Januar 28, 2021

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Januar 28, 2021

Sundair stellt Stockholm-Beirut wieder ein

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Sundair stellt die erst Mitte Dezember 2020 aufgenommene Verbindung zwischen Stockholm und Beirut wieder ein. Die Route wird kommende Woche letztmalig bedient. Geschäftsführer Marcos Rossello bestätigte dies gegenüber Aviation Direct. Ob diese Route zu einem späteren Zeitpunkt reaktiviert wird oder nicht, steht noch nicht fest. Im Sommerflugplan 2021 will sich Sundair auf die Flüge ab Deutschland fokussieren. Auf die Frage nach dem Grund für die Aufgabe der Route Stockholm-Beirut sagte Rossello, dass diese ohnehin nur bis März 2021 geplant war. Die derzeit aufgrund der weltweiten Pandemiesituation schwache Nachfrage würde den hohen Aufwand nicht mehr rechtfertigen. Als Beispiel nannte er, dass Besatzungen von/nach Stockholm reisen müssen, um ihre Kollegen abzulösen. Bislang wird die Verbindung nach folgendem Muster bedient: Düsseldorf-Beirut-Stockholm-Beirut-Düsseldorf. Der Wechsel der Crew erfolgte daher in Schweden. Daraus, dass die vorzeitige Aufgabe der ersten Strecke außerhalb Deutschlands aufgrund niedriger Auslastung erfolgt, macht Rossello „kein Geheimnis“ und meint „leider ist es so“.

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Sundair zahlt die Gehälter wieder selbst

Am Donnerstag entschied das Amtsgericht Stralsund, dass Sundair im eröffneten Schutzschirmverfahren die Eigenverwaltung behält. Der Carrier teilte mit, dass die Gehälter der etwa 240 Mitarbeiter aus eigener Kraft bezahlt werden. Sachwalter bleibt Lucas Flöther, der bereits bei Air Berlin und Condor diese Funktion ausgeübt hat. Die Fluggesellschaft will sich aufgrund der Coronakrise mit Hilfe des Schutzschirmverfahrens neu aufstellen. Laut Geschäftsführer Marcos Rossello konnte mit den Eigentümern der Flugzeuge eine Einigung erzielt werden. Der Carrier tauscht diese gegen andere Maschinen aus, berichtete Aviation Direct. „Wir sind gerade dabei, drei neue A319 einzuflotten, von zwei A320 und zwei A319 trennen wir uns. Somit besteht die Flotte künftig aus sechs Flugzeugen“, wird Geschäftsführer Marcos Rossello in einer Pressemitteilung zitiert. Somit verkleinert sich die Flotte um eine Maschine. Mit den Gläubigern habe man bereits verhandelt und diese hätten dem ausgearbeiteten Sanierungsplan in der Entwurfsfassung zugestimmt. Das Unternehmen teilt weiters mit, dass das Dokument in Kürze dem Gericht und den Gläubigern zur Einholung der formellen Zustimmung vorgelegt wird. Im Anschluss muss die Gläubigerversammlung abstimmen.

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Condor-Beschwerde: Kartellamt eröffnet Verfahren gegen Lufthansa

Das deutsche Bundeskartellamt hat aufgrund der von Condor eingebrachten Beschwerde ein offizielles Verfahren gegen Lufthansa eröffnet. Die Behörde erklärt, dass eine Entscheidung zeitnah fallen soll. Hintergrund ist, dass der Kranich einen Kooperationsvertrag, es Condor ermöglicht Verbindungen der Lufthansa aus Zubringerflüge zu vermarkten, aufgekündigt hat. Die Ferienfluggesellschaft, die einst selbst eine Tochter des Kranich-Konzerns war, sieht darin den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung und brachte eine Beschwerde beim Bundeskartellamt ein. Lufthansa hingegen will die eigenen Verbindungen stärken und doppelt mit dem neuen Brand Eurowings Discover nahezu alle Condor-Langstrecken. Da die ausgesprochene Kündigung im Juni 2021 schlagend wird, will das Bundeskartellamt nun schnell entscheiden. Ein Sprecher bezeichnete die Angelegenheit am Donnerstag als „eilbedürftig“. Beide Firmen wurden schriftlich zur Stellungnahme aufgefordert. Entschieden werden soll so schnell wie möglich. Arbeitnehmervertreter kritisieren den Streit zwischen Lufthansa und Condor, denn beide Unternehmen wurden mit staatlichen Finanzmitteln gerettet. Gefordert wird, dass Steuergeld nicht für einen Verdrängungswettbewerb verwendet werden darf.

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Deutschland: Einigung über „Luftfahrtmilliarde“ erzielt

Eine „Luftfahrtmilliarde“ versprach der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) vor rund drei Monaten. Kurz danach wurde er von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) wieder eingebremst, denn dieser will, dass sich die Länder finanziell am Rettungspaket beteiligen. Nun wurde eine Einigung zwischen Bund und Ländern erzielt. Allerdings waren nicht alle der 16 deutschen Bundesländer für die die Unterstützung der deutschen Airports. Zwei stimmten gegen den Vorschlag. 500 Millionen Euro sollen vom Bund aufgebracht werden, die andere Hälfte von den Ländern, wobei bereits an Flughäfen ausbezahlte Finanzhilfen angerechnet werden. Im nächsten Schritt ist die Zustimmung und Freigabe von Finanzminister Scholz erforderlich. Das aktuelle Budget der Bundesregierung sieht gar keine Finanzhilfen für Flughäfen vor. Diverse Umweltschutzverbände fordern nun, dass dies auch so bleiben soll. Branchenvertreter weisen auf die zum Teil äußerst angespannte Finanzlage der Airports und in weiterer Folge auf die Arbeitsplätze hin.

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Schweiz: Riskantes Flugmanöver führte zum Absturz der HB-HOT

Die Flugunfallermittler der Schweiz schreiben in ihrem Abschlussbericht, dass der Absturz der Ju-52 im Jahr 2018 unter anderem durch ein riskantes Manöver der Flugzeugführer verursacht wurde. Der Verein, der die historischen Maschinen betreibt, will nun die Auswahl und Ausbildung der Piloten verbessern. Am 4. August 2018 stürzte im Kanton Graubünden die HB-HOT ab. Das etwa 80 Jahre alte Fluggerät befand sich auf einem Rundflug. Alle Insassen kamen beim Unfall ums Leben. Nun üben die Ermittler Kritik am Betreiber, aber auch am Bundesamt für Zivilluftfahrt. Sicherheitsprobleme wären übersehen worden und der Verein habe Risiken nicht erkannt. Im Bericht ist weiters zu lesen, dass der Oldtimer diverse technische Mängel hatte, jedoch sollen diese nicht ursächlich für den Absturz gewesen sein. Als Hauptursache für den Absturz machten die Behörden ein riskantes Pilotenmanöver aus. Im Bericht steht geschrieben: „Die Piloten steuerten das Flugzeug in geringer Höhe, ohne Möglichkeit für einen alternativen Flugweg und mit einer für diese Verhältnisse gefährlich tiefen Geschwindigkeit in das enge Tal südwestlich des Piz Segnas. In diesem Tal durchflog das Flugzeug Turbulenzen, wie sie im Gebirge in Geländenähe stets zu erwarten sind. Diese hochriskante Flugführung bewirkte, dass die Piloten in diesen nicht außergewöhnlichen Turbulenzen die Kontrolle über das Flugzeug verloren und für ein Abfangen des Flugzeuges zu wenig Raum zur Verfügung stand. Als Folge davon stürzte das Flugzeug nahezu senkrecht zu Boden“. Die Schweizer Unfalluntersuchungsstelle veröffentlichte auch ein Video, in dem die Erkenntnisse der Behörde einfach verständlich dargestellt sind: Der Betreiberverein wurde im November 2018 mit einem Flugverbot belegt. Eine

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Auktion: Tegel-Inventar unter dem Hammer

Ende Oktober 2020 schloss der Flughafen Berlin-Tegel seine Pforten. Nun kommt das Inventar unter den Hammer. Wer sich ein Sitzbänke, Bildschirme oder gar einen Schneepflug in die Wohnung oder ins Büro holen möchte, könnte jetzt fündig werden. Das Auktionshaus Wilhelm Dechow versteigert derzeit im Auftrag der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH diverse Gegenstände, die vormals am Airport Tegel eingesetzt waren. Derzeit werden zum Beispiel Bildschirme und Sitzbänke an den jeweiligen Höchstbietenden verkauft. Das Angebot soll laufend erweitert werden. Die momentan laufende Auktion findet sich unter diesem Link. Tipp: Aviation Direct hat dem Flughafen Berlin-Tegel eine Fotoreportage gewidmet.

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Ukraine sperrt 13 russische Carrier aus

Die Regierung der Ukraine untersagt nun explizit 13 russischen Fluggesellschaften die Nutzung des Luftraums. Dies schließt Überflüge, Starts und Landungen sowie Ferry-Flüge ein. Allerdings hat der Beschluss, der noch final abgesegnet werden muss, eher symbolischen Charakter, da russischen Carriern seit längerer Zeit der Betrieb im Luftraum der Ukraine verboten ist. Hintergrund der Maßnahme ist der Streit um die Krim. Das ukrainische Kabinett will nun 13 Airlines, die ihren Sitz in der Russischen Föderation haben, explizit aufgrund ihrer Flugangebote von/nach Simferopol sanktionieren. Die Krim wurde vor einigen Jahren von Russland annektiert und eingegliedert, jedoch ist dieser Vorgang international nicht anerkannt. Beispielsweise betrachtet die Europäische Union die Krim weiterhin als der Ukraine zugehörig. Vom Bann, der für drei Jahre ausgesprochen wird, sind nachstehende Airlines betroffen: Vologda Air KrasAvia Komiaviatrans Azimuth IrAero Aviaservice Tulpar Aerolimousine 223rd Flight Unit Pobeda Aviatsiyni Technologii Investitsii Servis Simargl Air Company State Corporation for Air Traffic Management Weiters sprach die Ukraine der syrischen Cham Wings Airlines ein Flugverbot aus. Warum dieser Carrier gebannt wird, erklärte die Regierung allerdings nicht. Es soll jedoch im Bereich der Eigentümerschaft Cham Wings Airlines ein Naheverhältnis zu Machthaber Baschar al-Assad geben. Da diese Fluggesellschaft Europa ohnehin nicht anfliegt, dürften sich die Auswirkungen allenfalls auf Umwege in Richtung Moskau beschränken.

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Easyjet muss 1.400 Mitarbeiter kündigen

Für Billig-Flieger Easyjet lief es im 1. Quartal zum 21. Dezember 2020 alles andere als gut – aber genau nach Plan. Das Finanzergebnis im ersten Quartal entsprach den Erwartungen des Managements – trotz erhöhter Unsicherheit aufgrund des sich verändernden Marktumfelds, das verschärfte Reisebeschränkungen in ganz Europa mit sich brachte. Die Passagierzahlen brachen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 87 Prozent auf 2,9 Millionen ein. Die Erlöse verringerten sich um 88 Prozent auf umgerechnet 187 Millionen Euro. Angesichts der Corona-Beschränkungen wird die Airline von Jänner bis März höchstens zehn Prozent der eigentlich möglichen Flüge durchführen. Das teilte die britische Fluggesellschaft am Donnerstag in Luton mit. Gleichzeitig gab Easyjet bekannt, mindestens 1.400 Angestellte vor die Tür setzen zu müssen. Denn immer noch verliere die Airline etwa 45 Millionen Euro – pro Woche. „Der Schlüssel, um Reisen wieder zu ermöglichen, sind die Impfprogramme in Kombination mit der schrittweisen Aufhebung der Beschränkungen durch die Regierungen, sobald dies sicher ist“, so Easyjet-Chef Johan Lundgren.

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Seehofer: Deutschland plant Einreiseverbote im Eilverfahren

Die Bundesrepublik Deutschland plant, dass die Einreise aus bestimmten Staaten, die besonders stark von neuen Mutationen des Coronavirus geplagt sind, verboten wird. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte, dass bis zum morgigen Freitag die Vorgehensweise mit den Ländern abgestimmt werden soll. Es scheint Eile geboten zu sein, denn das Regierungsmitglied kündigte an, dass die Einigung dann mittels Umlaufbeschluss abgesegnet werden soll. Eine Lösung auf EU-Ebene ist aus Sicht von Horst Seehofer derzeit nicht in Sicht. Welche Staaten vom geplanten Einreiseverbot betroffen sein könnten, sagte der deutsche Innenminister nicht. Zuvor gab es in Deutschland auch die politische Diskussion den Flugverkehr weitgehend zu unterbinden. Die EU-Regierungschefs haben sich erst vor wenigen Tagen darauf geeinigt, dass Reisen nach Möglichkeit unterbunden bzw. kompliziert gemacht werden sollen.

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Air France-KLM: Startschuss für „Sustainable Aviation Fuel“-Programm

Air France-KLM startet ein innovatives Programm, mit dem Firmenkunden eine aktive Rolle in der Zukunft des nachhaltigen Reisens spielen können. Kunden von Air France und KLM Corporate können nach einer Schätzung der mit ihrer Reise verbundenen CO2-Emissionen einen jährlichen Beitrag ermitteln, den sie für das Corporate SAF-Programm (Sustainable Aviation Fuel) leisten möchten. Alle Beiträge der beiden Fluggesellschaften werden in die Beschaffung und den Verbrauch von SAF investiert. „Dies wird die Schaffung einer nachhaltigen Flugkraftstoffindustrie unterstützen, die einen zunehmend umweltbewussten Luftverkehr garantiert. Durch die Investition in dieses Unternehmensprogramm ergreifen Unternehmen konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen und tragen durch die Unterstützung innovativer Lösungen zum ökologischen Übergang des Luftverkehrs bei“, heißt es in der Pressemitteilung. „Air France und KLM arbeiten seit vielen Jahren daran, ihre Umweltbelastung zu verringern. Der Start des Corporate SAF-Programms ist ein weiterer Beweis für ein starkes Engagement zu konkreten Maßnahmen. Durch ihren Beitrag werden unsere Firmenkunden die Partner von morgen bei einer Energiewende sein, die voll und ganz ihrer umweltbewussteren Reiserichtlinie entspricht“, so Henri de Peyrelongue, Executive Vice President Commercial Sales bei Air France-KLM.

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