Luftfahrt

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EU-Kommission plant keine sofortige Besteuerung von Kerosin: Steuerbefreiung bleibt bestehen

Die Diskussion um die Besteuerung von Kerosin, dem Treibstoff für die Luftfahrt, zieht sich wie ein roter Faden durch die europäische Klimapolitik. Ein aktueller Entwurf aus Brüssel legt nahe, dass die Steuerbefreiung für Kerosin in der EU voraussichtlich noch weitere 20 Jahre bestehen bleibt. Dies bedeutet, dass die geplante schrittweise Besteuerung, die die EU-Kommission für 2028 vorgeschlagen hatte, nicht wie ursprünglich angedacht umgesetzt wird. Die Entscheidung ist das Ergebnis intensiver Verhandlungen unter der ungarischen Ratspräsidentschaft und reflektiert die Schwierigkeiten, eine Einigung unter den 27 Mitgliedstaaten zu erzielen. Die EU-Kommission hatte bereits 2021 den Vorschlag unterbreitet, ab 2028 eine schrittweise Besteuerung von Kerosin einzuführen. Dieser Vorschlag zielte darauf ab, den Umstieg auf alternative, umweltfreundlichere Flugtreibstoffe zu beschleunigen. Die Steuerbefreiung von Kerosin und maritimen Treibstoffen ist ein bedeutendes Thema in der Klimapolitik der EU, da sie Auswirkungen auf die Emissionen des Luft- und Schiffsverkehrs hat, die zu den größten Verursachern von Treibhausgasemissionen zählen. Trotz der ambitionierten Ziele der EU-Kommission scheiterte der Vorschlag an der fehlenden Einstimmigkeit unter den Mitgliedstaaten. Die Regelungen zum Steuerrecht in der EU erfordern eine Einstimmigkeit, um Änderungen zu beschließen. Der Entwurf sieht nun vor, die Steuerbefreiung für Kerosin um weitere zwei Jahrzehnte zu verlängern. Engpässe bei alternativen Treibstoffen Ein wesentlicher Grund für die Verzögerung der Besteuerung ist die derzeitige Verfügbarkeit alternativer Treibstoffe, bekannt als Sustainable Aviation Fuels (SAF). Diese Treibstoffe sollen fossile Brennstoffe ersetzen und die CO2-Emissionen im Luftverkehr reduzieren. Derzeit gibt es jedoch Engpässe bei der Produktion und Verfügbarkeit von SAF. Der unzureichende Marktanteil dieser alternativen Treibstoffe

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Grosny: UTair-Flug verfehlt unfertige Landebahn und weicht Baufahrzeugen aus

Am frühen Morgen des 7. September 2024 ereignete sich am internationalen Flughafen Kadyrow-Grosny (GRV) in Tschetschenien ein beunruhigendes Zwischenfall, der sowohl für die Passagiere als auch für die Luftfahrtbehörden alarmierend war. Eine Boeing 737-800 der russischen Fluggesellschaft UTair hätte beinahe auf einer unfertigen und gesperrten Landebahn gelandet. Der Vorfall, der sich um 04:49 Uhr Ortszeit ereignete, wurde durch das Flugverfolgungsportal FlightRadar24 dokumentiert und durch Bildmaterial, das in den sozialen Medien verbreitet wurde, einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Der Flug UT742 startete planmäßig vom internationalen Flughafen Antalya (AYT) in der Türkei und war auf dem Weg nach Grosny. Die Boeing 737-800, ein bewährtes Modell für den regionalen Flugverkehr, sollte gemäß der ursprünglichen Planung auf der Landebahn 08/26 des GRV landen. Doch als das Flugzeug sich dem Flughafen näherte, trat ein gravierender Fehler auf: Die Piloten begaben sich versehentlich auf eine parallele Landebahn, die sich zu diesem Zeitpunkt im Bau befand und daher für den Flugverkehr gesperrt war. Das Bildmaterial aus den sozialen Medien zeigt die dramatischen Momente des Vorfalls. Die Aufnahme offenbart das Flugzeug im sinkenden Anflug auf die gesperrte Landebahn, wobei es an einem Bagger und anderen Baumaschinen vorbeifliegt. Die Sicht auf die Baustelle und die schwere Baumaschinen deuteten darauf hin, dass die Landebahn nicht betriebsbereit war. Mit einer bemerkenswerten Reaktionsgeschwindigkeit entschieden sich die Piloten, die Landung abzubrechen und eine Kehrtwende einzuleiten. Dies geschah nur wenige Meter über den Baufahrzeugen, was das Risiko eines Unfalls erheblich reduzierte. Trotz der brenzligen Situation gelang es der Crew, das Flugzeug sicher umzukehren und

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Zu teuer: Wizz Air zieht sich aus Köln/Bonn zurück

Nach zehn Jahren wird die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air den Flughafen Köln/Bonn verlassen und damit eine Ära beenden, die für viele Reisende günstige Verbindungen in Europa ermöglicht hat. Ab Ende Oktober 2024, mit dem Beginn des Winterflugplans 2024/25, stellt Wizz Air ihre letzten verbliebenen Strecken von Köln/Bonn nach Skopje und Tirana ein. Dieser Rückzug ist Teil einer breiteren Entwicklung, die auf steigende Kosten und regulatorische Herausforderungen im deutschen Luftverkehr hinweist. Während Wizz Air in den letzten Jahren in Deutschland expandiert hat, stellt der Ausstieg aus Köln/Bonn und anderen Standorten einen signifikanten Rückschritt dar. Wizz Air hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Expansion auf dem deutschen Markt erlebt. Neben Köln/Bonn bedient die Airline zahlreiche weitere Flughäfen in Deutschland, darunter Dortmund, Memmingen, Hamburg und Berlin. Doch trotz dieses Wachstums gibt es jetzt Rückschläge, die auf die Kostenstruktur und den Wettbewerbsdruck am deutschen Markt zurückzuführen sind. Insbesondere die hohen Standortkosten werden als Hauptgrund für den Rückzug von Wizz Air aus Köln/Bonn angeführt. In Luftfahrtkreisen ist immer wieder zu hören, dass deutsche Flughäfen vergleichsweise hohe Gebühren erheben, was gerade für Billigfluggesellschaften wie Wizz Air, die auf niedrige Margen angewiesen sind, problematisch ist. Ein Sprecher des Flughafens Köln/Bonn bestätigte den Rückzug der Airline, verwies jedoch auf laufende Gespräche, um eine zukünftige Rückkehr nicht auszuschließen. Ähnlich sieht es in Bremen aus, wo die Verbindung nach Skopje bis Ende Januar 2025 eingestellt wird. Wachsende Frustration bei Billigfluggesellschaften Wizz Air ist nicht die einzige Fluggesellschaft, die sich über die hohen Standortgebühren in Deutschland beklagt. Auch Ryanair, die

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Dringlichkeitsanweisung der EASA: Inspektionen für Rolls Royce Trent XWB97-Triebwerke

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat eine Dringlichkeitsanweisung zur Lufttüchtigkeit erlassen, die eine sofortige und umfassende Inspektion aller Rolls Royce Trent XWB97-Triebwerke fordert, die in den Airbus A350-1000-Flugzeugen weltweit verbaut sind. Dieser Schritt erfolgte nach einem schwerwiegenden Zwischenfall am 2. September 2024, bei dem ein Airbus A350-1000 der Cathay Pacific während eines Flugs von Hongkong nach Zürich ein Triebwerk in der Luft abschalten musste, nachdem ein Feuer ausgebrochen war. Die Ursache des Vorfalls wurde auf ein defektes Bauteil im Kraftstoffverteiler zurückgeführt, was nun eine intensive Inspektion sämtlicher betroffener Triebwerke erfordert. Der Airbus A350-1000 mit der Registrierung B-LXI war auf dem Weg von Hongkong nach Zürich, als die Besatzung ein Feuer in einem der beiden Rolls Royce Trent XWB97-Triebwerke bemerkte. Sofort leitete die Crew Maßnahmen ein, das Triebwerk abzuschalten und das Feuer zu löschen. Dank des professionellen Handelns der Piloten konnte die Maschine sicher nach Hongkong zurückkehren und dort notlanden. Verletzt wurde niemand. Die Ursache des Vorfalls wurde schnell identifiziert: Ein beschädigter Haupttreibstoffschlauch am Verteiler führte zu dem Brand. Dieser Vorfall sorgte für erhebliche Bedenken in der Luftfahrtindustrie, insbesondere bei den Betreibern der A350-1000-Flugzeuge. Rolls Royce Trent XWB97-Triebwerke gelten als fortschrittlich und zuverlässig, doch die Entdeckung eines derart kritischen Defekts setzte eine Kettenreaktion in Gang. EASA reagiert mit Inspektionspflicht Die EASA reagierte umgehend und erließ eine Dringlichkeitsanweisung, die eine sofortige Inspektion aller Rolls Royce Trent XWB97-Triebwerke vorschreibt. Diese Triebwerke sind in der Airbus A350-1000-Variante verbaut, die bei mehreren Fluggesellschaften weltweit im Einsatz ist. Die Inspektionen müssen bis spätestens 9. Oktober

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Easyjet und JetZero: Pioniere auf dem Weg zur emissionsfreien Luftfahrt

In einem ehrgeizigen Schritt auf dem Weg zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen bis 2050 hat Easyjet am Mittwoch erste Fortschritte seiner „Net Zero“-Roadmap vorgestellt. Seit der Einführung der Strategie im Jahr 2022 arbeitet die Fluggesellschaft intensiv daran, ihren ökologischen Fußabdruck zu minimieren und den Luftverkehr auf eine umweltfreundlichere Basis zu stellen. Ein zentrales Element dieses Plans ist die Partnerschaft mit dem US-Start-up JetZero, die sich auf die Entwicklung eines bahnbrechenden Blended Wing Body (BWB)-Flugzeugs konzentriert. Dieses neue Flugzeugdesign könnte nicht nur den Treibstoffverbrauch um bis zu 50 % reduzieren, sondern auch als Plattform für Wasserstoffantriebssysteme dienen, die in der Zukunft CO2-Emissionen vollständig eliminieren könnten. Die Vision einer emissionsfreien Zukunft Easyjet verfolgt eine umfassende Strategie zur Dekarbonisierung, die nicht nur den Einsatz neuer Technologien, sondern auch tiefgreifende Änderungen im operativen Betrieb umfasst. Die Partnerschaft mit JetZero zielt darauf ab, das Blended Wing Body (BWB)-Flugzeug zu entwickeln, das durch seine innovative Bauweise signifikante Fortschritte in der Luftfahrttechnologie verspricht. Der BWB-Designansatz kombiniert Rumpf und Flügel zu einer einzigen, aerodynamisch optimierten Einheit, was nicht nur den Luftwiderstand verringert, sondern auch eine effizientere Energieverwendung ermöglicht. Im Gegensatz zu traditionellen Flugzeugkonzepten könnte dieses Design auch besser für den Betrieb mit Wasserstoff geeignet sein. Das Blended Wing Body bietet durch seine Bauweise verbesserte Möglichkeiten zur Integration von Wasserstofftanks, ohne die Passagierkapazität erheblich zu beeinträchtigen. Die US-Luftwaffe, die NASA und die FAA unterstützen bereits das BWB-Jetkonzept, und erste Prototypen sollen bis 2030 auf den Markt kommen. Technologie und Partnerschaften Easyjet bringt in die Partnerschaft mit JetZero nicht nur umfangreiches

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Air Explore: Ein kleiner slowakischer Luftfahrtanbieter strebt in die USA

Mit der jüngsten Genehmigung durch das US-Verkehrsministerium (DOT) hat Air Explore, ein in der Slowakei ansässiger Spezialist für Wet-Lease-Flüge, einen bedeutenden Meilenstein erreicht. Das Unternehmen erhielt die Erlaubnis, kommerzielle Flüge von und nach den Vereinigten Staaten sowie innerhalb der USA durchzuführen. Diese Entscheidung markiert nicht nur einen entscheidenden Schritt in der Expansionsstrategie von Air Explore, sondern auch einen bedeutenden Fortschritt für die Muttergesellschaft, die Avia Solutions Group (ASG), den weltweit größten Anbieter von ACMI-Dienstleistungen (Aircraft, Crew, Maintenance and Insurance). Die Genehmigung des Foreign Air Carrier Permit (FACP) kam nur ein Jahr nach der Übernahme von Air Explore durch ASG im Juni 2023 und erfolgte in einem kritischen Moment für die Fluggesellschaft. Als Teil der Avia Solutions Group, die ihren Hauptsitz in Dublin hat, ist Air Explore nun in der Lage, die steigende Nachfrage nach Luftverkehrsdienstleistungen in den USA zu bedienen. Dies stellt eine erhebliche Erweiterung des bisherigen Operationsbereichs dar, der hauptsächlich auf Europa fokussiert war. „Dies ist ein fantastischer Moment für Air Explore“, kommentierte Martin Stulajter, CEO von Air Explore, die neue Entwicklung. Er betonte, dass die Unterstützung durch die ASG der Fluggesellschaft nicht nur wertvolles Know-how, sondern auch Zugang zu den besten Praktiken der Branche verschafft habe. Die Erlaubnis, nun auch in den USA tätig zu werden, sei ein direkter Beweis für die Vorteile, die sich aus dieser Zusammenarbeit ergeben. Wet-Lease: Ein aufstrebendes Geschäftsmodell Air Explore hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2010 als führender Anbieter von Wet-Lease-Flügen etabliert. Bei diesem Modell stellt eine Fluggesellschaft einem anderen Betreiber

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Air Montenegro kämpft mit Betriebsstörungen nach Ausfall eines geleasten Jets

Air Montenegro steht seit dem 23. August 2024 vor erheblichen Herausforderungen im Flugbetrieb, nachdem ein geleaster Airbus A320 der Trade Air aufgrund eines Vogelschlags in Istanbul am Boden bleiben musste. Der Vorfall führte zu erheblichen Verspätungen und Flugannullierungen im Streckennetz der Fluggesellschaft. Air Montenegro betonte, dass solche Störungen in der Luftfahrtbranche nicht ungewöhnlich seien und man in Übereinstimmung mit den regulatorischen Anforderungen arbeite. Ein Zeitpunkt für die Wiederaufnahme des Flugbetriebs des betroffenen Jets wurde nicht genannt.

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Singapore Airlines erhält Genehmigung für Beteiligung an fusionierter Air India

Die indische Regierung hat Singapore Airlines (SQ) die Genehmigung erteilt, sich mit 25,1 % an der fusionierten Air India zu beteiligen. Diese entsteht aus der Zusammenführung von Air India und Vistara, einer Fluggesellschaft, an der Singapore Airlines bisher 49 % hielt. Vistara und Air India sind beide mehrheitlich im Besitz von Tata Sons. Der Abschluss der Fusion wird bis Ende 2024 erwartet, und Singapore Airlines wird dadurch einen verbesserten Zugang zum wachstumsstarken indischen Luftverkehrsmarkt erhalten. Bis zum 11. November wird Vistara weiterhin unter ihrer eigenen Marke operieren, bevor der vollständige Übergang zu Air India erfolgt. Die Wettbewerbsbehörden in Indien und Singapur haben dem Zusammenschluss bereits zugestimmt.

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Lufthansa warnt vor unerfüllbarer PTL-Quote in der Luftfahrt

Die Lufthansa sieht die von der Politik geforderte Verwendung nachhaltiger Kraftstoffe in der Luftfahrt, insbesondere strombasierter Kraftstoffe (Power-to-Liquid, PTL), als unrealistisch an. Kay Lindemann, Leiter der Konzernpolitik bei Lufthansa, kritisierte in einem Gastbeitrag für den „Tagesspiegel“ die nationale PTL-Quote, die Airlines ab 2030 erfüllen müssen, als unerfüllbar. Grund sei die mangelnde Verfügbarkeit solcher Kraftstoffe, die europaweit derzeit nicht in ausreichendem Maße produziert werden. Lindemann fordert die Bundesregierung auf, ihre nationale Sonderlösung zu überdenken, um unnötige Strafen für die Fluggesellschaften und deren Kunden zu vermeiden.

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Airbus-Chef erhält Auszeichnung am Wolfgangsee

Am Wolfgangsee in Österreich wurden die renommierten „Living Legends of Aviation Europe“-Awards 2024 verliehen. Internationale Größen aus der Luft- und Raumfahrtindustrie, Wirtschaft und Gesellschaft versammelten sich, um die herausragenden Leistungen von 11 Preisträgern zu würdigen. Zu den Ausgezeichneten gehörten unter anderem Markus Bucher, CEO von Pilatus Aircraft, und Dieter Morszeck, Gründer von Rimowa. Airbus-CEO Guillaume Faury erhielt den Lifetime Aviation Industry Leader Award. Die Veranstaltung bot auch ein spektakuläres Flugprogramm, unter anderem mit Eurofightern des Österreichischen Bundesheeres und dem Red Bull-Piloten Dario Costa. Parallel dazu wurde in der neu geschaffenen Science Lounge über die Zukunft der Mobilität diskutiert, mit einem Fokus auf Wasserstoff und alternative Antriebe.

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