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Norwegian-Flug notlandet in Hannover wegen medizinischem Notfall

Ein Norwegian-Flug D8 3665 von Palma de Mallorca nach Kopenhagen musste am Freitag aufgrund eines medizinischen Notfalls eines Passagiers auf dem Flughafen Hannover notlanden. Die Boeing 737-800 mit der Registrierung SE-RRO war um 10:05 Uhr in Palma gestartet und begann in der Nähe von Frankfurt zu sinken, bevor sie in Hannover sicher landete. Rettungskräfte vor Ort kümmerten sich sofort um den Passagier, der dann zur medizinischen Versorgung transportiert wurde. Der Vorfall verursachte eine kurze Zwischenlandung, bevor der Flug mit weniger als einer Stunde Verspätung seine Reise nach Kopenhagen fortsetzen konnte. Die Fluggesellschaft Norwegian bestätigte den medizinischen Zwischenfall und betonte, dass die Sicherheit und das Wohlbefinden der Passagiere oberste Priorität haben.

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Schwere Störung an Bord: KLM-Flug 591 mit Rauchentwicklung in Bordküche

Ein Vorfall an Bord der Boeing 777-200ER von KLM auf dem Flug nach Johannesburg sorgt für Aufsehen. Laut einem Bericht des Dutch Safety Board geriet ein Ofen in der hinteren Bordküche in Brand, woraufhin dichter brauner Rauch ausströmte, als das Flugzeug südlich von Marseille über dem Mittelmeer flog. Die Besatzung reagierte sofort und setzte mehrere Halon-Feuerlöscher ein, um das Feuer zu bekämpfen. Trotz des Einsatzes der Löschmittel verschlimmerte sich die Situation, indem die Crew innerhalb von 20 Minuten insgesamt sechs Feuerlöscher entleerte. Dies verstärkte die Rauchentwicklung und setzte Schadstoffe in der Kabine frei. Der Kapitän griff zwar auf die entsprechende Checkliste für elektronische Rauch-, Feuer- oder Dampfmeldungen zurück, folgte ihr jedoch nicht vollständig, indem er die Stromversorgung des Ofens nicht unterbrach. Er entschied sich stattdessen, persönlich die Lage in der Bordküche zu inspizieren, während die Crew weiterhin gegen den Brand kämpfte. Nach einer Überprüfung bestätigten Ermittler, dass kein tatsächlicher Brand im Ofen ausbrach. Die Ursache lag vielmehr in einem Essensträger mit verschlossener Rückseite, der die Aufheizzeit des Ofens verlängerte und die Luftzirkulation behinderte, was zu einer Überhitzung der Steuereinheit und einer Beschädigung der Abschaltvorrichtung führte. Trotz der schwerwiegenden Störung und der Rauchentwicklung entschieden sich die Piloten gegen eine Notlandung in Marseille und kehrten nach Amsterdam zurück. Die Ermittler stellten fest, dass die vorgeschriebene Trennung des Ofens von der Stromversorgung nicht erfolgte, was den Vorfall zusätzlich verschärfte. Die genaue Untersuchung des Vorfalls durch das Dutch Safety Board betont die Bedeutung einer strikten Einhaltung der Sicherheitsprotokolle an Bord von Flugzeugen, insbesondere in

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737 Max von Southwest Airlines gerät in Taumeln – FAA stuft Vorfall als Unfall ein

Eine Boeing 737 Max 8 der Southwest Airlines mit der Kennung N8825Q geriet auf dem Flug von Arizona nach Oakland in eine gefährliche Taumelschwingung. Das Flugzeug zeigte ein unkontrolliertes „Dutch Roll“-Verhalten, bei dem es abwechselnd um Gier- und Hochachse schwankte, was zu erheblichen Schwingungen führte. Die Piloten konnten die Situation jedoch stabilisieren und die Maschine sicher in Oakland landen. Bei der Inspektion nach der Landung stellten Techniker „erheblichen Schaden“ fest, insbesondere am Standby Rudder PCU (Pedal Control Unit). Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat den Vorfall als „Unfall“ eingestuft und führt eine detaillierte Untersuchung durch, wie aus einem Bericht des FAA-Dockets hervorgeht. Die N8825Q wurde anschließend zur Reparatur nach Everett geflogen, dem Hauptsitz des Herstellers Boeing, wo sie unter der Sonderflugnummer WN8700 eingetroffen ist. „Wir nehmen jeden Vorfall ernst und arbeiten eng mit der FAA zusammen, um die Ursachen zu untersuchen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen“, kommentierte ein Sprecher von Southwest Airlines. Der Vorfall unterstreicht die fortlaufende Überwachung und Sicherheitsbemühungen im Luftverkehr, insbesondere im Zusammenhang mit der Boeing 737 Max, die in der Vergangenheit wegen ihrer Flugsteuerungssoftware und anderer Systeme bereits kritisch in den Fokus geraten ist.

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Technisches Versagen am Flughafen Stuttgart: British Airways-Maschine evakuiert

Ein Routineboarding auf dem Flughafen Stuttgart endete für Passagiere und Bodenpersonal der British Airways in einem schrecklichen Vorfall, als ein Leck in der Hydraulikflüssigkeit einen Rauchalarm auslöste. Am Abend des 8. Juni 2024 sollte der Flug BA921 der British Airways planmäßig von Stuttgart nach London-Heathrow starten. Doch kurz nachdem die Passagiere an Bord gegangen waren, musste das Flugzeug evakuiert werden, da der Rauchalarm ausgelöst wurde. Obwohl keine Passagiere verletzt wurden, erlitten fünf Bodenmitarbeiter Verletzungen, von denen vier ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Der Vorfall ereignete sich, als das Bodenpersonal versuchte, eine der Frachttüren im Unterdeck zu schließen. Dabei trat ein Leck in einer Hydraulikleitung auf, was zu einem technischen Defekt im Hydrauliksystem führte und den Rauchalarm auslöste. Gemäß den Standardverfahren der Fluggesellschaft wurde das Flugzeug evakuiert, und die Verletzten wurden zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die örtliche Feuerwehr und der Rettungsdienst waren schnell vor Ort, um Unterstützung zu leisten. Der geplante Flug nach London wurde abgesagt, und alle Passagiere wurden auf Flüge am nächsten Tag umgebucht. Das betroffene Flugzeug, ein Airbus A319-100 mit der Registrierung G-EUPR, wurde im Oktober 2000 an British Airways ausgeliefert und ist damit fast 24 Jahre alt. Nach dem Vorfall kehrte das Flugzeug nach London zurück und hat seitdem mehrere Flüge absolviert. Der Vorfall wirft Fragen nach der Wartung und Überprüfung von Flugzeugen auf Flughäfen auf, insbesondere in Bezug auf die Sicherheit von Bodenpersonal und Passagieren während des Boardings. Die genaue Ursache des Hydrauliklecks und des daraus resultierenden technischen Defekts muss noch ermittelt werden, um

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Vereinigung Cockpit warnt vor Pilotenmangel

Die Vereinigung Cockpit warnt anlässlich der ILA Berlin Air Show vor akuten Personalengpässen in europäischen Cockpits. Pilotinnen und Piloten werden in Deutschland und Europa zunehmend zur Mangelware. Während der Corona-Krise wurden zahlreiche Ausbildungen unterbrochen oder abgebrochen, was nun zu einem Fachkräftemangel führt. Zudem zeichnen sich durch die Abgänge der geburtenstarken Jahrgänge weitere Lücken ab. Andreas Pinheiro, Präsident der Vereinigung Cockpit, betont, dass der Personalmangel bereits spürbar ist und eine weitere Belastung des vorhandenen Personals keine Lösung darstellt. Er fordert deutschland- und europaweite Anstrengungen sowie verstärkte finanzielle Investitionen der Arbeitgeber in die Ausbildung, um weiterhin hochqualifiziertes Personal bereitzustellen. Anja Granvogl, Vorständin für Flugsicherheit, lehnt Bestrebungen zur Reduzierung der Cockpit-Besatzung strikt ab und betont, dass die Sicherheit nur mit mindestens zwei gut ausgebildeten Piloten gewährleistet werden kann.

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