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IAG zahlt für Air Europa nur die Hälfte

Das Management der International Airlines Group reibt sich die Hände. Denn sie bekommt Air Europa zum Schleuderpreis. Statt wie ursprünglich vereinbart zahlt sie für die spanische Airline nicht eine Milliarde Euro, sondern nur die Hälfte. Und zwar in Raten, verteilt über sechs Jahre. Keiner konnte ahnen, dass die Welt in solch eine Krise stürzt. Auch nicht die Air Europa-Manager, als sie 2019 selbstbewusst am Verhandlungstisch saßen und über den Verkauf der Fluggesellschaft sprachen. Damals betrug der Kaufpreis eine Milliarde Euro – eine Stange Geld. Doch heute ist die Situation eine völlig andere. Da der Flugverkehr über Monate hinweg zum Erliegen kam und nur schleppend wieder hochfährt, haben die Verkäufer praktisch keine Argumente mehr, die sie vorbringen könnten. Ganz im Gegenteil. Sie scheinen froh, dass die Holdinggesellschaft immer noch daran interessiert ist, den Carrier zu übernehmen. So soll das Geschäft in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden, berichtet die Aero. Die Zustimmung aus Brüssel steht noch aus.

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Air-Europa-Verkauf: IAG und Globalia einigen sich

Air-Europa-Eigentümer Globalia und die International Airlines Group haben sich auf eine Änderung des Übernahmevertrags vom 4. November 2019 geeinigt. Demnach wird die IAG nun nicht mehr eine Milliarde Euro, sondern nur noch 500 Millionen Euro bezahlen und das erst sechs Jahre nach dem Abschluss der Transaktion. Die überarbeiteten Bedingungen des Änderungsabkommens setzen voraus, dass zwischen Iberia und der Sociedad Estatal de Participaciones Industriales („SEPI“) erfolgreiche Verhandlungen über die nichtfinanziellen Bedingungen im Zusammenhang mit der finanziellen Unterstützung von SEPI für Air Europa im Jahr 2020 geführt werden. Die IAG-Tochter beabsichtigt, in Kürze Gespräche mit SEPI über diese Bedingungen aufzunehmen. „Sowohl Iberia als auch IAG zeigen ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber der tiefsten Krise in der Geschichte der Luftfahrt. Ein Teil einer großen Gruppe zu sein, ist die beste Garantie, um die aktuellen Marktherausforderungen zu bewältigen, von denen auch Air Europa nach Abschluss der Transaktion profitieren wird. Ich freue mich, dass wir mit Globalia eine Einigung erzielt haben, die Zahlung bis weit in die erwartete Erholung des Flugverkehrs nach dem Ende der Pandemie zu verschieben und zu erwarten, dass sich aus der Transaktion erhebliche Synergien ergeben“, so IAG-Chef Luis Gallego. Transaktion soll im zweiten Halbjahr 2021 abgeschlossen werden Globalia und die IAG gehen davon aus, dass bei Erfüllung aller vereinbarten Voraussetzungen, die Akquisition in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 abgeschlossen werden kann. Die notwendige kartellrechtliche Genehmigung der EU-Kommission steht allerdings noch aus. Die International Airlines Group betont in ihrer Erklärung auch, dass die Übernahme eine Transaktion der Klasse 2 im Sinne der Kotierungsregeln

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Volotea flottet Airbus A320 ein

Die spanische Billigfluggesellschaft Volotea steht kurz davor ihre Flotte mit Maschinen des Typs Airbus A320 zu erweitern. Der tschechische Lackierbetrieb International Aerospace Coatings verpasste kürzlich der ersten Einheit die Livery des Lowcosters. Erst vor wenigen Tagen beendete Volotea den Betrieb der Boeing 717. Man war der letzte europäische Betreiber dieses Typs. Mittlerweile ist bereits das Ausfliegen in die Vereinigten Staaten angelaufen. Derzeit besteht die Flotte aus 20 Airbus A319. Der erste für Volotea bestimmte A320 ist momentan auf dem Flughafen Ostrava abgestellt und trägt die Registrierung EC-NNZ. Der Mittelstreckenjet war zuvor bei Virgin America und Alaska Airlines im Einsatz und ist 15,1 Jahre alt. Die Vorbetreiber hatten den A320 mit 146 Sitzen bestuhlt. Das hat Volotea ändern lassen und eine All-Economy-Bestuhlung mit 180 Sitzen einbauen lassen. Dem aktuellen Informationsstand nach soll eine A320-Teilflotte mit fünf Exemplaren aufgebaut werden. Weiters wird der Billigflieger drei weitere A319 einflotten.

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Ex-Binter-Chef veräußert seine Aktien-Anteile

Der Geschäftsmann Pedro Agustín del Castillo verkauft seine ganzen Aktien-Anteile, die er an der Regional-Airline hält. Und zwar an die restlichen Anteilseigner des Unternehmens. Umgerechnet 20,7 Millionen US-Dollar würden die Wertpapiere wert sein, wie das Luftfahrtportal CH-Aviation berichtet. Binter-Chef Pedro Agustín del Castillo zog sich auf eigenem Wunsch nach zwei erfolgreichen Jahrzehnten als Präsident der kanarischen Fluggesellschaft zurück. Er wolle sich künftig voll und ganz auf seine Familienunternehmen konzentrieren. Auf den Chefsessel folgte del Castillo sein bisheriger Vizepräsident, Rodolfo Núñez Ruano. Vor dem Ausbruch der Coronavirus-Krise hatte Binter Canarias unter seiner Führung die besten Zahlen der bisherigen Unternehmensgeschichte erreicht – vier Millionen Passagiere jährlich und eine Ausdehnung über die Grenzen des Archipels hinaus. Das kann sich definitiv sehen lassen. Seinen Sitz im Verwaltungsrat übernimmt seine Tochter Susana del Castillo, die nun gemeinsam mit den Ratsmitgliedern Fernando del Castillo und Miguel Escudero die Interessen der Familie wahrnehmen wird.

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Spanien: Gewerkschaft wirft Ryanair und Lauda Missbrauch von Kurzarbeit vor

Die spanische Gewerkschaft USO wirft der ehemaligen Fluggesellschaft Laudamotion vor, dass diese das lokale Kurzarbeitsprogramm (ERTE) missbraucht habe. Der Carrier nahm dieses ab März 2020 in Anspruch, soll nach Angaben der Arbeitnehmervertreter jedoch die Bedingungen missachtet haben. In einer Aussendung erhebt USO sogar den mutmaßlichen Betrugsvorwurf, für den die Unschuldsvermutung gilt. „Die Ryanair Group versucht, staatliche Beihilfen zu nutzen, indem sie den Überschuss an Arbeitnehmern in anderen Ländern mit Arbeitslosengeld aus der SEPE subventioniert“, sagen Vertreter des USO-Air-Sektors. „Dieses betrügerische Verhalten trägt zu den früheren Vorwürfen der Arbeitsaufsicht bei, als versucht wurde, Arbeitnehmer, die illegal auf den Stützpunkten der Kanarischen Inseln entlassen wurden, in eine ERTE aufzunehmen, um die Verpflichtung zu vermeiden, die ab dem Zeitpunkt der Entlassung nicht erhaltenen Löhne zu zahlen (Löhne von Verarbeitung) im Januar 2020“. Nach Angaben der Gewerkschaft können Unternehmen in Spanien aufgrund des so genannten Alarmzustands staatliche Beihilfen in Anspruch nehmen. Das Programm nennt sich Expediente de Regulación Temporal de Empleo (ERTE) und beinhaltet, dass die Beschäftigten Arbeitslosengeld in der Höhe von etwa 900 Euro erhalten und die Sozialversicherungsbeiträge vom Staat übernommen werden. Darüber hinaus können Unternehmen, die diese Beihilfe in Anspruch nehmen, keine neuen Arbeitnehmer einstellen, denn wenn sie neue Arbeitnehmer einstellen, bedeutet dies, dass sie den Beschäftigten, die von ihrem Arbeitsplatz (in ERTE) suspendiert wurden, mehr Arbeit geben könnten, anstatt neue Arbeitnehmer einzustellen. „Was Lauda getan hat, ist die Mitarbeiter von Palma in teilweiser Vertragsaussetzung (bei ERTE) zu halten, während man im Sommer Arbeiter aus Deutschland und Österreich holt, anstatt die Arbeitszeit

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FlyBair bekommt Marketinghilfe aus Spanien

Die virtuelle Fluggesellschaft FlyBair und der spanische Tourismusvermarkter Turespaña arbeiten künftig zusammen. Ein entsprechendes Kooperationsabkommen wurde im Dezember 2020 unterzeichnet und nun im spanischen Amtsblatt veröffentlicht. Für die Bewerbung spanischer Reiseziele steht ein Budget in der Höhe von 43.000 Schweizer Franken zu Verfügung. Laut amtlicher Mitteilung sollen die Ziele Mallorca, Menorca und Jerez auf dem eidgenössischen Markt beworben werden. Die Kampange soll im März 2021 starten. Dies dürfte auch ein Indiz für die möglichen Destinationen, die die hauseigene Marke des Flughafens Bern-Belp ansteuern könnte, sein. Derzeit sind Flüge nach Palma de Mallorca ab 8. Mai 2021 buchbar.

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Volotea: Good bye, Boeing 717!

Mit der Ausflottung des Maschinentyps Boeing 717 bei der spanischen Billigfluggesellschaft Volotea endet in Europa eine Ära. Seit einigen Jahren war diese Airline der einzige Operator des noch unter der Regie von McDonnell Douglas entwickelten Mittelstreckenjets. Nun erwartet die heckgetriebenen Jets die Wüste. Mit nur 156 gebauten Exemplaren ist die Boeing 717 schon immer ein seltener Jet gewesen. Ursprünglich wurde dieser als McDonnell Douglas MD-95 entwickelt und nach der Fusion mit Boeing in B717 umbenannt. Es war auch der letzte zivile Maschinentyp der in der traditionsreichen Fabrik in Long Beach hergestellt wurde. In Europa gab es ohnehin nie viele Operator dieses Musters und in den letzten Jahren war die Boeing 717 nur noch bei Volotea anzutreffen. Außerhalb dieses Kontinents gibt es noch Operators in Australien und den Vereinigten Staaten, doch auch dort droht dem Zweistrahler in den nächsten Jahren die Ausflottung. Es ist aber nicht auszuschließen, dass doch die eine oder andere Maschine bei einem auf ACMI-Dienstleistungen spezialisierten Anbieter landen können. Das weiß man nie so genau. Volotea erklärte gegenüber Aviation Direct, dass der letzte kommerzielle Einsatz der verbliebenen sieben Boeing 717 am Sonntag war. Die Maschinen werden nun auf dem Flughafen Venedig für die Rückgabe an die Leasinggeber vorbereitet. Einen genauen Termin gibt es noch nicht, doch der künftige Parkplatz ist fix: Die sieben Boeing 717 sollen in der Mojavewüste auf bessere Zeiten warten. Für Volotea endet damit eine Ära, denn mit diesem Typ wuchs das Unternehmen. Der Nachfolger, Airbus A319, wird bereits seit einiger Zeit eingeflottet.

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Spanien: Neugründung World2Fly bekommt ersten A330

Die vom spanischen Reisekonzern Iberostar neu gegründete Fluggesellschaft World2Fly wird in Kürze den ersten Airbus A330-300 einflotten. Dieser trägt die Seriennummer 1097 und wird als EC-LXR registriert, berichtet CH-Aviation.com. Im Dezember 2020 erklärte der Konzern, dass man zukünftig fabrikneue Airbus A350 betreiben wird. Man machte jedoch keine Angaben dazu, ob diese direkt vom Hersteller oder über eine Leasinggesellschaft bezogen werden. World2Fly soll primär im Auftrag des Reiseveranstalters Iberostar fliegen. Zum Auftakt stehen Destinationen in Lateinamerika und in der Karibik im Fokus.

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CanaryFly stellt den Flugbetrieb bis 21. März 2021 ein

Die spanische Fluggesellschaft CanaryFly stellt ihren Flugbetrieb im Zeitraum von 11. Jänner bis 21. März 2021 gänzlich ein. Das Unternehmen begründet den Schritt mit den jüngst verschärften Einreise- und Quarantänebestimmungen. Dazu Firmenchef Régulo Andrade in einer Medienerklärung: “Es gibt viele reguläre Passagiere, die aufgrund der Pandemie aufgehört haben zu fliegen. Die Kanarischen Inseln haben ihre Reisen zum Vergnügen oder zur Freizeit eingestellt und bewegen sich nur dann zwischen den Inseln, wenn dies unbedingt erforderlich ist. Dies hat in den letzten Monaten zu einem deutlichen Rückgang der Auslastung praktisch aller unserer Flüge geführt.” Die Flotte von CanaryFly besteht aus sechs ATR72-500, die nahezu ausschließlich im Verkehr zwischen den kanarischen Inseln eingesetzt werden. Erst kürzlich wurde ein ATR72-500-Frachter angeschafft. Dieser wird demnächst kommerziell eingesetzt. Der Mitbewerber Binter Canaris teilte mit, dass der Flugbetrieb zwischen den kanarischen Inseln sowie zum spanischen und portugiesischen Festland aufrecht bleiben soll. Eine Einstellung ist momentan nicht angedacht.

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Air Europa schließt A330-Ausflottung ab

Die spanische Fluggesellschaft Air Europa beendete den Einsatz des Maschinentyps Airbus A330-200. Diese wurden an die jeweiligen Leasinggeber zurückgegeben. Der Carrier setzte zuletzt zehn Maschinen dieses Typs ein. Das Unternehmen bestätigte gegenüber CH-Aviation.com, dass die Ausflottung zwischenzeitlich vollzogen wurde. Bereits vor der Corona-Pandemie wurden die ersten beiden Einheiten an die Lessoren zurückgegeben. Auch der einzige Airbus A330-200 wurde zwischenzeitlich aus der Flotte entfernt. Damit ist der Wechsel auf die Boeing-Dreamliner-Reihe weitgehend abgeschlossen. Dieser Maschinentyp bildet nun das Rückgrat der Langstreckenflotte von Air Europa.

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