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Mallorca lockt Airlines mit billigen Gebühren

Langsam, aber sicher werden die Verantwortlichen auf Mallorca nervös, dass aufgrund der in der EU nur schleppend voranschreitenden Covid-Impfungen die Urlaubssaison 2021 so richtig schwierig werden könnte. Nun reagiert der Flughafenbetreiber Aena und will die Gebühren senken. Firmenchef Maurici Lucena kündigte an, dass sich die Fluggesellschaften insgesamt etwa 23,8 Millionen Euro sparen werden. Mit dieser Maßnahme will man den Carriern unter die Flügel greifen und gleichzeitig den Tourismus ankurbeln. Laut Mallorca Zeitung rechnet Lucena damit, dass ab Mai 2021 deutlich mehr Touristen aus dem Vereinigten Königreich und Deutschland auf die Mittelmeerinsel kommen werden. Man habe die Infrastruktur entsprechend vorbereitet. Im Vorjahr machte der Airport einen Verlust in der Höhe von 126,8 Millionen Euro. Im Jahr 2019 hatte man noch einen Gewinn von 1,442 Milliarden Euro.

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IAG flog 6,9 Milliarden Euro Verlust ein

Das Corona-Jahr 2020 hat tiefe Spuren in der Bilanz der International Airlines Group hinterlassen. Der Konzern schrieb einen Verlust in der Höhe von 6,9 Milliarden Euro. In 2019 flog man noch einen Gewinn von 1,7 Milliarden Euro ein. Konzernchef Luis Gallego will angesichts der weiterhin unklaren Lage keine Prognose für das laufende Jahr abgeben. Er hofft jedenfalls darauf, dass die Impfprogramme rasch voranschreiten und es zu einem Comeback der Reisebranche kommen wird. Der IAG gehören unter anderem British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level an. Air Europa will man – vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung – im zweiten Halbjahr 2021 übernehmen und mit Iberia zusammenführen. Die Firmengruppe konnte im Vorjahr nur etwa ein Viertel der Beförderungsleistung von 2019 erreichen. Konzernweit flog man 31,3 Millionen Fluggäste. Daraus resultierend brach der Umsatz um 69 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro ein. Die Liquidität wird mit 10,3 Milliarden Euro ausgewiesen, wobei wiederholt Anleihen aufgenommen wurden. Das Corona-Jahr 2020 brachte auch das Aus für zwei IAG-Konzernmitglieder: Die österreichische Level Europe musste Insolvenz anmelden. Trotz intensiver Bemühungen ist es nicht gelungen einen Käufer zu finden, so dass das Landesgericht gegen Jahresende die endgültige Schließung angeordnet hat. Das AOC und die Betriebsbewilligung sind mittlerweile erloschen. Die französische OpenSkies, die ebenfalls unter der Marke Level in der Luft war, musste ebenso schließen.

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Smartwings fliegt wieder mit Boeing 737 Max 8

Nach Tui Airlines Belgium setzt nun auch die tschechische Smartwings die Boeing 737 Max 8 wieder im kommerziellen Flugverkehr ein. Der Carrier flog am Donnerstag unter der der Flugnummer QS1152 von Prag nach Malaga. Der Umstand, dass die ersten beiden Passagierflüge, die seit der Aufhebung des Max-Groundings in Europa durchgeführt wurden, in Malaga gelandet sind, ist purer Zufall. Smartwings und Tui Airlines Belgium haben sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht abgesprochen. Eingesetzt wurde die OK-SWE. Die Maschine ist 2,7 Jahre alt, wobei sie den Großteil ihrer bisherigen Laufbahn im Storage verbracht hat. Smartwings durfte – wie alle anderen Max-Operators auch – eine lange Zeit nicht betreiben. Gemeinsam mit Tui Airlines Belgium ist man hinsichtlich der Reaktivierung unter Einhaltung der Auflagen der ESA ganz vorne. „Wir arbeiten seit fast zwei Jahren kontinuierlich mit der EASA und dem Hersteller zusammen, um dieses Flugzeug wieder sicher in Betrieb zu nehmen. Ich vertraue auf die Upgrades und Trainingsmethoden, um die Wiederinbetriebnahme dieses Flugzeugs zu ermöglichen. Ich vertraue der Boeing 737 MAX voll und ganz und betrachte sie als eines der sichersten Flugzeuge“, so Smartwings-Flugbetriebsleiter Tomáš Nevole. In einem anderen Konzernbereich der Smartwings Group gibt es momentan keine Feierstimmung. Die Tochtergesellschaft CSA meldete sämtliche Mitarbeiter beim Arbeitsamt der Tschechischen Republik zur Kündigung an. Am Samstag läuft ein Moratorium, das die Regierung explizit für Luftfahrtunternehmen erlassen hat, aus. Nähere Einzelheiten zum Thema CSA in diesem Artikel.

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World2Fly verschiebt den Erstflug auf Juni 2021

Das Airline-Startup World2Fly verschiebt den Erstflug auf den 18. Juni 2021. Ursprünglich wollte man bereits mit Beginn der Sommerflugplanperiode 2021 abheben. Die weiterhin komplizierten Einreise- und Quarantänebestimmungen haben laut Firmenchef Gabriel Subias die Verzögerung notwendig gemacht. Hinter World2Fly steht der spanische Hotel- und Reisekonzern Iberostar. Ab Madrid will man Langstreckenflüge zu touristischen Destinationen anbieten. Schwerpunkt der Ziele sind jene Länder, in denen Iberostars eigene Unterkünfte unterhält. In Portugal wurde ein Ableger gegründet, der mit eigenen Zertifikaten abheben soll. Homebase der „zweiten World2Fly“ wird der Flughafen Lissabon. Beide Flugbetriebe sollen zu Beginn auf das Muster Airbus A330 setzen. Man prüft zu einem späteren Zeitpunkt Langstreckenjets des Typs A350 zu nutzen.

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Volotea flottet 15 Airbus A320 ein

Die Billigfluggesellschaft Volotea will im Sommer 2021 insgesamt 39 Maschinen in der Luft haben. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahr sind das um drei Jets mehr. Der Carrier wird künftig verstärkt auf Airbus A320 setzen, denn laut Medienmitteilung sicherte man sich 15 Exemplare. Über Jahre hinweg bildete die Boeing 717 das Rückgrat der Volotea-Flotte. Man war der letzte europäische Betreiber dieses Musters, jedoch flottete man erst kürzlich die letzten Einheiten aus. Als Ersatz dienen Airbus A319, die seit einiger Zeit eingeflottet werden. Ohne nähere Kommunikation organisierte sich Volotea heuer die ersten Airbus A320. Es handelt sich um gebrauchte Flugzeuge. In den nächsten Jahren sollen insgesamt 15 Exemplare in die Flotte aufgenommen werden. Der Carrier setzt auf eine Mischung aus A319 und A320. Im Vorjahr will der Lowcoster eigenen Angaben nach eine auffällig hohe Auslastung erreicht haben. Derzeit verfügt der spanische Billigflieger über 20 Airbus A319. Ein weiterer Mittelstreckenjets dieses Typs soll in Kürze übernommen werden. Heuer sollen fünf A320 zur Flotte stoßen. Die erste Maschine wurde im tschechischen Ostrava in die Livery des Lowcosters versehen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind in der laufenden Winterflugplanperiode 2020/21 lediglich sieben A319 im Einsatz. Die übrigen Exemplare sind abgestellt.

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Mit Passagieren: Tui Belgium fliegt wieder Boeing 737 Max 8

Tui Airlines Belgium brachte still und leise die Boeing 737 Max 8 mit der Registrierung OO-MAX wieder in den kommerziellen Flugdienst. Der Mittelstreckenjet hob am Mittwoch um 9 Uhr 43 unter der Flugnummer TB1011 in Brüssel mit dem Flugziel Malaga ab. An Bord befanden sich Passagiere. Damit ist Tui Airlines Belgium der erste europäische Operator, der die Boeing 737 Max nach fast zwei Jahren Flugverbot wieder kommerziell einsetzt. Die EASA erteilte im Jänner 2021 unter Auflagen die Wiederzulassung. Diese müssen sowohl vom Hersteller als auch von den Operators erfüllt werden. Seitens der belgischen Airline führte man in den letzten Wochen einige Trainingsflüge durch und kann eigenen Angaben nach alle Vorgaben, die von der europäischen Luftfahrtbehörde gemacht wurden, einhalten. Da das Muster aufgrund der beiden fatalen Abstürze, die in ein weltweites Flugverbot mündeten, sowie der anschließend aufgedeckten Mängel und Ungereimtheiten auf Herstellerseite, einen schlechten Ruf in der Öffentlichkeit genießt, halten sich viele Carrier mit Informationen über den Wiedereinsatz zurück. Icelandair überstellte kürzlich zwei Maschinen nach Keflavik und plant diese im Frühjahr 2021 in Betrieb zu nehmen. Die tschechische Smartwings Group plant am 25. Feber 2021 den kommerziellen Max-Flugbetrieb wieder aufzunehmen. Die von einem der beiden fatalen Abstürze betroffene Ethiopian wird weiterhin auf dieses Muster setzen. Der europäische “Premierenflug” führte die OO-MAX von Brüssel nach Malaga. Anschließend ging es weiter nach Alicante und dann wieder zurück in die Hauptstadt Belgiens. Der Carrier beabsichtigt jene vier Boeing 737-Max, die bereits vor dem Flugverbot ausgeliefert wurden, wieder in den kommerziellen Liniendienst zu stellen. Der

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Valentín Lago wird neuer Air-Europa-Chef

Die spanische Fluggesellschaft Air Europa bekommt mit Valentín Lago einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Der Manager war in der Vergangenheit in Führungspositionen unter anderem bei Air Nostrum, Iberia Express und Vueling tätig. Eigentümer Globalia und der staatliche Fonds Sepi, über den die Regierung den Carrier aufgrund der Coronakrise unterstützt, einigten sich nach mehrwöchigen Verhandlungen auf Lago. Die Bestellung ist auch ein Vorzeichen auf die bevorstehende Übernahme durch die International Airlines Group, denn der Manager gilt als langjähriger Weggefährte von IAG-Chef Luis Gallego, so dass laut spanischen Medien grundsätzliches Vertrauen besteht und nicht mit einer Abberufung nach dem Verkauf zu rechnen ist. Derzeit nimmt Globalia-Gründer Juan José Hidalgo die Funktion des Air-Europa-CEOs selbst wahr. Im Zuge der Staatshilfe hat der Fonds Sepi ein Mitspracherecht und kann zwei Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden. Über die Position des Vorstandsvorsitzenden gab es eine längere Unstimmigkeit, denn Globalia stemmte sich gegen ehemalige Iberia-Manager, die von Sepi vorgeschlagen wurden. Nach der Übernahme von Air Europa durch die International Airlines Group ist eine Eingliederung in Iberia vorgesehen. Die Zustimmung der EU-Kommission steht noch aus. Globalia und die IAG rechnen damit, dass der Deal – vorbehaltlich der kartellrechtlichen Freigabe – im zweiten Halbjahr 2021 freigegeben wird. Der Kaufpreis ist erst in rund sechs Jahren fällig, näheres dazu in diesem Artikel.

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Mallorcas Hoteliers drängen auf Sputnik V

Die Hoteliers auf der Balearen-Insel Mallorca blicken mit immer größerer Sorge auf die bevorstehende Sommersaison 2021. Die Impfungen gehen auch in Spanien nur sehr langsam voran, denn wie in der gesamten Europäischen Union mangelt es an Impfstoff. Das will man nun auf eigene Kosten beheben und das russische Sputnik V kaufen. Die Präsidenten der Hoteliersvereinigung FEHM, Maria Frontera, macht sich laut Mallorca Zeitung Sorgen, dass es den Betrieben gelingen wird bis zum Beginn der Sommersaison das Personal durchzuimpfen. Nun evaluiert man Alternativen, um das Ziel schneller erreichen zu können. Ins Auge hat man dabei den russischen Impfstoff Sputnik V gefasst. Dieser hat noch keine Zulassung in der Europäischen Union, doch beispielsweise drängt auch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz darauf, dass dieser angeschafft wird und zum Einsatz kommt. Die Hotelbesitzer Mallorcas verweisen auf Mexiko, wo derzeit Verhandlungen mit der Regierung laufen, die zum Ziel haben sollen, dass die Hoteliers selbst Impfstoffe beschaffen und verimpfen lassen können. Nun fordert auch die Vereinigung auf Mallorca, dass der russische Impfstoff Sputnik V – nach Zulassung in Europa – auch privat für das Personal der touristischen Betriebe angeschafft werden kann. Die Regionalregierung solle in Madrid Druck machen. Die Touristik wäre auf eine möglichst gute Sommersaison angewiesen und könne sich finanziell nicht nochmals einen Ausfall leiten. Frontera meinte: „Wir können es uns nicht erlauben, dass man uns Ende des Sommers impft“. Finanziell würden sich die Hotelbesitzer an den Kosten beteiligen.

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Eskalation: Lauda verweigert wieder Mitflug – NOTAM missachtet

Am Sonntag haben Ryanair und die durchführende Tochtergesellschaft Lauda Europe erneut zahlreichen Passagieren die Beförderung auf Flug FR500 von Wien nach Palma de Mallorca verweigert. Wie bereits am Freitag behauptete man schon wieder, dass RNA-PCR-Labortests in Spanien nicht zur Einreise berechtigten und pochte auf RT-PCR-Befunde. Das Außenministerium Spaniens bestätigte gegenüber Aviation Direct, dass RNA-PCR-Labortests, die in der Europäischen Union ausgestellt wurden, zur Einreise berechtigen, sofern diese das „Ablaufdatum“ nicht überschritten haben. Es werden RT-PCR, RT-LAMP, TMA und andere molekularbiologische Verfahren, darunter eben auch RNA-PCR, anerkannt. Ergebnisse von Schnelltests und andere Testmethoden, die nicht einheitlich in der EU standardisiert sind, berechtigen nicht zur Einreise. Weiters wurde auf die unmissverständlichen Darstellungen auf den Homepages des Gesundheitsministeriums und auf der behördlichen Homepage, auf der die Einreiseanmeldung getätigt werden muss, verwiesen. “The required SARS-CoV-2 AIDT will be the PCR (COVID-19 RT-PCR) and other molecular viral RNA detection techniques with equivalent reliability for the detection of SARS-CoV-2. In this regard, Transcription-Mediated Amplification (TMA) and Reverse Transcriptase LoopMediated Isothermal Amplification (RT-LAMP) tests are also accepted. Other diagnostic tests such as rapid serology tests, rapid antigen detection tests or high performance serological tests (ELISA, CLIA, ECLIA) will not be admissible, as long as their harmonized use is not accepted across the European Union”, schreibt das spanische Gesundheitsministerium in einem offiziellen FAQ, das unter diesem Link heruntergeladen werden kann. Auf der behördlichen Seite, auf der die verpflichtende Einreiseanmeldung getätigt werden muss, ist ebenfalls ausdrücklich festgehalten, dass nicht nur RT-PCR akzeptiert wird: „Ab dem 23. November 2020 müssen alle

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Lauda lässt 30 Passagiere trotz gültigem PCR sitzen

Eigentlich sollten Lauda Europe und Ryanair froh sein, dass am Freitag überhaupt Passagiere auf Flug FR 104 von Wien nach Palma gebucht waren. Doch gleich 30 Reisende hat der Billigflugkonzern wegen gültiger, jedoch von der Airline nicht anerkannter, österreichischer PCR-Befunde in Wien sitzen lassen und versuchte dann noch dreist 300 Euro Umbuchungsgebühr zu kassieren, berichtet die Mallorca Zeitung. Wenn den 30 Betroffenen kein finanzieller Schaden entstanden wären, könnte man darüber fast lachen: Ryanair und Lauda Europe interpretieren die spanische Einreiseverordnung auf ihre ganz eigene Art und haben das Ground Handling angewiesen, dass sehr genau auf die Art des PCR-Tests geachtet werden soll: Nur wer negative RT-PCR-Befunde vorweisen kann darf nach Palma mitfliegen. Wer jedoch mittels RNA-PCR negativ getestet wurde, für den endet die Reise am Gate. Spanien akzeptiert jedoch ausdrücklich beide Testverfahren für die Einreise. Das interessierte Ryanair und Lauda Europe nicht. Das Bodenpersonal unter Verweis auf eine Anweisung der Airline auf RT-PCR-Befunde und verweigerte die Beförderung. Betroffen waren- wie bereits erwähnt – gleich 30 Passagiere. Selbstredend hat Ryanair nirgendwo kommuniziert, dass RNA-PCR-Befunde bei dieser Fluggesellschaft nichts mehr wert sind. Billigflieger wollte 300 Euro pro Person abkassieren Doch jetzt wird es richtig dreist: Betroffene schilderten übereinstimmend gegenüber der Mallorca Zeitung und Aviation Direct, dass die Aufforderung erging einen „passenden“ PCR-Test zu machen. Man könne ja dann mit dem Flug am Sonntag nach Palma fliegen, jedoch für die Umbuchung wollte man sage und schreibe 300 Euro sehen. Die Stimmung, die ohnehin schon aufgeheizt war, dürfte nun – wenn man den Schilderungen

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