Spanien

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Spanien: Drei Norwegian-Töchter melden Gläubigerschutz an

Norwegian meldete nun auch für drei spanische Tochtergesellschaften ein Gläubigerschutzverfahren an. Dabei handelt es sich um Norwegian Air Resources Spain, Red Handling Spain und Red Maintenance Spain. Bei diesen Gesellschaften ist das ab Spanien eingesetzte Personal angestellt. Die zuerst genannte Konzerngesellschaft ist auch Arbeitgeber des fliegenden Personals diverser anderer Bases. Dies sorgte in der Vergangenheit wiederholt für heftige Kritik seitens der Gewerkschaften, denn dem Billigflieger wurde vorgeworfen, dass dieser Schlupflöcher im Arbeitsrecht miteinander kombinieren würde. Eigentümer der drei Firmen ist Norwegian Air Shuttle. Von der Insolvenzanmeldung nicht betroffen ist Norwegian Air Resources Shared Service Centre, das konzerninterne Servicecenter. Der Carrier schreibt, dass die Gewerkschaften, die Mitarbeiter in den drei Gesellschaften vertreten, vorab über die Maßnahme informiert wurden. Nun hat der Konzern ein halbes Jahr Zeit, um mit den Gläubigern zu verhandeln und dem Gericht einen Sanierungsplan vorzulegen. Sollte es zu keiner Einigung kommen, so könnte das Gericht die drei Gesellschaften auch Bankrott erklären und die Abwicklung anordnen.

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Deutschland macht die Kanaren schon wieder zum Risikogebiet

Die Bundesrepublik Deutschland erklärt die kanarischen Inseln schon wieder zum so genannten „Risikogebiet“. Das hat für Personen, die über Weihnachten/Neujahr einen Urlaub dort verbringen wollen, Konsequenzen: Bei der Rückkunft droht Zwangsquarantäne. Deutschland steckt sämtliche Personen, die sich in einem „Risikogebiet“ aufgehalten haben, zehn Tage in Quarantäne. Frühestens am fünften Tag kann man sich jedoch mittels PCR-Test, der auf eigene Kosten gemacht werden muss, „freitesten“. Das Robert-Koch-Institut teilte mit, dass ab Sonntag die kanarischen Inseln wieder als „Risikogebiet“ geführt werden. Damit ganz Spanien auf Deutschlands „roter Liste“.

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IAG will Kaufpreis für Air Europa erst in 2026 bezahlen

Die jeweiligen Aufsichtsräte der International Airlines Group und der Konzerntochter Iberia haben grünes Licht für die Übernahme des Mitbewerbers Air Europa gegeben. Der Kaufpreis beträgt nur noch 500 Millionen Euro und soll erst im Jahr 2026 bezahlt werden. Weiters will die IAG offensichtlich keinen Einfluss des Staats. So setzt man als Bedingung, dass die Sociedad Estatal de Participaciones Industriales keine Aufsichtsräte entsenden soll. Der aufgrund der Corona-Pandemie ins Leben gerufene Staatsfonds gewährt Air Europa ein Darlehen in der Höhe von 475 Millionen Euro. Ob sich die Regierung auf das späte Bezahlen des Kaufpreises einlassen wird und darüber hinaus auf Aufsichtsratssitze verzichten wird, bleibt abzuwarten.

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Spanien: Plus Ultra beantragt Staatshilfe

Die spanische Fluggesellschaft Plus Ultra sucht laut lokalem Medienberichten ebenfalls im Staatshilfe an. Der Abtrag wurde an den Staatsfonds Sociedad Estatal de Participaciones Industriales gerichtet. Zuvor baten bereits Air Europa und Evelop Airlines aufgrund der Corona-Pandemie um Unterstützung aus diesem Topf. Die spanische Regierung rief im Juli 2020 diesen Fonds ins Leben, um Unternehmen von strategisch wichtiger Bedeutung Hilfen gewähren zu können. Dotiert ist der Topf mit zehn Milliarden Euro. Lokale Medien kritisieren immer wieder, dass die Verteilung der Mittel äußerst bürokratisch ablaufen soll und die Auszahlung sehr lange dauert. Plus Ultra kündigte bereits im September 2020 an, dass man Staatshilfe beantragen wird. Man fügte jedoch hinzu, dass man hofft nicht diskriminiert zu werden. Der Carrier hat die Befürchtung, dass die Regierung lieber Air Europa und Iberia stützen will. Plus Ultra ist derzeit als ACMI- und Charteranbieter tätig. Aufgrund der Corona-Pandemie führt man seit einigen Monaten auch reine Frachtflüge durch.

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Kanaren: Einreise wieder mit Schnelltest-Befund möglich

Zwischen der Regionalregierung der Kanaren und der spanischen Zentralregierung in Madrid tobt seit einigen Wochen ein Machtkampf bezüglich Antigen-Schnelltests. Zuerst haben die Inseln diesen anerkannt, dann fuhr Madrid darüber und schrieb vor, dass nur PCR-Tests erlaubt sind. Nun setzten sich die Kanaren aber durch. Konkret bedeutet das, dass die Regionalregierung ab Donnerstag wieder die Einreise gegen Vorlage eines Antigen-Befunds gestattet. Weiterhin erlaubt bleibt aber auch ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Neu ist allerdings, dass auch Inlandsreisende, die beispielsweise auf dem Festland wohnen und auf den Inseln Urlaub machen, zumindest einen negativen Antigen-Befund vorlegen müssen. Die Regionalregierung will damit die Einschleppung des Coronavirus aus anderen Regionen Spaniens vermeiden und so den Tourismus, der ohnehin nur an einem seidenen Faden hängt, schützen.

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TAP verscheuert Langstreckenflüge für 75 Euro

Die portugiesische Fluggesellschaft TAP versucht derzeit offensichtlich krampfhaft an Geld zu kommen. Derzeit bietet man Flüge in die Vereinigten Staaten von Amerika und nach Brasilien ab 75 Euro (oneway) an. Der Carrier verdient an diesen Langstreckentarifen rein gar nichts, jedoch dürfte es eher darum gehen möglichst viel Geld einzusammeln. Die Finanzlage des Unternehmens gilt als stark angespannt und die Regierung deutete an, dass gar die Liquidation eine Option ist. Ohne Staatshilfe wird TAP wohl schwer überleben. Die Gewerkschaften stemmen sich gegen den Sanierungsplan, der als Bedingung für die Ausbezahlung der staatlichen Beihilfe im Raum steht. Mitbewerber Ryanair kündigte bereits eine Klage an.

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Aus Evelop und Orbest wird Iberojet

Erst kürzlich kündigten Evelop Airlines und die Tochtergesellschaft Orbest den Einstieg ins Liniengeschäft an. Nun verpassen sich die beiden Carrier einen neuen Markenauftritt. Künftig werden diese als Iberojet aktiv sein. Evelop und Orbest gehören dem Barceló-Konzern an. Dieser betreibt Hotels in zahlreichen Ländern und will sich mit dem künftigen Einzelplatzverkauf unabhängiger vom Chartergeschäft machen. Bislang sind die konzerneigenen Fluggesellschaften nahezu ausschließlich im Wetlease und für Reiseveranstalter in der Luft. Nun wurde die Namensänderung auf Iberojet verkündet.

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Gewerkschaft: Buzz setzt slowakische „Selbstständige“ ab Wien ein

Slowakische und spanische Gewerkschaften erheben schwere Vorwürfe gegen die neuerdings ab Wien tätige Ryanair-Tochter Buzz. Kamen anfangs noch aus Kattowitz eingeflogene Flugbegleiter und Piloten zum Einsatz, soll man laut den Arbeitnehmervertretern auf Slowaken umgestellt haben. Pikant ist aber ein kleines Detail: Laut Gewerkschaften sollen diese als Selbstständige tätig sein. Die spanischen Arbeitnehmervertreter sehen das nicht ohne Grund mit großer Sorge, denn Ryanair praktiziert dieses Modell in vielen Ländern und verbrannte sich wiederholt wegen gerichtlich festgestellter Scheinselbstständigkeit die Finger. Indes klagt die spanische USO gegen Laudamotion und Lauda Europe auf Feststellung eines Betriebsübergangs. Aus internen Buzz-Unterlagen, die der slowakischen Gewerkschaft zugespielt wurden und von Aviation Direct gesichtet wurden, geht hervor, dass in den ab Wien betriebenen Buzz-Flugzeugen sowohl Piloten als auch Flugbegleiter zum Einsatz kommen, die in der Slowakei einen entsprechenden Gewerbeschein lösen sollten und formell als Selbstständige für die polnische Buzz-Tochter fliegen. Wenig überraschend ist, dass die Konzernmutter in Dublin als auch die Tochter in Polen, deren Zentrale sich in der Nähe des Flughafens Chopin befindet, für eine Stellungnahme nicht erreichbar waren und auf E-Mails nicht geantwortet haben. Leiharbeit ist bei Buzz keine Neuigkeit, denn nahezu das gesamte fliegende Personal wird über eine konzerninterne „Agentur“ namens Warsaw Aviation beschäftigt. Der nunmehrige Einsatz von „Selbstständigen“ mit slowakischem Gewerbeschein zeigt, dass die Ryanair Group wieder in alte Muster zurückfällt. Der Konzern verbrannte sich in Deutschland, Frankreich, Irland, Italien und in anderen EU-Staaten aufgrund dieser Praxis enorm die Finger, musste heftige, gerichtlich festgestellte Strafen und Nachzahlungen an die Steuer- und Sozialversicherungsbehörden bezahlen. Da

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Air Europa könnte bald dreigeteilt werden

Die spanische Regierung steht der kriselnden Air Europa mit 475 Millionen Euro zu Seite. Außerdem rät man der Fluggesellschaft zur Umstrukturierung des Unternehmens.  Air Europa soll dreigeteilt werden: Air Europa, Air Europa Holding und dem Low-Coster namens Air Europa Express. Jede Einheit hätte einen fünfköpfigen Verwaltungsrat. Dessen Mitglieder sollen einerseits vom bisherigen Eigentümer Globalia und andererseits von der SEPI, einer Dachgesellschaft Spaniens zur Verwaltung der staatlichen Unternehmen und Beteiligungen, ernannt werden können. Was Air Europa über den Vorschlag denkt, ist nicht bekannt. Die Fluglinie hat wohl andere Probleme, denn die Pandemie macht allen Beteiligten zu schaffen. Und die Krise wird mit dem Hilfspaket der Regierung nicht überstanden sein. Deswegen steht ein Verkauf im Raum, die IAG möchte den Carrier wohl übernehmen. Doch in abgespeckter Form. Heißt im Klartext: Air Europa muss Mitarbeiter entlassen. Derzeit würde sich die Führungsetage beraten, in zwei Wochen soll das Ergebnis präsentiert werden, wie das Luftfahrtportal CH-Aviation berichtet. Die Gewerkschaft hat dabei kein gutes Gefühl.

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Castellón: Ehemalige BA-747 fing Feuer

Auf dem Flughafen Castellón (Spanien) fing die Boeing 747-400 mit der Registrierung G-CVID Feuer. Die Maschine wurde vormals von British Airways betrieben und ist auf diesem Airport zum Zweck der Verschrottung abgestellt. Der Carrier erklärte in einer ersten Reaktion, dass man davon ausgeht, dass während der Zerlegung der Maschine durch einen Funkenflug der Brand entstanden ist. Der Flughafen Castellón schrieb, dass die Feuerwehr rasch eingegriffen hat und das Feuer schnell löschen konnte. Verletzt wurde niemand. Der Vierstrahler wurde im August 2020 nach Spanien überstellt und wartet seither auf seine Verschrottung. British Airways veräußerte den Jumbojet an ein Verwertungsunternehmen und war zum Zeitpunkt des Brandes nicht mehr Eigentümerin. Solllte das nachstehende Video vom Brand nicht angezeigt werden, so kann es auch unter diesem Link abgerufen werden.

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