Insolvenz

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Jet Airways: Neue Investoren steigen ein

Die indische Fluggesellschaft Jet Airways könnte bald wieder fliegen: Medienberichten zufolge stimmte die Gläubigerversammlung einem Verkauf zu. Auch der deutsche Investor Florian Fitsch soll darin involviert sein. Die Londoner Finanzgesellschaft Kalrock Capital und der indische Geschäftsmann Murari Lal Jalan haben geboten. Und das zufriedenstellend. Denn nach monatelangen Verhandlungen sei der Deal in trockenen Tüchern. Auch die Gläubiger hätten schon die notwendige Zustimmung erteilt. Die neuen Eigentümer würden umgerechnet 136 Millionen US-Dollar in das Unternehmen pumpen, wie reuters.com berichtet. Auch weitere Investitionen seien geplant. Doch nur ein Teil des Geldes fließt in bar. Die Gläubiger der Fluglinie – unter ihnen die State Bank of India – erhalten auch Schuldverschreibungen und Beteiligungsrechte. Die neuen Investoren gehen dabei gleich aufs Ganze. Sie wollen unter anderen verloren gegangene Slots so schnell wie möglich wieder zurückerobern und schon zeitnah ein neues AOC beantragen. Zudem soll die einst größte Airline des Landes mit neuen Flugzeugen ausgestattet werden. Mit dem klaren Ziel: Jet Airways wieder an die Spitze zu bringen.

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Reiseveranstalter offenbar an Marke „Adria Airways“ interessiert

Für die Marke “Adria Airways” gibt es nun offenbar zumindest einen Interessenten. Lokale Medien nennen den Reiseveranstalter Oki Air als möglichen Käufer für die Rechte am Brand der ehemaligen Fluggesellschaft. Die ersten Anläufe zur Veräußerung der Markenrechte brachten keinen Erfolg. Der Tour Operator mit Sitz in Montenegro soll in einem Schreiben an den Insolvenzverwalter Interesse am Kauf der Rechte am Brand “Adria Airways” bekundet haben. Ganz branchenfremd ist das Unternehmen nicht, denn man ist bereits an den Flughäfen Podgorica und Belgrad im Bereich Ground Handling tätig. Weiters ist man General Sales Agent für verschiedene Airlines und vertritt diese in der Balkan-Region. Das Kerngeschäft ist allerdings das klassische Veranstalter-Business. Ob es zum Kauf der Markenrechte kommen wird, bleibt abzuwarten.

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Aeroméxico trennt sich von 616 Flugbegleitern

Aufgrund der Corona-Pandemie müssen bei Aeroméxico 616 Flugbegleiter das Unternehmen verlassen. Darauf einigten sich das Management und die zuständige Gewerkschaft. Der Austritt soll bis Ende Oktober 2020 vollzogen werden. Die betroffenen Mitarbeiter sollen Abfindungen in der Höhe von vier Monaten plus 20 Tagen pro Arbeitsjahr ausbezahlt bekommen. Bei einem späteren Wiedereintritt sollen diese bevorzugt behandelt werden und auch die Seniorität soll erhalten bleiben. Aeroméxico meldete in den Vereinigten Staaten ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 an. Derzeit setzt man lediglich zehn Prozent des Kabinenpersonals ein.

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Malaysia Airlines droht Lessoren mit Liquidation

Sollten die Leasinggeber in den Verhandlungen mit Malaysia Airlines nicht nachgeben, so wird der staatliche Eigentümer die seit zwei Totalverlusten schwer angeschlagene Firmengruppe in die Insolvenz schicken und liquidieren. Dies teilte die Malaysia Aviation Group laut Reuters den Lessoren schriftlich mit. Die Agentur beruft sich dabei auf sechs unterschiedliche Quellen. Sollten diese Leasinggeber nicht nachgeben, so bedeutet dies das Aus für die Firmengruppe. Lassen diese sich jedoch auf Einsparungen ein, so soll der der Konzern mit frischem Kapital ausgestattet werden. „Sollte Plan A scheitern, wird der Aktionär (Khazanah) die Finanzierung für MAG einstellen und einen Liquidationsprozess für die Malaysia Aviation Group auslösen“, heißt es in dem Schreiben, aus dem Reuters zitiert. Der Plan B ist simpel: Die Malaysia Aviation Group – inklusive Malaysia Airlines – wird abgewickelt. Stattdessen sollen die staatlichen Finanzmittel in den Lowcoster Firefly eingebracht werden. Dieser soll dann in wesentlich kleinerem Ausmaß starten und sich zunächst auf Strecken im Inland und der näheren Umgebung konzentrieren. Firefly ist eine Tochter der Malaysia Aviation Group, die derzeit Turbopropflugzeuge betreibt. Das Unternehmen würde zuvor herausgelöst werden und mit Jets ausgestattet werden. Der Staat selbst schließt aus, dass Malaysia Airlines mit Finanzmitteln oder Kreditgarantien geholfen wird. Lediglich aus den Mitteln der Khazanah kann dem Unternehmen geholfen werden, aber eine mögliche Schließung wäre die ausschließliche Entscheidung dieses staatlichen Fonds. Eine entsprechende Anweisung dafür gibt es nicht.

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Italien gründet Alitalia-Nachfolger

Die Regierung Italiens gründete unter dem Namen „Italia Transporto Aero“ ein neues Unternehmen, das den Flugbetrieb von Alitalia übernehmen soll. Laut lokalen Medienberichten hat sich die Finanzlage des insolventen Carriers aufgrund der Coronakrise massiv zugespitzt. Nun will man wieder einmal die chronisch defizitäre Airline auf ein neues Unternehmen aufsetzen. Das italienische Finanzministerium gab am Freitag eine Medienmitteilung heraus und bestätigte, dass vier Minister ein Dekret zur Gründung eines neuen Luftfahrtunternehmens unterschrieben haben. Dieses wird sich vollständig im Eigentum des italienischen Staats befinden. Es gibt auch Anzeichen dafür, dass man den Namen Alitalia ablegen könnte, denn Verkehrsministerin Paola de Micheli bezeichnete das neue Unternehmen als ITAliana. Diese solle Italien in die Welt hinaustragen. Ob nun als ITAliana oder Alitalia geflogen wird, ist daher unklar. Fix ist jedoch, dass nach und nach Teile der heutigen Alitalia auf das neue Unternehmen übertragen werden sollen. Im Zuge dessen wird die Flotte erheblich verkleinert und auch viele Mitarbeiter werden künftig nicht mehr benötigt. In Brüssel hat man das Vorhaben allerdings noch nicht eingereicht und verweist in einer offiziellen Erklärung, dass die weiteren Schritte mit der EU-Kommission abgestimmt werden. Auch betont die Regierung, dass man das Unternehmen so bald als möglich verkaufen will.

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Sky Up Airlines droht die Insolvenz

Die Coronavirus-Krise setzte dem ukrainischen Charter- und Billigflieger Sky Up Airlines schwer zu. So schwer, dass nun ein Konkurs nicht auszuschließen ist. Damit würden auf einem Schlag  fast 1.300 Arbeitsplätze wegfallen. Alleine in den ersten sechs Monaten beliefen sich die Verluste des Unternehmens auf 18 Millionen US-Dollar, wie ch-aviation.com berichtet. Mitbegründer Alexander Alba sieht nun die Regierung in der Pflicht. Er bedauere es sehr, dass diese dem angeschlagenen Carrier kein Geld zuschießt – obwohl man ordnungsgemäß Steuern und sämtliche andere Abgaben zahle. Mitbewerber wie Wizz Air würden Staatshilfe in Millionenhöhe erhalten, während Sky Up Airlines leer ausgeht, so Alba weiter. Er fordert zumindest staatliche Garantien zur Kreditbesicherung.  Die Flotte der Fluglinie besteht aus einer Boeing 737-700, sechs Boeing 737-800 und vier Boeing 737-900, die hauptsächlich auf internationalen Strecken unterwegs sind.  

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Paderborn meldete Insolvenz an

Am Dienstag brachte Marc Cezanne in seiner Funktion als Geschäftsführer des Flughafens Paderborn/Lippstadt den bereits seit einigen Wochen erwarteten Insolvenzantrag ein. Zuvor gab der Aufsichtsrat grünes Licht für diesen Schritt. Beantragt wurde ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. „Insbesondere aufgrund massiv rückläufiger Flugbewegungen infolge der Corona-Krise ist eine umfangreiche Unternehmenssanierung notwendig geworden. Tatsächlich liegen die aktuellen Passagierzahlen um 85 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes und es wird voraussichtlich noch einige Zeit dauern, bis die Passagierzahlen wieder annähernd das Vorkrisen-Niveau erreichen”, so Flughafendirektor Cezanne. Bereits vor der Corona-Pandemie konnte der Regionalflughafen die Betriebs- und Investitionskosten nicht mit eigenen Erlösen decken. Der Jahresverlust 2019 führte zu einem Liquiditätsabfluss, der aufgrund beihilferechtlicher Vorgaben in dieser Höhe nicht durch die kommunalen Gesellschafter kompensiert werden durfte Konsens ist, dass die Flughafengesellschaft in Zukunft nur bestehen kann, wenn die Kostenstrukturen an die zu erwartenden Erlöse angepasst werden. Im Sanierungskonzept ist vorgesehen, dass der Paderborn/Lippstadt Airport den Status eines Verkehrsflughafens mit Flugsicherung behält und weiterhin 24 Stunden am Tag in Betrieb sein wird. Angesichts der geringeren Flugbewegungen ist es jedoch kaufmännisch nicht vertretbar, die Kapazitäten für die Flugzeugabfertigung im bisherigen Umfang vorzuhalten. Eine allgemeine Reduzierung der Kapazitäten für die Flugzeugabfertigung wird wesentlich zur Kostensenkung beitragen. Dies bedeutet aber nicht, dass zukünftig geplante Flüge abgewiesen werden. Sobald der Bedarf wieder zunimmt, wird es möglich sein, die Infrastruktur des Flughafens sukzessive bis zu ihrer Kapazitätsgrenze von deutlich mehr als einer Million Passagieren jährlich auszulasten. Die Folge daraus ist, dass der Airport Paderborn den Personalstand deutlich verringert wird. Nach Angaben der

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Paderborn: Aufsichtsrat gibt grünes Licht für Insolvenzantrag

Der deutsche Regionalflughafen Paderborn-Lippstadt wurde von der Coronakrise knallhart getroffen. Der Aufsichtsrat entschied nun, dass im Laufe dieser Woche durch die Geschäftsleitung ein Insolvenzantrag bei Gericht gestellt wird. Beantragt wird allerdings auch die Eigenverwaltung. Die “Neue Westfälische” berichtet, dass durch diese Form der Sanierung die Kosten für die notwendige Restrukturierung um etwa 600.000 Euro billiger werden sollen. Die Kehrseite ist aber auch, dass der Flughafen Paderborn auf eine Kapazität von nur 300.000 Reisenden pro Jahr verkleinert werden soll. Von den 170 Jobs sollen nur 60 erhalten bleiben, weshalb vielen Menschen nun die Arbeitslosigkeit droht.

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Paderborn vor der Insolvenz

Der deutsche Flughafen Paderborn könnte in Kürze Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden. Der Airport befindet sich mehrheitlich im Eigentum des Landkreises Paderborn. Nun soll es auch eine politische Mehrheit für die geplante Vorgehensweise geben, berichtet der Westdeutsche Rundfunk. Die Eigentümer halten es für nicht finanzierbar eine Sanierung des Airports außerhalb eines Insolvenzverfahrens durchzuführen. Der Flughafen Paderborn soll aber in seiner Existenz nicht gefährdet sein. Im Zuge der Insolvenz könnte es auch zu einem erheblichen Personalabbau kommen. Laut WDR schreibt der Airport aufgrund der Coronakrise monatliche Verluste in der Höhe von rund 700.000 Euro. Der Landkreis Paderborn ist derzeit lediglich zum Ausgleich von maximal 200.000 Euro Jahresverlust verpflichtet. Allerdings hat man auch zahlreiche Kreditbürgschaften gewährt. Der Kreis Gütersloh, der ebenfalls am Flughafen beteiligt ist, will sogar aussteigen.

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USA: Virgin Atlantic beantragt Chapter-15-Verfahren

Die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic meldete in den Vereinigten Staaten von Amerika ein Gläubigerschutzverfahren nach Chapter 15 des lokalen Insolvenzrechts an. Nach Erklärung des Carriers soll dieses die Restrukturierung des Carriers ermöglichen. Staatshilfen hat man seitens des Vereinigten Königreichs nicht erhalten. Beim beantragten Chapter-15-Verfahren handelt es sich um eine Besonderheit des U.S.-amerikanischen Insolvenzrechts. Dieses ist explizit ausländischen Unternehmen vorbehalten und soll diese vor Klagen U.S.-amerikanischer Gläubiger schützen. Eventuelle Schulden wird man dadurch nicht los, denn es muss ein Sanierungsplan vorgelegt und umgesetzt werden. Im U.S.-Recht stehen der Erhalt des Unternehmens und insbesondere der Jobs im Vordergrund, sofern möglich.

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