Flugsicherheit

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Flugsicherheit

GPS-Störungen: Finnair muss erste Strecke aussetzen

Finnair setzt vom 29. April bis zum 31. Mai 2024 die täglichen Flüge nach Tartu, Estland, aus, um eine alternative Anfluglösung ohne GPS-Signal am Flughafen Tartu zu implementieren. Die derzeit verwendeten Anflugmethoden am Flughafen Tartu basieren auf einem GPS-Signal. Störungen, die in der Region häufig auftreten, beeinträchtigen die Verwendbarkeit dieser Anflugmethode und können daher das Anfliegen und Landen von Flugzeugen verhindern. In der letzten Woche mussten zwei Finnair-Flüge aufgrund von GPS-Störungen den Rückflug nach Helsinki antreten, nachdem die Anflüge auf Tartu abgebrochen werde mussten. Finnair setzt die Flüge nach Tartu für einen Monat aus, während dessen das Ziel darin besteht, Anflugmethoden am Flughafen Tartu zu entwickeln, die einen sicheren und reibungslosen Flugbetrieb ohne GPS-Signal ermöglichen. Finnair ist die einzige Fluggesellschaft, die internationale Flüge nach Tartu durchführt. „Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten, die die Aussetzung für unsere Kunden verursacht. Die Flugsicherheit hat bei uns stets oberste Priorität, und da der Anflug auf Tartu derzeit ein GPS-Signal erfordert, können wir bei GPS-Störungen nicht dorthin fliegen“, sagt Jari Paajanen, Leiter des Betriebs von Finnair. „Die Systeme in den Flugzeugen von Finnair erkennen GPS-Störungen, unsere Piloten sind sich des Problems gut bewusst, und die Flugzeuge verfügen über andere Navigationssysteme, die verwendet werden können, wenn das GPS-System nicht funktioniert“, sagt Paajanen weiter. „Die meisten Flughäfen nutzen alternative Anflugmethoden, aber einige Flughäfen, wie Tartu, verwenden ausschließlich Methoden, die ein GPS-Signal benötigen, um sie zu unterstützen. Die GPS-Störungen in Tartu zwingen uns, die Flüge auszusetzen, bis alternative Lösungen gefunden wurden.“ GPS-Störungen haben seit 2022 zugenommen, und

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Tel Aviv: Air Canada setzt Flüge bis Ende Mai 2024 aus

Das kanadische Star-Alliance-Mitglied Air Canada hat sich dazu entschlossen, dass man noch einige Wochen lang die Tel-Aviv-Flüge ausgesetzt lässt. Der Carrier teilte mit, dass bis voraussichtlich Ende Mai 2024 aus Sicherheitsgründen keine Flüge von/nach Tel Aviv durchgeführt werden. Rund um den kriegerischen Angriff, der seitens des Irans auf Israel verübt wurde, entschied sich Air Canada aus Sicherheitsgründen nicht mehr nach Israel zu fliegen. Dabei soll es vorläufig bleiben.

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USA: Pilotengewerkschaft warnt vor problematischen Trends in der Wartung

In den letzten Monaten ist es bei U.S.-amerikanischen Fluggesellschaften außergewöhnlich häufig zu Zwischenfällen, die zum Glück glimpflich verlaufen sind, jedoch potentiell gefährlich waren, gekommen. Die FAA hat United Airlines bereits unter verstärkte Aufsicht gestellt und nun warnt eine Pilotengewerkschaft. Die Allied Pilots Association vertritt hauptsächlich Flugzeugführer, die für den American-Airlines-Konzern fliegen. In einem Memorandum warnt die Gewerkschaft davor, dass es im Bereich der Wartung bei U.S.-amerikanischen Fluggesellschaften zu „problematischen Trends“ gekommen wäre. Man bezieht sich dabei weder auf United Airlines, noch auf American Airlines oder ein anderes Luftfahrtunternehmen, denn nach Ansicht der Arbeitnehmervertreter soll es sich um eine generelle Problematik in der U.S.-amerikanischen Luftfahrt handeln. Alles muss immer schneller gehen und punktuell steht zu wenig Personal zur Verfügung. Dies würde zu Flüchtigkeitsfehlern führen. Als Beispiel hierfür nennt die Allied Pilots Association, dass Techniker immer wieder ihre Werkzeuge in den Flugzeugen vergessen würden. Während dies zum Beispiel auf einem Pilotensitz absolut kein Problem wäre, sieht es beispielsweise bei einem vergessenen Hammer in einem Radkasten ganz anders aus. Dies könnte einen schwerwiegenden Unfall auslösen. Problem sind nicht die Techniker, sondern die Arbeitsbedingungen Die Gewerkschaft macht aber den Mechanikern selbst gar keinen Vorwurf, denn diese müssen immer mehr Flugzeuge in kurzer Zeit in Stand setzen und die Belegschaften scheinen recht dünn aufgestellt zu sein. Es wäre menschlich, dass man mal was liegen lässt oder vergisst, aber die eigentliche Problematik liege im System: Eigentlich sollte vor dem so genannten Release nochmals alles kontrolliert werden und würde man dies gewissenhaft machen, finde man auch vergessene

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Indien: Behörde suspendiert Sicherheitschef von Air India

Wegen nicht näher genannter Mängel bei der Unfallvorbeugung hat die indische Zivilluftfahrtbehörde DGCA den Leiter der Sicherheitsabteilung von Air India für einen Monat des Amtes enthoben. Laut Mitteilung der Behörde habe man bei einem Audit Mängel festgestellt. Diese sollen insbesondere die Verfügbarkeit technischen Personals gemäß Manual und anderen Vorschriften betreffen. Die internen Kontrollen sollen nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprochen haben.

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München siegt im VC-Flughafencheck – rote Laterne geht an Weeze

Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat in dieser Woche ihren alljährlichen VC-Flughafencheck herausgegeben. Den ersten Platz hat diesmal der Münchner Airport eingenommen und die unrühmliche „rote Laterne“ ging an Weeze. Den zweiten „Stockerlplatz“ nimmt Leipzig/Halle, gefolgt von Stuttgart, Bremen, Erfurt, Kassel-Calden und Köln/Bonn ein. Diese Airports werden seitens der Vereinigung Cockpit als „sehr gute Flughäfen“ bezeichnet. Positiv hervorzuheben ist auch die verstärkte Einbindung der Vereinigung Cockpit (VC) bezüglich Sicherheitsfragen an den Flughäfen Köln-Bonn, Stuttgart, München und Kassel-Calden. Der Austausch zwischen allen Beteiligten ist eine elementare Voraussetzung für einen sicheren Flug- und Flughafenbetrieb. „Wir begrüßen, dass – trotz aller nach wie vor bestehenden Herausforderungen für die Sicherheit – an den deutschen Flughäfen ein steter Wandel zum Besseren zu beobachten ist. Das technische Sicherheitsniveau ist hoch und wird kontinuierlich verbessert. Aber vor allem freuen wir uns, dass die Expertise der VC in Sicherheitsfragen an immer mehr Flughäfen geschätzt wird und wir uns als Berufsverband in den Local Runway Safety Teams (LRST) einbringen können“, so Matthias Baier, Pressesprecher der VC. Am unteren Ende der Skala gibt es aktuell mehr Bewegung als im oberen Segment. Schlusslicht ist in diesem Jahr der Flughafen Weeze mit der Note 2,9. Daneben sind auch Saarbrücken (von 2,2 auf 2,7) und Nürnberg (von 1,8 auf 2,3) deutlich abgerutscht. Maßgeblich für die deutlich schlechtere Bewertung war hier, dass die VC an diesen Flugplätzen nach wie vor nicht zu den LRST eingeladen wird, in denen im vertraulichen Rahmen z.B. Vorfälle oder geplante bauliche Änderungen besprochen werden. Je mehr Teilnehmer, desto effektiver

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Ersatzteilmangel: Russische Airlines fordern laxere Wartungsregeln

In der Russischen Föderation werden Ersatzteile für Maschinen der Hersteller Airbus und Boeing nach und nach knapp. Zwar bezieht man über Umwege wie die Türkei noch immer Teile bzw. schlachtet das eine oder andere Flugzeug aus, jedoch herrscht dennoch Mangelwirtschaft. Nun fordern zahlreiche Airlines, dass die Wartungsintervalle vergrößert werden dürfen. Mehrere Betreiber westlicher Muster haben bei Rosaviatsiya, der Zivilluftfahrtbehörde und bei Rostransnadzor, der Verkehrsaufsichtsbehörde, beantragt, dass die von den Herstellern empfohlenen Wartungsintervalle deutlich ausgedehnt werden dürfen. Man verweist auch darauf, dass die Verfügbarkeit von Ersatzteilen eingeschränkt ist und überhaupt wäre es aus Sicht der Carrier gar nicht notwendig, dass die Checks so häufig durchgeführt werden. Das Vorhaben könnte gravierende Auswirkungen auf die Flugsicherheit haben. Dies wird unter anderem seitens Aeroflot heruntergespielt. Beispielsweise meint das Unternehmen, dass man die Intervalle nur dann ausdehnen werde, wenn es solide Beweise dafür gäbe, dass diese sich nicht negativ auf die Flugsicherheit auswirken würden. Somit ist der Ball wieder bei den Behörden, denn von diesen erwartet man eine Entscheidung und klare Vorgaben für Verlängerungen der Wartungsintervalle aufgrund der „außergewöhnlichen Situation“. Unter anderem Aeroflot fordert, dass die so genannte Standard-Dokumentation deutlich gelockert werden soll. Dies würde auch ermöglichen, dass auch Teile unklarer oder intransparenter Herkunft bzw. „Marke Eigenbau“ verbaut werden können. Weiters fordert man, dass die Behörden klar und deutlich festlegen was eigentlich notwendig ist, um die Lufttüchtigkeitsrichtlinien aufrecht erhalten zu können. Bereits jetzt haben russische Carrier bei einigen Maschinentypen deutlich längere Standzeiten. So benötigt man mangels zuverlässiger Verfügbarkeit von Tauschtriebwerken für Airbus A320 statt etwa

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USA: Schlot von Lebensmittelbetrieb soll lebensgefährlich für die Fliegerei sein

Die Hinterbliebenen einer kürzlich im Zuge eines Flugunfalls verstorbenen UPS-Paketfliegerin fordern die Schließung des Burley Municipal Airports in Idaho (USA). Der Vater der ums Leben gekommenen Flugzeugführerin, der selbst Pilot ist, hält den kleinen Flughafen für viel zu gefährlich. Das Flugfeld verfügt über zwei Pisten, die sich kreuzen. Auslaufzonen gibt es nicht, denn beispielsweise Runway 20 grenzt ohne weiteren Abstand direkt an den Snake River. Auf der anderen Seite (Runway 2) steht ein Waschsalon direkt dahinter. Bei der kreuzenden Start- und Landebahn ist es nicht viel anders, denn auf einer Seite ist eine größere Sportstätte und auf der anderen Seite wurde die freie Zone zwischen dem Pistenende und dem Fluß nach und nach verbaut. Als besonders problematisch betrachtet der um seine Tochter trauernde Pilot aber das Werk von Gossner Foods, das sich in der Einflugschneise von Runway 20 befindet. Dieses wäre in den letzten Jahren stark ausgebaut worden und mehrere, nebeneinander angeordnete Schlote würden die Sicht auf die Piste behindern. Besonders im Express-Frachtbereich wird viel im Visual-Approach-Verfahren geflogen. Unabhängig davon sollen schon öfters Flugzeuge unfreiwillige Bekanntschaft mit den Schornsteinen gemacht haben. Im Falle der UPS-Paketfliegerin hatte diese tödliche Konsequenzen. Sie stürzte anschließend ein eines der Produktionsgebäude, die nur doch einen Parkplatz, den Snake River und eine kleine Straße von der Runway 20 getrennt sind. Im Gespräch mit der “East Idaho News” fordert der Berufspilot, der seine Tochter durch den Unfall verloren hat, dass die Verwaltung den kleinen Flughafen sofort schließen solle, denn er wäre mittlerweile zu gefährlich geworden und würde

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Austro Control investiert in neue Infrastruktur

Es soll noch sicherer werden. Als Partner bei diesem Projekt steht Huawei Austria zur Seite. Vom Starten der Triebwerke bis zum Verlassen des österreichischen Luftraums ist es notwendig, die Verkehrsströme sicher und effizient zu steuern. Ein Datenaustausch in Echtzeit vom Start bis zur Landung ist entscheidend für einen sicheren Flugbetrieb. Die Qualität und die Zuverlässigkeit eines Netzwerks müssen durchgehend gegeben sein, um die Kommunikation zwischen Boden- und Luftkontrolle aufrecht zu erhalten.  Denn: Netzwerkverzögerungen, die den Kontakt beeinflussen, können schwerwiegende Folgen haben. Unterstützt von modernster Technik, leiten die Fluglotsen der Austro Control die Flugzeuge in den richtigen Luftraum und sorgen dafür, dass sie einen sicheren Abstand zueinander halten. Optix OSN1800 OTN-Plattform: Technologie für die Zukunft der Flugsicherung Als Antwort auf die wachsenden Netzwerkanforderungen hat Austro Control den Aufbau eines leistungsstarken WDM (Wavelength Division Multiplexing)-Übertragungsnetzwerks geplant, das alle Hauptstandorte miteinander verbindet. Dabei konnte Huawei eine umfassende und „maßgeschneiderte“ Lösung anbieten. Mit dem „Intelligent OptiX Network“ ist das globale Technologieunternehmen in diesem Bereich weltweit führend. Sicherung des Luftraums mit einer besseren Übertragungskapazität „Huawei hat ein 100-Gbit/s-Hochgeschwindigkeitsübertragungsnetz mit niedriger Latenz und einem äußerst zuverlässigen WDM-Netzwerk bereitgestellt, um Austro Control bei der effizienten und sicheren Übertragung und Verwaltung ihrer Verkehrsdaten zu unterstützen“, heißt es in der Aussendung. Das neue Netzwerk trage dazu bei, die Geschwindigkeit von Echtzeit-Informations-Updates zu erhöhen und große Informationsmengen in sehr hoher Geschwindigkeit zu übertragen.  „Die neue Lösung mit der hohen Übertragungskapazität macht es möglich, dass wir die sichere Abwicklung des Flugverkehrs zu einem optimalen Preis-/Leistungsverhältnis sicherstellen können“, erklärt Manfred Nedoma, Team

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VC stemmt sich gegen Single Pilot Operations

Vor einigen Jahren sorgte Ryanair-Chef Michael O’Leary mit der Forderung, dass Passagierflugzeuge künftig nur noch von einem Piloten geflogen werden sollen, für ordentlich Wirbel in der Branche. Damals gab es von allen Seiten – auch von anderen Fluggesellschaften – eine Absage für das Vorhaben. Doch auf Herstellerseite wird das Konzept weiterverfolgt. Hintergrund ist, dass zahlreiche Fluggesellschaften durchaus Interesse daran haben, wenn ein Pilot pro Flug eingespart werden kann. Die Diskussion erinnert stark an jene Zeit, in der die ersten größeren Maschinen, die ohne Flugingenieur zu fliegen waren, auf den Markt gekommen sind. Damals gab es starke Sicherheitsbedenken und beispielsweise Ansett Australia hat in die Boeing 767, die eigentlich ohne Ingenieur zu fliegen ist, extra Arbeitsplätze für diese einbauen lassen und flog diese einige Zeit mit Dreimann-Cockpit. Heute sind diese nur noch in älteren Maschinen anzutreffen, denn die Flightdeck-Besatzung Kapitän und Erster Offizier ist weltweiter Standard. Die technische Weiterentwicklung hat also den meisten Flugingenieuren den Job gekostet. Angesichts des Umstands, dass mittlerweile Flugtaxis entwickelt werden, die völlig automatisch ganz ohne Piloten von A nach B fliegen sollen, ist es nicht verwunderlich, dass die Branche neuerlich darüber nachdenkt nur noch einen Flugzeugführer ins Cockpit zu setzen. Die große Sicherheitsfrage ist aber; Was ist, wenn dem Mann oder der Frau, die alleine vorne sitzt, etwas passiert? Es muss reichen ja schon Übelkeit oder ein kleines Nickerchen? Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit lehnt den jüngsten Vorstoß von EASA-Chef Patrick Ky, dass es Lockerungen für die Reiseflugphase geben soll und in einigen Jahren ein Pilot

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