Insolvenz

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IAG schickt Level Europe in die Pleite

Weniger als zwei Jahre nach dem Erstflug, der von einer 1-Cent-Ticket-Aktion begleitet war, meldet der IAG-Ableger Level Europe GmbH Insolvenz an. Das Österreich-Experiment ist damit für die IAG beendet. Die International Airlines Group schickt ihre österreichische Tochtergesellschaft Level Europe in die Insolvenz. Der Carrier wird den Geschäftsbetrieb mit sofortiger Wirkung einstellen und in Kürze beim Landesgericht Korneuburg einen Insolvenzantrag ohne Eigenverwaltung einbringe. Der Flugbetrieb wird nicht mehr aufgenommen. Gerüchte über einen möglichen „Exit“ aus dem vom Markt mangelhaft angenommenen Wien-Projekt der IAG gab es schon länger. Das Unternehmen gab sich in den letzten Tagen nicht sonderlich auskunftsfreudig in Sachen Neustart und durch die Ankündigung der Insolvenz dürfte nun auch klar sein warum. Somit forderte die Corona-Pandemie ihr erstes Airline-Opfer in Österreich. Level Europe erklärt in einer Aussendung, dass man von der Corona-Krise besonders hart getroffen wurde. Inhaber von Tickets, die direkt über Level gebucht wurden, ersucht das Unternehmen nach Bestellung des Insolvenzverwalters diesen zu kontaktieren. So über einen Partner, beispielsweise ein Reisebüro gebucht wurde, soll dieses kontaktiert werden. Von Level Europe ausgegebene Gutscheine und Flugscheine sind mit der Insolvenzanmeldung und der bereits angekündigten Einstellung des Geschäftsbetriebs mit sofortiger Wirkung damit wertlos.

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Polen: LOT-Insolvenz nicht ausgeschlossen

Die Condor-Übernahme wurde coronabedingt abgeblasen. Nun will die polnische Regierung ein Rettungspaket für LOT schnüren. Vor der Corona-Krise wollte die LOT-Mutter PGL die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor übernehmen, doch nun strauchelt das polnische Star-Alliance-Mitglied selbst heftig. Minister Jacek Sasin sagte im Gespräch mit dem Radiosender RMF-FM, dass eine Insolvenz nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Dies soll allerdings nur der äußerste Fall sein. Derzeit werden bei LOT Lohnkürzungen und Leasingverträge neu verhandelt. Der Carrier soll dadurch die Kosten möglichst weit senken. Ein Rettungspaket der Regierung befindet sich nun in Vorbereitung, wobei der Minister hierzu keine näheren Details verkündete. Die polnische Fluggesellschaft wurde von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen, da Polen sämtliche Verbindungen untersagt hatte. Erst vor wenigen Tagen konnte LOT einige wenige Inlandsverbindungen wiederaufnehmen. Der Bann für internationale Flüge endet zwar im Dienstag, jedoch wird das Wiederanlaufen in der gesamten Branche noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

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Latam Airlines meldet Insolvenz an

Der größte Airline-Konzern Südamerikas ist pleite und will sich mit einem Chapter-11-Insolvenzverfahren in den USA neu aufstellen. Die Corona-Krise macht auch in Südamerika keinen Halt. Nun trifft es ausgerechnet die größte Fluggesellschaft des Doppelkontinents: Latam Airlines kann seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen und meldet Insolvenz an. Das betrifft sowohl die Unternehmensgruppe als auch die Tochterunternehmen in Chile, Peru, Kolumbien, Ecuador und in den Vereinigten Staaten. Schon vorige Wochen wusste man: Die Lage ist ernst. So gab der Carrier bekannt, mindestens 1400 Angestellte in den Tochter-Niederlassungen kündigen zu wollen, um die Kostenstruktur zu senken. Auch stornierte man die Bestellung von zehn Airbus A350. Diese Maßnahmen reichen aber nicht aus. Jetzt geht man in Gläubigerschutz. „Angesichts der größten Krise in der Geschichte der Luftfahrt hat der Aufsichtsrat diesen Weg nach Analyse aller verfügbaren Alternativen zur Sicherung der Nachhaltigkeit der Gruppe gebilligt“, so Ignacio Cueto, Präsident des Gremiums. Dass das kein Abschied für immer, sondern lediglich eine vorübergehende Vorgehensweise ist, um sich finanziell neu aufzustellen, ist auch kein Geheimnis. So sei die Geschäftsführung zuversichtlich, dass Latam danach wieder erfolgreich sein werde, wie aerotelegraph.com berichtet. Derzeit würde das börsennotierte Unternehmen noch 1,3 Milliarden US-Dollar an Liquidität besitzen. Unabhängig davon seien die Latam-Töchter in Argentinien, Brasilien und Paraguay nicht betroffen.

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Cityjet muss den Personalstand reduzieren

Die insolvente Cityjet muss zahlreiche Mitarbeiter abbauen. Der Carrier ist derzeit nur noch als reiner ACMI-Provider tätig. Das eigene Liniennetz wurde bereits vor einiger Zeit aufgegeben. Cityjet muss die Reißleine ziehen: Berichten zufolge plant der Carrier, bis zu 276 Mitarbeiter in Irland und Großbritannien und weitere 400 bis 450 in verschiedenen europäischen Städten zu kündigen. Man müsse auf die neue Marktsituation reagieren und daher die Kosten minimieren.  „Bei Cityjet arbeiten Hunderte engagierter Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Daher ist es äußerst bedauerlich, dass wir uns jetzt darauf vorbereiten müssen, auf die Fähigkeiten so vieler unserer treuen Kollegen zu verzichten. Unsere Ziel ist es, Cityjet so gut es geht durch diese einzigartige Krise zu bringen, damit wir auch in Zukunft abheben können“. Vorstandsvorsitzender Pat Bryne Vor der Krise beschäftigte man 1.175 Mitarbeiter, von denen rund 410 in Dublin arbeiten. Schon im März habe die Fluggesellschaft die Auswirkungen der Corona-Krise gespürt, wie ch-aviation.com berichtet. So kündigten vier Vertragspartner ihre Verträge und versetzten der Fluglinie damit einen finanziellen Schlag ins Gesicht.

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Deutschland: Lauda hat ein Geld für Löhne

Die deutschen Lauda-Mitarbeiter in Düsseldorf und Stuttgart werden definitiv vergebens auf ihren Girokonten nach ihrem Mai-Gehalt suchen, denn das Unternehmen informierte am Donnerstag darüber, dass man nicht mehr in der Lage ist dieses auszubezahlen. Bereits am 15. Mai 2020 kündigte Personaldirektor Robert Wall an, dass ein solcher Schritt bevorstehen könnte – Aviation.Direct berichtete. In einem AviationNetOnline vorliegenden Anschreiben, das Iluta Svicka, Head of HR, unterschrieben ist, wird als Hauptgrund der von der Bundesagentur für Arbeit abgelehnte Antrag auf Kurzarbeit angegeben. Weiters verweist man darauf, dass in den letzten beiden Jahren Verluste in der Höhe von 200 Millionen Euro angehäuft wurden und seit 17. März 2020 keine nennenswerten Einnahmen aus Ticketverkäufen mehr vorhanden sind. Das Verhalten der Bundesagentur für Arbeit Würzburg wird im Anschreiben an die Lauda-Mitarbeiter in Düsseldorf und Stuttgart als ungesetzlich bezeichnet. Klärungsversuche hätten bislang keinen Erfolg gebracht. Man habe nun die Firmenanwälte mit der Einbringung von Klagen gegen den Rechtsträger der Bundesagentur für Arbeit beauftragt. Mit einer schnellen Lösung rechnet man nicht. Ein möglicher Auszahlungstermin wurde den Beschäftigten nicht genannt. Deutsche Lauda-Mitarbeiter sollten dringend zur eigenen Absicherung über Hartz-IV-Antrag nachdenken Für die Beschäftigten der Fluggesellschaft Lauda hat dies nun erhebliche Konsequenzen, denn Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Insolvenzgeld haben diese nicht, da weder die Dienstverhältnisse aufgelöst wurden, noch der Gang zum Konkursrichter angetreten wurde. Somit bleibt den Betroffenen nur noch der Weg ins so genannte Jobcenter und das demütigende Bitten um Unterstützung aus den Hartz IV-Mitteln. Diese sind in Deutschland gegenüber der österreichischen bedarfsorientierten Mindestsicherung nicht nur geringer, sondern auch

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