September 18, 2020

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September 18, 2020

Kenton Jarvis wird neuer Easyjet-Finanzchef

Kenton Jarvis wird von Tui zum britischen Billigflieger Easyjet wechseln und dort die Funktion des Finanzchefs übernehmen. Dies teilte der Lowcoster am Freitag in Luton mit, nannte jedoch noch keinen genauen Termin für den Amtsantritt. Der momentan amtierende Finanzchef Andrew Findlay wird das Unternehmen verlassen. Das wurde allerdings schon im Frühjahr offiziell kommuniziert. „Seine tiefen Kenntnisse der Reiseindustrie, sowie seine Fähigkeiten im Finanzbereich werden für die Periode des Wiederaufbaus nach der Pandemie entscheidend sein“, so Easyjet-Vorstandsvorsitzender Johan Lundgren in einer Aussendung.

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Auch Israel erklärt Österreich zum Risikogebiet

Österreich ist nun von einem weiteren Land zum Risikogebiet erklärt worden: Ungeachtet dessen, dass Israel selbst nationale Rekordinfektionszahlen meldet und bereits den zweiten Lockdown veranlasst hat, wurde eine Reisewarnung für die Alpenrepublik ausgesprochen. Die Auswirkungen werden sich aber in sehr eng gesteckten Grenzen halten. Der Grund dafür ist, dass Israel äußerst harte Einreisebestimmungen praktiziert und derzeit touristische Aufenthalte gar nicht möglich ist. Eigene Staatsbürger können zwar jederzeit das Land betreten, müssen sich allerdings einer Quarantäne unterziehen. Angehörige anderer Länder dürfen nur unter ganz besonderen Umständen nach Israel einreisen. Umgekehrt ist es für Israelis schwierig in Österreich einzureisen, denn der Mittelmeerstaat gehört nicht der europäischen Union an. Daher gelten die Bestimmungen für Drittstaatenangehörige und diese sehen nur sehr wenige Ausnahmen vor. In jedem Fall ist dann die Vorlage eines negativen PCR-Tests zwingend notwendig. Diese Umstände haben bereits dazu geführt, dass der Reiseverkehr zwischen Österreich und Israel auf einem äußerst niedrigen Niveau ist. Daher hat die Reisewarnung nun eher symbolischen Charakter.

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USA: Vernichtender 737-Max-Bericht im Kongress

Die FAA habe auf Druck von Boeing Augen und Ohren in Sachen Boeing 737 Max verschlossen und die beiden Abstürzte seinen das “grauenvolle Ergebnis” einer ganzen Kette von Fehlern des Herstellers und “grob unzureichender Aufsicht” durch die FAA. Zu diesem Schluss kommt der fast 250 Seiten starke Bericht des Untersuchungsausschusses im Abgeordnetenhaus. Die FAZ schreibt, dass der Abschlussbericht die bisherigen Erkenntnisse bestätigen würde,, jedoch weitere erschreckende Details ans Tageslicht gekommen sind. Beispielsweise hätten zahlreiche Boeing-Mitarbeitern von den Mängeln gewusst, jedoch hätte man diese systematisch vertuscht und kleingeredet. Letzteres trat immer dann ein, wenn Ingenieure ihre Bedenken kundgetan haben. Von den groben Mängeln am MCAS-System hingegen sollen nur wenige tatsächlich gewusst haben. Der Untersuchungsausschuss stellte auch fest, dass Hersteller Boeing massiven Druck auf die FAA ausgeübt haben soll. Das hatte zur Folge, dass berechtigte Bedenken ignoriert wurden und stattdessen eine rasche Typenzulassung erteilt wurde. Der Bericht hält auch fest, dass Boeing sich unter massivem Druck gegenüber Airbus sah, denn die A320neo-Reihe verkaufte sich besser. Man wollte unbedingt eine Antwort darauf haben und die Europäer übertrumpfen. Dabei etablierte sich auch eine “Kultur der Verschleierung” rund um offensichtliche Probleme bei der Boeing 737 Max. Der Untersuchungsausschuss ist auch der Ansicht, dass Boeing einen Neustart in Sachen Sicherheitskultur unternehmen muss. Der Einfluss des Herstellers auf die FAA soll so groß gewesen sein, dass diese Bedenken eigener Prüfer ignorierte und stattdessen den Begehren von Boeing stattgab. Die Folge daraus ist, dass keine ernsthafte und unabhängige Prüfung vor der Zulassung stattgefunden hat. Besonders hart gehen die

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Boeing: Marc Allen und Chris Raymond werden befördert

Boeing befördert mitten in der Coronavirus-Pandemie gleich zwei Mitarbeiter: Marc Allen wird zum Chief Strategy Officer ernannt und Chris Raymond zum ersten Chief Sustainability Officer des Unternehmens. Allen, der seit 2014 bereits Mitglied des Boeing Executive Councils ist, verantwortet als Chief Strategy Officer und Senior Vice President, Strategy and Corporate Development, künftig die globale Unternehmensstrategie. Dabei berichtet er direkt an Boeing President und CEO David Calhoun. Raymond wird zum Chief Sustainability Officer des Unternehmens ernannt, eine neu geschaffene Position, die dem Executive Vice President, Enterprise Operations und Chief Financial Officer Greg Smith untersteht. In dieser Rolle soll er die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens vorantreiben. Beide Ernennungen treten zum 1. Oktober in Kraft.

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Berufsverband kritisiert Lauda wegen Düsseldorf-Schließung

Mit der Schließung der letzten Lauda-Basis in Deutschland macht sich die Ryanair-Tochter nicht wirklich Freunde. Als Grund wurde unter anderem die Weigerung des Flughafens genannt, die Preise zu senken. Jetzt hagelt es Kritik. Betroffen vom Aus am Standort Düsseldorf sind nahezu 70 Piloten, etwa die doppelte Anzahl an Flugbegleitern und weitere Mitarbeiter am Boden. Diese berichten, dass es keinerlei Kommunikation des Unternehmens mit der eigenen Belegschaft gegeben habe. Von der Standortschließung und der damit einhergehenden Entlassung haben sie aus den Medien erfahren. Nun schaltet sich der Berufsverband des Cockpitpersonals Deutschland ein und übt harsche Kritik. „Wenn Lauda davon absehen würde, Flüge durch halb Europa zum Preis eines warmen Mittagessens anzubieten, dann könnte der Konzern problemlos die angeblich zu hohen Gebühren der Flughäfen entrichten“, so Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik der Vereinigung Cockpit. „Wenn schon das Unternehmen nicht umdenkt, so sollten sich vielleicht die Flugreisenden Gedanken machen, ob man aktuell mit einem Unternehmen fliegen möchte, dass derart rücksichtslos agiert.“ Von der Fluggesellschaft fordere man nun, das Gespräch mit den Beschäftigten zu suchen und im Beisein des Berufsverbandes einen tariflichen Sozialplan zu erarbeiten. Doch damit nicht genug. Denn auch von der Gewerkschaft vida muss man sich einiges gefallen lassen. Konkret stößt die gestern bekannt gewordene neue Jahresgage des Ryanair-Chefs O’Leary auf Empörung. Dem zufolge bekommt dieser künftig 3,5 Millionen jährlich für seine Tätigkeiten ausbezahlt, während anderen Mitarbeiter des Unternehmens die Gehälter gekürzt werden.  „Dabei dürfe nicht vergessen werden, dass O‘Leary noch vor ein paar Monaten die Wiener Lauda-Flugbegleiter mit einem Grundgehalt unterhalb der Mindestsicherung abspeisen wollte.

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Ryanair reduziert die Flugkapazität um weitere 20 Prozent

Europaweit kommt aktuell wegen der Covid-19-Pandemie neue Dynamik auf. Reisebestimmungen ändern sich fast täglich. Diese Unsicherheiten spürt auch Low Cost Carrier Ryanair und reagiert prompt: Im Oktober wird die Airline ihre Kapazität um weitere 20 Prozent reduzieren. Und zwar zusätzlich zu der bereits Mitte August angekündigten Kürzung von 20 Prozent. Damit sinkt das angebotene Flugangebot im Oktober auf knapp 40 Prozent des Vorjahres-Niveaus. Diese Schritte müsse man setzen, da die sich ständig ändernden Reiseregeln die Bereitschaft der Kunden zu Neubuchungen untergraben, wie es in einer Presseaussendung heißt. Dahingehend fordert das Unternehmen mehr Sicherheit und einheitliche Regelungen innerhalb der Europäischen Union. Wie es im Winter weitergehen wird, vermag das Ryanair-Management noch nicht zu prognostizieren: „Es ist zwar noch zu früh, um endgültige Entscheidungen über unseren Winterflugplan (von November bis März) zu treffen, doch wenn sich die derzeitigen Trends und das Missmanagement der EU-Regierungen hinsichtlich der Rückkehr des Flugverkehrs und der normalen Wirtschaftstätigkeit fortsetzen, könnten ähnliche Kapazitätskürzungen über die Winterperiode hinweg erforderlich sein“, so ein Sprecher.

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FMM: Ryanair mit zusätzlichem Flug nach Palermo

Billigflieger Ryanair reagiert auf die steigende Nachfrage mit zusätzlichen Flügen: Ab dem 25. Oktober fliegt die Airline dreimal wöchentlich von Memmingen nach Palermo. Und damit einmal öfter pro Woche, als bisher. Durchaus positive Nachrichten für den Allgäu Airport Memmingen. Denn noch vor wenigen Monaten musste der Standort coronavirusbedingt auf Stand-By schalten und die Belegschaft in Kurzarbeit schicken, ohne zu wissen, wie und wann es weiter geht.

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Flughafen Wien-Vorstand schießt gegen EU-Kommission

Flughafen Wien-Vorstand Günther Ofner geht jetzt in die Offensive und übt offen Kritik an die Europäische Union. Für ihn sei es nicht nachvollziehbar, weshalb die EU-Kommission die Genehmigung des Fixkostenzuschusses 2 blockiert. Hier werde die Aufrechterhaltung des Betriebs gefährdet.  Außerdem fehle nach mehr als sechs Monaten Covid-19-Pandemie jeglicher Fortschritt bei der Entwicklung europaweit einheitlicher Reiseregelungen – ein totales Versagen. „Die in den Sommermonaten sehr zaghaft begonnene Erholung des internationalen Flugverkehrs  wird durch den neuerlichen Anstieg der Infektionszahlen massiv gebremst, die Passagierzahlen brechen wieder sehr stark ein, was durch das nur als chaotisch zu bezeichnende Wirrwarr an je nach EU-Land völlig unterschiedlichen Regelungen und Reisebeschränkungen zusätzlich verschärft wird“, so Ofner. Alleine werde man es nicht durch die Krise schaffen. Nachvollziehbar, betrachtet man nur die monatlichen Fixkosten von bis zu 20 Millionen Euro bei gleichzeitig fehlender Auslatung. Seitens der Regierung wurde schon Hilfe zugesagt. Und zwar durch einen erweiterten Fixkostenzuschuss. Diesem schiebt die EU-Kommission einen Riegel vor und möchte die Summe auf 800.000 Euro begrenzen. Ein Schlag ins Gesicht, so der Flughafen-Vorstand. Für ihn ist klar: „Der Fixkostenzuschuss ist dringend zu genehmigen!“

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FACC muss sich von 700 Mitarbeitern trennen

Der Luftfahrtzulieferer FACC ahnte schon bei der Veröffentlichung der Halbjahresbilanz nichts Gutes. Damals ging man noch davon aus, dass man die Kehrtwende schafft. Doch heute droht den Arbeitnehmern das Worst-Case-Szenario: Bis zu 700 Mitarbeiter – mehrheitlich aus Österreich – könnten gehen. Heute hat die Chef-Etage zum Gespräch geladen. Man werde diverse coronavirusbedingte Sparmaßnahmen vorstellen, wie das Nachrichtenmedium „ORF“ berichtet. Das heißt selten etwas Gutes, wissen auch die knapp 3.400 Angestellten. Auch, dass die mit Ausbruch der Pandemie eingetretene Krise in der Luftfahrt dem oberösterreichischen Flugzeugzulieferer schwer im Magen liegt. Darüber hinaus werde CEO Robert Machtlinger gemeinsam mit den Gewerkschaften einen Sozialplan vorstellen. Die Kurzarbeit läuft im September aus.

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American Airlines fliegt mit weniger Kabinenpersonal

Das Oneworld-Mitglied American Airlines reagiert auf die zum Teil schwache Auslastung der Langstreckenflüge und reduziert nun die Anzahl der Crewmitglieder. Dadurch sollen Kosten eingespart werden, jedoch betont der Carrier, dass die Vorschriften der FAA eingehalten werden. Auf dem Maschinentyp Boeing 777-300 sind künftig zwei Flugbegleiter weniger an Bord. Bei der 777-200 und 787-9 je ein Besatzungsmitglied. Laut “Simple Flying” wird jedoch auch auf der Mittelstreckenflotte gekürzt. Beispielsweise sind die Airbus A321 künftig mit nur noch fünf statt sechs Flugbegleitern unterwegs. Die Regularien der FAA sehen vor, dass mindestens ein Crewmitglied pro 50 Passagiere in der Kabine sein muss. Weiters müssen die Stationen für den Ernstfall entsprechend und ausreichend besetzt sein. American Airlines nutzt nun die geringe Auslastung der Flüge, um temporär Personalkosten einsparen zu können. Gegebenenfalls muss jedoch – bei komplett ausgebuchtem Flugzeug – das Kabinenpersonal wieder aufgestockt werden.

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