Oktober 4, 2020

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Oktober 4, 2020

West Atlantic zieht Flugzeuge aus UK ab

Der schwedische Logistikspezialist West Atlantic hat damit begonnen, erste bei ihrer britischen Tochter unterhaltenen Frachtflugzeuge zum schwedischen Mutterunternehmen nach Göteborg sowie zur spanischen Swiftair zu transferieren. Hintergrund sind zu erwartende Probleme betreffend der nach wie vor schleppenden Verhandlungen über ein neues Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien nach dem Brexit. Erst vor wenigen Tagen wurden zwei bislang in Großbritannien registrierte Boeing 737-800BCF ins schwedische Luftfahrtregister übertragen, nun folgte eine Boeing 737-400F, welche zur spanischen Swiftair samt neuer spanischer Registrierung wechselte. Gegenüber dem Fachportal ch-aviation betonte Lars Jordahn, CEO von Westatlantic, dass die Transferierungen von Flugzeugen weg von der britischen Tochter im Zusammenhang mit dem Brexit und ein Ende des gemeinsamen Marktes nach dem Jahr 2029 stehen würden. Daher ist zu erwarten, dass in den nächsten Monaten weitere Frachtmaschinen die West Atlantic UK in Richtung Schweden bzw. Spanien verlassen, um weiterhin problemlos innerhalb Europas zum Einsatz zu kommen. Erst im April wurde die West Atlantic Group zu 51% von der spanischen Holding LUSAT übernommen, ihres Zeichens unter anderem Eigentümer der spanischen Frachtfluglinie Swiftair. Beide, West Atlantic und Swiftair, unterhalten neben eigenen Frachtflügen enge Kooperationen mit Paketdiensten wie DHL oder FedEx.

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Innovative Lösungen von Jetfly und Globe Air für Linz

Die beiden in Linz ansässigen Bedarfsfluggesellschaften Jetfly und Globe Air wollen mit innovativen Buchungsmöglichkeiten den fehlenden Verbindungen in den Wintermonaten ab Linz entgegensteuern. Beide bringen Flüge mit ihren Privatjets nach Düsseldorf, Frankfurt und Zürich in die gängigen Buchungssysteme. Wie die OÖ Nachrichten berichten, hat Jetfly bereits alle Genehmigungen erhalten, um Flüge zwischen Linz und Düsseldorf in die gängigen Reservierungssysteme einbringen zu dürfen. Von Montag bis Donnerstag wird ab 12. Oktober 2020 ein Frühflug in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt angeboten, ebenso ein Rückflug am späten Nachmittag in Richtung Oberösterreich. Kostenpunkt etwa 650 Euro je Strecke für jeden Passagier. Die zweite Bedarfsflugline in Linz, Globe Air, sieht ebenfalls Chancen, die Lücken für Kunden vorwiegend aus der oberösterreichischen Wirtschaft und Industrie zu schließen und wird in Kürze ebenfalls Flugoptionen nach Düsseldorf, Frankfurt und Zürich über die Reservierungssysteme bringen. Anders als Jetfly wird Globe Air allerdings keine Einzelplätze verkaufen, sondern die eingesetzte Cessna Citation Mustang als Gesamtpaket offerieren. Dadurch sollen Unternehmen angesprochen werden, welche bis zu vier Personen zu Geschäftsterminen in genannten Destinationen direkt ab Linz bringen wollen. Beide Bedarfsfluglinien betonen, dass es sich zwar um in den Reservierungssystemen dargestellte Flüge, jedoch nicht um Linienflüge im klassischen Sinne handelt. Viel mehr sollten diesen als Air-Shuttle verstanden werden, bei denen sich die direkte Nachfrage am tatsächlichen Angebot orientieren wird. Jetfly hat sich für das Produkt X1-Air von Hahn Air Technologies entschieden und damit in den Reservierungssystemen Amadeus, Sabre und Travelport verfügbar, wodurch die Flüge weltweit über ein insolvenzsicheres Hahn-Air-Ticket gebucht werden können. Für den Linz Airport

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Finnland: Xfly schielt auf fünf subventionierte Strecken

Der teilstaatliche ACMI-Anbieter Xfly teilte mit, dass man an der Übernahme von fünf Strecken innerhalb Finnlands ab März 2021 interessiert ist. Diese werden von Finnair aufgegeben. Dabei handelt es sich um folgende Ziele ab Helsinki: Joensuu, Jyväskylä, Kajaani, Kemi/Tornio, and Kokkola/Pietersaari. Derzeit werden diese Strecken seitens des Oneworld-Mitglieds nicht beflogen. Grund dafür ist die Coronapandemie. Finnair flog auch nicht selbst, sondern setzte ATR72-500 des Wetlease-Partners Nordic Regional Airlines ein. Ganz eigennützlich dürften die Gedanken von Xfly (vormals Regional Jet) jedoch nicht sein, denn die finnische Regierung stellte Subventionen für genau diese fünf Inlandsstrecken in Aussicht. Dem geht einher, dass die Routen ausgeschrieben werden müssen. Anschließend können alle Fluggesellschaften, die ihren Sitz in der Europäischen Union haben und Interesse haben, ihre Bewerbungen einreichen. Den Zuschlag vergibt dann die hierfür zuständige finnische Behörde. Theoretisch könnten sich also auch Lowcoster bewerben. Allerdings ist die Dauer der PSO-Subvention bis vorerst Ende 2021 beschränkt, so dass die Operation danach auf eigenen Beinen stehen sollte. Xfly-Geschäftsführer Jan Palmer erklärte im estnischen Fernsehen, dass im Falle eines Zuschlags unter eigener Flugnummer geflogen wird. Das ist ein bisschen ein Novum, denn abgesehen von Charterflügen nutzte das Unternehmen in der Vergangenheit stets den Two-Letter-Code von Partnern, beispielsweise Adria Airways oder Teilhaber LOT. Bei ACMI-Aufträgen fliegt man unter dem Code des jeweiligen Auftraggebers. Die Marke „Nordica“ wurde im Vorjahr beerdigt.

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Turkish pausiert Salzburg vorerst bis Ende 2020

Das Star-Alliance-Mitglied Turkish Airlines wird die Nonstop-Strecke Salzburg-Istanbul bis mindestens 31. Dezember 2020 pausieren. Grund dafür ist die aufgrund der Reise- und Quarantänebestimmungen in Folge der Corona-Pandemie geringe Nachfrage. Der nächste Flug auf dieser Route ist am 1. Jänner 2021 geplant. Turkish Airlines setzte die Verbindung nach Salzburg kurz nach Beginn der Corona-Krise aus, kehrte jedoch Ende Juli 2020 zurück. In den Sommermonaten soll eine den Umständen entsprechende gute Nachfrage bestanden haben. Dies gilt offensichtlich nicht für die Herbst- und Wintermonate des Jahres 2020, weshalb die Strecke bis Jahresende neuerlich pausieren muss. Der Carrier will allerdings an Salzburg festhalten und die Route definitiv wieder bedienen.

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Egyptair erhält weiteren Staatskredit

Mit etwa 163 Millionen Euro wird der ägyptische Staat dem Staatscarrier Egyptair unter die Flügel greifen. Das Geld wird laut lokalen Medienberichten über die Zentralbank ausbezahlt und ist ein staatlich garantierter Kredit. Das Finanzministerium gab am 29. September 2020 grünes Licht für diesen Schritt. Zuvor erteilte Präsident Abdel Fattah al-Sisi eine entsprechende Ermächtigung an das Finanzressort. Weiters werden jener Staatsholding, die für Flughäfen und Airlines zuständig ist, weitere 53,77 Millionen Euro ausbezahlt. Egyptair soll sich darüberhinaus weitere Kredite auf dem Kapitalmarkt gesichert haben. Diese dienen primär der Bezahlung von Leasingraten und Fremdwährungskrediten. Es handelt sich nicht um die erste Finanzspritze, die seitens des Staates Ägypten gewährt wird. Im Mai 2020 wurde die Auszahlung der Gehälter mit einem staatlich besicherten Zentralbankkredit in der Höhe von 108,39 Millionen Euro sichergestellt. Dem Vernehmen nach soll Egyptair aufgrund der Covid-19-Krise und der weitgehenden Einstellung des Flugbetriebs damals nicht mehr in der Lage gewesen sein die Löhne und Gehälter zu bezahlen. Der Flugbetrieb des afrikanischen Carriers läuft seit 1. Juli 2020 wieder schrittweise an.

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Staatshilfe: LOT verhandelt über eine Milliarde Euro

Das polnische Star-Alliance-Mitglied LOT befindet sich mit der Regierung in Verhandlungen über staatliche Beihilfen in der Höhe von rund einer Milliarde Euro. Der Finanzbedarf besteht aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise, geht aus dem vor wenigen Tagen veröffentlichten Geschäftsbericht des Konzerns hervor. Der Carrier befindet sich über die Holdinggesellschaft PGL vollständig im Eigentum des polnischen Staats. Diese signalisierte in den vergangenen Wochen wiederholt, dass man einer finanziellen Unterstützung der LOT offen und positiv gegenüber steht. Konkrete Zahlen wurden jedoch bis zur Veröffentlichung des Geschäftsberichts nicht genannt. Die Fluggesellschaft schreibt, dass zur Vermeidung eines Liquiditätsverlustes bis Jahresende etwa 65 Millionen Euro benötigt werden. LOT erhielt erst im Jahr 2012 eine staatliche Finanzspritze in der Höhe von rund 117 Millionen Euro. Ohne den Umstand der Corona-Pandemie wären weitere Unterstützungen erst ab 2022 wieder möglich. Die EU-Kommission handhabt diese Vorschrift aufgrund der für Airlines fatalen Situation – eben geschuldet der Covid-19-Krise – eher locker und gab bislang europaweit für nahezu alle Beihilfen für Fluggesellschaften grünes Licht. Es ist nicht damit zu rechnen, dass sich die Kommission in Sachen LOT anders verhalten wird.

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Spanien beteiligt sich an IAG-Kapitalerhöhung

Spanien wird sich über den Staatsfonds SEPI an der geplanten Kapitalerhöhung der International Airlines Group beteiligen. Der Ministerrat gab hierfür grünes Licht. Zuvor stand auch ein Ausstieg aus dem britisch-spanischen Gemeinschaftskonzern kurzzeitig zur Debatte. SEPI hält derzeit 2,52 Prozent an der IAG und wird im Rahmen der Kapitalerhöhung etwa 69,3 Millionen Euro einbringen. Das Gesamtvolumen der von den Aktionären Anfang September 2020 bewilligten Kapitalaufstockung beträgt 2,74 Milliarden Euro. Die spanische Staatsholding erhält durch die Teilnahme keine Sonderrechte, sondern verhindert lediglich die Verwässerung der Beteiligung. Auch Großaktionär Qatar Airways wird bei der bevorstehenden Kapitalerhöhung mitziehen.

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Wizzair prüft weitere Bases in Italien

Der ungarische Billigflieger Wizzair befindet sich eigenen Angaben nach mit „fünf bis sechs“ italienischen Flughäfen in Gesprächen über die Eröffnung weiterer Bases. Konzernchef József Váradi bezeichnete im Gespräch mit der Tageszeitung „Corrie della Sera“ den italienischen Markt als „strategisch wichtig“. Erst kürzlich kündigte der pinkfarbene Billigflieger die Stationierung und Airbus-Jets in Malpensa und Catania an. An welchen Airports Wizzair expandieren wird, lässt Váradi allerdings noch offen. Es gäbe einige Sub-Märkte im Norden und Süden, die interessant sind, jedoch hängen die Entscheidungen davon ab wie attraktiv diese tatsächlich sind. Auch weitere Flüge innerhalb von Italien werden nicht ausgeschlossen. Der Airline-Chef erklärte, dass diese sich bislang aufgrund der stabilen Nachfrage als sicherer Polster erwiesen hätten. „Es ist eine Möglichkeit, das Risiko in diesem Zeitraum zu mindern, da der Inlandsmarkt widerstandsfähiger ist und nicht von den Auswirkungen von Grenzbeschränkungen betroffen ist“, so Váradi.

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