Mai 30, 2020

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Mai 30, 2020

Vida: „Unter der Armutsgrenze unterschreiben wir nicht“

Die Gewerkschaft Vida ist nicht der Ansicht, dass sie die Schuld für das Scheitern der Lauda-KV-Verhandlungen trägt. Zum Teil werden sogar schwere Vorwürfe gegen das Management erhoben. Nach den gescheiterten Verhandlungen kommt nun die Gewerkschaft Vida zu Wort. In einem Rundschreiben legt diese ihre Sichtweise dar. Die Quintessenz ist: „Unsere Hand bleibt ausgestreckt!“ Dennoch sei der inzwischen nachgebesserte Vorschlag der Lauda-Geschäftsleitung inakzeptabel – man könne weder ein Grundgehalt unter der Armutsgrenze akzeptieren noch eine Vereinbarung unterschreiben, die rechtswidrige Bestimmungen enthält. Damit hält die Arbeitsnehmervertretung weiter an ihren Kritikpunkten fest. Und dass, obwohl man von Seiten der Fluggesellschaft auf die Vida zugegangen ist und sowohl beim Gehalt als auch bei den strittigen Bestimmungen nachjustiert hat. Doch das reiche noch nicht aus. „Eine Hilfskraft in einem Hotel hat ein garantiertes Grundgehalt im Monat von über 1.500 Euro und zusätzlich Weihnachts- und Urlaubsgeld. Wir können nicht zulassen, dass für einen sicherheitsrelevanten Beruf noch weniger gezahlt wird. Es geht hier auch um die Arbeitsbedingungen aller Beschäftigen in ganz Österreich.“ Der Kompromissvorschlag: Ein Grundgehalt über der Armutsschwelle und eine Reduktion der Einkommensverluste bei den Co-Piloten durch Umschichtungen innerhalb der Gehälter. Und dass ohne zusätzliche Kosten für Lauda. Im 15-stündigen Schlagabtausch wollte weder die Wirtschaftskammer noch das Unternehmen den Gegenvorschlag annehmen. Dennoch sei es wichtig, weiter Gespräche zu führen und die Arbeitsplätze nicht aufzugeben. Denn der Vida sei es ein Anliegen, den Standort in Wien zu erhalten – was man von den Gegenparteien am Verhandlungstisch nicht behaupten könne. Man werde sich weiterhin dafür einsetzen, dass Lauda die Kurzarbeitsförderung

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Peoples hebt am 15. Juni 2020 wieder ab

Die österreichische Regionalfluggesellschaft Peoples wird ab 15. Juni 2020 den „Vorarlberg-Shuttle“ wiederaufnehmen. Nun ist es fixiert: People’s nimmt den Flugbetrieb zwischen Altenrhein und Wien ab dem 15. Juni wieder auf. Vorerst tastet man sich aber langsam heran. Werktags soll einmal eine Maschine nach Wien und retour fliegen. Eine Erhöhung auf zwei Rotationen soll in einem zweiten Schritt erfolgen. Dessen Zeitpunkt sei abhängig von den weiteren Entwicklungen. „Die Grenzen zwischen Schweiz und Österreich werden endgültig am 15. Juni geöffnet. Folglich kann die Fluglinie People’s ihren Linienflugbetrieb zwischen Altenrhein und Wien ab 15. Juni 2020 schrittweise und unter Einhalten der verordneten Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder aufnehmen“, heißt es in der Mitteilung.

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Luxair kommt nach Salzburg und Innsbruck

Zwei neue Österreich-Strecken, die saisonal während der Sommerzeit bedient werden sollen, sind angeküdigt. Ab 4. Juli 2020 haben Luxemburger die Möglichkeit, neben der Wien-Verbindung, auf „Österreich-Frische“ nach Innsbruck und Salzburg zu fliegen. Luxair nimmt über den Sommer, bis einschließlich 5. September 2020, die beiden Alpenstädte in ihr Flugprogramm auf. Dabei wird Innsbruck jeden Samstag, Salzburg ebenfalls jeden Samstag und zusätzlich mittwochs jeweils mit DHC Dash 8-400 bedient. Sowohl aus als auch nach Luxemburg sind die Flüge bereits ab 99 Euro buchbar.

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Neos fordern Runden Tisch zu Lauda

Die Oppositionspartei Neos fordert Aufklärung rund um die gescheiterten KV-Verhandlungen bei Lauda. Sepp Schellhorn (Neos) fordert Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) zur Einberufung eines Runden Tisches auf. Neos-Nationalratsabgeordneter Sepp Schellhorn richtet in einer Medienaussendung die dringende Forderung an Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) einen runden Tisch in Sachen Lauda-Basis Wien einzuberufen. Das Regierungsmitglied wäre nun gefordert: „Ich appelliere an die Arbeitsministerin rasch für Aufklärung zu sorgen und alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Auch die Gewerkschaft ist gefordert, sich, im Sinne von Standort und Arbeitsplätzen, noch einmal an einen Tisch zu setzen und eine Lösung zu finden.“ Der Oppositionspolitiker kritisiert die Anwesenheit von Betriebsräten der Mitbewerber, insbesondere Austrian Airlines, bei den in der vergangenen Nacht gescheiterten KV-Verhandlungen heftig und fordert Aufklärung. „Dass bei den Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Betriebsführung von Laudamotion ein AUA-Betriebsrat dabei gesessen ist, ist absurd. Warum ein Vertreter der Konkurrenz bei den Verhandlung um den Erhalt einer Fluglinie involviert sein soll, ist nicht nachvollziehbar und höchst obskur“, so Schellhorn. „Da stelle ich mir schon die Frage, ob alle wirklich ernsthaft an einem Abschluss interessiert sind, oder die Gewerkschaft hier andere Ziele verfolgt. Es ist in niemandes Interesse, auch nicht in jenem der Gewerkschaft, dass am Ende 300 Jobs und der Standort Wien in Gefahr sind.“

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Lauda fordert Liebhart-Rücktritt

Nach der Verweigerung der Vida den von Lauda geforderten Kollektivvertrag zu unterschreiben fordert der Carrier nun öffentlich den Rücktritt des Gewerkschafters und bittet Bundeskanzler Sebastian Kurz um Vermittlung. Die Fluggesellschaft Lauda teilte mit, dass die Basis Wien am heutigen Tag geschlossen wird. Zuvor habe man die 21 in Wien stationierten Flugzeuge bereits auf Flughäfen in Deutschland, Spanien und im Vereinigten Königreich ausgeflogen. Die Verhandlungen, die zum Abschluss eines neuen Kollektivvertrags hätten führen sollen, scheiterten in der Nacht. Die Gewerkschaft versagte ihre Zustimmung. Der Carrier betont, dass man das Grundgehalt für Flugbegleiter auf 1.600 Euro pro Monat angehoben hätte und sich verpflichte habe jährlich mindestens 19.200 Euro ausbezahlt hätte. Dies auch dann, wenn keine einzige Flugstunde, die extra vergütet werden geflogen wurde. Besonders heftig kritisiert die Airline aber, dass an den KV-Verhandlungen an der Seite der Vida Betriebsräte der Mitbewerber Level und Austrian Airlines waren. Nun fordern die Piloten und Flugbegleiter des Carriers den Fachbereichsvorsitzenden der Vida, Daniel Liebhart, mit Nachdruck zur Unterfertigung des Kollektivvertrags auf. Andernfalls solle er zurücktreten. So ganz hat man die Hoffnung nicht aufgegeben, dass noch irgendeine Lösung gefunden werden kann. Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz wurde nun um Vermittlung in der verzwickten Situation gebeten. Die Geschäftsleitung sieht ihre Mitarbeiter durch die Anwesenheit und Entscheidungen von Betriebsräten der Mitbewerber benachteiligt, die Beschäftigten hoffen, dass Sebastian Kurz zumindest vermitteln kann. Weisungen und der gleichen werden nicht gefordert. „Es ist falsch von Vida-Vorsitzendem Daniel Liebhart, sich letzte Nacht zu weigern, Laudas verbesserten KV zu unterzeichnen, um Laudas Arbeitsplätze zu retten.

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Lauda: KV-Verhandlungen geplatzt

Die KV-Verhandlungen zwischen WKO und Gewerkschaft Vida sind gescheitert. Erhebliche Kritik wird am Verhalten der Gewerkschaft geübt. Nun stehen fast 600 Jobs akut auf der Kippe. Trotz eines massiv nachgebesserten Angebots seitens der Lauda-Geschäftsleitung und der Streichung zahlreicher strittiger Klauseln hat die Gewerkschaft Vida nach einem 14-stündigen Verhandlungsmarathon die Unterschrift auf den Kollektivvertrag verweigert. Besonders pikant ist, dass Betriebsräte der Fluggesellschaften Level und Austrian Airlines diese Entscheidung mitgetroffen haben. Hierzu ist auch anzumerken, dass Level überhaupt keinen Kollektivvertrag hat, da sich deren Geschäftsleitung strikt weigert auf die Forderungen von Vida einzugehen. In einer Aussendung bestätigt die Wirtschaftskammer Österreich, dass die Geschäftsleitung der Fluggesellschaft Lauda das Angebot erheblich nachgebessert habe, die Gewerkschaft Vida dennoch abgelehnt habe. „Damit gehen an der Basis Wien 500 Arbeitsplätze und damit die Existenzgrundlage hunderter Mitarbeiter verloren. Die mit dem Flugbetrieb verbundene Wertschöpfungskette wird nachhaltig beschädigt. Bemerkenswert ist, dass das Unternehmen in den Verhandlungen die garantierte Jahresauszahlungssumme für die Einstiegsgehälter der Flugbegleiter um mehr als 30 Prozent erhöht hätte. Die Entscheidung der Vida ist auch insofern unverständlich, da die große Mehrheit der Belegschaft den neuen KV auch ohne Nachbesserung angenommen hätte“, so die WKO. Für die Fluggesellschaft Lauda nahmen zwei Kapitäne an den Verhandlungen teil, wobei diese vor den Verhandlungen noch Anrufe seitens der Gewerkschaft erhalten haben sollen. In diesen wurde nahegelegt nicht teilzunehmen. Wohl auch damit nicht publik wird, dass mutmaßlich befangene Betriebsräte von Mitbewerbern unter dem Deckmantel einer angeblichen Funktionärstätigkeit bei der Gewerkschaft über die Zukunft von annähernd 600 Arbeitsplätzen bei einem Mitbewerber entscheiden. Betriebsräte

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Lauda-Chef Gruber: „Retten wir unsere Jobs“

Wirtschaftskammer und Gewerkschaft Vida befinden sich derzeit in möglicherweise finalen Verhandlungen über den neuen Lauda-Kollektivvertrag. Dieser könnte über die Zukunft der Basis Wien entscheidend sein. Aviation.Direct sprach mit Lauda-Chef Andreas Gruber. Seit heute am Vormittag sind Vida, Betriebsrat, Wirtschaftskammer und Lauda-Geschäftsführung zu finalen Gesprächen, die zum Erhalt der Basis Wien führen sollen, zusammengetroffen. Die Verhandlungen dauern derzeit noch an. Die Gewerkschaft äußerte am Vortag massive Bedenken, legte sich aber noch nicht verbindlich darauf fest, ob man unterschreiben wird oder nicht. Zwischenzeitlich startete bereits das Ausfliegen von insgesamt 21 Airbus A320. Diese werden nach Palma de Mallorca, Düsseldorf, Stuttgart und Stansted überstellt. Aviation.Direct sprach mit Lauda-Geschäftsführer Andreas Gruber über seine Sichtweise der Dinge und was geschehen muss, so dass die Base fortgeführt wird sowie die Jobs erhalten bleiben. Aviation.Direct: Gestern bezeichnete ein SPÖ-Abgeordneter die Vorgehensweise der Lauda-Geschäftsführung wortwörtlich als „eine Sauerei“. Die Gewerkschaft Vida informierte ihre Mitglieder gestern darüber, dass seitens Lauda und der WKO „null Kompromissbereitschaft“ besteht. Als welchem Grund bestehen Sie auf den Abschluss genau dieses Kollektivvertrags und wie entgegnen Sie dem Vorwurf der Vida, dass dieser Gehälter unter der bedarfsorientierten Mindestsicherung enthalten soll?Andreas Gruber: Ich finde es sehr traurig, wenn Politiker Aussagen tätigen, bevor sie über Hintergrund-Details und handfeste Informationen verfügen. Der angesprochene Nationalratsabgeordnete urteilt hier über Falschinformationen. Wir haben auch nun nochmals klargestellt, dass der neue KV ein Mindestgehalt von 1.298 Euro brutto pro Monat mit sich bringt. Für das Basisgehalt macht der Mitarbeiter jedoch auch noch keinen Handstrich. Die einzelnen Flugzulagen kommen hier noch hinzu, sobald der

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